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Patterns for Guiding Creativity (2026)
Laue, Ralf
Sensibilisierung für altersbedingte Veränderungen durch Alterssimulation : Eine quasiexperimentelle Untersuchung mit dem Modularen Alterssimulationsanzug eXtra (MAX) (2026)
Rüffert, Danny ; Schaal, Tom ; Bullinger-Hoffmann, Angelika C.
Hintergrund/Fragestellung: Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und der steigenden Zahl älterer Menschen in Deutschland besteht ein wachsender Bedarf an Fachkräften, die über Kompetenzen zum Umgang mit altersbedingten Veränderungen verfügen – weit über den Gesundheits- und Pflegebereich hinaus. Die vorliegende Arbeit adressiert das Forschungsdefizit hinsichtlich der Wirkung von Alterssimulationen auf die Sensibilisierung berufsübergreifender Akteure, insbesondere aus den Bereichen soziale Dienste, Wohnungswirtschaft und Handwerk, die Dienstleistungen für ein möglichst selbstbestimmtes Altern im häuslichen Umfeld erbringen. Studiendesign/Methoden: Im Rahmen eines quasiexperimentellen Designs wurde die Weiterbildung „Alter erleben“ mit dem Alterssimulationsanzug MAX (Modularer Alterssimulationsanzug eXtra) analysiert und mit alternativen Interventionsformen – einer passiven Simulation und einer reinen Wissensvermittlung – verglichen. Ergebnisse: Die Studie umfasste 543 Teilnehmende und evaluierte die Auswirkungen der Interventionen auf emotionale, kognitive und motivationale Komponenten der Sensibilisierung. Die Ergebnisse belegen, dass aktive Alterssimulation mit dem Anzug MAX signifikant zur kurzfristigen Steigerung der Sensibilisierung beiträgt, v. a. in den Bereichen Empathie und Verständnis für altersbedingte Einschränkungen. Obwohl die motivationalen Effekte weniger nachhaltig waren, konnte auch vier Wochen nach der Maßnahme ein über dem Kontrollniveau liegender Effekt nachgewiesen werden. Die Wirkung zeigte sich unabhängig von der Berufszugehörigkeit der Teilnehmenden und unterstreicht somit die berufsübergreifende Relevanz des Ansatzes. Gleichzeitig liefert die Studie praxisbezogene Empfehlungen für die Strukturierung von Weiterbildungen und hebt insbesondere die Bedeutung erlebnisorientierter Lernformen hervor. Diskussion: Methodische Schwächen wie ungleiche Gruppengrößen und eingeschränkte Validierung des Messinstruments werden als Limitationen benannt. Die Ergebnisse bestätigen die Wirksamkeit von Alterssimulationen zur Sensibilisierung für altersbedingte Veränderungen und zeigen deren Potenzial für den Kompetenzaufbau im Kontext altersgerechter Dienstleistungen auf. Schlussfolgerung: Weiterführende Forschung sollte insbesondere die Langzeitwirkung und weitere Zielgruppen sowie die Integration digitaler Simulationstechnologien adressieren, um neue Potenziale zur Gestaltung des demografischen Wandels zu erschließen.
Nursing education in conflict: How intersectionality impacts access to educational opportunities? (2026)
Hinsche, Laura ; Hasseler, Martina ; Tischendorf, Tim ; Schaal, Tom
Background: Nursing, as a pillar of healthcare, must train a diversifying workforce under increasingly complex conditions. Access to education is affected by intersectional factors including gender, international biographie, socio-economic status, and hierarchical structures, yet systematic analyses remain limited. Methods: A PRISMA-based scoping review was conducted using PubMed, Ebsco CINAHL, PeDocs, CareLit, Livivo, and Google Scholar. Seventy studies were screened, with eight articles thoroughly analyzed for conceptual insights. Results: Intersectional barriers substantially hinder access to educational and qualification opportunities in nursing, disproportionately affecting marginalized groups. Hierarchical structures, Eurocentric curricula, and inadequately adapted digital strategies exacerbate these disparities and perpetuate discriminatory practices that negatively impact both carers and patients. Conclusion: Traditional deficit-oriented approaches focus on perceived adaptation issues among marginalized groups rather than on the structural barriers within the healthcare system. Early integration of intersectional perspectives in nursing education is essential for fostering ethical awareness, challenging power imbalances, and empowering professionals to dismantle discriminatory practices. Comprehensive curricular reforms that address racism, gender dynamics, and socio-economic inequities can promote inclusivity, improve professional retention, and enhance patient care outcomes. Systematically integrating intersectional frameworks into nursing education is crucial for reducing systemic inequities and catalyzing long-term structural change in the healthcare system.
