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Hintergrund/Fragestellung: Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und der steigenden Zahl älterer Menschen in Deutschland besteht ein wachsender Bedarf an Fachkräften, die über Kompetenzen zum Umgang mit altersbedingten Veränderungen verfügen – weit über den Gesundheits- und Pflegebereich hinaus. Die vorliegende Arbeit adressiert das Forschungsdefizit hinsichtlich der Wirkung von Alterssimulationen auf die Sensibilisierung berufsübergreifender Akteure, insbesondere aus den Bereichen soziale Dienste, Wohnungswirtschaft und Handwerk, die Dienstleistungen für ein möglichst selbstbestimmtes Altern im häuslichen Umfeld erbringen.
Studiendesign/Methoden: Im Rahmen eines quasiexperimentellen Designs wurde die Weiterbildung „Alter erleben“ mit dem Alterssimulationsanzug MAX (Modularer Alterssimulationsanzug eXtra) analysiert und mit alternativen Interventionsformen – einer passiven Simulation und einer reinen Wissensvermittlung – verglichen.
Ergebnisse: Die Studie umfasste 543 Teilnehmende und evaluierte die Auswirkungen der Interventionen auf emotionale, kognitive und motivationale Komponenten der Sensibilisierung. Die Ergebnisse belegen, dass aktive Alterssimulation mit dem Anzug MAX signifikant zur kurzfristigen Steigerung der Sensibilisierung beiträgt, v. a. in den Bereichen Empathie und Verständnis für altersbedingte Einschränkungen. Obwohl die motivationalen Effekte weniger nachhaltig waren, konnte auch vier Wochen nach der Maßnahme ein über dem Kontrollniveau liegender Effekt nachgewiesen werden. Die Wirkung zeigte sich unabhängig von der Berufszugehörigkeit der Teilnehmenden und unterstreicht somit die berufsübergreifende Relevanz des Ansatzes. Gleichzeitig liefert die Studie praxisbezogene Empfehlungen für die Strukturierung von Weiterbildungen und hebt insbesondere die Bedeutung erlebnisorientierter Lernformen hervor.
Diskussion: Methodische Schwächen wie ungleiche Gruppengrößen und eingeschränkte Validierung des Messinstruments werden als Limitationen benannt. Die Ergebnisse bestätigen die Wirksamkeit von Alterssimulationen zur Sensibilisierung für altersbedingte Veränderungen und zeigen deren Potenzial für den Kompetenzaufbau im Kontext altersgerechter Dienstleistungen auf.
Schlussfolgerung: Weiterführende Forschung sollte insbesondere die Langzeitwirkung und weitere Zielgruppen sowie die Integration digitaler Simulationstechnologien adressieren, um neue Potenziale zur Gestaltung des demografischen Wandels zu erschließen.
Nursing education in conflict: How intersectionality impacts access to educational opportunities?
(2026)
Background: Nursing, as a pillar of healthcare, must train a diversifying workforce under increasingly complex conditions. Access to education is affected by intersectional factors including gender, international biographie, socio-economic status, and hierarchical structures, yet systematic analyses remain limited.
Methods: A PRISMA-based scoping review was conducted using PubMed, Ebsco CINAHL, PeDocs, CareLit, Livivo, and Google Scholar. Seventy studies were screened, with eight articles thoroughly analyzed for conceptual insights.
Results: Intersectional barriers substantially hinder access to educational and qualification opportunities in nursing, disproportionately affecting marginalized groups. Hierarchical structures, Eurocentric curricula, and inadequately adapted digital strategies exacerbate these disparities and perpetuate discriminatory practices that negatively impact both carers and patients.
Conclusion: Traditional deficit-oriented approaches focus on perceived adaptation issues among marginalized groups rather than on the structural barriers within the healthcare system. Early integration of intersectional perspectives in nursing education is essential for fostering ethical awareness, challenging power imbalances, and empowering professionals to dismantle discriminatory practices. Comprehensive curricular reforms that address racism, gender dynamics, and socio-economic inequities can promote inclusivity, improve professional retention, and enhance patient care outcomes. Systematically integrating intersectional frameworks into nursing education is crucial for reducing systemic inequities and catalyzing long-term structural change in the healthcare system.
Die Entwicklung einer positiven Sicherheitskultur gilt als ein Erfolgsfaktor für eine Verbesserung der Arbeitssicherheit. Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Entwicklung der Sicherheitskultur innerhalb eines Teilbereiches der enviaM-Gruppe im Zeitraum von 2020 bis 2025. Grundlage bildet eine Vorher-Nachher-Analyse durch zwei Mitarbeiterbefragungen sowie ausgewählter Betriebssicherheitskennzahlen.
Ziel ist die Bewertung der Wirksamkeit umgesetzter Maßnahmen im Arbeitsschutz und die Ableitung eines wissenschaftlichen Konzeptes zur Weiterentwicklung der Sicherheitskultur. Die theoretische Grundlage umfasst zentrale Ansätze der Arbeitssicherheit, Sicherheitskultur, deren Einflussfaktoren sowie Methoden der Wirksamkeitsüberprüfung. Zur Einordnung der Sicherheitskultur wurden insbesondere die Sicherheitskulturelemente Führung, Struktur und Prozesse sowie das Modell der Bradley Curve™ herangezogen. Im empirischen Teil erfolgt die Analyse betriebsinterner Unfall- und Ereignisdaten sowie die Bewertung der Sicherheitskultur anhand der Mitarbeiterbefragungen aus den Jahren 2020 und 2025. Ergänzend wurden die eingeführten Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheitskultur hinsichtlich ihrer Wirksamkeit untersucht.
Auf Grundlage der Ergebnisse wurde ein phasenorientiertes Konzept entwickelt, das bestehende wirksame Maßnahmen fortführt und neue begründete Ansätze ergänzt. Die Arbeit zeigt, dass die Weiterentwicklung der Sicherheitskultur als langfristiger Prozess zu verstehen ist, der eine systematische Evaluation und die aktive Beteiligung aller Akteure erfordert.
Nicht-Muttersprachler:innen sehen sich in der klinischen Dokumentation häufig sprach-lichen und strukturellen Barrieren gegenüber. Ziel dieser Arbeit ist die Konzeption, Entwicklung und erste Erprobung eines webbasierten Tools zur sprachlichen Unterstützung in der psychiatrischen Dokumentation.
Auf Basis einer Bedarfserhebung und einer Marktanalyse wurden die Anforderungen A1–A5 abgeleitet. Im Vordergrund standen dabei vor allem mobile Nutzbarkeit, eine didaktisch klare Pro-Begriff-Darstellung, Such- und Filtermöglichkeiten sowie eine klinisch nachvollziehbare Strukturierung der Inhalte.
Auf dieser Grundlage wurde ein Prototyp einer webbasierten Anwendung entwickelt. Er verbindet ein patientenunabhängiges Datenmodell mit einem UI-Konzept für schnelle Navigation. Inhaltlich orientiert sich der Prototyp an der AMDP-Terminologie und umfasst Erklärungen, Satzvarianten, Pflichtfelder je Dokumenttyp sowie einen optionalen ICD-Bezug. Die prototypische Umsetzung erfolgte mit Airtable und Softr.
Die Evaluation (n = 14) wurde szenario-/task-basiert durchgeführt und kombinierte Kurzratings, Kurzinterviews sowie verhaltensbezogene Analysen mit Microsoft Clarity. Berücksichtigt wurden Click-Heatmaps, Attention-Heatmaps sowie technische Metriken wie LCP, INP und CLS. Die visuell-sprachliche Verständlichkeit und die mobile Nutzbarkeit wurden sehr hoch bewertet (Gesamtmittelwert: 4,37/5). Auch das Auffinden relevanter Inhalte wurde insgesamt positiv eingeschätzt. Pflichtfelder wurden überwiegend als strukturierend erlebt, mussten jedoch stärker an den jeweiligen Dokumentationskontext angepasst werden. Technisch zeigten CLS und INP punktuellen Verbesserungsbedarf.
Insgesamt sprechen die Ergebnisse für die grundsätzliche Machbarkeit des Konzepts. Als nächste Schritte ergeben sich fachliche und technische Weiterentwicklungen.
Entwicklung eines modularen Spritzgießwerkzeugs für die Kleinserienfertigung von Betriebsmitteln
(2026)
Die interne Betriebsmittelfertigung der Volkswagen Sachsen GmbH ist ein recht junger Geschäftsprozess, welcher im Zuge eines Insourcings in die Firma integriert wurde. Durch eine Übernahme des Maschinenparks, der Software und des Know-hows der ehemaligen externen Firma, welche diesen Prozess bis dahin übernahm, ist der Geschäftsprozess im hohen Maße determiniert und bietet Raum für die Suche nach Optimierungspotential, angepasst auf die aktuellen und sich stetig ändern Rahmenbedingungen. Nach einer Analyse des Prozesses ist ersichtlich, dass die aktuelle Fertigung auf ein Höchstmaß an Flexibilität, allerdings auf Kosten der Möglichkeit, umfangreichere Losgrößen bis hin zu Kleinserien effizient zu fertigen, ausgelegt ist. Dies legt die Schlussfolgerung nahe, zu analysieren wie und in welchem Umfang ein zusätzliches Fertigungsverfahren die Betriebsmittelwerkstatt im wirtschaftlichen
und technischen Sinne ergänzen kann.
Da die Herstellung von Kleinserien aus thermoplastischem Kunststoff die Aufgabe dieses Fertigungsverfahrens ist, fällt dabei die Wahl auf den Spritzguss. Dieses weit verbreitete Verfahren bietet die Möglichkeit höchste Anforderungen an Bauteilqualität, Wiederholbarkeit und Automatisierung zu erfüllen, ist allerdings in seiner konventionellen Form auf die Fertigung von Großserien ausgelegt. Der Ansatz, dieses Verfahren mit der additiven Fertigung in Form von wechselbaren Werkzeugen zu kombinieren, ist in der Lage die Vorteile des Spritzgusses mit der Flexibilität der additiven Fertigung zu vereinen und schöpft das festgestellte
Optimierungspotential vollumfänglich aus. Die Arbeit zeigt hierzu eine umfassende technische Lösung in Form eines flexiblen Werkzeugträgers auf und weist die Wirtschaftlichkeit des Projektes bezogen auf die aktuelle Fertigung nach.
Understanding how growth conditions govern structural order and ion transport in Prussian blue analogues (PBAs) thin films is essential for optimizing their electrochemical performance. Here, cobalt and nickel hexacyanoferrate (CoHCF and NiHCF) thin films were electrodeposited potentiostatically at temperatures between 20 and 60 °C. A combination of cyclic voltammetry, scanning electron microscopy, X-ray diffraction, and Raman spectroscopy was employed to elucidate the interplay between composition, crystallinity, and chemical structure.
Under identical conditions, CoHCF exhibits a maximum current density approximately 2.2 times higher than NiHCF, indicating significantly faster electrochemical kinetics. X-ray diffraction reveals temperature-dependent lattice expansion without phase transitions, with a maximum near 40 °C, associated with structural relaxation and compositional variations. Raman spectroscopy further reveals temperature-dependent local structural evolution, where cyanide band narrowing at intermediate temperatures indicates improved short-range order, while band broadening at higher temperatures reflects increased defect density.
These findings demonstrate that temperature-controlled defect redistribution governs both short- and long-range structural order in PBA thin films, directly influencing ion transport and electrochemical response. This work provides new insights into structure–property relationships and establishes deposition temperature as a key parameter for tuning electrochemical functionality in hexacyanoferrate-based electrodes.
Entwicklung einer Prüfstandsoftware für Kickbacktests bei Kettensägen gemäß der Norm ISO 9518
(2026)
Diese Bachelorarbeit befasst sich mit der Entwicklung einer Prüfstandssoftware zur Durchführung normgerechter Kickbacktests an tragbaren Motorkettensägen gemäß ISO 9518.
Kickback beschreibt das plötzliche Zurückschnellen der Säge infolge von Kräften an der Schwertspitze und stellt ein erhebliches Verletzungsrisensure dar, weshalb zuverlässige Prüfverfahren und wirksame Schutzeinrichtungen erforderlich sind. Ziel der Arbeit ist die Konzeption und prototypische Implementierung einer Software, die als Schnittstelle zwischen Benutzer und Prüfstand dient, Messdaten erfasst, normkonforme Testabläufe unterstützt und den in der Norm definierten Algorithmus zur Berechnung des Kickbackwinkels integriert.
Zur Ermittlung der Anforderungen wurden bestehende Softwarelösungen analysiert, Nutzertests durchgeführt und normative Vorgaben ausgewertet. Darauf aufbauend entstand ein Softwarekonzept mit nutzerführender Oberfläche, Kalibrier- und Validierungsfunktionen sowie automatisierter Prüfprotokollerstellung.
Die Implementierung umfasste die Anbindung der Prüfstandshardware, Sensordatenverarbeitung, Simulation und Ergebnisvalidierung.
Abschließende Tests, einschließlich Unit-, manueller und Usability-Tests, bestätigten die Funktionsfähigkeit des Prototyps sowie dessen Eignung zur normgerechten Durchführung von Kickbackuntersuchungen.
Die entwickelte Lösung bildet damit eine Grundlage für den zukünftigen produktiven Einsatz und weitere funktionale Erweiterungen der Prüfstandssoftware.
Die vorliegende Bachelorarbeit hatte das Ziel, ein praxisorientiertes Schulungskonzept für die Anwendung endourologischer Instrumente zu entwickeln. Im Mittelpunkt stand der Aufbau eines fachübergreifenden Endoskopiekurses, der sowohl medizinisches Personal als auch Medizintechnikerinnen und Medizintechniker anspricht. Dabei wurden die grundlegenden endourologischen Verfahren – Nephroskopie, Ureterorenoskopie und Resektoskopie – sowohl aus technischer als auch aus klinischer Perspektive betrachtet. Zunächst wurden die anatomischen und physiologischen Grundlagen des Harntrakts sowie die technischen Komponenten moderner Endoskope beschrieben. Darauf aufbauend wurden die wichtigsten diagnostischen und therapeutischen Einsatzgebiete endourologischer Verfahren erläutert. Einen besonderen Schwerpunkt bildete die didaktische Konzeption eines modular aufgebauten Schulungskurses, der theoretische Wissensvermittlung mit praktischen Trainingsanteilen kombiniert. Die praktische Ausbildung erfolgt mithilfe von Trainingsmodellen und Simulationen, die den sicheren Umgang mit den Instrumenten sowie das Verständnis der klinischen Abläufe fördern. Während der Entwicklung des Kurskonzepts traten mehrere Herausforderungen auf.
Eine wesentliche Schwierigkeit bestand darin, ein Schulungsformat zu entwickeln, das sowohl den Anforderungen medizinischer Fachkräfte als auch denen von Medizintechnikern gerecht wird. Beide Zielgruppen verfügen über unterschiedliche Vorkenntnisse und Perspektiven: Während medizinisches Personal vor allem klinische Abläufe und patientenbezogene Aspekte betrachtet, liegt der Schwerpunkt bei Medizintechnikern stärker auf technischen Funktionsprinzipien und Gerätesystemen. Daher musste das Kurskonzept so gestaltet werden, dass beide Perspektiven miteinander verbunden werden. Eine weitere Herausforderung lag in der didaktischen Aufbereitung komplexer endourologischer Instrumente und Verfahren. Endoskopische Eingriffe erfordern sowohl ein gutes anatomisches Verständnis als auch technische Kenntnisse über Optiksysteme, Energiequellen und Instrumentenführung. Die Darstellung dieser Inhalte musste daher so erfolgen, dass sie sowohl verständlich als auch praxisnah ist. Zusätzlich stellte die Entwicklung realistischer Trainingsszenarien eine Herausforderung dar, da Simulationen die klinischen Bedingungen möglichst realitätsnah abbilden müssen. Trotz dieser Herausforderungen konnte ein strukturiertes und praxisorientiertes Kurskonzept entwickelt werden. Die Kombination aus theoretischen Grundlagen, strukturierten Begleitheften und praktischen Übungen ermöglicht ein umfassendes Verständnis der endourologischen Verfahren. Besonders die praktischen Trainingsmodule tragen dazu bei, die sichere Handhabung der Instrumente zu erlernen und mögliche Fehlerquellen frühzeitig zu erkennen.
Die Arbeit zeigt, dass interdisziplinäre Schulungskonzepte einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Ausbildung im Bereich der medizinischen Gerätetechnik leisten können. Durch die enge Verbindung von medizinischem und technischem Wissen wird nicht nur das Verständnis der Geräte verbessert, sondern auch die Zusammenarbeit zwischen medizinischem Personal und Medizintechnikern gestärkt. Für zukünftige Weiterentwicklungen des Kurses bieten sich verschiedene Ansätze an. Dazu gehören insbesondere der verstärkte Einsatz digitaler Simulationstechnologien, Virtual-Reality-Trainer sowie KI-gestützte Assistenzsysteme. Diese Technologien könnten dazu beitragen, die Trainingsmöglichkeiten weiter zu verbessern und komplexe Eingriffe noch realistischer zu simulieren. Insgesamt zeigt die vorliegende Arbeit, dass ein strukturierter Endoskopiekurs einen wichtigen Beitrag zur sicheren Anwendung endourologischer Instrumente leisten kann. Durch die Kombination aus theoretischem Wissen, praktischer Simulation und interdisziplinärer Zusammenarbeit entsteht ein nachhaltiges Ausbildungskonzept, das sowohl für medizinisches Personal als auch für Medizintechniker von großem Nutzen ist.
