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Hintergrund/Fragestellung: Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und der steigenden Zahl älterer Menschen in Deutschland besteht ein wachsender Bedarf an Fachkräften, die über Kompetenzen zum Umgang mit altersbedingten Veränderungen verfügen – weit über den Gesundheits- und Pflegebereich hinaus. Die vorliegende Arbeit adressiert das Forschungsdefizit hinsichtlich der Wirkung von Alterssimulationen auf die Sensibilisierung berufsübergreifender Akteure, insbesondere aus den Bereichen soziale Dienste, Wohnungswirtschaft und Handwerk, die Dienstleistungen für ein möglichst selbstbestimmtes Altern im häuslichen Umfeld erbringen.
Studiendesign/Methoden: Im Rahmen eines quasiexperimentellen Designs wurde die Weiterbildung „Alter erleben“ mit dem Alterssimulationsanzug MAX (Modularer Alterssimulationsanzug eXtra) analysiert und mit alternativen Interventionsformen – einer passiven Simulation und einer reinen Wissensvermittlung – verglichen.
Ergebnisse: Die Studie umfasste 543 Teilnehmende und evaluierte die Auswirkungen der Interventionen auf emotionale, kognitive und motivationale Komponenten der Sensibilisierung. Die Ergebnisse belegen, dass aktive Alterssimulation mit dem Anzug MAX signifikant zur kurzfristigen Steigerung der Sensibilisierung beiträgt, v. a. in den Bereichen Empathie und Verständnis für altersbedingte Einschränkungen. Obwohl die motivationalen Effekte weniger nachhaltig waren, konnte auch vier Wochen nach der Maßnahme ein über dem Kontrollniveau liegender Effekt nachgewiesen werden. Die Wirkung zeigte sich unabhängig von der Berufszugehörigkeit der Teilnehmenden und unterstreicht somit die berufsübergreifende Relevanz des Ansatzes. Gleichzeitig liefert die Studie praxisbezogene Empfehlungen für die Strukturierung von Weiterbildungen und hebt insbesondere die Bedeutung erlebnisorientierter Lernformen hervor.
Diskussion: Methodische Schwächen wie ungleiche Gruppengrößen und eingeschränkte Validierung des Messinstruments werden als Limitationen benannt. Die Ergebnisse bestätigen die Wirksamkeit von Alterssimulationen zur Sensibilisierung für altersbedingte Veränderungen und zeigen deren Potenzial für den Kompetenzaufbau im Kontext altersgerechter Dienstleistungen auf.
Schlussfolgerung: Weiterführende Forschung sollte insbesondere die Langzeitwirkung und weitere Zielgruppen sowie die Integration digitaler Simulationstechnologien adressieren, um neue Potenziale zur Gestaltung des demografischen Wandels zu erschließen.
Nursing education in conflict: How intersectionality impacts access to educational opportunities?
(2026)
Background: Nursing, as a pillar of healthcare, must train a diversifying workforce under increasingly complex conditions. Access to education is affected by intersectional factors including gender, international biographie, socio-economic status, and hierarchical structures, yet systematic analyses remain limited.
Methods: A PRISMA-based scoping review was conducted using PubMed, Ebsco CINAHL, PeDocs, CareLit, Livivo, and Google Scholar. Seventy studies were screened, with eight articles thoroughly analyzed for conceptual insights.
Results: Intersectional barriers substantially hinder access to educational and qualification opportunities in nursing, disproportionately affecting marginalized groups. Hierarchical structures, Eurocentric curricula, and inadequately adapted digital strategies exacerbate these disparities and perpetuate discriminatory practices that negatively impact both carers and patients.
Conclusion: Traditional deficit-oriented approaches focus on perceived adaptation issues among marginalized groups rather than on the structural barriers within the healthcare system. Early integration of intersectional perspectives in nursing education is essential for fostering ethical awareness, challenging power imbalances, and empowering professionals to dismantle discriminatory practices. Comprehensive curricular reforms that address racism, gender dynamics, and socio-economic inequities can promote inclusivity, improve professional retention, and enhance patient care outcomes. Systematically integrating intersectional frameworks into nursing education is crucial for reducing systemic inequities and catalyzing long-term structural change in the healthcare system.
Die Entwicklung einer positiven Sicherheitskultur gilt als ein Erfolgsfaktor für eine Verbesserung der Arbeitssicherheit. Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Entwicklung der Sicherheitskultur innerhalb eines Teilbereiches der enviaM-Gruppe im Zeitraum von 2020 bis 2025. Grundlage bildet eine Vorher-Nachher-Analyse durch zwei Mitarbeiterbefragungen sowie ausgewählter Betriebssicherheitskennzahlen.
Ziel ist die Bewertung der Wirksamkeit umgesetzter Maßnahmen im Arbeitsschutz und die Ableitung eines wissenschaftlichen Konzeptes zur Weiterentwicklung der Sicherheitskultur. Die theoretische Grundlage umfasst zentrale Ansätze der Arbeitssicherheit, Sicherheitskultur, deren Einflussfaktoren sowie Methoden der Wirksamkeitsüberprüfung. Zur Einordnung der Sicherheitskultur wurden insbesondere die Sicherheitskulturelemente Führung, Struktur und Prozesse sowie das Modell der Bradley Curve™ herangezogen. Im empirischen Teil erfolgt die Analyse betriebsinterner Unfall- und Ereignisdaten sowie die Bewertung der Sicherheitskultur anhand der Mitarbeiterbefragungen aus den Jahren 2020 und 2025. Ergänzend wurden die eingeführten Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheitskultur hinsichtlich ihrer Wirksamkeit untersucht.