Entwicklung eines Konzeptes zur Entwicklung der Sicherheitskultur am Beispiel eines Teilbereiches der enviaM-Gruppe (2026)
Lau, Bianca
Die Entwicklung einer positiven Sicherheitskultur gilt als ein Erfolgsfaktor für eine Verbesserung der Arbeitssicherheit. Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Entwicklung der Sicherheitskultur innerhalb eines Teilbereiches der enviaM-Gruppe im Zeitraum von 2020 bis 2025. Grundlage bildet eine Vorher-Nachher-Analyse durch zwei Mitarbeiterbefragungen sowie ausgewählter Betriebssicherheitskennzahlen. Ziel ist die Bewertung der Wirksamkeit umgesetzter Maßnahmen im Arbeitsschutz und die Ableitung eines wissenschaftlichen Konzeptes zur Weiterentwicklung der Sicherheitskultur. Die theoretische Grundlage umfasst zentrale Ansätze der Arbeitssicherheit, Sicherheitskultur, deren Einflussfaktoren sowie Methoden der Wirksamkeitsüberprüfung. Zur Einordnung der Sicherheitskultur wurden insbesondere die Sicherheitskulturelemente Führung, Struktur und Prozesse sowie das Modell der Bradley Curve™ herangezogen. Im empirischen Teil erfolgt die Analyse betriebsinterner Unfall- und Ereignisdaten sowie die Bewertung der Sicherheitskultur anhand der Mitarbeiterbefragungen aus den Jahren 2020 und 2025. Ergänzend wurden die eingeführten Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheitskultur hinsichtlich ihrer Wirksamkeit untersucht. Auf Grundlage der Ergebnisse wurde ein phasenorientiertes Konzept entwickelt, das bestehende wirksame Maßnahmen fortführt und neue begründete Ansätze ergänzt. Die Arbeit zeigt, dass die Weiterentwicklung der Sicherheitskultur als langfristiger Prozess zu verstehen ist, der eine systematische Evaluation und die aktive Beteiligung aller Akteure erfordert.
Konzeption und Implementation eines Prototyps einer webbasierten Anwendung zur sprachlichen Unterstützung in der psychiatrischen Dokumentation (2026)
Nourmohammadi, Vahideh
Nicht-Muttersprachler:innen sehen sich in der klinischen Dokumentation häufig sprach-lichen und strukturellen Barrieren gegenüber. Ziel dieser Arbeit ist die Konzeption, Entwicklung und erste Erprobung eines webbasierten Tools zur sprachlichen Unterstützung in der psychiatrischen Dokumentation. Auf Basis einer Bedarfserhebung und einer Marktanalyse wurden die Anforderungen A1–A5 abgeleitet. Im Vordergrund standen dabei vor allem mobile Nutzbarkeit, eine didaktisch klare Pro-Begriff-Darstellung, Such- und Filtermöglichkeiten sowie eine klinisch nachvollziehbare Strukturierung der Inhalte. Auf dieser Grundlage wurde ein Prototyp einer webbasierten Anwendung entwickelt. Er verbindet ein patientenunabhängiges Datenmodell mit einem UI-Konzept für schnelle Navigation. Inhaltlich orientiert sich der Prototyp an der AMDP-Terminologie und umfasst Erklärungen, Satzvarianten, Pflichtfelder je Dokumenttyp sowie einen optionalen ICD-Bezug. Die prototypische Umsetzung erfolgte mit Airtable und Softr. Die Evaluation (n = 14) wurde szenario-/task-basiert durchgeführt und kombinierte Kurzratings, Kurzinterviews sowie verhaltensbezogene Analysen mit Microsoft Clarity. Berücksichtigt wurden Click-Heatmaps, Attention-Heatmaps sowie technische Metriken wie LCP, INP und CLS. Die visuell-sprachliche Verständlichkeit und die mobile Nutzbarkeit wurden sehr hoch bewertet (Gesamtmittelwert: 4,37/5). Auch das Auffinden relevanter Inhalte wurde insgesamt positiv eingeschätzt. Pflichtfelder wurden überwiegend als strukturierend erlebt, mussten jedoch stärker an den jeweiligen Dokumentationskontext angepasst werden. Technisch zeigten CLS und INP punktuellen Verbesserungsbedarf. Insgesamt sprechen die Ergebnisse für die grundsätzliche Machbarkeit des Konzepts. Als nächste Schritte ergeben sich fachliche und technische Weiterentwicklungen.