Die Bachelorarbeit untersucht die Optimierung Sudan-IV-haltiger Paraffineinbettungen für die episkopische Fluoreszenzbildgebung formalinfixierter Gewebe. Ziel ist die Verbesserung der Homogenität des Einbettmediums sowie der Bildqualität für die dreidimensionale Analyse. Untersucht wurden der Einfluss von Abkühlgeschwindigkeit, Inkubationsbedingungen und Gemischzusammensetzung.
Ergänzend erfolgte die Bildaufnahme unter verschiedenen spektralen Filterkonfigurationen, insbesondere unter Verwendung mehrerer Emissionsfilter zur Bewertung autofluoreszenter Signale.
Die Ergebnisse zeigen, dass vor allem die Abkühlgeschwindigkeit die strukturelle Homogenität des Paraffins beeinflusst, während die Filterwahl den Informationsgehalt der Bildgebung wesentlich mitbestimmt.
Myokarditis früh erkennen
(2026)
Despite their excellent torsional and bending strength, the economical production of hypotrochoidal profiles (H-profiles) remains an obstacle to their use. Due to the tool clearance angle, the commercially available twin-spindle turning process has limited ability to manufacture many of the profiles standardized according to DIN 3689 (Deutsches Institut für Normung). On the other hand, the manufacturing of cycloidal as a non-involute special geometry using generating processes (hobbing or continuous generating grinding) depends critically on the accuracy of the tool geometry—whether a hobbing cutter or a grinding worm. Conventional tool design methods—based on approximations, involute-derived profiles, or iterative trial-and-error corrections—face fundamental limitations: unpredictable cutting force variations, elevated surface roughness, and limited process capability. However, if the exact tool geometry has been determined analytically, the same machine achieves significantly better performance. In this work, the exact tool geometry conjugated to the H-profile for profile manufacturing is determined based on the gearing law. This provides modular H-profile manufacturing without deviations. Consequently, a design concept that enables the implementation of all existing rolling processes—including gear hobbing, gear shaping, gear planning, and other variants such as gear grinding—is presented. For profile shaping of hollow contours, the transfer ratio is considered and a curve conjugated to the profile contour is determined for the tool. A CAD-based simulation shows very good consistency with the analytically determined tool geometry.
Volumetric and dynamic OCT screening of human testicular tissue comparing unfixed and fixed samples
(2026)
Einleitung & theoretischer Hintergrund: Um die Versorgung von Patienten lückenlos sicherstellen zu können, ist die Verfügbarkeit von Blutspenden ein zentraler gesellschaftlicher und gesundheitspolitischer Baustein. Dabei kann das Blutspendeverhalten und die Motivation zur Blutspende von großer Bedeutung auch für die Zukunft sein.
Ziel – und Fragestellung: Das Ziel ist es daher, durch eine quantitative Befragung von Teilnehmern einer Blutspendeveranstaltung des Deutschen Roten Kreuz herauszufinden, in welcher Hinsicht motivationale Faktoren das Blutspendeverhalten und die Spendenabsicht beeinflussen. Zusätzlich soll untersucht werden, ob das soziale Umfeld der Befragten oder bestimmte Ereignisse Einfluss nehmen können.
Methodik: Das Design der vorliegenden Arbeit folgte einer Querschnittsstudie, deren Daten aus der Perspektive der Teilnehmenden einmalig zu einem bestimmten Zeitpunkt erhoben wurden. Die Erhebung erfolgte mithilfe eines quantitativen Fragebogens, welcher bei 4 Blutspendeveranstaltungen des Deutschen Roten Kreuz eingesetzt wurde. Insgesamt nahmen an der Befragung 222 Personen teil, die sich aktiv dafür entschieden haben Blut zu spenden. Untersucht wurden Zusammenhänge und Gruppenunterschiede zur Spendenmotivation sowie Spendenintention.
Ergebnisse: Die Ergebnisse zeigten keinen signifikanten Unterschiede für Personen mit eigener Transfusionserfahrung sowie für Personen im sozialen Umfeld im Kontext der Motivationsformen Introjektion und Identifikation. Hingegen konnte ein signifikanter Unterschied (p = 0,026) zwischen den Altersgruppen bezüglich der Spendenintention erfasst werden. Ein Zusammenhang konnte für die intrinsische Regulation hinsichtlich der Spendenhäufigkeit (r = 0,373) festgestellt werden. Des Weiteren wiesen alle Motivationsformen bis auf die externe Regulation einen signifikanten Zusammenhang zur Spendenintention auf.
Diskussion: Die Ergebnisse zeigten grundlegend, dass insbesondere stärker selbstbestimmte Motivationsformen einen signifikanten Zusammenhang aufweisen. Zudem legten sie nahe, dass Ereignisse, die auf das Thema der Blutspende aufmerksam machen könnten, keinen bedeutsamen Einfluss nehmen und die Motivation selbstbestimmt ist.
Hintergrund: Flexible Arbeitszeitmodelle gewinnen angesichts des demografischen Wandels, des Fachkräftemangels und veränderter Erwartungen an die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben zunehmend an Bedeutung. Teilzeitarbeit stellt dabei für viele
Beschäftigte ein relevantes Arbeitszeitmodell dar und zugleich auch neue Anforderungen an Organisationen.
Ziel: Ziel der vorliegenden Bachelorarbeit ist es, die Gründe für die Entscheidung von Mitarbeitenden der IHK Chemnitz für eine Teilzeittätigkeit zu untersuchen sowie arbeitsbezogene Erfahrungen und organisationale Rahmenbedingungen zu analysieren.
Darauf aufbauend sollen Handlungsempfehlungen für die IHK Chemnitz abgeleitet werden.
Methode: Es wurde eine qualitative Untersuchung durchgeführt. Die Datenerhebung erfolgte mittels sechs leitfadengestützter Interviews mit Teilzeitbeschäftigten der IHK Chemnitz. Die Auswahl der Interviewpartner erfolgte gezielt aus dem Kreis der
Beschäftigten mit Teilzeittätigkeit. Die Auswertung der erhobenen Daten orientierte sich an der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring.
Ergebnisse: Die Ergebnisse zeigen, dass Teilzeitarbeit vor allem durch individuelle Lebenslagen beeinflusst wird. Zentrale Motive sind familiäre Verpflichtungen, gesundheitliche Aspekte, der Wunsch nach einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben sowie das Bedürfnis nach mehr Lebensqualität und zeitlicher Flexibilität. Gleichzeitig wurden Herausforderungen sichtbar, darunter bürokratische Hürden, eingeschätzte Nachteile bei Karrierechancen, Einschränkungen in der Kommunikation sowie Phasen erhöhter Arbeitsbelastung.
Schlussfolgerung: Teilzeitarbeit ist nicht nur eine Reduzierung von Arbeitszeit, sondern Ausdruck veränderter individueller Bedürfnisse und moderner Arbeitsanforderungen. Für Arbeitgeber ergibt sich daraus die Aufgabe, flexible Rahmenbedingungen zu schaffen, Teilzeitbeschäftigte fair einzubinden und Entwicklungsmöglichkeiten unabhängig vom Stundenumfang zu fördern. Teilzeitarbeit kann damit einen wichtigen Beitrag zur Mitarbeiterzufriedenheit und Arbeitgeberattraktivität leisten.
Frühkindliche Entwicklungsauffälligkeiten können den Übergang in die Schule beeinträchtigen und sind für Früherkennung und Prävention im Öffentlichen Gesundheitsdienst von besonderer Bedeutung. Vor diesem Hintergrund untersucht die vorliegende Arbeit, welche individuellen und strukturellen Merkmale zum Zeitpunkt der Kindergarten-Reihenuntersuchung (KiTa-U) im Hinblick auf eine spätere Entwicklungsauffälligkeit bei der Schulaufnahmeuntersuchung (SchAU) relevant sind. Untersucht wird, ob sich frühe Befunde, Kontextmerkmale und Merkmale des Vorsorgeverhaltens als Prädiktoren späterer Auffälligkeiten erweisen.
Methodisch wurde eine retrospektive Längsschnittanalyse auf Basis verknüpfter Routinedaten des Kinder- und Jugendärztlichen Dienstes des Landkreises Zwickau durchgeführt. In die Analyse gingen Daten von 8.972 Kindern ein, deren Ergebnisse aus der KiTa-U der Jahre 2015 bis 2021 mit den Befunden der SchAU aus den Jahren 2017 bis 2023 verknüpft wurden. Geprüft wurden sechs Hypothesen mittels multivariater binär-logistischer Regressionen in fünf Entwicklungsbereichen: Sehen, Hören, Sprache, Feinmotorik und Grobmotorik.
Die Ergebnisse zeigen, dass ein auffälliger Vorbefund in derselben Entwicklungsdomäne in allen fünf Modellen die stärkste Assoziation mit einer späteren Auffälligkeit aufwies. Die adjustierten Odds Ratios lagen zwischen 2,732 (Grobmotorik) und 8,709 (Sehen). Der hohe Effekt im Bereich Sehen ist aufgrund einer eingeschränkten Modellanpassung des adjustierten Modells vorsichtig zu interpretieren. Darüber hinaus zeigten sich domänenübergreifende Zusammenhänge zwischen mehreren Entwicklungsbereichen. Ein unvollständiges oder nicht vorgelegtes Vorsorgeheft war in den Bereichen Sehen, Sprache und Feinmotorik mit erhöhten Wahrscheinlichkeiten für Auffälligkeiten assoziiert (aOR = 1,207 bis 1,415). Für den Förderstatus ergaben sich überwiegend positive Zusammenhänge mit späteren Auffälligkeiten, während pandemiebezogene Kohorteneffekte kein konsistentes Muster über alle Domänen hinweg zeigten.
Die Befunde deuten darauf hin, dass die KiTa-U ein relevanter Zeitpunkt für die frühe Identifikation erhöhter Entwicklungsrisiken sein kann. Aufgrund des Studiendesigns erlauben die Analysen jedoch keine kausalen Schlussfolgerungen. Die Arbeit ist zudem nicht als formal validiertes Prognosemodell zu verstehen, sondern primär als längsschnittliche Analyse von Zusammenhängen. Die Aussagekraft der Ergebnisse wird zudem durch die fehlende direkte Erfassung des sozioökonomischen Status und die regionale Beschränkung auf den Landkreis Zwickau begrenzt. Insbesondere strukturelle und kohortenbezogene Befunde sollten daher nur mit Zurückhaltung interpretiert werden.
In dieser Diplomarbeit wird die effiziente Attribuierung und Auswertung von Attributen in Verkehrsinfrastrukturmodellen im Rahmen des Building Information Modeling (BIM) untersucht. Anlass für die Betrachtung sind praktische Herausforderungen, die bei der IBV GmbH beobachtet wurden. Diese Probleme wirken sich negativ auf die Qualität der BIM-Modelle aus und schränken die Verwendbarkeit nachgelagerter Anwendungen wie Bauplanung, Mengenermittlung und Kostenschätzung ein. In dieser Arbeit wird eine effiziente Attributierungsmethode auf Basis klarer Strukturen, Standards und Automatismen entwickelt. Darüber hinaus wurden Prüfregeln aufgestellt, mit denen sich die Qualität der BIM-Modelle auswerten lässt. Anschließend wurde der modellbasierte Bauablauf sowie die Mengen- und Kostenermittlung implementiert. Für jeden der genannten Punkte wurden Arbeitsabläufe in card_1 oder DESITE BIM erstellt. Diese können schrittweise nachvollzogen werden.
Die Ergebnisse dieser Arbeit unterstreichen, dass die Qualität der Attributzuweisungen ein entscheidender Faktor ist, der die Effektivität nachfolgender BIM-basierter Anwendungen beeinflusst.
Ziel dieser Diplomarbeit ist die Konzeption, Realisierung und Analyse eines Referenzaufbaus zur analogen Videoübertragung über eine Funkstrecke zwischen einer Kamera und einem Rechner. Zur Schaffung eines fundierten Verständnisses der technischen und normativen Zusammenhänge werden zunächst die wesentlichen theoretischen Grundlagen zur Erfüllung der Zielstellungen in kompakter Form dargestellt. Zur systematischen Entwicklung des Referenzaufbaus wird ein methodisches Vorgehen in Anlehnung an das V-Modell angewendet, das eine strukturierte Verknüpfung von Anforderungsdefinition, Entwurf, Implementierung und Verifikation gewährleistet. Aufbauend auf den theoretischen Hintergrund erfolgt eine strukturierte Anforderungsanalyse, in der die funktionalen und nicht-funktionalen Anforderungen an das zu entwickelnde System systematisch erfasst und definiert werden. Anschließend erfolgt der Systementwurf, bei dem eine geeignete Systemarchitektur abgeleitet sowie zentrale Parameter und Komponenten für Sender- und Empfängerseite festgelegt werden.
Im anschließenden Detailentwurf werden die einzelnen Subsysteme konkret ausgearbeitet und hinsichtlich ihrer technischen Eigenschaften bewertet. Die Implementierung umfasst die praktische Realisierung des Gesamtsystems, einschließlich der Integration der Hardwarekomponenten, der Konfiguration der Software sowie der mechanischen Ausführung. Dabei werden auftretende Herausforderungen analysiert und entsprechende Lösungsansätze erarbeitet. Im Rahmen der Verifikation wird die Funktionsfähigkeit des Systems durch umfangreiche Tests der einzelnen Komponenten und des Gesamtsystems überprüft. Ergänzend erfolgt eine experimentelle Untersuchung der Funkübertragungsstrecke unter realitätsnahen Bedingungen, um Aussagen über Reichweite und Übertragungsqualität treffen zu können. Die Ergebnisse werden analysiert und mit den zuvor definierten Anforderungen abgeglichen. Die Diplomarbeit zeigt, dass mit aktuellen verfügbaren Komponenten ein funktionsfähiger Referenzaufbau zur analogen Videoübertragung realisiert werden kann. Damit wird eine Grundlage für die spätere Integration eines solchen Systems in eine Datenbrille zur drahtlosen Kommunikation mit einer externen Recheneinheit geschaffen.
Über den Ansatz einer sogenannten elektrischen Welle werden seit geraumer Zeit Synchronlauf-Applikationen, wie beispielsweise Winkelsynchronläufe zwischen mehreren Antrieben über EtherCAT, realisiert. Doch ließe sich dies auch mittels industrieller Funksysteme umsetzen und wie sicher sind diese Funksysteme eigentlich? Dies soll die vorliegende Arbeit untersuchen.
Dafür wird zunächst ein Einstieg in die Welt der funktionalen Sicherheit erarbeitet. Insbesondere wird ermittelt, inwiefern durch die funktionale Sicherheit Anforderungen an Funksysteme im industriellen Umfeld definiert werden.
Anschließend wird in der Arbeit untersucht, ob ein interpolierter Betrieb des Antriebs über Funk möglich ist, um die Grundlage für eine Elektrische-Welle-Applikation zu schaffen. Dies setzt voraus, dass Sollwerte in korrekter Reihenfolge und vor allem in einem festen Zeitraster beim Umrichter ankommen.
Es wird sich herausstellen, dass genau an dieser Stelle eine Funkstrecke im Zusammenspiel mit EtherCAT Schwierigkeiten bekommt. In diesem Zusammenhang wird in der Arbeit ein Umrichter-Scope zur Überprüfung erstellt. Dieses zeigt, dass die empfangenen Sollpositionen bei konstanter Drehzahl in unterschiedlichen Zeitabständen vom Umrichter empfangen werden.
Auf Grundlage dessen erfolgt die Ursachenanalyse auf EtherCAT-Telegrammebene. Es zeigt sich, dass die Taktstabilität der zyklischen Prozessdatenframes hinter der Funkstrecke für EtherCAT unzureichend ist. Diese Erkenntnis wird durch eine Diagnose der Distributed Clocks gestützt, sodass ein besonders belastbarer Nachweis dafür erbracht wird, weshalb eine elektrische Welle mit der untersuchten Methode nicht realisierbar ist.
Des Weiteren wird ein Ansatz vorgestellt, wie eine elektrische Welle dennoch über Funk realisiert werden könnte.
Konzeption und prototypische Umsetzung einer Softwarelösung für das Änderungsmanagement mit arc42
(2026)
Die Digitalisierung der deutschen Unternehmen wird zunehmend bedeutender. Das gilt auch für die Weidplas Germany GmbH. Aktuell wird das Änderungsmanagement der Weidplas Germany GmbH durch kein zentrales Anwendungssystem unterstützt. Dadurch geraten Abläufe ins Stocken. Das soll sich ändern. Eine im Vorfeld durchgeführte Marktanalyse der Weidplas Germany GmbH kam zum Ergebnis, dass für das Änderungsmanagement der Weidplas Germany GmbH eine Eigenentwicklung als zentrales Anwendungssystem zu erwägen ist. Diese sollte in dieser Arbeit prototypisch konzipiert und entwickelt werden.