Auf Grundlage der Ergebnisse wurde ein phasenorientiertes Konzept entwickelt, das bestehende wirksame Maßnahmen fortführt und neue begründete Ansätze ergänzt. Die Arbeit zeigt, dass die Weiterentwicklung der Sicherheitskultur als langfristiger Prozess zu verstehen ist, der eine systematische Evaluation und die aktive Beteiligung aller Akteure erfordert.
Nicht-Muttersprachler:innen sehen sich in der klinischen Dokumentation häufig sprach-lichen und strukturellen Barrieren gegenüber. Ziel dieser Arbeit ist die Konzeption, Entwicklung und erste Erprobung eines webbasierten Tools zur sprachlichen Unterstützung in der psychiatrischen Dokumentation.
Auf Basis einer Bedarfserhebung und einer Marktanalyse wurden die Anforderungen A1–A5 abgeleitet. Im Vordergrund standen dabei vor allem mobile Nutzbarkeit, eine didaktisch klare Pro-Begriff-Darstellung, Such- und Filtermöglichkeiten sowie eine klinisch nachvollziehbare Strukturierung der Inhalte.
Auf dieser Grundlage wurde ein Prototyp einer webbasierten Anwendung entwickelt. Er verbindet ein patientenunabhängiges Datenmodell mit einem UI-Konzept für schnelle Navigation. Inhaltlich orientiert sich der Prototyp an der AMDP-Terminologie und umfasst Erklärungen, Satzvarianten, Pflichtfelder je Dokumenttyp sowie einen optionalen ICD-Bezug. Die prototypische Umsetzung erfolgte mit Airtable und Softr.
Die Evaluation (n = 14) wurde szenario-/task-basiert durchgeführt und kombinierte Kurzratings, Kurzinterviews sowie verhaltensbezogene Analysen mit Microsoft Clarity. Berücksichtigt wurden Click-Heatmaps, Attention-Heatmaps sowie technische Metriken wie LCP, INP und CLS. Die visuell-sprachliche Verständlichkeit und die mobile Nutzbarkeit wurden sehr hoch bewertet (Gesamtmittelwert: 4,37/5). Auch das Auffinden relevanter Inhalte wurde insgesamt positiv eingeschätzt. Pflichtfelder wurden überwiegend als strukturierend erlebt, mussten jedoch stärker an den jeweiligen Dokumentationskontext angepasst werden. Technisch zeigten CLS und INP punktuellen Verbesserungsbedarf.
Insgesamt sprechen die Ergebnisse für die grundsätzliche Machbarkeit des Konzepts. Als nächste Schritte ergeben sich fachliche und technische Weiterentwicklungen.
Entwicklung eines modularen Spritzgießwerkzeugs für die Kleinserienfertigung von Betriebsmitteln
(2026)
Die interne Betriebsmittelfertigung der Volkswagen Sachsen GmbH ist ein recht junger Geschäftsprozess, welcher im Zuge eines Insourcings in die Firma integriert wurde. Durch eine Übernahme des Maschinenparks, der Software und des Know-hows der ehemaligen externen Firma, welche diesen Prozess bis dahin übernahm, ist der Geschäftsprozess im hohen Maße determiniert und bietet Raum für die Suche nach Optimierungspotential, angepasst auf die aktuellen und sich stetig ändern Rahmenbedingungen. Nach einer Analyse des Prozesses ist ersichtlich, dass die aktuelle Fertigung auf ein Höchstmaß an Flexibilität, allerdings auf Kosten der Möglichkeit, umfangreichere Losgrößen bis hin zu Kleinserien effizient zu fertigen, ausgelegt ist. Dies legt die Schlussfolgerung nahe, zu analysieren wie und in welchem Umfang ein zusätzliches Fertigungsverfahren die Betriebsmittelwerkstatt im wirtschaftlichen
und technischen Sinne ergänzen kann.
Da die Herstellung von Kleinserien aus thermoplastischem Kunststoff die Aufgabe dieses Fertigungsverfahrens ist, fällt dabei die Wahl auf den Spritzguss. Dieses weit verbreitete Verfahren bietet die Möglichkeit höchste Anforderungen an Bauteilqualität, Wiederholbarkeit und Automatisierung zu erfüllen, ist allerdings in seiner konventionellen Form auf die Fertigung von Großserien ausgelegt. Der Ansatz, dieses Verfahren mit der additiven Fertigung in Form von wechselbaren Werkzeugen zu kombinieren, ist in der Lage die Vorteile des Spritzgusses mit der Flexibilität der additiven Fertigung zu vereinen und schöpft das festgestellte
Optimierungspotential vollumfänglich aus. Die Arbeit zeigt hierzu eine umfassende technische Lösung in Form eines flexiblen Werkzeugträgers auf und weist die Wirtschaftlichkeit des Projektes bezogen auf die aktuelle Fertigung nach.