Entwicklung eines modularen Spritzgießwerkzeugs für die Kleinserienfertigung von Betriebsmitteln (2026)
Seifferth, Eric
Die interne Betriebsmittelfertigung der Volkswagen Sachsen GmbH ist ein recht junger Geschäftsprozess, welcher im Zuge eines Insourcings in die Firma integriert wurde. Durch eine Übernahme des Maschinenparks, der Software und des Know-hows der ehemaligen externen Firma, welche diesen Prozess bis dahin übernahm, ist der Geschäftsprozess im hohen Maße determiniert und bietet Raum für die Suche nach Optimierungspotential, angepasst auf die aktuellen und sich stetig ändern Rahmenbedingungen. Nach einer Analyse des Prozesses ist ersichtlich, dass die aktuelle Fertigung auf ein Höchstmaß an Flexibilität, allerdings auf Kosten der Möglichkeit, umfangreichere Losgrößen bis hin zu Kleinserien effizient zu fertigen, ausgelegt ist. Dies legt die Schlussfolgerung nahe, zu analysieren wie und in welchem Umfang ein zusätzliches Fertigungsverfahren die Betriebsmittelwerkstatt im wirtschaftlichen und technischen Sinne ergänzen kann. Da die Herstellung von Kleinserien aus thermoplastischem Kunststoff die Aufgabe dieses Fertigungsverfahrens ist, fällt dabei die Wahl auf den Spritzguss. Dieses weit verbreitete Verfahren bietet die Möglichkeit höchste Anforderungen an Bauteilqualität, Wiederholbarkeit und Automatisierung zu erfüllen, ist allerdings in seiner konventionellen Form auf die Fertigung von Großserien ausgelegt. Der Ansatz, dieses Verfahren mit der additiven Fertigung in Form von wechselbaren Werkzeugen zu kombinieren, ist in der Lage die Vorteile des Spritzgusses mit der Flexibilität der additiven Fertigung zu vereinen und schöpft das festgestellte Optimierungspotential vollumfänglich aus. Die Arbeit zeigt hierzu eine umfassende technische Lösung in Form eines flexiblen Werkzeugträgers auf und weist die Wirtschaftlichkeit des Projektes bezogen auf die aktuelle Fertigung nach.
Interplay of composition, crystallinity, and chemical structure in CoHCF and NiHCF thin films prepared at different temperatures (2026)
Garcia, Larissa de O. ; Pohlitz, Michael ; Kalady, Mohammed F. ; Müller, Christian K.
Understanding how growth conditions govern structural order and ion transport in Prussian blue analogues (PBAs) thin films is essential for optimizing their electrochemical performance. Here, cobalt and nickel hexacyanoferrate (CoHCF and NiHCF) thin films were electrodeposited potentiostatically at temperatures between 20 and 60 °C. A combination of cyclic voltammetry, scanning electron microscopy, X-ray diffraction, and Raman spectroscopy was employed to elucidate the interplay between composition, crystallinity, and chemical structure. Under identical conditions, CoHCF exhibits a maximum current density approximately 2.2 times higher than NiHCF, indicating significantly faster electrochemical kinetics. X-ray diffraction reveals temperature-dependent lattice expansion without phase transitions, with a maximum near 40 °C, associated with structural relaxation and compositional variations. Raman spectroscopy further reveals temperature-dependent local structural evolution, where cyanide band narrowing at intermediate temperatures indicates improved short-range order, while band broadening at higher temperatures reflects increased defect density. These findings demonstrate that temperature-controlled defect redistribution governs both short- and long-range structural order in PBA thin films, directly influencing ion transport and electrochemical response. This work provides new insights into structure–property relationships and establishes deposition temperature as a key parameter for tuning electrochemical functionality in hexacyanoferrate-based electrodes.
Entwicklung einer Prüfstandsoftware für Kickbacktests bei Kettensägen gemäß der Norm ISO 9518 (2026)
Sänger, Tillmann
Diese Bachelorarbeit befasst sich mit der Entwicklung einer Prüfstandssoftware zur Durchführung normgerechter Kickbacktests an tragbaren Motorkettensägen gemäß ISO 9518. Kickback beschreibt das plötzliche Zurückschnellen der Säge infolge von Kräften an der Schwertspitze und stellt ein erhebliches Verletzungsrisensure dar, weshalb zuverlässige Prüfverfahren und wirksame Schutzeinrichtungen erforderlich sind. Ziel der Arbeit ist die Konzeption und prototypische Implementierung einer Software, die als Schnittstelle zwischen Benutzer und Prüfstand dient, Messdaten erfasst, normkonforme Testabläufe unterstützt und den in der Norm definierten Algorithmus zur Berechnung des Kickbackwinkels integriert. Zur Ermittlung der Anforderungen wurden bestehende Softwarelösungen analysiert, Nutzertests durchgeführt und normative Vorgaben ausgewertet. Darauf aufbauend entstand ein Softwarekonzept mit nutzerführender Oberfläche, Kalibrier- und Validierungsfunktionen sowie automatisierter Prüfprotokollerstellung. Die Implementierung umfasste die Anbindung der Prüfstandshardware, Sensordatenverarbeitung, Simulation und Ergebnisvalidierung. Abschließende Tests, einschließlich Unit-, manueller und Usability-Tests, bestätigten die Funktionsfähigkeit des Prototyps sowie dessen Eignung zur normgerechten Durchführung von Kickbackuntersuchungen. Die entwickelte Lösung bildet damit eine Grundlage für den zukünftigen produktiven Einsatz und weitere funktionale Erweiterungen der Prüfstandssoftware.