Zu Beginn wurden deshalb die Anforderungen an den Prototyp spezifiziert. Anschließend rückte die Konzeption, Implementierung und Dokumentation der Softwarearchitektur in den Fokus. Die Dokumentation erfolgte nach der Vorlage von arc42. Eine anschließende Nutzerstudie sollte den Prototyp evaluieren. Die Evaluation ergab, dass nahezu alle Anforderungen ausreichend umgesetzt wurden. Bei der Benutzeroberfläche gibt es jedoch Bedarf zur Nachbesserung. Die Weidplas Germany GmbH wird den Prototyp als Basis für eine Produktivlösung nutzen.
arc42 war für diese Arbeit nur bedingt hilfreich. Während arc42 Hinweise für relevante Inhalte der Dokumentation lieferte, konnte die von arc42 vorgeschlagene Struktur nicht gänzlich angewandt werden.
From Scenario Farming to Learning: A Modular Low-Code Framework for Decision Support in Scheduling
(2025)
This paper presents a relational integration of the TSXor compression algorithm for regularly sampled time-series data. We design and implement a schema and compression pipeline within TimescaleDB, allowing lossless compression and in-database decompression using SQL and PL/pgSQL. Our approach replaces full timestamps with delta-based offsets and encodes floating-point values using reference-based XOR encoding. We evaluate the system on multiple real-world datasets, showing moderate compression ratios (up to 23%) and fast decompression performance. While the SQL-based implementation introduces storage and execution overhead, the integration enables transparent querying and lays the foundation for further database-native optimizations of time-series compression.
IT company Raritan provides a public API for RPC on the devices they offer. Customers requested a client binding of this API for the Go programming language. This work shows how a Go module with bindings for Raritan’s API can be generated from a formal API description given in an interface definition language (IDL). First, the IDL was analyzed and translated to Go language concepts. A code generator written in Java was extended to produce Go code from IDL declarations. A client speaking JSON-RPC 2.0 over HTTP was written in Go. Written and generated code were combined to form a Go module. The module was published in a version control repository under an open source license. It was tested and verified using the Go tooling and third party linters. The produced module follows common Go idioms and best practices, only uses standard library packages, is well documented, and supports concurrent RPC calls.
Effizienzsteigerung durch digitale Prozessoptimierung für die Herstellung von Karosseriebauteilen
(2026)
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die bestehenden Prozesse der Qualitätssicherung bei der PM Automotive GmbH mit dem Ziel, Effizienzpotenziale durch digitale Prozessoptimierung zu identifizieren und praxisnahe Lösungsansätze zu entwickeln. Im Rahmen einer systematischen Ist-Analyse wurden organisatorische, prozessuale und systemische Schwachstellen herausgearbeitet, insbesondere der hohe manuelle Aufwand bei der Erstellung von Prüfplänen sowie bei der Generierung qualitätsrelevanter Berichte.
Trübung und Farbe sind wichtige Wasserqualitätsparameter. Neben den etablierten Methoden zur Ermittlung von Trübung und Farbe, besteht die Möglichkeit diese aus Bilddaten zu gewinnen. In dieser Arbeit wird ein einfacher Ansatz verfolgt, die Trübung von Wasserproben über den Bildkontrast zu ermitteln, sowie die Farbe mithilfe einer Farbreferenzkarte im Bild zu bestimmen. Der Bildkontrast zeigt in den durchgeführten Versuchsreihen mit zunehmender Trübung eine exponentielle Abnahme hin zu einem geringen Offset. Die Kurve beschreibt das Verhältnis zwischen Kontrast und Trübung in einem Bereich zwischen 0 und etwa 80 NTU gut. Ab einem Wert von 80 bis 100 NTU nähert sich der Bildkontrast dem Offset an, d. h. der Kontrast ist so niedrig, dass auch bei weiterer Zunahme der Trübung keine weitere Kontrastabnahme erkennbar ist. Die Farbbestimmung gelingt als Ausgabe der RGB-Mittelwerte eines Bildbereichs zuverlässig. Eine automatische Korrektur der Farbe mit Hilfe einer Farbreferenzkarte, um die Einflüsse von Kamera und Umgebungsbedingungen herauszurechnen, gelang jedoch aufgrund der Überbelichtung einiger Bilder nicht zuverlässig. Die Methode ist somit für einen eingeschränkten Anwendungsbereich geeignet, es gibt jedoch Potenzial zur Optimierung im Rahmen weiterführender Untersuchungen.
Innerhalb der vorliegenden Diplomarbeit wurden vergleichende Geruchsemissionsmessungen an offenen Biofiltern mittels Probenahmehaube und Folienabdeckung nach der DIN EN 13725:2022 und der VDI 3880 durchgeführt. Es werden die Ergebnisse der Geruchsstoffkonzentration und die Durchführbarkeit der Messung nach dem jeweiligen Verfahren betrachtet. Im Rahmen der Versuche wurden Emissionsmessungen an unterschiedlich großen Biofiltern unter Einsatz der beiden Verfahren gemäß den oben genannten Normen durchgeführt. Im Vorfeld wurde eine Methodik zur Durchführung der Messungen konzipiert. Die theoretischen Grundlagen beinhalten Informationen zur Wahrnehmung von Geruch, die Beschreibung der beiden betrachteten Verfahren, die Grundsätze einer olfaktometrischen Auswertung sowie Informationen zu Biofiltern als Abgasreinigungssystem. Im Ausblick werden verschiedene Möglichkeiten weiterer Untersuchungen und Entwicklungen zu der Thematik beschrieben.
Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Entwicklung eines Fördersystems für ringförmige Werkstücke zu einer Schleifmaschine. Den Ausgangspunkt bildet eine teilautomatisierte, veraltete Zuführung, die aufgrund von hohem Bedienaufwand und Störungen nicht mehr zeitgemäß ist.
Im Rahmen der Arbeit werden verschiedene Lösungskonzepte erarbeitet und hinsichtlich ihrer Wirtschaftlichkeit und technischer Eignung bewertet. Eine Vorzugsvariante wird auf Grundlage dessen konstruktiv ausgearbeitet. Diese umfasst eine Zuführung über eine Rinne, eine pneumatische Vereinzelung und einen Transport mit Werkstückträgern.
Die Steuerung erfolgt über eine speicherprogrammierbare Steuerung, welche die Sensorik auswertet und den Prozessablauf koordiniert. Darauf basierend wird eine Testeinrichtung als Prototyp entwickelt, um die Funktionsfähigkeit der gewählten Lösung unter realen Bedingungen zu überprüfen.
Die Ergebnisse zeigen, dass ein prozesssicherer Transport der Werkstücke grundsätzlich möglich ist. Die Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Werkstückgeometrien ist jedoch derzeit noch eingeschränkt.
Die entwickelte Lösung stellt somit eine geeignete Grundlage zur Verbesserung der Werkstückzuführung und zur Strukturierung des Materialflusses im Bereich der Schleifbearbeitung dar.
Die Arbeit untersucht die Leistungsfähigkeit und die Anwendungsmöglichkeiten des Feldemissionsrasterelektronenmikroskops CLARA von Tescan an der Westsächsischen Hochschule Zwickau. Ziel war die systematische Evaluierung der Detektoren und Abbildungsmodi sowie die Ermittlung geeigneter Parameter zur optimalen Abbildung ausgewählter Proben.
Untersucht wurden Sekundärelektronendetektoren und Rückstreuelektronendetektoren. Zudem wurden die hochauflösende Sekundärelektronenabbildung und ein Detektor für transmittierte Elektronen getestet.
Als Proben dienten ein eingebetteter Siliziumchip, Berliner Blau, ein Hochauflösungstestobjekt mit Goldteilchen auf Kohle sowie ein Trägerfilm auf einem TEM-Gitter. Die Arbeit zeigt, wie mit dem Feldemissionsrasterelektronenmikroskop CLARA die Topografie und Zusammensetzung verschiedener Proben analysiert werden kann und welche proben- und gerätespezifischen Grenzen dabei auftreten.
Hintergrund: Pflegekräfte in der stationären Altenpflege sind im Arbeitsalltag erheblichen psychischen Belastungen ausgesetzt. Der Umgang mit herausforderndem Verhalten von Bewohnern stellt dabei eine zentrale Belastungsquelle dar.
Ziel: Ziel dieser Arbeit war die systematische Erfassung psychischer Belastungen von Pflegekräften im Umgang mit herausforderndem Verhalten sowie der damit verbundenen Ursachen, Auswirkungen und Unterstützungsbedarfe.
Methodik: Die Untersuchung folgte einem Mixed-Methods-Design mit explorativen, halbstrukturierten Interviews (n = 5) und einer standardisierten Paper-Pencil-Befragung (n = 36). Die Daten wurden qualitativ inhaltsanalytisch und quantitativ deskriptiv ausgewertet.
Ergebnisse: Als besonders belastend wurden kontinuierlich auftretende Verhaltensweisen wie Unruhe, fehlende Kooperationsbereitschaft und Weglauftendenzen beschrieben. Zentrale Ursachen waren demenzielle Veränderungen sowie strukturelle Rahmenbedingungen wie Zeitdruck und Personalmangel. Die Belastungen äußerten sich insbesondere in emotionaler Erschöpfung und körperlichen Beschwerden.
Fazit: Herausforderndes Verhalten stellt eine relevante und dauerhafte Belastung im Pflegealltag dar und verdeutlicht den Bedarf an strukturellen Entlastungsmaßnahmen sowie gezielten Unterstützungsangeboten für Pflegekräfte.
Diese Diplomarbeit untersucht die Anwendbarkeit der Klassenschätzung zur Bestimmung der energieäquivalenten Geschwindigkeit (EES) in der Unfallanalyse. Ziel der Untersuchung ist es, mithilfe definierter Klassenintervalle aussagefähige EES-Werte zu ermitteln und deren Ergebnisse mit der Methode Expertenschätzung zu vergleichen. Derzeit wird das Verfahren der Klassenschätzung in der Unfallanalyse noch nicht angewendet.
Im Rahmen der Arbeit werden zunächst die bisher verwendeten Methoden zur EES-Bestimmung vorgestellt. Anschließend werden die theoretischen Grundlagen der Klassenschätzung erläutert und die entwickelte Klasseneinteilung der Geschwindigkeitsintervalle dargestellt. Zur praktischen Untersuchung wurden fünf reale Unfallfälle analysiert und die Ergebnisse der Klassenschätzung mit den Ergebnissen der Expertenschätzung statistisch verglichen.
Die Auswertung zeigt, dass die Klassenschätzung grundsätzlich vergleichbare Ergebnisse zur Expertenschätzung liefert. Eine eindeutige Verbesserung oder Verschlechterung der EES-Wert-Ermittlung konnte jedoch anhand der untersuchten fünf Fälle nicht festgestellt werden. Für eine belastbare Bewertung der Methode sind weitere Untersuchungen mit einer größeren Anzahl an Fallbeispielen erforderlich.
Chronische Wunden sind weltweit eine erhebliche medizinische Herausforderung. Die klinische Beurteilung erfolgt anhand der Wunddokumentation, die jedoch häufig noch manuell erstellt wird. Das Ziel dieser Arbeit ist die vollständig automatisierte Klassifikation und Vermessung der drei in der ambulanten Versorgung häufig vorkommenden Wundarten: das Ulcus cruris venosum, der Dekubitus und das diabetische Fußsyndrom. Zu diesem Zweck wurden zwei neuronale Netze auf Basis der YOLO-Architektur trainiert. Als Datengrundlage dienten zwei öffentlich zugängliche Datensätze mit jeweils etwa 400 Bildern. Das erste Modell übernimmt die Segmentierung der Wundränder sowie die Klassifikation der Wundart.
Das zweite Modell erkennt Ziffern auf den Wundlinealen in den Aufnahmen, um über deren physischen Abstand einen Maßstab für eine präzise Flächenberechnung unter Realbedingungen zu generieren. Der Fokus lag dabei auf der Optimierung des Segmentierungsmodells und der Entwicklung eines Algorithmus zur automatisierten Maßstabsbestimmung. Die Ergebnisse zeigen, dass trotz der Komplexität der Wunden und einer begrenzten Datenmenge eine robuste Segmentierung und Erkennung erreicht wurde. Durch die Kombination beider Modelle ist eine vollautomatisierte Analyse unter definierten Rahmenbedingungen möglich. Die entwickelte Methode leistet somit einen Beitrag zur digitalisierten Wundanalyse und hat das Potenzial, medizinisches Personal bei der Dokumentation zu entlasten.
Optimierung Schwingungsdämpfer-Inerter-Fahrwerk – Modellbildung und Simulation der Vertikaldynamik
(2026)
Im Rahmen dieser Arbeit wurde eine Vertikaldynamiksimulation eines Fahrzeugs auf Basis eines Viertelfahrzeugmodells entwickelt, um das Schwingungsverhalten von Aufbau und Radeinheit unter verschiedenen Anregungsbedingungen zu untersuchen. Neben den klassischen Fahrwerkskomponenten Aufbaufeder und Schwingungsdämpfer wurde ein Inerter in das Modell integriert, um dessen Einfluss auf das Systemverhalten zu analysieren.
Die Modellierung und Simulation erfolgten in Simulink, während die Auswertung der Ergebnisse in MATLAB durchgeführt wurde. Zur Bewertung wurden insbesondere die Radaufstandskraft sowie die Aufbaubeschleunigung herangezogen. Zusätzlich wurde eine parameterbasierte Untersuchung durchgeführt, bei der mithilfe einer Pareto-Analyse ein Kompromiss zwischen Fahrkomfort und Fahrsicherheit bestimmt wurde.
Die Ergebnisse zeigen, dass der Inerter das Schwingungsverhalten beeinflusst, jedoch bei alleiniger Nutzung ein ungünstiges dynamisches Verhalten aufweist. In Kombination mit einem Schwingungsdämpfer ergeben sich lediglich geringe Verbesserungen im Verhältnis zum zusätzlichen konstruktiven Aufwand. Die Analyse des Fail-Safe-Verhaltens zeigt, dass das System auch bei Ausfall des Dämpfers grundsätzlich funktionsfähig bleibt, jedoch mit einer Verschlechterung der Radaufstandskraft verbunden ist.
Insgesamt lässt sich festhalten, dass der Einsatz eines Inerters im betrachteten Anwendungsfall nur begrenzte Vorteile bietet. Für zukünftige Arbeiten wird eine Erweiterung des Modells sowie die Untersuchung alternativer Inerterkonzepte empfohlen.
In dieser Arbeit wird die Neuplanung einer Einmündung beschrieben, die aufgrund einer Verkehrsinsel einen Unfallschwerpunkt darstellt. Darüber hinaus wird ein theoretischer Ansatz zur Ermittlung der maximalen Kapazität einer Kreuzung mithilfe eines Algorithmus entwickelt. Die Arbeit gliedert sich in drei Teile.
Der erste Teil beinhaltet die Bewertung der drei verschiedenen Knotenpunkttypen. Der Kreisverkehr bietet die kürzeste Wartezeit für alle Verkehrsteilnehmer. Nichtsdestotrotz wird die signalisierte Kreuzung geplant, da sie Vorteile wie geringeren Flächenbedarf und damit eine geringere Beeinträchtigung der umgebenden Natur bietet. Anschließend wurden vier verschiedene Ampelprogramme entworfen und die für die Kreuzung optimale Variante ausgewählt.
Der zweite Teil der Arbeit umfasst die Entwurfsplanung der signalisierten Einmündung. Dabei wurden die relevanten deutschen Planungsrichtlinien berücksichtigt. Die Planung beinhaltet den Lageplan, Höhenpläne, Querschnittspläne und den Entwässerungslageplan.
Im dritten Teil der Arbeit werden zwei Algorithmen entwickelt. Der erste Algorithmus ermöglicht es dem Benutzer, die maximale Kapazität einer Einmündung zu ermitteln, wobei das Verkehrsaufkommen der Verkehrsströme definiert ist. Das Verkehrsaufkommen wird proportional erhöht. Der zweite Algorithmus verteilt die Gesamtverkehrszahl auf die verschiedenen Verkehrsströme. Die Ergebnisse für unterschiedliche Randbedingungen wurden analysiert. Dabei fällt auf, dass die Differenzen des Verkehrsaufkommens zwischen den Qualitätsstufen abnehmen. Vorfahrtsschilder wirken sich positiver auf den Verkehrsfluss aus als Stoppschilder. Der pauschale Umrechnungsfaktor der Verkehrszusammensetzung ist zu hoch.