Understanding how growth conditions govern structural order and ion transport in Prussian blue analogues (PBAs) thin films is essential for optimizing their electrochemical performance. Here, cobalt and nickel hexacyanoferrate (CoHCF and NiHCF) thin films were electrodeposited potentiostatically at temperatures between 20 and 60 °C. A combination of cyclic voltammetry, scanning electron microscopy, X-ray diffraction, and Raman spectroscopy was employed to elucidate the interplay between composition, crystallinity, and chemical structure.
Under identical conditions, CoHCF exhibits a maximum current density approximately 2.2 times higher than NiHCF, indicating significantly faster electrochemical kinetics. X-ray diffraction reveals temperature-dependent lattice expansion without phase transitions, with a maximum near 40 °C, associated with structural relaxation and compositional variations. Raman spectroscopy further reveals temperature-dependent local structural evolution, where cyanide band narrowing at intermediate temperatures indicates improved short-range order, while band broadening at higher temperatures reflects increased defect density.
These findings demonstrate that temperature-controlled defect redistribution governs both short- and long-range structural order in PBA thin films, directly influencing ion transport and electrochemical response. This work provides new insights into structure–property relationships and establishes deposition temperature as a key parameter for tuning electrochemical functionality in hexacyanoferrate-based electrodes.
Entwicklung einer Prüfstandsoftware für Kickbacktests bei Kettensägen gemäß der Norm ISO 9518
(2026)
Diese Bachelorarbeit befasst sich mit der Entwicklung einer Prüfstandssoftware zur Durchführung normgerechter Kickbacktests an tragbaren Motorkettensägen gemäß ISO 9518.
Kickback beschreibt das plötzliche Zurückschnellen der Säge infolge von Kräften an der Schwertspitze und stellt ein erhebliches Verletzungsrisensure dar, weshalb zuverlässige Prüfverfahren und wirksame Schutzeinrichtungen erforderlich sind. Ziel der Arbeit ist die Konzeption und prototypische Implementierung einer Software, die als Schnittstelle zwischen Benutzer und Prüfstand dient, Messdaten erfasst, normkonforme Testabläufe unterstützt und den in der Norm definierten Algorithmus zur Berechnung des Kickbackwinkels integriert.
Zur Ermittlung der Anforderungen wurden bestehende Softwarelösungen analysiert, Nutzertests durchgeführt und normative Vorgaben ausgewertet. Darauf aufbauend entstand ein Softwarekonzept mit nutzerführender Oberfläche, Kalibrier- und Validierungsfunktionen sowie automatisierter Prüfprotokollerstellung.
Die Implementierung umfasste die Anbindung der Prüfstandshardware, Sensordatenverarbeitung, Simulation und Ergebnisvalidierung.
Abschließende Tests, einschließlich Unit-, manueller und Usability-Tests, bestätigten die Funktionsfähigkeit des Prototyps sowie dessen Eignung zur normgerechten Durchführung von Kickbackuntersuchungen.
Die entwickelte Lösung bildet damit eine Grundlage für den zukünftigen produktiven Einsatz und weitere funktionale Erweiterungen der Prüfstandssoftware.
Die vorliegende Bachelorarbeit hatte das Ziel, ein praxisorientiertes Schulungskonzept für die Anwendung endourologischer Instrumente zu entwickeln. Im Mittelpunkt stand der Aufbau eines fachübergreifenden Endoskopiekurses, der sowohl medizinisches Personal als auch Medizintechnikerinnen und Medizintechniker anspricht. Dabei wurden die grundlegenden endourologischen Verfahren – Nephroskopie, Ureterorenoskopie und Resektoskopie – sowohl aus technischer als auch aus klinischer Perspektive betrachtet. Zunächst wurden die anatomischen und physiologischen Grundlagen des Harntrakts sowie die technischen Komponenten moderner Endoskope beschrieben. Darauf aufbauend wurden die wichtigsten diagnostischen und therapeutischen Einsatzgebiete endourologischer Verfahren erläutert. Einen besonderen Schwerpunkt bildete die didaktische Konzeption eines modular aufgebauten Schulungskurses, der theoretische Wissensvermittlung mit praktischen Trainingsanteilen kombiniert. Die praktische Ausbildung erfolgt mithilfe von Trainingsmodellen und Simulationen, die den sicheren Umgang mit den Instrumenten sowie das Verständnis der klinischen Abläufe fördern. Während der Entwicklung des Kurskonzepts traten mehrere Herausforderungen auf.