Aufbau eines fachübergreifenden Endoskopiekurses zum praktischen Training medizinischer Angestellter und Medizintechniker (2026)
Jumaa, Abdalkarim
Die vorliegende Bachelorarbeit hatte das Ziel, ein praxisorientiertes Schulungskonzept für die Anwendung endourologischer Instrumente zu entwickeln. Im Mittelpunkt stand der Aufbau eines fachübergreifenden Endoskopiekurses, der sowohl medizinisches Personal als auch Medizintechnikerinnen und Medizintechniker anspricht. Dabei wurden die grundlegenden endourologischen Verfahren – Nephroskopie, Ureterorenoskopie und Resektoskopie – sowohl aus technischer als auch aus klinischer Perspektive betrachtet. Zunächst wurden die anatomischen und physiologischen Grundlagen des Harntrakts sowie die technischen Komponenten moderner Endoskope beschrieben. Darauf aufbauend wurden die wichtigsten diagnostischen und therapeutischen Einsatzgebiete endourologischer Verfahren erläutert. Einen besonderen Schwerpunkt bildete die didaktische Konzeption eines modular aufgebauten Schulungskurses, der theoretische Wissensvermittlung mit praktischen Trainingsanteilen kombiniert. Die praktische Ausbildung erfolgt mithilfe von Trainingsmodellen und Simulationen, die den sicheren Umgang mit den Instrumenten sowie das Verständnis der klinischen Abläufe fördern. Während der Entwicklung des Kurskonzepts traten mehrere Herausforderungen auf. Eine wesentliche Schwierigkeit bestand darin, ein Schulungsformat zu entwickeln, das sowohl den Anforderungen medizinischer Fachkräfte als auch denen von Medizintechnikern gerecht wird. Beide Zielgruppen verfügen über unterschiedliche Vorkenntnisse und Perspektiven: Während medizinisches Personal vor allem klinische Abläufe und patientenbezogene Aspekte betrachtet, liegt der Schwerpunkt bei Medizintechnikern stärker auf technischen Funktionsprinzipien und Gerätesystemen. Daher musste das Kurskonzept so gestaltet werden, dass beide Perspektiven miteinander verbunden werden. Eine weitere Herausforderung lag in der didaktischen Aufbereitung komplexer endourologischer Instrumente und Verfahren. Endoskopische Eingriffe erfordern sowohl ein gutes anatomisches Verständnis als auch technische Kenntnisse über Optiksysteme, Energiequellen und Instrumentenführung. Die Darstellung dieser Inhalte musste daher so erfolgen, dass sie sowohl verständlich als auch praxisnah ist. Zusätzlich stellte die Entwicklung realistischer Trainingsszenarien eine Herausforderung dar, da Simulationen die klinischen Bedingungen möglichst realitätsnah abbilden müssen. Trotz dieser Herausforderungen konnte ein strukturiertes und praxisorientiertes Kurskonzept entwickelt werden. Die Kombination aus theoretischen Grundlagen, strukturierten Begleitheften und praktischen Übungen ermöglicht ein umfassendes Verständnis der endourologischen Verfahren. Besonders die praktischen Trainingsmodule tragen dazu bei, die sichere Handhabung der Instrumente zu erlernen und mögliche Fehlerquellen frühzeitig zu erkennen. Die Arbeit zeigt, dass interdisziplinäre Schulungskonzepte einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Ausbildung im Bereich der medizinischen Gerätetechnik leisten können. Durch die enge Verbindung von medizinischem und technischem Wissen wird nicht nur das Verständnis der Geräte verbessert, sondern auch die Zusammenarbeit zwischen medizinischem Personal und Medizintechnikern gestärkt. Für zukünftige Weiterentwicklungen des Kurses bieten sich verschiedene Ansätze an. Dazu gehören insbesondere der verstärkte Einsatz digitaler Simulationstechnologien, Virtual-Reality-Trainer sowie KI-gestützte Assistenzsysteme. Diese Technologien könnten dazu beitragen, die Trainingsmöglichkeiten weiter zu verbessern und komplexe Eingriffe noch realistischer zu simulieren. Insgesamt zeigt die vorliegende Arbeit, dass ein strukturierter Endoskopiekurs einen wichtigen Beitrag zur sicheren Anwendung endourologischer Instrumente leisten kann. Durch die Kombination aus theoretischem Wissen, praktischer Simulation und interdisziplinärer Zusammenarbeit entsteht ein nachhaltiges Ausbildungskonzept, das sowohl für medizinisches Personal als auch für Medizintechniker von großem Nutzen ist.