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht die Informationssicherheit beim Aufbau einer digitalen Arbeitsplattform zur Prüfungserstellung im Freistaat Sachsen. Ziel ist es, frühzeitig ein angemessenes Sicherheitsniveau für die geplante Plattform sicherzustellen und die dafür notwendigen Sicherheitsanforderungen systematisch zu ermitteln. Hierzu wird die IT-Grundschutz-Methodik des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik angewendet. Auf Grundlage einer Strukturanalyse, Schutzbedarfsfeststellung und Modellierung des Informationsverbunds werden relevante Sicherheitsanforderungen abgeleitet und in einem Sicherheitskonzept dokumentiert.
Ergänzend erfolgt eine Risikoanalyse zur Identifikation zusätzlicher Maßnahmen. Die Arbeit schafft damit eine nachvollziehbare und belastbare Grundlage für die weitere Planung und Umsetzung der Prüfungsplattform unter Berücksichtigung hoher Anforderungen an Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit.
Die vorliegende Masterarbeit befasst sich mit der Potenzialanalyse innovativer Technologien zur nachhaltigen Optimierung des technischen Außendienstes in der Labordiagnostik. Die Effizienz der Serviceprozesse wird wesentlich durch eine fragmentierte Systemlandschaft behindert, deren isolierte Verwaltungs- und Wissenssysteme keine direkten Schnittstellen besitzen. Diese technologische Trennung erzwingt manuelle, fehleranfällige Zwischenschritte für den notwendigen Informationsaustausch, was als Hauptursache für unnötigen Zeitverlust identifiziert wurde.
Mittels eines qualitativen, explorativen Forschungsdesigns, das Experteninterviews mit analytischen Verfahren wie Nutzwert- und Kosten-Nutzen-Analysen kombiniert, wurde dieses Optimierungspotenzial beleuchtet. Die Systembewertung enthüllte eine Diskrepanz: Während das zentrale Administrationssystem aufgrund geringer Benutzerfreundlichkeit einen niedrigen Nutzwert zeigte, wurde ein proaktives Analysetool zur Geräteüberwachung intern als essenzielles Werkzeug höchst positiv bewertet. Trotz dieser Überlegenheit nutzen die Mitarbeiter das Analysetool jedoch nur unzureichend.
Experten fordern daher die Einführung eines KI-basierten Assistenzsystems, welches die heterogenen Datensilos intelligent verknüpft, um klare, statistische Handlungsanweisungen in Echtzeit abzuleiten. Die ökonomische Analyse bestätigte zudem, dass eine gezielte Weiterbildung im Umgang mit dem hoch bewerteten Analysetool unumgänglich ist, da der erwartete jährliche Nutzen die einmaligen Kosten signifikant übersteigt. Eine nachhaltige Steigerung der Servicequalität erfordert folglich die technologische Aufhebung der Systemfragmentierung und die Gewährleistung der Akzeptanz analytischer Werkzeuge.
Der vorliegende Text beschäftigt sich mit der Frage, wie ein zusätzliches, neues Bauteil in die Fertigungsabläufe einer bestehenden Anlage integriert werden kann. Dies geschieht am Beispiel eines Kunststoff-Spritzgussteils, auf welches eine Polyurethan-Schaumdichtung aufgetragen wird. Der Fokus liegt dabei insbesondere auf dem Erhalt und der Steigerung der Anlagenflexibilität, der Verfeinerung und Optimierung des Prozessablaufs und der Einhaltung von Qualitätsanforderungen. Auf Basis einer umfangreichen Datensammlung und unter Anwendung von wissenschaftlichen Methoden und Werkzeugen werden die verschiedenen Problemstellungen detailliert herausgearbeitet und analysiert. Für die verschiedenen Aspekte der erkannten Probleme werden Lösungsvarianten entwickelt und hinsichtlich ihrer gegenseitigen Beeinflussung untersucht. Aus den erarbeiteten Einzellösungen wird ein Gesamtkonzept zusammengestellt, welches alle Faktoren und Bedingungen der unterschiedlichen Lösungsvarianten berücksichtigt.
Anhand des Einflusses des Gesamtkonzepts auf verschiedene Kennzahlen wird die Zielerreichung und Wirksamkeit nachgewiesen. Auf Grundlage von realen Angeboten für die Umsetzung, fortgeschrittener Planungen und Prototypen wird die praktische Umsetzung des Konzepts anschaulich illustriert. Abschließend wird anhand der Gegenüberstellung der notwendigen Investitionskosten und der erzielbaren Einsparungen die Wirtschaftlichkeit des Konzepts nachgewiesen und bewertet.
In der hier vorliegenden Diplomarbeit wurde die Möglichkeit der Abwärmenutzung für die Beheizung einer neu zu errichtenden Halle untersucht. Die Abwärme, welche dabei als Energiequelle und somit auch als erneuerbare Energie zählt, wird von einer bestehenden Produktionshalle bereitgestellt. Dabei handelt es sich um die Produktion von Backwaren, welche in einer Backstraße bei Temperaturen von bis zu über 200°C gebacken werden. Das Abwärmepotential, welches derzeit über die Fortluft der Lüftungsanlage an die Umwelt abgegeben wird, besitzt eine Quellenenergie von über 30°C. Untersucht wird die Konzeptentwicklung eines Abwärmenutzungssystems zur Beheizung des Neubaus. Dabei soll sowohl die thermische Heizlast als auch die Trinkwassererwärmung abgedeckt werden. Verglichen wird das System mit zwei anderen alternativen Systemen ohne Abwärmenutzung. Dabei wird vor allem die Wirtschaftlichkeit analysiert und bewertet. Durch die Auslegung der Komponenten, die Simulation, sowie die resultierende Wirtschaftlichkeitsrechnung nach dem Anuitätenverfahren wird dargelegt, dass eine Investition in die Nutzung der Abwärme am effizientesten ist. Nicht zuletzt spielt dabei die Deckung der erneuerbaren Energiesysteme, im Neubau, von derzeit 65% eine große Rolle.
Die Diplomarbeit untersucht die Optimierung von Zuführtechniken im automobilen Karosseriebau des Fahrzeugwerks Zwickau der Volkswagen Sachsen GmbH.
Ziel der Arbeit ist die Entwicklung einer universell einsetzbaren Planungsmethodik, die eine systematische Bewertung verschiedener Zuführtechniken ermöglicht. Der Fokus liegt dabei nicht auf der Optimierung einer einzelnen Zuführung, sondern auf der Entwicklung eines allgemein anwendbaren Instruments, das den technischen Nutzwert von Zuführtechniken analysiert und gegenüberstellt. Das Vorgehen umfasst zunächst die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit zuführtechnischen und methodischen Grundlagen. Anschließend erfolgt eine strukturierte Analyse der im Karosseriebau bereits eingesetzten und dem Stand der Technik entsprechenden Zuführtechniken. Auf Basis dessen wird eine Planungsmethodik zur Optimierung des Einsatzes von diesen Techniken entwickelt. Die Methodik basiert auf einer Nutzwertanalyse und einer Nutzwert-Kosten-Analyse. Die betrachteten Zuführungen umfassen den Prozess von der Bereitstellung der Bauteile im Ladungsträger am Bedarfsort bis zu deren Übergabe in einer eindeutig definierten Entnahmeposition an den nachfolgenden Prozessschritt. Die Arbeit beschränkt sich auf die Betrachtung von flurgebundenen Zuführtechniken.
Als wesentliches Ergebnis entsteht ein praxisorientiertes Tool, das die Anwendung der entwickelten Planungsmethodik unterstützt und eine nachvollziehbare sowie gegenüberstellende Bewertung der Zuführtechniken ermöglicht. Die Arbeit soll einen Beitrag zur optimalen Auswahl geeigneter Zuführtechniken im Karosseriebau des Fahrzeugwerks Zwickau leisten.
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht wiederkehrende Schäden an Kühlwasserausgleichsbehältern eines Schienenfahrzeugs unter dem Gesichtspunkt der Schadensursache, des damit verbundenen Risikos und der konstruktiven Verbesserung. Ausgangspunkt ist die hohe Bedeutung von Inspektion, Wartung und Instandhaltung für die Verfügbarkeit und Betriebssicherheit von Schienenfahrzeugen. Wiederholt auftretende Schäden an einzelnen Komponenten führen nicht nur zu erhöhtem Instandhaltungsaufwand, sondern können sich auch auf die Einsatzbereitschaft ganzer Fahrzeuge und damit auf die Betriebsqualität auswirken. Im Zentrum der Arbeit stehen die systematische Schadensanalyse des originalen Behälters, die Ermittlung der maßgeblichen Schadensursachen sowie die risikobezogene Bewertung des schadhaften Behälters, der rekonstruierten Ausführung und der Fertigung eines Prototyps mithilfe der Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse.
Auf dieser Grundlage werden konstruktive Verbesserungsmaßnahmen entwickelt und hinsichtlich ihrer technischen Umsetzbarkeit sowie ihrer Wirtschaftlichkeit beurteilt.
Die Sicherheit von Software ist insbesondere im Bereich der Medizinprodukte eine Herausforderung. Sensible Patientendaten bieten eine Angriffsfläche für Cyberangriffe, wodurch die Privatsphäre der Patienten gefährdet und ihre Sicherheit direkt beeinträchtigt werden kann. Es ist daher unerlässlich, mithilfe der regulatorischen Anforderungen robuste Cybersicherheitsmaßnahmen zu identifizieren und umzusetzen, um diese sensiblen Informationen effektiv zu schützen. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es demnach, die Cybersicherheit bestehender Software zu erhöhen. Hierzu wird die zentrale Forschungsfrage „Welche aktuellen Anforderungen gibt es im Bereich Cybersicherheit speziell an Standalone-Medizinproduktsoftware und wie können diese bei der Weiterentwicklung von Produkten berücksichtigt werden?“ untersucht.
Zur Beantwortung dieser Frage wurde eine detaillierte Analyse der regulatorischen Anforderungen aus Gesetzen, Verordnungen, Richtlinien und Normen durchgeführt. Ergänzt wurde die Analyse durch die prototypische Implementierung von Sicherheitsmaßnahmen wie Verschlüsselung, Kapselung externer Bibliotheken und Sandbox-Techniken. Darüber hinaus wurde die theoretische Umsetzung erweiterter Authentifizierung untersucht und die umgesetzten Maßnahmen evaluiert. Die Evaluierung zeigt, dass der Einsatz des Advanced Encryption Standards mit Blockverkettung sowie Sandboxing-Techniken Medizinproduktsoftware sinnvoll vor Cyberangriffen schützen kann. Die vorliegende Arbeit hebt somit die Notwendigkeit von Cybersicherheitsstrategien hervor und bietet wertvolle Einblicke in mögliche Lösungen zum Schutz von Standalone-Medizinproduktsoftware sowie sensiblen Patientendaten in einem sich ständig wandelnden Bedrohungsumfeld.
In a Letter to the Editor, Hans-Gert Gräbe and Ralf Laue commented on the paper “The Five Diamond Method for Explorative Business Process Management” by Grisold et al. (2022) which has been published in the BISE Issue 2/2022. Gräbe and Laue raise concerns of how Grisold et al. introduce the TRIZ method and relate it to their explorative BPM approach. In their response, Grisold et al. address the methodological differences between TRIZ and explorative BPM.
Introduction: The digital transformation in healthcare requires future professionals to have solid digital skills. Despite the global relevance of digital skills, little is known about how these skills differ in countries with different healthcare and education systems. This study compares the self-assessed digital skills of two institutional samples of healthcare and nursing students in Germany and India using the DigKomp 2.2 questionnaire and examines the correlation between perceived competence and the strategies reported for searching for information.
Methods: An online cross-sectional survey was conducted in April and May 2025 among 49 students in Germany and 256 students in India. Digital competences were assessed using the DigKomp 2.2 questionnaire, which covers all five dimensions of the DigComp framework. An open-ended question was used to record the students’ strategies for searching for reliable information on the internet. The quantitative data were analyzed using the Kolmogorov–Smirnov test, the Levene test, and the t-test for two independent samples.
Results: Both cohorts showed acceptable to high internal consistency across all DigKomp 2.2 dimensions. Students in the German cohort reported higher competencies in data processing and evaluation and communication/collaboration, while students from the Indian cohort scored higher in digital content creation, security and problem solving. The exploratory bivariate analysis between the Indian and German samples revealed significant differences in 7 out of 15 items, specifically within the dimensions of digital content creation (3/3 items), Security (2/3 items), data processing & evaluation (1/3 items), and problem solving (1/4 items), whereas no significant differences were found in communication/cooperation (0/2 items). Qualitative responses revealed structured and academically oriented search strategies among German cohort. Indian responses showed greater heterogeneity.
Discussion: Digital competence development varies substantially between the two institutional samples, reflecting differences in educational structures, access to digital technologies and national digitalization trajectories. While German students demonstrate strong academically grounded competencies, Indian students exhibit strengths in practical and applied digital competence. These findings underscore the need for context-sensitive digital education strategies that combine structured research competencies with practical digital literacy to prepare students for increasingly digitalized healthcare environments in both countries.
Magnetic Particle Imaging (MPI) is an emerging tomographic modality recognized for its capability of directly detecting magnetic nanoparticles (MNPs), enabling real-time 3D imaging with high sensitivity. Since its introduction in 2005, various preclinical MPI scanners have been developed, but cross-platform comparisons lack due to missing standardized phantoms and operation protocols. Recently, efforts towards development of human-sized MPI have intensified. To facilitate the transition beyond the preclinical research phase, harmonization of MPI technology is essential. Within the "harmoMPI" project, we seek to develop platform-independent, modular phantoms that enable reliable assessment of key performance parameters for a consistent performance evaluation across different MPI systems. With the support from the MPI research community, the "harmoMPI" initiative aims to harmonize MPI technology, advance collaboration research, and pave the path toward clinically relevant applications.
Diese Bachelorarbeit befasst sich mit der Entwicklung und Integration eines Ticketmoduls in eine bestehende Java-Spring-Webanwendung. Ziel ist es, die Systemfunktionalität zu erweitern und Mitarbeitenden außerhalb des Unternehmensnetzwerks die ortsunabhängige Erstellung und Bearbeitung von Projekttickets über mobile Endgeräte und einen VPN-Zugang zu ermöglichen.
Die Anwendung basiert auf Java, Spring Boot/Spring MVC, JavaServer Pages, JavaScript sowie einer Microsoft SQL Server-Datenbank. Im Rahmen der Arbeit wurde ein integriertes Ticketmodul umgesetzt, das die strukturierte Erfassung und Aktualisierung relevanter Ticketinformationen einschließlich projektbezogener, zeitlicher und abrechnungsrelevanter Daten unterstützt. Ein zentrales Element ist ein rollenbasiertes Berechtigungsmodell, das unterschiedliche Rechte für Ticketersteller, Teamleiter, Projektleiter und Sachbearbeiter abbildet.
Zusätzlich wurde auf eine benutzerfreundliche und mobil nutzbare Oberfläche geachtet. Die Arbeit umfasst die Analyse der bestehenden Architektur, die Konzeption der benötigten Datenstrukturen, die Implementierung der Server- und Clientlogik sowie eine abschließende Bewertung der Lösung hinsichtlich Funktionalität und Erweiterbarkeit.
Ziel dieser Masterarbeit ist die Entwicklung und Evaluation eines Verfahrens zur Verbesserung der Zeichenerkennung des IDC-Multicode-Readers der Baumer Optronic GmbH bei Texten auf gekrümmten oder verformten Oberflächen. Während die bestehenden OCR-Tools des IDCs auf planaren Oberflächen bereits zuverlässige Ergebnisse liefern, nimmt die Erkennungsleistung bei verzerrten Texten deutlich ab. Um den Funktionsumfang des Systems zu erweitern, ohne das bestehende OCR-System grundlegend zu verändern, wurde ein zusätzlicher KI-basierter Vorverarbeitungsschritt zur Textkorrektur integriert.
Als Grundlage diente ein neuronales Netz nach Xie et al. [2022], das aufgrund seines günstigen Laufzeitverhaltens als Ausgangsarchitektur gewählt wurde. Um von einem dedizierten Hardwarebeschleuniger (NPU) zu profitieren, wurde das Modell gezielt angepasst. Hierzu waren architektonische Modifikationen sowie eine Quantisierung mittels Quantization-Aware-Training erforderlich. Die Quantisierung bildete die Modellparameter vom Datentyp float32 auf int8 ab, da die eingesetzte NPU ausschließlich Integer-Operationen unterstützt. Der dabei auftretende Genauigkeitsverlust durch die Quantisierung fiel gering aus.
Die Laufzeitanalyse zeigte jedoch, dass mit dem optimierten Modell lediglich eine maximale Verarbeitungsrate von 2,41 Bildern pro Sekunde erreicht wurde. Das Ziel von 30 FPS wurde somit verfehlt. Dennoch belegen die Ergebnisse eine signifikante Verbesserung der Texterkennungsleistung der IDC-OCR-Tools bei gering bis mittel stark gekrümmten Texten. Das entwickelte Verfahren stellt somit eine praxistaugliche Erweiterung für den IDC dar und bietet zugleich Ansatzpunkte für zukünftige Optimierungen.
Im Rahmen dieser Arbeit wird ein Prozess zur Untersuchung der Steuergenauigkeit eines Reihen-Vierzylinder-Verbrennungsmotors mit Zahnriemen auf Basis einer dreidimensionalen Toleranzanalyse entwickelt.