Eine wesentliche Schwierigkeit bestand darin, ein Schulungsformat zu entwickeln, das sowohl den Anforderungen medizinischer Fachkräfte als auch denen von Medizintechnikern gerecht wird. Beide Zielgruppen verfügen über unterschiedliche Vorkenntnisse und Perspektiven: Während medizinisches Personal vor allem klinische Abläufe und patientenbezogene Aspekte betrachtet, liegt der Schwerpunkt bei Medizintechnikern stärker auf technischen Funktionsprinzipien und Gerätesystemen. Daher musste das Kurskonzept so gestaltet werden, dass beide Perspektiven miteinander verbunden werden. Eine weitere Herausforderung lag in der didaktischen Aufbereitung komplexer endourologischer Instrumente und Verfahren. Endoskopische Eingriffe erfordern sowohl ein gutes anatomisches Verständnis als auch technische Kenntnisse über Optiksysteme, Energiequellen und Instrumentenführung. Die Darstellung dieser Inhalte musste daher so erfolgen, dass sie sowohl verständlich als auch praxisnah ist. Zusätzlich stellte die Entwicklung realistischer Trainingsszenarien eine Herausforderung dar, da Simulationen die klinischen Bedingungen möglichst realitätsnah abbilden müssen. Trotz dieser Herausforderungen konnte ein strukturiertes und praxisorientiertes Kurskonzept entwickelt werden. Die Kombination aus theoretischen Grundlagen, strukturierten Begleitheften und praktischen Übungen ermöglicht ein umfassendes Verständnis der endourologischen Verfahren. Besonders die praktischen Trainingsmodule tragen dazu bei, die sichere Handhabung der Instrumente zu erlernen und mögliche Fehlerquellen frühzeitig zu erkennen.
Die Arbeit zeigt, dass interdisziplinäre Schulungskonzepte einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Ausbildung im Bereich der medizinischen Gerätetechnik leisten können. Durch die enge Verbindung von medizinischem und technischem Wissen wird nicht nur das Verständnis der Geräte verbessert, sondern auch die Zusammenarbeit zwischen medizinischem Personal und Medizintechnikern gestärkt. Für zukünftige Weiterentwicklungen des Kurses bieten sich verschiedene Ansätze an. Dazu gehören insbesondere der verstärkte Einsatz digitaler Simulationstechnologien, Virtual-Reality-Trainer sowie KI-gestützte Assistenzsysteme. Diese Technologien könnten dazu beitragen, die Trainingsmöglichkeiten weiter zu verbessern und komplexe Eingriffe noch realistischer zu simulieren. Insgesamt zeigt die vorliegende Arbeit, dass ein strukturierter Endoskopiekurs einen wichtigen Beitrag zur sicheren Anwendung endourologischer Instrumente leisten kann. Durch die Kombination aus theoretischem Wissen, praktischer Simulation und interdisziplinärer Zusammenarbeit entsteht ein nachhaltiges Ausbildungskonzept, das sowohl für medizinisches Personal als auch für Medizintechniker von großem Nutzen ist.
Die Bachelorarbeit untersucht die Optimierung Sudan-IV-haltiger Paraffineinbettungen für die episkopische Fluoreszenzbildgebung formalinfixierter Gewebe. Ziel ist die Verbesserung der Homogenität des Einbettmediums sowie der Bildqualität für die dreidimensionale Analyse. Untersucht wurden der Einfluss von Abkühlgeschwindigkeit, Inkubationsbedingungen und Gemischzusammensetzung.
Ergänzend erfolgte die Bildaufnahme unter verschiedenen spektralen Filterkonfigurationen, insbesondere unter Verwendung mehrerer Emissionsfilter zur Bewertung autofluoreszenter Signale.
Die Ergebnisse zeigen, dass vor allem die Abkühlgeschwindigkeit die strukturelle Homogenität des Paraffins beeinflusst, während die Filterwahl den Informationsgehalt der Bildgebung wesentlich mitbestimmt.
Myokarditis früh erkennen
(2026)
Despite their excellent torsional and bending strength, the economical production of hypotrochoidal profiles (H-profiles) remains an obstacle to their use. Due to the tool clearance angle, the commercially available twin-spindle turning process has limited ability to manufacture many of the profiles standardized according to DIN 3689 (Deutsches Institut für Normung). On the other hand, the manufacturing of cycloidal as a non-involute special geometry using generating processes (hobbing or continuous generating grinding) depends critically on the accuracy of the tool geometry—whether a hobbing cutter or a grinding worm. Conventional tool design methods—based on approximations, involute-derived profiles, or iterative trial-and-error corrections—face fundamental limitations: unpredictable cutting force variations, elevated surface roughness, and limited process capability. However, if the exact tool geometry has been determined analytically, the same machine achieves significantly better performance. In this work, the exact tool geometry conjugated to the H-profile for profile manufacturing is determined based on the gearing law. This provides modular H-profile manufacturing without deviations. Consequently, a design concept that enables the implementation of all existing rolling processes—including gear hobbing, gear shaping, gear planning, and other variants such as gear grinding—is presented. For profile shaping of hollow contours, the transfer ratio is considered and a curve conjugated to the profile contour is determined for the tool. A CAD-based simulation shows very good consistency with the analytically determined tool geometry.
Volumetric and dynamic OCT screening of human testicular tissue comparing unfixed and fixed samples
(2026)
Einleitung & theoretischer Hintergrund: Um die Versorgung von Patienten lückenlos sicherstellen zu können, ist die Verfügbarkeit von Blutspenden ein zentraler gesellschaftlicher und gesundheitspolitischer Baustein. Dabei kann das Blutspendeverhalten und die Motivation zur Blutspende von großer Bedeutung auch für die Zukunft sein.
Ziel – und Fragestellung: Das Ziel ist es daher, durch eine quantitative Befragung von Teilnehmern einer Blutspendeveranstaltung des Deutschen Roten Kreuz herauszufinden, in welcher Hinsicht motivationale Faktoren das Blutspendeverhalten und die Spendenabsicht beeinflussen. Zusätzlich soll untersucht werden, ob das soziale Umfeld der Befragten oder bestimmte Ereignisse Einfluss nehmen können.