Optimierung physikalisch-chemischer Parameter der Sudan-IV-Paraffinfärbung für die episkopische Fluoreszenzbildgebung (2026)
Schott, Domink
Die Bachelorarbeit untersucht die Optimierung Sudan-IV-haltiger Paraffineinbettungen für die episkopische Fluoreszenzbildgebung formalinfixierter Gewebe. Ziel ist die Verbesserung der Homogenität des Einbettmediums sowie der Bildqualität für die dreidimensionale Analyse. Untersucht wurden der Einfluss von Abkühlgeschwindigkeit, Inkubationsbedingungen und Gemischzusammensetzung. Ergänzend erfolgte die Bildaufnahme unter verschiedenen spektralen Filterkonfigurationen, insbesondere unter Verwendung mehrerer Emissionsfilter zur Bewertung autofluoreszenter Signale. Die Ergebnisse zeigen, dass vor allem die Abkühlgeschwindigkeit die strukturelle Homogenität des Paraffins beeinflusst, während die Filterwahl den Informationsgehalt der Bildgebung wesentlich mitbestimmt.
Myokarditis früh erkennen (2026)
Hirsch, Kathleen ; Neumann, Tim ; Meinhardt, Scott ; Schladitz, Laura ; Günnel, Anne-Sophie
Tool Geometry for the Modular Manufacturing of Hypotrochoidal Profiles Standardized According to DIN 3689 by Means of Rolling Processes (2026)
Ziaei, Masoud
Despite their excellent torsional and bending strength, the economical production of hypotrochoidal profiles (H-profiles) remains an obstacle to their use. Due to the tool clearance angle, the commercially available twin-spindle turning process has limited ability to manufacture many of the profiles standardized according to DIN 3689 (Deutsches Institut für Normung). On the other hand, the manufacturing of cycloidal as a non-involute special geometry using generating processes (hobbing or continuous generating grinding) depends critically on the accuracy of the tool geometry—whether a hobbing cutter or a grinding worm. Conventional tool design methods—based on approximations, involute-derived profiles, or iterative trial-and-error corrections—face fundamental limitations: unpredictable cutting force variations, elevated surface roughness, and limited process capability. However, if the exact tool geometry has been determined analytically, the same machine achieves significantly better performance. In this work, the exact tool geometry conjugated to the H-profile for profile manufacturing is determined based on the gearing law. This provides modular H-profile manufacturing without deviations. Consequently, a design concept that enables the implementation of all existing rolling processes—including gear hobbing, gear shaping, gear planning, and other variants such as gear grinding—is presented. For profile shaping of hollow contours, the transfer ratio is considered and a curve conjugated to the profile contour is determined for the tool. A CAD-based simulation shows very good consistency with the analytically determined tool geometry.
Volumetric and dynamic OCT screening of human testicular tissue comparing unfixed and fixed samples (2026)
Golde, Jonas ; Hamurcu, Hande Irem ; Starcke, Antonia J. ; Salzbrunn, Andrea ; Sonntag, Frank ; von Kopylow, Kathrein
„Der Einfluss von motivationalen Faktoren auf das Blutspendeverhalten“ am Beispiel einer quantitativen Befragung von Teilnehmern einer Blutspendeveranstaltung des Deutschen Roten Kreuz (2026)
Wallasch, Nils
Einleitung & theoretischer Hintergrund: Um die Versorgung von Patienten lückenlos sicherstellen zu können, ist die Verfügbarkeit von Blutspenden ein zentraler gesellschaftlicher und gesundheitspolitischer Baustein. Dabei kann das Blutspendeverhalten und die Motivation zur Blutspende von großer Bedeutung auch für die Zukunft sein. Ziel – und Fragestellung: Das Ziel ist es daher, durch eine quantitative Befragung von Teilnehmern einer Blutspendeveranstaltung des Deutschen Roten Kreuz herauszufinden, in welcher Hinsicht motivationale Faktoren das Blutspendeverhalten und die Spendenabsicht beeinflussen. Zusätzlich soll untersucht werden, ob das soziale Umfeld der Befragten oder bestimmte Ereignisse Einfluss nehmen können. Methodik: Das Design der vorliegenden Arbeit folgte einer Querschnittsstudie, deren Daten aus der Perspektive der Teilnehmenden einmalig zu einem bestimmten Zeitpunkt erhoben wurden. Die Erhebung erfolgte mithilfe eines quantitativen Fragebogens, welcher bei 4 Blutspendeveranstaltungen des Deutschen Roten Kreuz eingesetzt wurde. Insgesamt nahmen an der Befragung 222 Personen teil, die sich aktiv dafür entschieden haben Blut zu spenden. Untersucht wurden Zusammenhänge und Gruppenunterschiede zur Spendenmotivation sowie Spendenintention. Ergebnisse: Die Ergebnisse zeigten keinen signifikanten Unterschiede für Personen mit eigener Transfusionserfahrung sowie für Personen im sozialen Umfeld im Kontext der Motivationsformen Introjektion und Identifikation. Hingegen konnte ein signifikanter Unterschied (p = 0,026) zwischen den Altersgruppen bezüglich der Spendenintention erfasst werden. Ein Zusammenhang konnte für die intrinsische Regulation hinsichtlich der Spendenhäufigkeit (r = 0,373) festgestellt werden. Des Weiteren wiesen alle Motivationsformen bis auf die externe Regulation einen signifikanten Zusammenhang zur Spendenintention auf. Diskussion: Die Ergebnisse zeigten grundlegend, dass insbesondere stärker selbstbestimmte Motivationsformen einen signifikanten Zusammenhang aufweisen. Zudem legten sie nahe, dass Ereignisse, die auf das Thema der Blutspende aufmerksam machen könnten, keinen bedeutsamen Einfluss nehmen und die Motivation selbstbestimmt ist.