Steuergenauigkeit beschreibt die korrekte Einstellung der Steuerzeiten. Das bedeutet, dass Ein- und Auslassventile zum korrekten Zeitpunkt öffnen müssen, damit ein Motor über eine lange Lebensspanne effizient verbrennt. Dazu ist es notwendig, dass die Nockenwellen in einem bestimmten Winkel zur Kurbelwelle positioniert sind. Dieser Winkel kann allerdings durch im Fertigungs- und Montageprozess auftretende Toleranzen stark variieren und somit außerhalb seiner Grundeinstellungen liegen.
Aus diesem Grund wird der Verbrennungsmotor in einem dreidimensionalen Toleranzmodell abgebildet und analysiert. Dafür werden Bauteilinformationen aus technischen Zeichnungen ermittelt, im Modell eingebunden, Untersuchungsmerkmale festgelegt und schließlich ausgewertet. Zusätzlich wird der Einstellprozess des Motors auf die optimalen Steuerzeiten abgebildet.
Als Ergebnis dieser Arbeit entsteht ein Prozess, mit welchem die Untersuchung der Steuergenauigkeit möglich ist. Ebenso ist es möglich den Einstellprozess bei abweichenden Steuerzeiten im Simulationsmodell umzusetzen. Dadurch wird eine vollständige Absicherung der Steuergenauigkeit ermöglicht. Zusätzlich bietet das erstellte Modell eine Grundlage für weitere am Motor durchzuführende Untersuchungen.
In modernen Unternehmen ist es eine zentrale Herausforderung, auf relevante Informationen effizient zuzugreifen. Laut einer McKinsey-Studie aus dem Jahr 2012 verbringen Mitarbeitende trotz der Verfügbarkeit vieler Dokumente und Datenquellen durchschnittlich 1,8 Stunden pro Tag mit der Informationssuche [11]. Demnach kann der erhebliche Verlust an Produktivität bis zu einem ganzen Arbeitstag pro Woche ausmachen. Hier kommen Enterprise-Search-Lösungen ins Spiel, die auch interne Suchmaschinen genannt werden. Sie ermöglichen eine effiziente, sichere und zentrale Suche über verschiedene Systeme und Datenquellen hinweg. Die Anschaffung eines eigenen Suchsystems für das Unternehmen ist, wenn man die damit verbundenen Vorzüge bedenkt, als wertvoll und grundlegend zu betrachten. Einerseits spart man Zeit und erhöht die Effektivität, andererseits wird die Verbreitung von irrelevanten oder falschen Informationen verhindert.
Der Fokus liegt längst nicht mehr ausschließlich auf der Suche nach Stichworten. Ryen White (2015) betont, dass moderne Suchsysteme Relevanz über das reine Matching hinaus sicherstellen müssen. Die Aufgabe besteht darin, semantische Zusammenhänge zu erkennen, Ergebnisse kontextbezogen zu personalisieren und sich kontinuierlich an neue Inhalte sowie sich verändernde Nutzerbedürfnisse anzupassen. Technologien wie Natural Language Processing (NLP), Wissensgraphen und Machine Learning sind hierfür von entscheidender Bedeutung und tragen maßgeblich zur Steigerung der Effizienz und Nutzerzufriedenheit bei [9].
Parallel dazu ist ein Anstieg der Komplexität des Informationsraums in Unternehmen zu verzeichnen. Daten liegen oft fragmentiert, unstrukturiert und mit unzureichenden Metadaten in Cloudspeichern, E-Mail-Systemen, ERP- und CRM-Lösungen oder Kollaborationstools vor [9]. Darüber hinaus ist eine Steigerung der Anforderungen an die Datensicherheit, das Berechtigungsmanagement und die nahtlose Integrationsfähigkeit zu verzeichnen. Insbesondere in Branchen, die als sensibel klassifiziert werden, wie beispielsweise dem Gesundheitswesen oder dem Finanzsektor, gewinnen maßgeschneiderte Suchtlösungen daher zunehmend an Bedeutung. Ein aktueller Paradigmenwechsel, der diesen Herausforderungen begegnet, zeichnet sich zudem durch die Integration von künstlicher Intelligenz (KI) in Enterprise-Search-Plattformen aus. Besonders hervorzuheben ist der Einsatz von:
● Retrieval-Augmented Generation (RAG) verbindet die klassische Suche mit generativer KI. Dadurch wird nicht nur die Identifizierung von Dokumenten, sondern auch die Erzeugung kontextbezogener Antworten ermöglicht. Als Beispiele können hier Microsoft Copilot und IBM watsonx.ai genannt werden [25].
● Large Language Models (LLMs) wie GPT-4, Gemini oder Claude sind dazu in der Lage, komplexe Nutzeranfragen semantisch zu verstehen und kontextsensitiv zu verarbeiten.
● Multimodale Conversational Platforms (MCPs) verbinden Sprache, Text, Bild und strukturierte Daten miteinander, um interaktive Suchdialoge und adaptive Wissensbereitstellung zu ermöglichen [12].
● Agentic AI bezeichnet Systeme, die dazu in der Lage sind, autonome Aufgaben auszuführen, Entscheidungen zu treffen und komplexe, mehrstufige Workflows mit minimaler menschlicher Aufsicht zu bearbeiten. Zu diesem Zweck bedienen sie sich verschiedener KI-Agenten, die in koordinierter Weise zusammenwirken, um vorgegebene Ziele zu erreichen [13].
Diese Technologien verändern nicht nur die Art und Weise der Informationssuche, sondern sie konfrontieren auch bestehende Systeme mit neuen Herausforderungen. Aspekte wie Skalierbarkeit, Kosten, Infrastrukturkompatibilität und Datenschutz müssen neu bewertet werden, was die strategische Bedeutung der Auswahl und Implementierung moderner Enterprise-Search-Lösungen unterstreicht [9].
Die digitale Transformation zwingt Unternehmen dazu, ihre Geschäftsprozesse effizi-enter zu gestalten und IT-gestützte Anwendungen schneller bereitzustellen. Low-Code- und No-Code-Plattformen (LCNC) ermöglichen die Entwicklung von Software-lösungen mit minimalem oder keinem Programmieraufwand, wodurch Implementie-rungszeiten verkürzt und Entwicklungskosten gesenkt werden. Durch die stärkere Einbindung von Fachabteilungen wird zudem die Abhängigkeit von spezialisierten Entwicklern reduziert. Trotz dieser Vorteile bestehen weiterhin Herausforderungen hinsichtlich der Leistungsfähigkeit, Flexibilität, Sicherheit und Integration solcher Lö-sungen in bestehende IT-Landschaften.
Diese Arbeit untersucht das Potenzial und die Grenzen der LCNC-Plattform Mendix am Beispiel der Optimierung des Leasinggeräte-Prozesses bei Volkswagen Sachsen im Standort Mosel. Ziel ist es, die Eignung von Mendix im Kontext einer OEM (Origi-nal Equipment Manufacturer) -Unternehmens-IT zu bewerten. Methodisch stützt sich die Studie auf eine Kombination aus Literaturanalyse, Experteninterviews und einer prototypischen Umsetzung. Die Ergebnisse zeigen, unter welchen Bedingungen Low-Code-No-Code (am Beispiel Mendix) einen messbaren Nutzen bringt. Gleichzei-tig werden Risiken deutlich, die insbesondere in den Bereichen Governance, Archi-tektur und Qualitätssicherung berücksichtigt werden.
Selbst gehostete GitHub-Runner ermöglichen die Ausführung von CI/CD-Workflows innerhalb organisationsspezifischer Infrastrukturen, sind jedoch mit Herausforderungen hinsichtlich Isolation, Persistenz und Wartbarkeit verbunden.
Diese Arbeit untersucht die Konzeption und prototypische Umsetzung einer Architektur für ephemere, VM-basierte GitHub-Runner in einer bestehenden VMware-Infrastruktur.
Grundlage der Untersuchung ist die Analyse der bestehenden Runner-Umgebung an der Westsächsischen Hochschule Zwickau, in der Persistenz zwischen Job-Ausführungen und eingeschränkte Isolation als zentrale Schwachstellen identifiziert werden.
Darauf aufbauend werden Anforderungen an eine Zielarchitektur abgeleitet und verschiedene Mechanismen zur Bereitstellung und Rücksetzung virtueller Maschinen im Hinblick auf ihre Eignung für den Betrieb ephemerer Runner bewertet.
Als Ergebnis wird eine Zielarchitektur entwickelt, die GitHub-Webhooks, einen Orchestrator, Ansible-basierte Automatisierung und VMware-basierte Instanziierung kombiniert.
Für die Bereitstellung und Rückführung der Runner-Instanzen wird Instant Clone als geeigneter Mechanismus ausgewählt.
Auf dieser Grundlage wird ein Prototyp implementiert, der sowohl den Lifecycle einzelner Runner-Instanzen als auch den Deployment- und Update-Prozess der Basisinstanz automatisiert.
Die Evaluation zeigt, dass die wesentlichen Anforderungen im Rahmen des Prototyps erfüllt werden. Insbesondere werden eine reproduzierbare Ausgangsumgebung, die automatisierte Rückführung von Runner-Instanzen sowie die Nicht-Persistenz datei- und containerbezogener Zustände zwischen einzelnen Job-Ausführungen nachgewiesen.
Damit leistet die Arbeit einen Beitrag zur sicheren und wartungsarmen Bereitstellung selbst gehosteter GitHub-Runner in virtualisierten Hochschul- und Organisationsumgebungen.
Im Rahmen dieser Arbeit wurde ein bestehender Prüfstand mit mehreren Prüfplätzen zur Untersuchung von Stents unter dynamischer Biegebelastung mit gleichzeitiger Medienbeaufschlagung grundlegend überarbeitet und zu einem einzelnen autarken Prüfplatz weiterentwickelt. Ziel war es, die bisherige Abhängigkeit mehrerer Prüfplätze von einem gemeinsamen Mediensystem zu beseitigen, die Variantenvielfalt zu erhöhen sowie Ergonomie und Wartungsaufwand zu verbessern. Der neue Prüfplatz ist modular aufgebaut und in einem Gestell vervielfältigbar einsetzbar.
Kern der Entwicklung war die vollständige Neukonstruktion des Mediensystems. Sämtliche Komponenten wurden hinsichtlich Funktionalität, Eignung und Lebensdauer neu ausgelegt. Besonderes Augenmerk galt der Auswahl einer geeigneten Pumpe sowie der Entwicklung eines kompakteren Medientanks. Ergänzt wurde das System durch einen Spülkreislauf zur Vorkonditionierung des Prüfmediums.
Die Validierung erfolgte modellbasiert mit Simulink. Die Simulation bestätigte die Funktionsfähigkeit und unterstützte die optimale Dimensionierung. Der neue Prüfplatz stellt eine flexible, erweiterbare und praxisnahe Lösung für Forschung und Produktion dar.
Harnwegsinfektionen zählen zu den am häufigsten auftretenden bakteriellen Infektionen und stellen eine signifikante Herausforderung für die klinische Diagnostik dar. Die routinemäßige Anlage von Urinkulturen ist mit einem hohen zeitlichen und ressourcenintensiven Aufwand verbunden und resultiert häufig in Verzögerungen bei der Befundübermittlung. Ziel dieser Arbeit war die Entwicklung und Validierung eines Vorhersagemodells, das eine effizientere Triage von Urinproben ermöglicht.
Die vorliegende Untersuchung stützt sich auf Messdaten der Sysmex UC- 3500 und UF-5000. Mittels ROC-Analysen wurden optimale Cut-offs für bakterielle und entzündliche Marker (Bakterienzahl, Leukozytenzahl) bestimmt.
Darüber hinaus wurde ein reduziertes Kombinationsmodell aus Teststreifendaten und UF-Parametern entwickelt. Mit einem maximalen AUC-Wert von 0,81 konnte die multiparametrischen Verfahren geringfügige Vorteil gegenüber den einzelnparametrischen Methoden zeigen.
Die vorliegende Studie kommt zu dem Schluss, dass der Einsatz der Durchflusszytometrie (UF-5000) in erster Linie zu einer Reduktion des Zeitaufwands führt. Das präsentierte Konzept leistet somit einen Beitrag zur Rationalisierung der mikrobiologischen Routinediagnostik.
Diese Arbeit befasst sich mit dem Einfluss plasmabehandelter Luft auf das Schimmelwachstum auf Brot. Ziel war es, das Potenzial dieser Methode zur Inaktivierung von Schimmelsporen und zur Konservierung frischer Brotproben zu untersuchen. Dazu wurde eine Reihe von Experimenten durchgeführt, bei denen Luft mittels Plasmajet behandelt und das daraus entstehende reaktive Gas anschließend auf bereits verschimmelte sowie auf frische Brotproben angewendet wurde. Die Ergebnisse zeigen, dass plasmabehandelte Luft bei einer Behandlungsfrequenz von alle zwei Tage einen vollständigen Wachstumsstopp des Schimmels bewirkt und gleichzeitig eine vorbeugende Wirkung auf frische Proben hat. Dies weist darauf hin, dass die Anwendung plasmabehandelter Luft ein vielversprechendes Verfahren zur Vorbeugung von Schimmel in Brot darstellt und potenziell auch auf andere Lebensmittel übertragen werden
könnte.
Digitales Employer Branding: Die Wirkung von Kununu und Co. auf Bewerbende Eine quantitative Studie.
(2026)
Einleitung und theoretischer Hintergrund
Die Arbeit untersucht den Einfluss digitaler Arbeitgeberbewertungsplattformen wie Kununu und Glassdoor auf Bewerbungsentscheidungen von Studierenden. Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels gewinnen Employer Branding und Arbeitgeberattraktivität an Bedeutung. Studien zeigen, dass negative Bewertungen das Image und die Bewerbungsintention besonders stark beeinflussen.
Ziel- und Fragestellung
Untersucht werden Nutzung, Relevanz und Einfluss von Arbeitgeberbewertungen bei Studierenden der WHZ Zwickau sowie mögliche generationale und regionale Unterschiede. Die Forschungsfragen umfassten: Welche Bewertungsformen sind aussagekräftig? Welchen Einfluss haben sie auf Bewerbungsentscheidungen? Gibt es generationale oder regionale Unterschiede?
Methodik
Es wurde eine quantitative Online-Befragung mit n = 125 Studierenden durchgeführt. Neben deskriptiven Analysen kamen Chi-Quadrat-Tests zum Einsatz. Analysiert wurden Nutzung, Einfluss und Bewertung von Sternebewertungen und Textkommentaren sowie regionale Präferenzen.
Ergebnisse
84 % kennen Arbeitgeberbewertungsplattformen, 67 % nutzen sie. Bei der letzten Bewerbung spielten sie für 32 % eine Rolle und beeinflussten 31 % bei der Entscheidung. Textkommentare von Mitarbeitenden wurden am hilfreichsten bewertet (MW 4,32), gefolgt von Kommentaren von Bewerbenden (MW 3,45) und Sternebewertungen (MW 3,21). Ein signifikanter Zusammenhang zeigte sich zwischen Alter und der Bewertung von Textkommentaren. Regional werden insbesondere Leipzig, Chemnitz und Dresden als relevant wahrgenommen.
Diskussion und Schlussfolgerung
Bewertungen dienen primär der Absicherung und sind selten allein entscheidend. Textkommentare gelten als besonders authentisch. Regionale KMU sollten ihre digitale Sichtbarkeit stärken. Limitationen bestehen in Stichprobengröße und Querschnittdesign. Zukünftige Forschung sollte breitere Stichproben und experimentelle Designs einbeziehen.
Die vorliegende Bachelorarbeit behandelt die technische Umsetzung einer Softwarelösung zur Integration klinischer HDMI-Videosignale in eine medizinische Lehr- und Trainingsplattform. Ziel war es, ein System zu entwickeln, das in der Lage ist, hochauflösendes Bildmaterial von endoskopischen Eingriffen in Echtzeit anzuzeigen, KI-basiert Marker zu erkennen und das Videomaterial verlustfrei aufzuzeichnen. Die Umsetzung erfolgte auf Basis von C# und WPF unter Verwendung von OpenCVSharp für die Videoanzeige, FFmpeg für die Aufzeichnung und einem YOLOv8-Erkennungsmodell, das über einen Flask-basierten Python-Server integriert wurde.
Die Software ist für den Betrieb auf einem Windows-Tablet vorgesehen (Microsoft Surface Go 4). Jedoch wurde die Evaluation auf einem Windows-PC durchgeführt (Tablet zum Testzeitpunkt nicht verfügbar) und mit stimuliertem endoskopischem Bildmaterial validiert. Die Ergebnisse zeigen, dass unter praxisnahen Bedingungen eine flüssige Live-Vorschau erreicht wurde (stabile Bildrate im vorgesehenen Bereich, geringe wahrnehmbare Latenz), die Videoaufzeichnung MP4/H.264-Dateien mit konsistenter Framerate lieferte, und die KI-basierte Markererkennung die vorgesehenen Marker-Klassen zuverlässig identifizierte. Visuelle Rückmeldungen (Bounding-Boxes) und die akustische Differenzierung dreier Erkennungsfälle verbesserten die Nachvollziehbarkeit des Trainingsablaufs.