Methodik: Das Design der vorliegenden Arbeit folgte einer Querschnittsstudie, deren Daten aus der Perspektive der Teilnehmenden einmalig zu einem bestimmten Zeitpunkt erhoben wurden. Die Erhebung erfolgte mithilfe eines quantitativen Fragebogens, welcher bei 4 Blutspendeveranstaltungen des Deutschen Roten Kreuz eingesetzt wurde. Insgesamt nahmen an der Befragung 222 Personen teil, die sich aktiv dafür entschieden haben Blut zu spenden. Untersucht wurden Zusammenhänge und Gruppenunterschiede zur Spendenmotivation sowie Spendenintention.
Ergebnisse: Die Ergebnisse zeigten keinen signifikanten Unterschiede für Personen mit eigener Transfusionserfahrung sowie für Personen im sozialen Umfeld im Kontext der Motivationsformen Introjektion und Identifikation. Hingegen konnte ein signifikanter Unterschied (p = 0,026) zwischen den Altersgruppen bezüglich der Spendenintention erfasst werden. Ein Zusammenhang konnte für die intrinsische Regulation hinsichtlich der Spendenhäufigkeit (r = 0,373) festgestellt werden. Des Weiteren wiesen alle Motivationsformen bis auf die externe Regulation einen signifikanten Zusammenhang zur Spendenintention auf.
Diskussion: Die Ergebnisse zeigten grundlegend, dass insbesondere stärker selbstbestimmte Motivationsformen einen signifikanten Zusammenhang aufweisen. Zudem legten sie nahe, dass Ereignisse, die auf das Thema der Blutspende aufmerksam machen könnten, keinen bedeutsamen Einfluss nehmen und die Motivation selbstbestimmt ist.
Hintergrund: Flexible Arbeitszeitmodelle gewinnen angesichts des demografischen Wandels, des Fachkräftemangels und veränderter Erwartungen an die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben zunehmend an Bedeutung. Teilzeitarbeit stellt dabei für viele
Beschäftigte ein relevantes Arbeitszeitmodell dar und zugleich auch neue Anforderungen an Organisationen.
Ziel: Ziel der vorliegenden Bachelorarbeit ist es, die Gründe für die Entscheidung von Mitarbeitenden der IHK Chemnitz für eine Teilzeittätigkeit zu untersuchen sowie arbeitsbezogene Erfahrungen und organisationale Rahmenbedingungen zu analysieren.
Darauf aufbauend sollen Handlungsempfehlungen für die IHK Chemnitz abgeleitet werden.
Methode: Es wurde eine qualitative Untersuchung durchgeführt. Die Datenerhebung erfolgte mittels sechs leitfadengestützter Interviews mit Teilzeitbeschäftigten der IHK Chemnitz. Die Auswahl der Interviewpartner erfolgte gezielt aus dem Kreis der
Beschäftigten mit Teilzeittätigkeit. Die Auswertung der erhobenen Daten orientierte sich an der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring.
Ergebnisse: Die Ergebnisse zeigen, dass Teilzeitarbeit vor allem durch individuelle Lebenslagen beeinflusst wird. Zentrale Motive sind familiäre Verpflichtungen, gesundheitliche Aspekte, der Wunsch nach einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben sowie das Bedürfnis nach mehr Lebensqualität und zeitlicher Flexibilität. Gleichzeitig wurden Herausforderungen sichtbar, darunter bürokratische Hürden, eingeschätzte Nachteile bei Karrierechancen, Einschränkungen in der Kommunikation sowie Phasen erhöhter Arbeitsbelastung.
Schlussfolgerung: Teilzeitarbeit ist nicht nur eine Reduzierung von Arbeitszeit, sondern Ausdruck veränderter individueller Bedürfnisse und moderner Arbeitsanforderungen. Für Arbeitgeber ergibt sich daraus die Aufgabe, flexible Rahmenbedingungen zu schaffen, Teilzeitbeschäftigte fair einzubinden und Entwicklungsmöglichkeiten unabhängig vom Stundenumfang zu fördern. Teilzeitarbeit kann damit einen wichtigen Beitrag zur Mitarbeiterzufriedenheit und Arbeitgeberattraktivität leisten.
Frühkindliche Entwicklungsauffälligkeiten können den Übergang in die Schule beeinträchtigen und sind für Früherkennung und Prävention im Öffentlichen Gesundheitsdienst von besonderer Bedeutung. Vor diesem Hintergrund untersucht die vorliegende Arbeit, welche individuellen und strukturellen Merkmale zum Zeitpunkt der Kindergarten-Reihenuntersuchung (KiTa-U) im Hinblick auf eine spätere Entwicklungsauffälligkeit bei der Schulaufnahmeuntersuchung (SchAU) relevant sind. Untersucht wird, ob sich frühe Befunde, Kontextmerkmale und Merkmale des Vorsorgeverhaltens als Prädiktoren späterer Auffälligkeiten erweisen.