Teilzeitarbeit in der Industrie- und Handelskammer Chemnitz – Eine qualitative Untersuchung zu Motiven, arbeitsbezogenen Erfahrungen und organisationalen Rahmenbedingungen von Teilzeitbeschäftigten (2026)
Wendlandt, Lisa
Hintergrund: Flexible Arbeitszeitmodelle gewinnen angesichts des demografischen Wandels, des Fachkräftemangels und veränderter Erwartungen an die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben zunehmend an Bedeutung. Teilzeitarbeit stellt dabei für viele Beschäftigte ein relevantes Arbeitszeitmodell dar und zugleich auch neue Anforderungen an Organisationen. Ziel: Ziel der vorliegenden Bachelorarbeit ist es, die Gründe für die Entscheidung von Mitarbeitenden der IHK Chemnitz für eine Teilzeittätigkeit zu untersuchen sowie arbeitsbezogene Erfahrungen und organisationale Rahmenbedingungen zu analysieren. Darauf aufbauend sollen Handlungsempfehlungen für die IHK Chemnitz abgeleitet werden. Methode: Es wurde eine qualitative Untersuchung durchgeführt. Die Datenerhebung erfolgte mittels sechs leitfadengestützter Interviews mit Teilzeitbeschäftigten der IHK Chemnitz. Die Auswahl der Interviewpartner erfolgte gezielt aus dem Kreis der Beschäftigten mit Teilzeittätigkeit. Die Auswertung der erhobenen Daten orientierte sich an der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring. Ergebnisse: Die Ergebnisse zeigen, dass Teilzeitarbeit vor allem durch individuelle Lebenslagen beeinflusst wird. Zentrale Motive sind familiäre Verpflichtungen, gesundheitliche Aspekte, der Wunsch nach einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben sowie das Bedürfnis nach mehr Lebensqualität und zeitlicher Flexibilität. Gleichzeitig wurden Herausforderungen sichtbar, darunter bürokratische Hürden, eingeschätzte Nachteile bei Karrierechancen, Einschränkungen in der Kommunikation sowie Phasen erhöhter Arbeitsbelastung. Schlussfolgerung: Teilzeitarbeit ist nicht nur eine Reduzierung von Arbeitszeit, sondern Ausdruck veränderter individueller Bedürfnisse und moderner Arbeitsanforderungen. Für Arbeitgeber ergibt sich daraus die Aufgabe, flexible Rahmenbedingungen zu schaffen, Teilzeitbeschäftigte fair einzubinden und Entwicklungsmöglichkeiten unabhängig vom Stundenumfang zu fördern. Teilzeitarbeit kann damit einen wichtigen Beitrag zur Mitarbeiterzufriedenheit und Arbeitgeberattraktivität leisten.