Als Ausblick werden die Weiterentwicklung robusterer Marker Designs sowie die kabellose Übertragung von Livebild und Erkennungsdaten an Smart Brillen gegeben vorgesehen.
In den letzten Jahren waren auf dem Gebiet der Elektromobilität große Fortschritte zu verzeichnen. Die zunehmende Verbreitung von Elektrofahrzeugen (E-Fahrzeugen) stellt jedoch neue Herausforderungen und Chancen für die Energieinfrastruktur dar. Mit dem Anstieg der E-Fahrzeugnutzung wächst auch die Nachfrage nach Ladeinfrastruktur, die in der Lage ist, die wachsenden Bedürfnisse von Verbrauchern und Unternehmen zu erfüllen. Daraus resultieren neue Herausforderungen und sogar Probleme für die Netze, respektive Planung, Dimensionierung und den Betrieb. Ein zentrales Element für den effizienten und stabilen Betrieb von Energieversorgungsnetzen ist die Entwicklung von Referenzlastprofilen, die das Ladeverhalten von E-Fahrzeugen und im speziellen den sich daraus ergebenden Energie- und Leistungsbedarf öffentlicher Ladeinfrastruktur systematisch beschreiben und künftig für die Netzplanung sowie Prognosemodelle genutzt werden können. Daraus ergibt sich die Möglichkeit, eine belastbare Grundlage für netztechnische Bewertungen, Netzplanung und -simulation sowie Lastmanagementkonzepte zu schaffen.
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Entwicklung solcher Referenzlastprofile auf Basis umfangreicher empirischer Ladedaten öffentlicher Ladeinfrastruktur. Ziel ist es, durch detaillierte Analyse des Ladeverhaltens an öffentlichen Ladestellen synthetische Lastprofile abzuleiten und systematisch zu evaluieren. Dabei werden sowohl standortspezifische Unterschiede als auch statistische Effekte in Abhängigkeit von der Ereignisdichte untersucht. Die Eignung der entwickelten Profile wird anhand realer Messdaten bewertet und zusätzlich im Rahmen einer modellbasierten Anwendung auf neue, bislang nicht erschlossene Standorte überprüft.
Die Ergebnisse zeigen, dass die entwickelten Referenzlastprofile eine geeignete Grundlage für die Planung und Bewertung urbaner Ladeinfrastruktur darstellen und insbesondere unter datenarmen Planungsbedingungen einen praxisnahen Beitrag zur netztechnischen Auslegung leisten können. Damit unterstützt die Arbeit die Weiterentwicklung integrierter Planungsansätze im Kontext der Energie- respektive der Mobilitätswende.
Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich mit dem Phänomen der Lichtimmission, welche oft durch den falschen Einsatz künstlicher Außenbeleuchtung hervorgerufen wird. Ziel der Arbeit ist es, einen praxisnahen Leitfaden für einen verantwortungsvollen und nachhaltigen Umgang mit Außenbeleuchtung zu entwickeln, sowie Möglichkeiten zur Abschwächung von Lichtimmission aufzuzeigen.
Zu Beginn werden grundlegende Begriffe definiert und lichttechnische Parameter erläutert, die für das Verständnis der Arbeit relevant sind. Anschließend erfolgt eine Übersicht zu bestehenden Normen, Richtlinien und Empfehlungen, die sich dem Thema widmen. Darauf aufbauend werden die Folgen von Lichtimmission im Alltag, für Tiere und Pflanzen sowie für die Astronomie untersucht. Dabei zeigt sich, dass künstliches Licht nicht nur das Leben des Menschen bestimmt, sondern auch erhebliche ökologische, gesundheitliche sowie naturwissenschaftliche Auswirkungen haben kann.
Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der Vorstellung und Bewertung von Maßnahmen zur Reduzierung von Lichtimmission. Hierzu zählen unter anderem eine bedarfsgerechte Lichtverteilung, die Wahl der geeigneten Farbtemperatur sowie der Einsatz steuerbarer Beleuchtungssysteme.
Weiterhin werden anhand eines Radweges in einem ökologisch sensiblen Gebiet unterschiedliche Varianten einer Außenbeleuchtungsanlage mit der Planungs-Software DIALux evo simuliert und hinsichtlich der hervorgerufenen Lichtimmission verglichen. Dabei wird insbesondere der Einfluss der Lichtpunkthöhe auf die Lichtverteilung und auf die daraus resultierende Entstehung von Lichtimmission betrachtet. Die Ergebnisse zeigen, dass durch gezielte Anpassung der Parameter eine deutliche Reduzierung unerwünschter Lichtabstrahlung erreicht werden kann, ohne die funktionalen Anforderungen an die Beleuchtung zu vernachlässigen.
Ergänzend zur Simulation werden Messungen der Himmelshelligkeit mit einem Unihedron Sky Quality Meter durchgeführt. Die Messreihen, welche an mehreren Standorten aufgenommen wurden, verdeutlichen die lokalen Unterschiede der Himmelsaufhellung und zeigen zudem, dass atmosphärische Bedingungen einen erheblichen Einfluss auf die Messergebnisse haben. Der Vergleich mit Lichtverschmutzungskarten ermöglicht eine Einordnung der Messwerte und bestätigt die grundsätzliche Eignung des Messverfahrens bei sorgfältiger Durchführung und Interpretation.
Abschließend wird mit Hilfe einer Umfrage untersucht, inwieweit Lichtimmission in der Bevölkerung wahrgenommen wird und wie problematisch ihr Einfluss eingeschätzt wird. Die Ergebnisse zeigen ein grundsätzliches Bewusstsein für die Problematik sowie ein Interesse an der Eindämmung des Umwelteinflusses.
Insgesamt verdeutlicht die Arbeit, dass Lichtimmission ein relevantes Umweltproblem darstellt, dessen Minderung durch eine bewusste und fachgerechte Beleuchtungsplanung wesentlich unterstützt werden kann. Es ist vorstellbar, dass künstliche Außenbeleuchtung in naher Zukunft bewusster und gezielter eingesetzt wird, da die Folgen von Lichtimmission direkt spürbar sind, die Maßnahmen dagegen teilweise einfach umsetzbar sind und oft auch ökonomische Vorteile bieten.
Die Diplomarbeit untersucht die Elektrifizierung der industriellen Wärmeerzeugung als Beitrag zur Dekarbonisierung eines Produktionsstandorts der Automobilindustrie. Ziel ist es zu bewerten, inwieweit gasbasierte Wärmeerzeugung durch elektrische Technologien ersetzt werden kann und welche Auswirkungen sich daraus für die bestehende elektrische Infrastruktur ergeben. Grundlage bildet ein aktualisiertes und validiertes digitales Modell des elektrischen Werksnetzes. Ergänzend werden die standortbezogenen CO₂-Emissionen analysiert, um Emissionsquellen und Reduktionsziele abzuleiten. Darauf aufbauend werden Dekarbonisierungsszenarien bis 2030 und 2040 entwickelt und mittels Netzsimulationen untersucht. Im Fokus stehen insbesondere die Bewertung zusätzlicher elektrischer Lasten, verfügbare Leistungsreserven, die Versorgungssicherheit nach dem n-1-Prinzip sowie das Kurzschlussverhalten. Ergänzend erfolgt eine überschlägige Kostenschätzung netzseitiger Maßnahmen zur vergleichenden Einordnung der Szenarien.
Einleitung/Zielstellung: Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und der zunehmenden Digitalisierung gewinnen Internetauftritte von Pflegeanbietern als Informations- und Kommunikationsinstrument zunehmend an Bedeutung. Ziel der Arbeit war es, die Webseiten ambulanter und stationärer Pflegeanbieter in Leipzig zu analysieren und hinsichtlich rechtlicher, struktureller, inhaltlicher und funktionaler Kriterien zu bewerten, um bestehende Defizite und Optimierungspotenziale aufzuzeigen.
Methodik: Die Untersuchung erfolgte als quantitative Querschnittsanalyse auf Basis einer standardisierten Checkliste mit zehn Themenbereichen und 71 Items. Analysiert wurden die Internetauftritte von 178 Pflegeanbietern. Die Auswertung erfolgte mittels deskriptiver Statistik sowie nichtparametrischer Testverfahren (SPSS, α = 0,05).
Ergebnisse: Rechtliche Mindestanforderungen wie Impressum und Datenschutzerklärung werden überwiegend erfüllt. Deutliche Defizite bestehen jedoch bei der inhaltlichen Transparenz und Nutzerorientierung der Webseiten. Angaben zu Kosten, Personalqualifizierung und Weiterbildungsangeboten sind selten vorhanden. Barrierefreie Gestaltungselemente wie Inhalte in leichter Sprache, anpassbare Schriftgrößen oder Vorlesefunktionen werden nur vereinzelt angeboten. Insgesamt nutzen die Anbieter die Möglichkeiten interaktiver und nutzerorientierter Onlinekommunikation nur eingeschränkt. Im Gruppenvergleich erzielten stationärer und nichtgewinnorientierte Pflegeanbieter sowie Pflegeanbieter mit einer Webpräsenz auf Trägerseiten insgesamt höhere Bewertungs-werte als ambulante, private Anbieter mit eigenständigen Webseiten. Keine der unter-suchten Webseiten erreichte eine gute oder sehr gute Gesamtbewertung, der Durch-schnitt lag bei der Note 3,7.
Diskussion/Schlussfolgerungen: Zusammenfassend zeigt sich, dass Pflegeanbieter in Leipzig zwar nahezu flächendeckend digital präsent sind, ihre Internetauftritte jedoch häufig nicht den Anforderungen an Transparenz, Barrierefreiheit und Nutzerfreundlichkeit entsprechen. Insbesondere vor dem Hintergrund steigender Informationsbedarfe von Pflegebedürftigen und Angehörigen besteht ein erheblicher Entwicklungsbedarf. Zukünftige Studien sollten empirische Nutzeranalysen einbeziehen, die reale Informationsbedürfnisse, Nutzungsmuster und Prioritäten erfassen.
Resilient traffic systems should maintain safe operation during disruptions and recover to certain level after the incident. Most of the resilience studies focus on evaluation of performance with measurable indicators such as travel time, travel delay, accessibility and recovery time. However, the traffic safety related concepts hardly covered in their studies. This study first identifies key objectives beyond traffic safety and traffic quality, including environmental sustainability and economy and narrowed the assessment method to traffic safety. Further it explains the concept of resilience in transportation system. A literature review of resilience models is used to identify and extract parameters which can possibly affect traffic safety, traffic quality, economic efficiency and environment. The direction of impact (increase/decrease) of these parameters on traffic quality, economic efficiency and environment are covered in literature synthesis. Further, a safety focused multi criteria decision analysis (MCDA) method is developed to evaluate the influence level (high/medium/low) and direction of impact of these parameters on traffic safety. The results shows that operational and hazard-based parameters affect the most during disruption period while, control related factors affect majorly in recovery phase. This result is transparent and screening-level prioritization and support the future research questions for safety-resilience studies.
Zur verkehrlichen Erschließung des Gewerbegebietes „Gera-Leumnitz Süd“ mussten zuerst Grundlagen geschaffen werden, um die Verkehrsanlage nach dem Stand der Technik planen zu können. Dazu gehörte es alle städtebaulichen, gesamtstädtischen, verkehrlichen und entwurfstechnischen Randbedingungen zu analysieren. Mit den Erkenntnissen dieser Analysen konnte im Variantenvergleich die passende Knotenpunktform gewählt werden, woraus sich zusammen mit der Planung der Erschließungsstraße die Vorzugsvariante im Entwurf ergeben hat. Die Gliederung der Arbeit orientiert sich an den Leistungsphasen Zwei (Voruntersuchung) und Leistungsphase Drei (Vorentwurf) nach den „Richtlinien zum Planungsprozess und für die einheitliche Gestaltung von Entwurfsunterlagen im Straßenbau“ (RE - 2012). Die Erkenntnisse dieser Diplomarbeit dienen für die weitere Erschließung des Gewerbegebietes Gera-Leumnitz Süd in den folgenden Leistungsphasen.
O volume editado por Yvonne Hendrich (Johannes Gutenberg Universität Mainz) e Benjamin Meisnitzer (Universität Leipzig) contém dezassete trabalhos redigidos em português e em alemão, que propõem reflexões em torno de um tema abrangente e atual, a relação entre a língua e identidade no espaço lusófono. De acordo com os editores, “[o]s autores lançam luz sobre esta relação por vezes conflituosa, a questão da construção da própria identidade, mas também a questão da unidade que a língua dá aos países da lusofonia” (22-23).
Heart failure with preserved ejection fraction (HFpEF) remains challenging to diagnose due to the complexity of diastolic function assessment during stress echocardiography, where multiple hemodynamic parameters must be evaluated under time pressure. Explainable artificial intelligence, specifically rule-based Clinical Decision Support Systems (CDSS), offers promising improvements in reproducibility and interpretability.
Methods: A rule-based CDSS was developed and clinically validated to automate left ventricular diastolic function assessment during semi-supine bicycle stress echocardiography. A prospective cohort of 134 patients (mean age 61.3 ± 8.7 years) with exertional dyspnea and preserved left ventricular ejection fraction (LVEF >50%) was enrolled, excluding individuals with significant valvular pathologies, arrhythmias, or unstable ischemia. Echocardiographic and Doppler data were collected using Toshiba Aplio500 and Esaote MyLabSIGMA systems. The algorithm incorporated manual input of measurements, computed derived indices (e.g., diastolic reserve index, myocardial stiffness, vascular resistance), and applied rule-based logic in accordance with ASE/EACVI (2016/2022) guidelines and the ESC HFpEF consensus.
Results: The CDSS generated diagnostic conclusions within 3 min per case, matching expert assessments in 93% of cases and correctly identifying stress-induced diastolic dysfunction in 85%. It demonstrated high diagnostic agreement (ICC &gt; 0.94) and discrimination (AUC = 0.92). Rule-based outputs, such as “Impaired diastolic reserve” or “Right ventricular dysfunction under load,” were based on combinations of parameters (e.g., E/e′ > 15, Δe′ ≤ 0, TAPSE < 17 mm, PCWR > 12 mmHg).
Conclusion: The explainable, guideline-compliant CDSS enables real-time, transparent analysis of diastolic function, supporting improved diagnostic consistency and augmented physician decision-making in cardiovascular care.
Direct laser interference patterning (DLIP) is a well‐established technique for fabricating micro‐ and nano‐scale structures that can enhance the properties of surfaces such as reduced friction and wear. However, achieving full automation requires reliable in‐line process monitoring to ensure consistent structure quality. In this study, an infrared monitoring camera is implemented to capture spatially resolved temperature distributions during DLIP processing. Stainless‐steel samples are structured while systematically varying the laser fluence (2.5–5.6 J cm−2), and path velocity (1–20 mm s−1). The resulting surface structures are characterized using confocal microscopy to extract key topographical parameters. A convolutional neural network is trained using 180 000 process images from the IR system and the corresponding topographical data. The model identifies clear correlations between laser fluence, thermal signatures, and surface topography. For specific parameters, prediction accuracies of up to 94% are achieved. These results demonstrate that combining infrared monitoring with machine learning enables indirect yet accurate prediction of surface features, paving the way for enhanced process control and quality assurance in DLIP and related manufacturing processes.
[Mathematisches kann hier nicht korrekt dargestellt werden. Die beiden Angaben "-2" und "-1" sind im Original hochgestellt.]
The number of people in Germany requiring care has risen steadily, increasing the importance of informal care. This form of care is often associated with considerable psychological and physical strain. The aim of this study is to systematically categorize and qualitatively analyze the free-text responses from a survey on home care using an artificial intelligence-based approach in order to identify key challenges and support needs in home care from the perspective of informal caregivers and non-caregiving relatives. The study used data from a 2019 survey on home care in Saxony. Free-text responses were categorized and analyzed using GPT-4 Turbo within a hybrid human-AI workflow. All AI outputs were subsequently validated and corrected by researchers. Respondents reported substantial financial burdens for both care recipients and informal caregivers. They also highlighted structural barriers to accessing services and insufficient support from the care system. Improving home care requires structural measures, including the expansion of low-threshold counseling services, more flexible leave regulations, stronger financial security for informal caregivers, and the sustainable strengthening of care infrastructures. Given an AI error rate of 36.45%, the study emphasizes the need for human post-processing to ensure analytical accuracy.
The rapid development of Artificial Intelligence (AI) has profoundly transformed translation practices and poses new challenges for higher education. This article presents a multi-stage teaching project designed for MA students that critically explores the potentials and limitations of AI-based translation tools. Through the comparative analysis of literary and contemporary texts—most notably Franz Kafka’s short prose piece “Gib’s auf ”—students examine outputs from tools such as DeepL, Google Translate, ChatGPT, and Matecat. The project combines text analysis, comparison of machine translations, post-editing, and collaborative translation workshops, including direct interaction with a contemporary author. Results show that while AI tools provide efficient and often accurate support, they remain limited in conveying stylistic nuance, pragmatics, and cultural meaning. The study demonstrates that translation quality depends on human interpretation, creativity, and responsibility, highlighting AI as a didactic catalyst rather than a substitute for professional translational competence.