Methodisch wurde eine retrospektive Längsschnittanalyse auf Basis verknüpfter Routinedaten des Kinder- und Jugendärztlichen Dienstes des Landkreises Zwickau durchgeführt. In die Analyse gingen Daten von 8.972 Kindern ein, deren Ergebnisse aus der KiTa-U der Jahre 2015 bis 2021 mit den Befunden der SchAU aus den Jahren 2017 bis 2023 verknüpft wurden. Geprüft wurden sechs Hypothesen mittels multivariater binär-logistischer Regressionen in fünf Entwicklungsbereichen: Sehen, Hören, Sprache, Feinmotorik und Grobmotorik.
Die Ergebnisse zeigen, dass ein auffälliger Vorbefund in derselben Entwicklungsdomäne in allen fünf Modellen die stärkste Assoziation mit einer späteren Auffälligkeit aufwies. Die adjustierten Odds Ratios lagen zwischen 2,732 (Grobmotorik) und 8,709 (Sehen). Der hohe Effekt im Bereich Sehen ist aufgrund einer eingeschränkten Modellanpassung des adjustierten Modells vorsichtig zu interpretieren. Darüber hinaus zeigten sich domänenübergreifende Zusammenhänge zwischen mehreren Entwicklungsbereichen. Ein unvollständiges oder nicht vorgelegtes Vorsorgeheft war in den Bereichen Sehen, Sprache und Feinmotorik mit erhöhten Wahrscheinlichkeiten für Auffälligkeiten assoziiert (aOR = 1,207 bis 1,415). Für den Förderstatus ergaben sich überwiegend positive Zusammenhänge mit späteren Auffälligkeiten, während pandemiebezogene Kohorteneffekte kein konsistentes Muster über alle Domänen hinweg zeigten.
Die Befunde deuten darauf hin, dass die KiTa-U ein relevanter Zeitpunkt für die frühe Identifikation erhöhter Entwicklungsrisiken sein kann. Aufgrund des Studiendesigns erlauben die Analysen jedoch keine kausalen Schlussfolgerungen. Die Arbeit ist zudem nicht als formal validiertes Prognosemodell zu verstehen, sondern primär als längsschnittliche Analyse von Zusammenhängen. Die Aussagekraft der Ergebnisse wird zudem durch die fehlende direkte Erfassung des sozioökonomischen Status und die regionale Beschränkung auf den Landkreis Zwickau begrenzt. Insbesondere strukturelle und kohortenbezogene Befunde sollten daher nur mit Zurückhaltung interpretiert werden.
In dieser Diplomarbeit wird die effiziente Attribuierung und Auswertung von Attributen in Verkehrsinfrastrukturmodellen im Rahmen des Building Information Modeling (BIM) untersucht. Anlass für die Betrachtung sind praktische Herausforderungen, die bei der IBV GmbH beobachtet wurden. Diese Probleme wirken sich negativ auf die Qualität der BIM-Modelle aus und schränken die Verwendbarkeit nachgelagerter Anwendungen wie Bauplanung, Mengenermittlung und Kostenschätzung ein. In dieser Arbeit wird eine effiziente Attributierungsmethode auf Basis klarer Strukturen, Standards und Automatismen entwickelt. Darüber hinaus wurden Prüfregeln aufgestellt, mit denen sich die Qualität der BIM-Modelle auswerten lässt. Anschließend wurde der modellbasierte Bauablauf sowie die Mengen- und Kostenermittlung implementiert. Für jeden der genannten Punkte wurden Arbeitsabläufe in card_1 oder DESITE BIM erstellt. Diese können schrittweise nachvollzogen werden.
Die Ergebnisse dieser Arbeit unterstreichen, dass die Qualität der Attributzuweisungen ein entscheidender Faktor ist, der die Effektivität nachfolgender BIM-basierter Anwendungen beeinflusst.
Ziel dieser Diplomarbeit ist die Konzeption, Realisierung und Analyse eines Referenzaufbaus zur analogen Videoübertragung über eine Funkstrecke zwischen einer Kamera und einem Rechner. Zur Schaffung eines fundierten Verständnisses der technischen und normativen Zusammenhänge werden zunächst die wesentlichen theoretischen Grundlagen zur Erfüllung der Zielstellungen in kompakter Form dargestellt. Zur systematischen Entwicklung des Referenzaufbaus wird ein methodisches Vorgehen in Anlehnung an das V-Modell angewendet, das eine strukturierte Verknüpfung von Anforderungsdefinition, Entwurf, Implementierung und Verifikation gewährleistet. Aufbauend auf den theoretischen Hintergrund erfolgt eine strukturierte Anforderungsanalyse, in der die funktionalen und nicht-funktionalen Anforderungen an das zu entwickelnde System systematisch erfasst und definiert werden. Anschließend erfolgt der Systementwurf, bei dem eine geeignete Systemarchitektur abgeleitet sowie zentrale Parameter und Komponenten für Sender- und Empfängerseite festgelegt werden.