Welche individuellen und strukturellen Faktoren zum Zeitpunkt der Kindergarten-Reihenuntersuchung prognostizieren am verlässlichsten eine Entwicklungsauffälligkeit zur Schulaufnahmeuntersuchung? (2026)
Buschbeck, Wenzel
Frühkindliche Entwicklungsauffälligkeiten können den Übergang in die Schule beeinträchtigen und sind für Früherkennung und Prävention im Öffentlichen Gesundheitsdienst von besonderer Bedeutung. Vor diesem Hintergrund untersucht die vorliegende Arbeit, welche individuellen und strukturellen Merkmale zum Zeitpunkt der Kindergarten-Reihenuntersuchung (KiTa-U) im Hinblick auf eine spätere Entwicklungsauffälligkeit bei der Schulaufnahmeuntersuchung (SchAU) relevant sind. Untersucht wird, ob sich frühe Befunde, Kontextmerkmale und Merkmale des Vorsorgeverhaltens als Prädiktoren späterer Auffälligkeiten erweisen. Methodisch wurde eine retrospektive Längsschnittanalyse auf Basis verknüpfter Routinedaten des Kinder- und Jugendärztlichen Dienstes des Landkreises Zwickau durchgeführt. In die Analyse gingen Daten von 8.972 Kindern ein, deren Ergebnisse aus der KiTa-U der Jahre 2015 bis 2021 mit den Befunden der SchAU aus den Jahren 2017 bis 2023 verknüpft wurden. Geprüft wurden sechs Hypothesen mittels multivariater binär-logistischer Regressionen in fünf Entwicklungsbereichen: Sehen, Hören, Sprache, Feinmotorik und Grobmotorik. Die Ergebnisse zeigen, dass ein auffälliger Vorbefund in derselben Entwicklungsdomäne in allen fünf Modellen die stärkste Assoziation mit einer späteren Auffälligkeit aufwies. Die adjustierten Odds Ratios lagen zwischen 2,732 (Grobmotorik) und 8,709 (Sehen). Der hohe Effekt im Bereich Sehen ist aufgrund einer eingeschränkten Modellanpassung des adjustierten Modells vorsichtig zu interpretieren. Darüber hinaus zeigten sich domänenübergreifende Zusammenhänge zwischen mehreren Entwicklungsbereichen. Ein unvollständiges oder nicht vorgelegtes Vorsorgeheft war in den Bereichen Sehen, Sprache und Feinmotorik mit erhöhten Wahrscheinlichkeiten für Auffälligkeiten assoziiert (aOR = 1,207 bis 1,415). Für den Förderstatus ergaben sich überwiegend positive Zusammenhänge mit späteren Auffälligkeiten, während pandemiebezogene Kohorteneffekte kein konsistentes Muster über alle Domänen hinweg zeigten. Die Befunde deuten darauf hin, dass die KiTa-U ein relevanter Zeitpunkt für die frühe Identifikation erhöhter Entwicklungsrisiken sein kann. Aufgrund des Studiendesigns erlauben die Analysen jedoch keine kausalen Schlussfolgerungen. Die Arbeit ist zudem nicht als formal validiertes Prognosemodell zu verstehen, sondern primär als längsschnittliche Analyse von Zusammenhängen. Die Aussagekraft der Ergebnisse wird zudem durch die fehlende direkte Erfassung des sozioökonomischen Status und die regionale Beschränkung auf den Landkreis Zwickau begrenzt. Insbesondere strukturelle und kohortenbezogene Befunde sollten daher nur mit Zurückhaltung interpretiert werden.
Effiziente Attribuierung und Auswertung von Attributen von Verkehrsanlagen-Modellen vor dem Hintergrund von Änderungen, Bauablauf sowie Mengen- und Kostenermittlung (2026)
Heinl, Raphael
In dieser Diplomarbeit wird die effiziente Attribuierung und Auswertung von Attributen in Verkehrsinfrastrukturmodellen im Rahmen des Building Information Modeling (BIM) untersucht. Anlass für die Betrachtung sind praktische Herausforderungen, die bei der IBV GmbH beobachtet wurden. Diese Probleme wirken sich negativ auf die Qualität der BIM-Modelle aus und schränken die Verwendbarkeit nachgelagerter Anwendungen wie Bauplanung, Mengenermittlung und Kostenschätzung ein. In dieser Arbeit wird eine effiziente Attributierungsmethode auf Basis klarer Strukturen, Standards und Automatismen entwickelt. Darüber hinaus wurden Prüfregeln aufgestellt, mit denen sich die Qualität der BIM-Modelle auswerten lässt. Anschließend wurde der modellbasierte Bauablauf sowie die Mengen- und Kostenermittlung implementiert. Für jeden der genannten Punkte wurden Arbeitsabläufe in card_1 oder DESITE BIM erstellt. Diese können schrittweise nachvollzogen werden. Die Ergebnisse dieser Arbeit unterstreichen, dass die Qualität der Attributzuweisungen ein entscheidender Faktor ist, der die Effektivität nachfolgender BIM-basierter Anwendungen beeinflusst.