This article deals with the use of Artificial Intelligence (AI) in teaching German for specific purposes. It examines the potential of AI for the didactic design of exercises and teaching materials, for providing personalized feedback, and for supporting differentiated instruction. As a case study, a project conducted during the summer semester 2025 in Kyrgyzstan is presented, in which ChatGPT-supported exercises were developed and evaluated. Additionally, the perspectives of teachers regarding the opportunities and risks of using AI in specialized language teaching are discussed.
The article examines the strategic partnership in the development of the Eurasian transcontinental transport corridor system, as well as in the Republic of Kazakhstan and the People’s Republic of China. Special focus has been placed on the Kazakhstani section of the Middle Corridor (Trans-Caspian International Transport Route) – a multilateral, multimodal route connecting Chinese and European marketplaces through Kazakhstan and the Caspian Sea. The aim of the work is to determine how the mechanisms of synergy of infrastructure (infrastructure synergies) and factors defining corridor sustainability are determined using World Bank data (WITS, Logistics Performance Index), analytical material of international organizations, and scientific papers registered in Scopus. The article states that “physical” investments in railway, port, and terminal infrastructure can only yield long-term economic benefits if they are accompanied by trade facilitation, the electronic integration of all procedures, and the formation of institutional corridor governance structures. It has also been demonstrated that the primary restriction in the Middle Corridor is the extreme variability in transit times and costs; this restriction occurs in the majority of cases at intermodal nodes and border crossing points. Therefore, the authors propose a framework for developing corridors based on services, in which priorities are established end-to-end using indicators of logistics service reliability, and transit nodes are converted into logistics and industrial clusters. The practical importance of the research lies in substantiating the direction for Kazakhstan’s investment policies and forms of cooperation with China to reduce delays, increase predictability, and increase domestic value-added.
Background: Following the current gold standard, autologous cancellous bone is used as part of alveolar cleft osteoplasty. To fill the bone defects, autologous bone material is harvested from the iliac crest using manual tools such as shepard chisels or trephine drills. The bone augmentations obtained in this way have a simple geometry, usually cylinders, and must then be manually adapted to the defect to be filled by the surgeon using surgical forceps and scissors. There are no established routines for the manufacturing of patient-specific, cost-effective surgical cutting guides. However, the accuracy of fit of the augmentations plays an important role in the healing process.
Methods: This paper focuses on a concept for the creation of necessary sequenced incision geometries based on 3D X-ray data of alveolar cleft defects.
Results: As a result, a procedure is to be developed for the preoperative design of individualised surgical cutting guides based on image data. We described a workflow to segment the cleft defect using reverse engineering from Cone-beam computed tomography (CBCT) data. The data was further processed and a keyhole contour was created. A stamping guide and a cutting guide were then derived. The stamping guides were scaled 5, 10 and 15% larger than the defect. In addition, two half-shells were produced, which will be used to investigate the clamping forces and the biological consequences in a follow-up study.
Conclusions: This article presents a developed routine for creating patient-specific templates and demonstrates its feasibility.
Diese Arbeit entwickelt ein Konzept zur frühzeitigen Absicherung des OBD‑Gesamtsystemverhaltens, um die bisher späte, ressourcenintensive Validierung am Fahrzeug künftig deutlich zu entlasten. Als Basis dient eine umfassende Analyse bestehender Testumgebungen, deren bestehende Herausforderungen hinsichtlich Aussagekraft, Automatisierbarkeit und Testabdeckung, im Kontext OBD, aufgezeigt werden. Es werden zwei Ansätze untersucht: die Kombination von Einzeltestergebnissen verschiedener Testumgebungen sowie die Optimierung gesamtsystemfähiger Prüfstände wie FVS und Gesamtsystem‑HiL.
Die Analyse zeigt, dass nur gesamtsystemfähige Testumgebungen eine valide ganzheitliche OBD‑Absicherung ermöglichen können. Das entwickelte Konzept sieht daher die Erweiterung, Automatisierung und gezielte Nutzung solcher Umgebungen vor, um alle OBD‑Validierungsdomänen frühzeitig abdecken zu können. Dadurch kann der OBD‑Absicherungsprozess effizienter, reproduzierbarer und deutlich ressourcenschonender gestaltet werden.
Die vorliegende Arbeit widmet sich der Analyse und Optimierung der Betriebssicherheit eines medizintechnischen Displaysystems am Beispiel des Mobilizer® Medior. Wiederkehrende Ausfälle treten insbesondere während des Einschaltvorgangs sowie des Batteriewechsels auf und lassen auf das Vorliegen transienter Überspannungen sowie erhöhter Einschaltströme schließen. Im Rahmen der Untersuchung erfolgt eine systematische Analyse der Ursachen dieser Effekte sowie eine Betrachtung verschiedener Schutzstrategien. Im Fokus stehen dabei sowohl passive als auch aktive Maßnahmen, deren Ziel die Reduzierung von Spannungsspitzen sowie die Steigerung der Zuverlässigkeit des Systems sind.
Das Ziel der vorliegenden Arbeit besteht in der Entwicklung eines Schutzkonzeptes, das sich durch eine hohe Praxisnähe auszeichnet. Das entwickelte Schutzkonzept dient der nachhaltigen Verbesserung der Betriebssicherheit des Mobilizer® Medior und schafft zugleich eine Grundlage für zukünftige Optimierungen im Bereich des Überspannungsschutzes medizintechnischer Geräte.
Die Arbeit untersucht das Fahrverhalten von Pkw auf Parkplätzen unter realen Bedingungen. Grundlage sind videotechnische Aufzeichnungen eines Supermarktparkplatzes, aus denen typische Fahrmanöver wie Ein- und Ausparken, Rangieren, Durchfahren und Warteverhalten abgeleitet werden. Nach einer Recherche zu rechtlichen Vorgaben, menschlichem Fahrverhalten, technischen Assistenzsystemen und Parkplatzgeometrie wird ein eigenes Versuchskonzept entwickelt und auf dem EDEKA Parkplatz in Marienberg umgesetzt.
Die Auswertung umfasst 465 dokumentierte Fahraktionen, analysiert statistische Auffälligkeiten sowie acht ausgewählte Fahrmanöver hinsichtlich Fahrlinie, Geschwindigkeit und Abständen. Ein 2D-Modell des Parkplatzes wird photogrammetrisch erstellt, um Messungen präzise durchzuführen. Abschließend werden typische Verhaltensweisen, potentielle Konfliktpunkte und planerische Optimierungsansätze abgeleitet.
Diese Diplomarbeit untersucht den Einfluss der integrierten Hebefunktion eines Rollenbremsprüfstands auf die Qualität der Bremskraftmessung bei Nutzfahrzeugen im Rahmen der Hauptuntersuchung gemäß § 29 StVZO.
Im Mittelpunkt steht die Fragestellung, ob durch eine gezielte Achslastveränderung mittels Hebefunktion die Messgenauigkeit und Reproduzierbarkeit der Bremskraftmessung verbessert werden können. Dies ist insbesondere bei unbeladenen oder teilbeladenen LKW von Bedeutung, da herkömmliche Prüfungen durch schwankende Radlasten sowie zusätzliche Schlupf- und Reibeffekte zwischen Reifen und Prüfrollen beeinflusst werden können.
Ziel der Arbeit ist es, experimentell zu analysieren, ob die integrierte Hebefunktion einen messbaren technischen Mehrwert bietet und somit die Aussagekraft der Bremsprüfung im Rahmen der periodischen Fahrzeugüberwachung erhöht.
Diese Masterarbeit untersucht die Prüfpraxis von Fahrzeuglichtsystemen im Rahmen der periodischen Hauptuntersuchung nach § 29 StVZO in Deutschland und vergleicht diese mit den entsprechenden Verfahren in der Türkei. Die Arbeit analysiert moderne Lichttechnologien wie LED- und Xenon-Scheinwerfer sowie deren rechtliche Grundlagen und Prüfverfahren.
Durch systematische Untersuchungen der verwendeten Messgeräte und Prüfmethoden werden Unterschiede in der Prüfpraxisbeider Länder identifiziert. Die Ergebnisse zeigen deutliche Unterschiede in den Prüfstandards und -verfahren, woraus Verbesserungspotentiale für beide Länder abgeleitet werden. Die Arbeit leistet einen Beitrag zur Harmonisierung internationaler Fahrzeugprüfstandards im Bereich der Lichttechnik.
The growing demand for sustainable and biodegradable materials for biomedical and environmental applications have driven significant research into polymer foams. This study investigates the impact of hydrothermal pretreatment on the expansion behaviour of poly(D,L-lactide-co-glycolide) (PLGA, 75:25) composites foamed using supercritical carbon dioxide (scCO2) with the addition of three mineral fillers Wollastonite, Rice husk ash and Bentonite at concentrations of 25 and 33.3 wt.%.
PLGA composites underwent two processing routes: direct foaming and hydrothermal pretreatment followed by foaming. The expansion efficiency, pore morphology, and structural stability were systematically evaluated through volumetric analysis and scanning electron microscopy.
Results indicated a notable improvement in foam expansion and pore uniformity for composites subjected to hydrothermal treatment + foaming, particularly with wollastonite and bentonite as additives. Hydrothermal pretreatment facilitated CO2 diffusion and enhanced nucleation, generating more uniform and interconnected porous structures. However, samples containing rice husk ash exhibited variable responses, achieving the highest overall expansion factor without HT pretreatment, suggesting complex filler-polymer interactions.
This study demonstrates that hydrothermal pretreatment, combined with carefully selected mineral additives, significantly influences the structural and expansion characteristics of PLGA foams. These findings advance the design and fabrication of biodegradable porous materials with tailored properties for targeted biomedical and environmental applications.
Limiting global warming to 1.5°c above pre-industrial levels requires rapid and comprehensive reductions in greenhouse gas (GHG) emissions across all sectors of the economy. Within the European Union (EU), the Emissions Trading System (EU ETS) constitutes the cornerstone of climate mitigation policy, however, its sectoral scope remains incomplete. Voluntary Carbon Markets (VCMs) have therefore come out as an additional mechanism, helping corporations and other actors to finance emission reduction and removal projects beyond regulatory obligations. Despite their growing popularity, the actual contribution of VCMs to EU decarbonization objectives remains questionable. This thesis checks deep into the role played by voluntary carbon markets (VCMs) in helping the EU achieve its decarbonization goals. It explores whether these markets can efficiently work alongside compliance-based mechanisms such as EU ETS without compromising their integrity. To do this, the research combines various methods, including a comprehensive review of existing literature, a comparison and analysis of trends in carbon credit issuance and pricing with the compliance emission certificates, a survey of stakeholders, and an interview with a stakeholder. The findings show that VCMs can create additional opportunities for reducing emissions, especially in areas not fully addressed by the EU’s Emissions Trading System, like agriculture, land use, and smaller industrial operations. However, there are challenges that limit their effectiveness, such as price volatility, inconsistent standards, and transparency issues. There are also concerns about whether these credits truly help to have additional reductions and risk double counting. The decentralized nature of these markets increases the possibility of greenwashing, particularly when offsets are used to avoid direct emissions reductions instead of serving as a complementary measure. Stakeholder feedback reveals a need for better alignment between voluntary and compliance markets. In this light, initiatives like the Integrity Council for the Voluntary Carbon Market and the EU Carbon Removal Certification Framework are viewed as crucial steps toward enhancing credibility and coherence with EU climate strategies. The scenario-based analysis indicates that adopting a regulatory approach putting emphasis on high-quality credits, along with monitoring, reporting and verification (MRV) measures, could increase the positive role of VCMs without undermining the EU’s existing compliance mechanisms. In conclusion, the thesis argues that voluntary carbon markets should not be seen as a substitute for mandatory climate policies. Instead, when effectively governed, they have the potential to be a valuable instrument to improve private investment, encourage innovation, and support the EU’s ambitious goal of achieving climate neutrality by 2050.
Der erste Schritt bei der Erstellung einer Orthese, ist die Bereitstellung einer Vorlage des Körperteils an dem die Orthese getragen wird. Dabei erfolgt die Abformung derzeit mittels Gipsbinden, die das Körperteil des Patienten umhüllen. Diese härten aus und es entsteht ein Gipsnegativ. Das Negativ wird entlang einer zuvor platzierten Schiene aus Hartplastik aufgeschnitten und kann danach weiterverarbeitet werden. Als Schnittschutz haben sich diese Schienen etabliert, allerdings sind sie schwer zu handhaben und die Herstellung ist aufwendig.
Die folgende Arbeit beschäftigt sich mit der Sammlung bestehender sowie neuer Konzepte für die Ablösung des bisherigen Schnittschutzes. Diese werden Anhand von Kriterien, wie zum Beispiel Sicherheit für den Patienten, Wiederverwendbarkeit und Handhabung, bewertet. Dabei steht besonders die Entwicklung eigener Konzepte im Zentrum der Arbeit.
Die Kombination von Fused-Filament-Fabrication (FFF) und Inkjet-Druck ermöglicht die direkte Integration elektrisch leitfähiger Strukturen in thermoplastische Bauteile, wird jedoch durch die hohe Oberflächenrauigkeit FFF-gefertigter Substrate erschwert. Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der Haftung und Strukturqualität einer silberhaltigen Inkjet-Tinte auf PEI-Proben sowie die Identifikation geeigneter Prozessparameter für FFF, Inkjet-Druck und ggf. Oberflächenaktivierung.
Hierzu wurden geglättete und ungeglättete PEI-Probekörper mittels FFF hergestellt und anschließend hinsichtlich Oberflächenenergie und Rauheit charakterisiert. Die aufgedruckten Silberstrukturen wurden hinsichtlich ihrer Schichtbildung und elektrischen Leitfähigkeit bewertet.
Die Ergebnisse zeigen, dass eine Glättung der PEI-Oberfläche unerlässlich ist, da die Topografie ungeglätteter Proben eine durchgängige Struktur verhindert. Auf geglätteten Oberflächen führte jedoch eine erhöhte Kapillarwirkung zu einem starken Verlaufen der Tinte, sodass eine zusätzliche Plasmabehandlung keinen Vorteil bietet. Erst durch sofortiges thermisches Sintern konnte das Verlaufen reduziert werden, jedoch auf Kosten der Homogenität der Silberschicht.
Insgesamt ist der Inkjet-Druck auf FFF-gefertigtem PEI grundsätzlich möglich, erfordert jedoch eine weitergehende Optimierung von Substratbeschaffenheit, Druckparametern und Sinterstrategie, um qualitativ hochwertige leitfähige Strukturen zuverlässig herstellen zu können.
The Bundesstraße B80 in Halle (Saale) includes an elevated roadway between the Saale River crossing and the Waisenhautapotheke intersection, which the city plans to replace with a groundlevel configuration. This master’s thesis evaluated the traffic performance of alternative groundlevel design concepts in order to identify an optimal solution. Two design alternatives, a large
roundabout encompassing the study area and an at-grade variant of a Diverging Diamond Interchange (DDI), were developed and analyzed using LISA+ and PTV VISSIM traffic simulation software. Both design variants accommodated the projected traffic demand without significant congestion. The roundabout achieved a Level of Service (LOS) of E or better for vehicles and pedestrians, while the at-grade DDI achieved an LOS of D or better. Simulation results demonstrated the operational feasibility of both alternatives. However, a comparative performance assessment in terms of journey time, number of stops and vehicle delay indicated that the at-grade DDI overall outperformed the large roundabout in terms of overall traffic efficiency.
Ziel dieser Arbeit ist die experimentelle Untersuchung des Effizienzpotenzials einer bedarfsgerechten Schmierung in einem Automatikgetriebe, wobei die Nullschmierung als Grenzfall einer vollständig reduzierten Ölversorgung betrachtet wird. Die Untersuchungen erfolgen auf einem Funktionsprüfstand unter lastfreien Bedingungen. Neben einem Referenzaufbau werden Varianten mit externer elektrischer Ölpumpe sowohl im konventionell geschmierten Betrieb als auch unter Nullschmierungsbedingungen analysiert.
Der Fokus liegt auf der Bewertung der Schleppmomente und der energetischen Gesamtwirkung unterschiedlicher Schmier- und Pumpenkonzepte. Die Ergebnisse zeigen eine deutliche Abhängigkeit der Schleppmomente von Gangstufe, Antriebsdrehzahl und Öltemperatur. Durch Nullschmierung lassen sich die Schleppmomente gegenüber dem Referenzzustand um bis zu rund 38% reduzieren. Gleichzeitig geht die Ansteuerung der internen und externen elektrischen Pumpen mit einem zusätzlichen Leistungsbedarf einher. Die energetische Gesamtbewertung zeigt somit eine Gegenläufigkeit zwischen reduzierten mechanischen Verlusten und einem erhöhten elektrischen Energieeinsatz für die Ölversorgung. Die Ergebnisse ermöglichen eine differenzierte Einordnung der Effizienzgewinne unterschiedlicher Schmier- und Pumpenkonzepte im Gesamtsystem.