Im anschließenden Detailentwurf werden die einzelnen Subsysteme konkret ausgearbeitet und hinsichtlich ihrer technischen Eigenschaften bewertet. Die Implementierung umfasst die praktische Realisierung des Gesamtsystems, einschließlich der Integration der Hardwarekomponenten, der Konfiguration der Software sowie der mechanischen Ausführung. Dabei werden auftretende Herausforderungen analysiert und entsprechende Lösungsansätze erarbeitet. Im Rahmen der Verifikation wird die Funktionsfähigkeit des Systems durch umfangreiche Tests der einzelnen Komponenten und des Gesamtsystems überprüft. Ergänzend erfolgt eine experimentelle Untersuchung der Funkübertragungsstrecke unter realitätsnahen Bedingungen, um Aussagen über Reichweite und Übertragungsqualität treffen zu können. Die Ergebnisse werden analysiert und mit den zuvor definierten Anforderungen abgeglichen. Die Diplomarbeit zeigt, dass mit aktuellen verfügbaren Komponenten ein funktionsfähiger Referenzaufbau zur analogen Videoübertragung realisiert werden kann. Damit wird eine Grundlage für die spätere Integration eines solchen Systems in eine Datenbrille zur drahtlosen Kommunikation mit einer externen Recheneinheit geschaffen.
Über den Ansatz einer sogenannten elektrischen Welle werden seit geraumer Zeit Synchronlauf-Applikationen, wie beispielsweise Winkelsynchronläufe zwischen mehreren Antrieben über EtherCAT, realisiert. Doch ließe sich dies auch mittels industrieller Funksysteme umsetzen und wie sicher sind diese Funksysteme eigentlich? Dies soll die vorliegende Arbeit untersuchen.
Dafür wird zunächst ein Einstieg in die Welt der funktionalen Sicherheit erarbeitet. Insbesondere wird ermittelt, inwiefern durch die funktionale Sicherheit Anforderungen an Funksysteme im industriellen Umfeld definiert werden.
Anschließend wird in der Arbeit untersucht, ob ein interpolierter Betrieb des Antriebs über Funk möglich ist, um die Grundlage für eine Elektrische-Welle-Applikation zu schaffen. Dies setzt voraus, dass Sollwerte in korrekter Reihenfolge und vor allem in einem festen Zeitraster beim Umrichter ankommen.
Es wird sich herausstellen, dass genau an dieser Stelle eine Funkstrecke im Zusammenspiel mit EtherCAT Schwierigkeiten bekommt. In diesem Zusammenhang wird in der Arbeit ein Umrichter-Scope zur Überprüfung erstellt. Dieses zeigt, dass die empfangenen Sollpositionen bei konstanter Drehzahl in unterschiedlichen Zeitabständen vom Umrichter empfangen werden.
Auf Grundlage dessen erfolgt die Ursachenanalyse auf EtherCAT-Telegrammebene. Es zeigt sich, dass die Taktstabilität der zyklischen Prozessdatenframes hinter der Funkstrecke für EtherCAT unzureichend ist. Diese Erkenntnis wird durch eine Diagnose der Distributed Clocks gestützt, sodass ein besonders belastbarer Nachweis dafür erbracht wird, weshalb eine elektrische Welle mit der untersuchten Methode nicht realisierbar ist.
Des Weiteren wird ein Ansatz vorgestellt, wie eine elektrische Welle dennoch über Funk realisiert werden könnte.
Konzeption und prototypische Umsetzung einer Softwarelösung für das Änderungsmanagement mit arc42
(2026)
Die Digitalisierung der deutschen Unternehmen wird zunehmend bedeutender. Das gilt auch für die Weidplas Germany GmbH. Aktuell wird das Änderungsmanagement der Weidplas Germany GmbH durch kein zentrales Anwendungssystem unterstützt. Dadurch geraten Abläufe ins Stocken. Das soll sich ändern. Eine im Vorfeld durchgeführte Marktanalyse der Weidplas Germany GmbH kam zum Ergebnis, dass für das Änderungsmanagement der Weidplas Germany GmbH eine Eigenentwicklung als zentrales Anwendungssystem zu erwägen ist. Diese sollte in dieser Arbeit prototypisch konzipiert und entwickelt werden.
Zu Beginn wurden deshalb die Anforderungen an den Prototyp spezifiziert. Anschließend rückte die Konzeption, Implementierung und Dokumentation der Softwarearchitektur in den Fokus. Die Dokumentation erfolgte nach der Vorlage von arc42. Eine anschließende Nutzerstudie sollte den Prototyp evaluieren. Die Evaluation ergab, dass nahezu alle Anforderungen ausreichend umgesetzt wurden. Bei der Benutzeroberfläche gibt es jedoch Bedarf zur Nachbesserung. Die Weidplas Germany GmbH wird den Prototyp als Basis für eine Produktivlösung nutzen.
arc42 war für diese Arbeit nur bedingt hilfreich. Während arc42 Hinweise für relevante Inhalte der Dokumentation lieferte, konnte die von arc42 vorgeschlagene Struktur nicht gänzlich angewandt werden.
From Scenario Farming to Learning: A Modular Low-Code Framework for Decision Support in Scheduling
(2025)
This paper presents a relational integration of the TSXor compression algorithm for regularly sampled time-series data. We design and implement a schema and compression pipeline within TimescaleDB, allowing lossless compression and in-database decompression using SQL and PL/pgSQL. Our approach replaces full timestamps with delta-based offsets and encodes floating-point values using reference-based XOR encoding. We evaluate the system on multiple real-world datasets, showing moderate compression ratios (up to 23%) and fast decompression performance. While the SQL-based implementation introduces storage and execution overhead, the integration enables transparent querying and lays the foundation for further database-native optimizations of time-series compression.