Konzeption und Realisierung eines Referenzaufbaus zur analogen Videosignalübertragung über eine Funkstrecke zwischen einer Kamera- und Rechnereinheit (2026)
Lau, Elias
Ziel dieser Diplomarbeit ist die Konzeption, Realisierung und Analyse eines Referenzaufbaus zur analogen Videoübertragung über eine Funkstrecke zwischen einer Kamera und einem Rechner. Zur Schaffung eines fundierten Verständnisses der technischen und normativen Zusammenhänge werden zunächst die wesentlichen theoretischen Grundlagen zur Erfüllung der Zielstellungen in kompakter Form dargestellt. Zur systematischen Entwicklung des Referenzaufbaus wird ein methodisches Vorgehen in Anlehnung an das V-Modell angewendet, das eine strukturierte Verknüpfung von Anforderungsdefinition, Entwurf, Implementierung und Verifikation gewährleistet. Aufbauend auf den theoretischen Hintergrund erfolgt eine strukturierte Anforderungsanalyse, in der die funktionalen und nicht-funktionalen Anforderungen an das zu entwickelnde System systematisch erfasst und definiert werden. Anschließend erfolgt der Systementwurf, bei dem eine geeignete Systemarchitektur abgeleitet sowie zentrale Parameter und Komponenten für Sender- und Empfängerseite festgelegt werden. Im anschließenden Detailentwurf werden die einzelnen Subsysteme konkret ausgearbeitet und hinsichtlich ihrer technischen Eigenschaften bewertet. Die Implementierung umfasst die praktische Realisierung des Gesamtsystems, einschließlich der Integration der Hardwarekomponenten, der Konfiguration der Software sowie der mechanischen Ausführung. Dabei werden auftretende Herausforderungen analysiert und entsprechende Lösungsansätze erarbeitet. Im Rahmen der Verifikation wird die Funktionsfähigkeit des Systems durch umfangreiche Tests der einzelnen Komponenten und des Gesamtsystems überprüft. Ergänzend erfolgt eine experimentelle Untersuchung der Funkübertragungsstrecke unter realitätsnahen Bedingungen, um Aussagen über Reichweite und Übertragungsqualität treffen zu können. Die Ergebnisse werden analysiert und mit den zuvor definierten Anforderungen abgeglichen. Die Diplomarbeit zeigt, dass mit aktuellen verfügbaren Komponenten ein funktionsfähiger Referenzaufbau zur analogen Videoübertragung realisiert werden kann. Damit wird eine Grundlage für die spätere Integration eines solchen Systems in eine Datenbrille zur drahtlosen Kommunikation mit einer externen Recheneinheit geschaffen.
Konzipierung und Entwicklung einer elektrischen Welle mittels Einsatz industrieller Funkübertragungssysteme (2026)
Harlaß, Richard
Über den Ansatz einer sogenannten elektrischen Welle werden seit geraumer Zeit Synchronlauf-Applikationen, wie beispielsweise Winkelsynchronläufe zwischen mehreren Antrieben über EtherCAT, realisiert. Doch ließe sich dies auch mittels industrieller Funksysteme umsetzen und wie sicher sind diese Funksysteme eigentlich? Dies soll die vorliegende Arbeit untersuchen. Dafür wird zunächst ein Einstieg in die Welt der funktionalen Sicherheit erarbeitet. Insbesondere wird ermittelt, inwiefern durch die funktionale Sicherheit Anforderungen an Funksysteme im industriellen Umfeld definiert werden. Anschließend wird in der Arbeit untersucht, ob ein interpolierter Betrieb des Antriebs über Funk möglich ist, um die Grundlage für eine Elektrische-Welle-Applikation zu schaffen. Dies setzt voraus, dass Sollwerte in korrekter Reihenfolge und vor allem in einem festen Zeitraster beim Umrichter ankommen. Es wird sich herausstellen, dass genau an dieser Stelle eine Funkstrecke im Zusammenspiel mit EtherCAT Schwierigkeiten bekommt. In diesem Zusammenhang wird in der Arbeit ein Umrichter-Scope zur Überprüfung erstellt. Dieses zeigt, dass die empfangenen Sollpositionen bei konstanter Drehzahl in unterschiedlichen Zeitabständen vom Umrichter empfangen werden. Auf Grundlage dessen erfolgt die Ursachenanalyse auf EtherCAT-Telegrammebene. Es zeigt sich, dass die Taktstabilität der zyklischen Prozessdatenframes hinter der Funkstrecke für EtherCAT unzureichend ist. Diese Erkenntnis wird durch eine Diagnose der Distributed Clocks gestützt, sodass ein besonders belastbarer Nachweis dafür erbracht wird, weshalb eine elektrische Welle mit der untersuchten Methode nicht realisierbar ist. Des Weiteren wird ein Ansatz vorgestellt, wie eine elektrische Welle dennoch über Funk realisiert werden könnte.
Simulation der Wasserabscheidung in Nutzfahrzeug-Klimasystemen (2026)
Busanel, Matthias
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