Fortschritte in der Fahrzeugtechnik, damit einhergehende Modellpflegen und -wechsel bedingen Anpassungen und Umbaumaßnahmen in den Fahrzeugwerken. Im Leipziger Fahrzeugwerk des Automobilherstellers BMW soll ein Umbau des Achsportals erfolgen. Hier werden vormontierte Achsen aus den Transportbehältern auf die Montageträger umgesetzt. Aufgrund vergangener Probleme mit verkippten Achskomponenten in den Ladungsträgern soll ein Befestigungssystem für die vormontierten Fahrzeugachsen im Transportbehälter konzipiert werden. Auf Grundlage des technischen Produktentwicklungsprozesses nach Pahl und Beitz und einer aus einem weiteren Fahrzeugwerk der BMW Group bestehenden Lösungsidee, soll ein für Leipzig angepasstes Konzept erarbeitet werden. Die Entwicklung des zukünftig automatisiert betätigten Befestigungssystems erstreckt sich über Voranalysen, eine Planungsphase, eine Konzeptionsphase, in welcher erste handskizzierte Entwürfe erstellt wurden, eine Entwurfsphase mit ersten CAD-Modellen und einem abschließenden Variantenvergleich. Die daraus hervorgehende Vorzugsvariante, ein Schwenkarm mit einer Endlagenverriegelung per Sperrriegel, wurde in der Ausarbeitungsphase optimiert. Dazu wurden ein CAD-Modell und Zeichnungen erstellt, um einen ersten Versuchsaufbau des Konzepts zu ermöglichen.
Gegenstand dieser Diplomarbeit ist die Optimierung des innerbetrieblichen Fertigungs- und Logistikprozesses zur Herstellung von Koppelstangen für PKW-Fahrwerke, die im ITG®-Verfahren hergestellt werden. Das ITG®-Verfahren ist ein durch die HQM Sachsenring GmbH entwickeltes und patentiertes Verfahren zur Herstellung von Fahrwerkskomponenten in Integralbauweise. Aufgrund der wirtschaftlich angespannten Lage in der deutschen Automobilindustrie im Jahr 2024 ist die Notwendigkeit zur Reduzierung der Fertigungskosten durch optimierte Fertigungsprozesse und die Senkung der Personalkosten gestiegen. Das Ziel dieser Arbeit liegt in einer Optimierung des innerbetrieblichen Logistik- und Fertigungsprozesses, mit dem Ziel durch die Einführung einer 100% In-Line Prüfung der produzierten Kugelzapfen, die Qualität der Bauteile zu steigern und die Fertigungskosten nachhaltig zu senken. Hierzu erfolgte eine detaillierte Erfassung des aktuellen Fertigungsprozesses und die Entwicklung verschiedener Varianten zu dessen Optimierung. Auf Basis einer technisch-wirtschaftlichen Bewertung, in Form eines Variantenvergleichs nach VDI 2225, wurde eine Vorzugsvariante definiert und bis zur praktischen Umsetzbarkeit im Unternehmen weiterentwickelt.
Im Rahmen dieser Arbeit wurde ein ganzheitliches Konzept zur Digitalisierung von Ortsnetzstationen mit Fokus auf abgangsscharfe Niederspannungsmessungen, sichere Informationsaufnahme, strukturierte Datenweitergabe sowie eine geeignete Fernwirktechnik erarbeitet. Ziel war es, eine technisch robuste, erweiterbare und wirtschaftlich sinnvolle Lösung zu entwickeln, die den Betrieblichen Anforderungen der Stadtwerke Jena Netze GmbH entspricht.
Entwicklung eines Sicherheitskonzeptes für ein versenkbares elektrisches Energiespeichersystem.
(2025)
Die Bedeutung elektrischer Energiespeichersysteme für die Zwischenspeicherung elektrischer Energie, die Verbrauchsoptimierung, das Lastmanagement und netzdienli-che Aufgaben ist mit dem zunehmenden Einsatz dezentraler, regenerativer Erzeugungs-anlagen kontinuierlich gestiegen. Um die zukünftigen Aufgaben und Herausforderun-gen der Energiewende zu bewältigen, können elektrische Energiespeichersysteme in allen Ebenen des Verteilnetzes eingesetzt werden. Die Anwendungen reichen von Kleinspeichern in Verbraucheranlagen zur Optimierung des Eigenverbrauchs selbst er-zeugter Energie bis hin zu Großspeichern, die elektrische Energie in Zeiten von Über-schussproduktion zwischenspeichern und in Phasen hoher Last wieder bereitstellen. Darüber hinaus können elektrische Energiespeicher netzdienliche Systemdienstleistun-gen übernehmen und insbesondere in schwach ausgebauten Netzausläufern zur Ver-besserung von Netzqualität und Netzstabilität beitragen.
Mit der wachsenden Verbreitung elektrischer Energiespeicher rücken jedoch die sicher-heitstechnischen Aspekte zunehmend in den Fokus. Moderne Energiespeichersysteme auf Basis elektrochemischer Speichertechnologien bündeln erhebliche Energiemengen auf engem Raum und stellen damit im Fehlerfall ein potenzielles Risiko für Personen, Sachwerte und die Umwelt dar. Um diese Risiken zu beherrschen, ist es notwendig, Energiespeichersysteme entsprechend den anerkannten Regeln der Technik zu planen, zu konstruieren, zu errichten und zu warten. Von zentraler Bedeutung ist dabei die Ent-wicklung eines anwendungsfallspezifischen Sicherheitskonzeptes, das die relevanten Gefährdungen systematisch berücksichtigt und in ein schlüssiges Maßnahmenpaket überführt.
Die Anlagenkonzeption eines versenkbaren elektrischen Energiespeichersystems, das in einem unterirdischen Betontrog installiert und bei Bedarf über eine heb- und senkbare Plattform ausgefahren wird, eröffnet neue Möglichkeiten für die Integration leistungsfä-higer Speichersysteme in räumlich oder städtebaulich sensible Umgebungen. Gleichzei-tig ergeben sich aus der besonderen Bauform zusätzliche Anforderungen an die sicher-heitstechnische Auslegung, etwa hinsichtlich Brand- und Explosionsschutz, thermischer Beherrschbarkeit sowie Rettungs- und Evakuierungskonzepten.
Ziel ist es, für das betrachtete versenkbare Energiespeichersystem ein ganzheitliches Sicherheitskonzept zu erarbeiten. Hierzu werden zunächst die technologischen Grund-lagen sowie der einschlägige gesetzliche und normative Rahmen analysiert. Darauf auf-bauend erfolgt eine systematische Gefährdungs- und Risikobeurteilung über alle Le-bensphasen der Anlage, aus der Maßnahmen zur Risikominderung abgeleitet werden. Ein weiterer besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Auswahl einer geeigneten Zell-technologie.
Diese Diplomarbeit entwickelt ein modulares Echtzeit-Videoverarbeitungssystem auf Basis von DirectShow, OpenCV, Flask und Streamlit, das sich durch niedrige Latenz, geringe Ressourcenauslastung und intuitive Webbasierung auszeichnet. Das System unterstützt sowohl integrierte Laptop-Kameras als auch drahtlose FPV-Kameras, bietet vordefinierte sowie benutzerdefinierte Auflösungen (320–4096×240–2160 Pixel) und eine umschaltbare Kantenerkennung via Canny-Algorithmus. Die Implementierung gliedert sich in einen Flask-basierten Streaming-Server zur Kamerasteuerung und Frame-Verarbeitung sowie eine Streamlit-basierte Benutzeroberfläche zur einfachen Konfiguration und Stream-Anzeige. Tests auf einem Consumer-Laptop (Intel Core i5-4200H, 4 GB RAM) zeigen, dass das System bei Auflösung 1280×720 eine durchschnittliche Latenz von 92 ms (ohne Kantenerkennung) und 26.8 FPS erreicht, mit maximal 16.2 % CPU-Auslastung und 335 MB RAM-Verbrauch. Die FPV-Kamera erreicht bei 640×480 eine Latenz von 182–203 ms, was für Remote-Monitoring-Anwendungen ausreichend ist. Das System eignet sich für Kleinskalige Überwachung, Wartungshilfe und Bildungs-Projekte, zeichnet sich durch Modularität und Kompatibilität mit älterer Consumer-Hardware aus und bietet Potenzial für Erweiterungen wie GPU-Beschleunigung oder Cloud-Deployment.
In dieser Arbeit wird ein bildbasiertes Verfahren zur erweiterten Verkehrszählung vorgestellt, das über die reine Erfassung von Fahrzeugen hinaus eine achsbasierte Fahrzeugklassifikation ermöglicht. Ziel ist es, Fahrzeuge nicht nur zu detektieren und zu verfolgen, sondern deren Achskonfiguration zuverlässig aus Bilddaten abzuleiten. Hierzu wird eine modulare Verarbeitungspipeline entwickelt, die lernbasierte Detektion, Multi-Object-Tracking und feinaufgelöste Segmentierung kombiniert. Fahrzeuge werden zunächst detektiert und über mehrere Frames verfolgt. Ergänzend werden Reifen mittels textbasierter Detektion und Segmentierung erkannt und in eine eigens entwickelte Logik zur Zuordnung von Rädern zu einzelnen Fahrzeugen integriert. Auf Basis der räumlichen Anordnung der detektierten Räder erfolgt eine achsbasierte Klassifikation. Hierfür wird eine normierte Distanzmetrik definiert, die eine robuste und auflösungsunabhängige Bewertung der Achsabstände ermöglicht. Die Ergebnisse zeigen, dass der entwickelte Ansatz grundsätzlich geeignet ist, eine feinere, strukturbasierte Fahrzeugklassifikation auf Grundlage bildbasierter Daten zu realisieren und klassische Verkehrszählsysteme um zusätzliche Fahrzeugmerkmale zu erweitern.
Im Rahmen dieser Diplomarbeit wurde eine vollumfängliche Recherche zum noch weitgehend unerforschten Thema Schäden an Pkw infolge von Lkw bzw. Anhängern versursachtem Eisschlag betrieben. Die erlangten Erkenntnisse wurden strukturiert dargestellt.
Die aufgearbeiteten Themen beschäftigen sich mit theoretischen Grundlagen, mit rechtlichen Aspekten des allgemeinen- und eisschlagspezifischen Schadenersatzrechtes, mit den Themen des Eiswurfes/Eisschlages hinsichtlich Auftrittshäufigkeit, den Ursachen der Eisentstehung, den Mechanismen des Eiswurfes, der Schadenanalyse und den Präventionsmaßnahmen zur Eisschlagvermeidung. Aufgrund der ernüchternden Rechercheergebnisse wurden weiterführend 351 Umfrageteilnehmer innerhalb der Onlineumfrage zu den Themen Eiswurfhäufigkeit, Eisschlaghäufigkeit, festgestellten Eisvolumen/-massen,Trefferwahrscheinlichkeit der Fahrzeugbereiche und Schadenhäufigkeit/Schadenintensität befragt. Die Ergebnisse der Onlineumfrage zeigen, dass Eiswurf im Vergleich zu Eisschlag sehr häufig stattfindet. Abgeworfen Eisvolumen reichten von kleinen Splittern bis hin zu großen Eisplatten und besaßen Massen von wenigen Gramm bis hin zu Massen größer 20 kg. Die Frontbereiche der Fahrzeuge wurden am häufigsten, die Heckbereiche am seltensten getroffen. Von den statistisch wenigen Eistreffern verursachten 30 % der Treffer Schäden an Fahrzeugen. Am häufigsten trat die Schadenform Dellen auf. Hinsichtlich aller Schadenformen bildeten sich kleine bis große Schadenintensitäten ab. Um die Rechercheergebnisse und Umfrageergebnisse bestätigen, nachzuprüfen und ergänzen zu können sowie den Hauptversuch der Diplomarbeit vorzubereiten, wurden praktische Vorversuche zu den Themen real auftretende Eismassen/Eisvolumen, Eisherstellung und Eishandling vorbereitet und durchgeführt. Die Ergebnisse der Vorversuche beschreiben erzeugte Eisvolumen mit V = 0,04 dm3 bis 53,54 dm3, die eine Masse von m = 0,03 kg bis 49,08 kg besaßen. Mit Hilfe der praktisch ermittelten Ergebnisse der Vorversuche, wurde der Hauptversuch konzipiert, durchgeführt und ausgewertet. Die Ergebnisse des Hauptversuches führten am Pkw zu gravierenden Schadenbildern, aufgrund deren Erscheinung, Empfehlungen formuliert wurden, die Handlungsanweisungen zur Vermeidung von Eiswurf und Eisschlag vorstellten. Weitere Arbeiten sollen zu den Themengebieten: Verbesserung bekannter-/Entwicklung neuer Präventionsmaßnahmen Eisschlag: Schabwerkzeuge für Eisgerüste, veränderte Dachkonstruktion-Materialien-Oberflächenbeschichtung/Eisschlag-Warntafeln an Sattelanhängern erfolgen. Die noch nicht bewiesenen Parkpositionen: Kombination wankend-nickend/maximal negativ nickend (Kapitel 6.3.2 und 9) müssen dringend auf deren Nutzen nachgeprüft werden.
Einsatz von Photogrammetrie mit mobilen LiDAR-Scannern zur Erhebung von 3D-Straßenabschnittsmodellen
(2026)
Die dreidimensionale Erfassung von Fahrzeugen, Verkehrsflächen und Unfallstellen ist ein zentrales Element der modernen Unfallrekonstruktion. Neben etablierten terrestrischen Laserscannern werden zunehmend mobile Endgeräte mit integrierten LiDAR-Sensoren als potenziell flexible und kostengünstige Alternative betrachtet. Ziel dieser Diplomarbeit ist es, die praktische Eignung solcher Consumer-LiDAR-Systeme zur Erfassung von Fahrzeugen, Verkehrsflächen und kombinierten Szenarien systematisch zu untersuchen.
Als Untersuchungsgerät wird ein iPad Pro mit integriertem LiDAR-Sensor verwendet. Unterschiedliche Scanstrategien und Bewegungsmuster werden anhand einer eigens entwickelten Versuchsmatrix praktisch erprobt und qualitativ bewertet. Die Beurteilung erfolgt anhand visueller Kriterien wie Modellstabilität, Vollständigkeit, Artefaktbildung und Texturqualität.
Die Ergebnisse zeigen, dass die gewählte Scanstrategie einen dominanten Einfluss auf die Modellqualität besitzt, während Oberflächenmaterialien eine untergeordnete Rolle spielen. Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse wird ein praxisorientierter Leitfaden zur Auswahl geeigneter Scanstrategien abgeleitet.
Im Rahmen der Diplomarbeit werden die Material- und Informationsflüsse in der GAZ Notstromsysteme GmbH analysiert, die Ursachen für Terminverzögerungen ermittelt und Maßnahmen zur Verbesserung der Termintreue entwickelt.
Diese Analyse erfolgt unter der Zielsetzung die Termintreue des Unternehmens zu steigern.
Hierzu wurde zunächst eine Ist-Analyse der Auftragsabwicklung sowie der Material- und Informationsflüsse durchgeführt. Aufbauend darauf wurden die zentralen Ursachen für Verzögerungen identifiziert und Optimierungspotenziale aufgezeigt.
Auf dieser Basis wurden konkrete Maßnahmen erarbeitet, um Produktions- und Liefertermine besser einzuhalten. Abschließend enthält die Arbeit Umsetzungsvorschläge, die eine schrittweise Einführung der Maßnahmen im Unternehmen ermöglichen.
Ziel dieser Arbeit ist es einen Aufbau zu entwickeln, welcher die Untersuchung von hyalinem Knorpel mittels endoskopischer Spektroskopie auf Basis von in Multimode-Fasern erzeugtem Superkontinuum ermöglicht. Zunächst wurden dabei die Superkon-tinuum-Eigenschaften einer Stufenindex- und einer Gradientenindex-Faser untersucht und verglichen. Dabei konnten Superkontinuum-Spektren über einen Wellenlängen-bereich von ca. 600 nm bis zu 1700 nm erreicht werden. Im Anschluss wurde ein Ver-suchsaufbau realisiert, welcher auf Basis der GRIN-Faser die Differenzierung von bio-logischem Gewebe über NIR-Spektroskopie im Bereich von 1060 nm bis 1700 nm er-möglicht.
In this article, I present changes to the content of the Bachelor’s degree programme German Business Communication that I consider necessary in the light of AI-driven developments both in science and economic fields. I focus on developing critical thinking when students use Generative Artificial Intelligence (GenAI) in their scientific work. This fits in well with the programme’s critical and engaged academic approach. The article sets out with an empirical consideration of AI in academic settings and GenAI application within the framework of the degree programme. Based upon this, a teaching/learning unit on GenAI use in a module of the programme is presented, which was designed and implemented in the winter semester 2025/26. The preliminary results reveal that further considerations are required to expand teaching units on AI tools for specific areas of business communication.