IT company Raritan provides a public API for RPC on the devices they offer. Customers requested a client binding of this API for the Go programming language. This work shows how a Go module with bindings for Raritan’s API can be generated from a formal API description given in an interface definition language (IDL). First, the IDL was analyzed and translated to Go language concepts. A code generator written in Java was extended to produce Go code from IDL declarations. A client speaking JSON-RPC 2.0 over HTTP was written in Go. Written and generated code were combined to form a Go module. The module was published in a version control repository under an open source license. It was tested and verified using the Go tooling and third party linters. The produced module follows common Go idioms and best practices, only uses standard library packages, is well documented, and supports concurrent RPC calls.
Effizienzsteigerung durch digitale Prozessoptimierung für die Herstellung von Karosseriebauteilen
(2026)
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die bestehenden Prozesse der Qualitätssicherung bei der PM Automotive GmbH mit dem Ziel, Effizienzpotenziale durch digitale Prozessoptimierung zu identifizieren und praxisnahe Lösungsansätze zu entwickeln. Im Rahmen einer systematischen Ist-Analyse wurden organisatorische, prozessuale und systemische Schwachstellen herausgearbeitet, insbesondere der hohe manuelle Aufwand bei der Erstellung von Prüfplänen sowie bei der Generierung qualitätsrelevanter Berichte.
Trübung und Farbe sind wichtige Wasserqualitätsparameter. Neben den etablierten Methoden zur Ermittlung von Trübung und Farbe, besteht die Möglichkeit diese aus Bilddaten zu gewinnen. In dieser Arbeit wird ein einfacher Ansatz verfolgt, die Trübung von Wasserproben über den Bildkontrast zu ermitteln, sowie die Farbe mithilfe einer Farbreferenzkarte im Bild zu bestimmen. Der Bildkontrast zeigt in den durchgeführten Versuchsreihen mit zunehmender Trübung eine exponentielle Abnahme hin zu einem geringen Offset. Die Kurve beschreibt das Verhältnis zwischen Kontrast und Trübung in einem Bereich zwischen 0 und etwa 80 NTU gut. Ab einem Wert von 80 bis 100 NTU nähert sich der Bildkontrast dem Offset an, d. h. der Kontrast ist so niedrig, dass auch bei weiterer Zunahme der Trübung keine weitere Kontrastabnahme erkennbar ist. Die Farbbestimmung gelingt als Ausgabe der RGB-Mittelwerte eines Bildbereichs zuverlässig. Eine automatische Korrektur der Farbe mit Hilfe einer Farbreferenzkarte, um die Einflüsse von Kamera und Umgebungsbedingungen herauszurechnen, gelang jedoch aufgrund der Überbelichtung einiger Bilder nicht zuverlässig. Die Methode ist somit für einen eingeschränkten Anwendungsbereich geeignet, es gibt jedoch Potenzial zur Optimierung im Rahmen weiterführender Untersuchungen.
Innerhalb der vorliegenden Diplomarbeit wurden vergleichende Geruchsemissionsmessungen an offenen Biofiltern mittels Probenahmehaube und Folienabdeckung nach der DIN EN 13725:2022 und der VDI 3880 durchgeführt. Es werden die Ergebnisse der Geruchsstoffkonzentration und die Durchführbarkeit der Messung nach dem jeweiligen Verfahren betrachtet. Im Rahmen der Versuche wurden Emissionsmessungen an unterschiedlich großen Biofiltern unter Einsatz der beiden Verfahren gemäß den oben genannten Normen durchgeführt. Im Vorfeld wurde eine Methodik zur Durchführung der Messungen konzipiert. Die theoretischen Grundlagen beinhalten Informationen zur Wahrnehmung von Geruch, die Beschreibung der beiden betrachteten Verfahren, die Grundsätze einer olfaktometrischen Auswertung sowie Informationen zu Biofiltern als Abgasreinigungssystem. Im Ausblick werden verschiedene Möglichkeiten weiterer Untersuchungen und Entwicklungen zu der Thematik beschrieben.
Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Entwicklung eines Fördersystems für ringförmige Werkstücke zu einer Schleifmaschine. Den Ausgangspunkt bildet eine teilautomatisierte, veraltete Zuführung, die aufgrund von hohem Bedienaufwand und Störungen nicht mehr zeitgemäß ist.
Im Rahmen der Arbeit werden verschiedene Lösungskonzepte erarbeitet und hinsichtlich ihrer Wirtschaftlichkeit und technischer Eignung bewertet. Eine Vorzugsvariante wird auf Grundlage dessen konstruktiv ausgearbeitet. Diese umfasst eine Zuführung über eine Rinne, eine pneumatische Vereinzelung und einen Transport mit Werkstückträgern.
Die Steuerung erfolgt über eine speicherprogrammierbare Steuerung, welche die Sensorik auswertet und den Prozessablauf koordiniert. Darauf basierend wird eine Testeinrichtung als Prototyp entwickelt, um die Funktionsfähigkeit der gewählten Lösung unter realen Bedingungen zu überprüfen.
Die Ergebnisse zeigen, dass ein prozesssicherer Transport der Werkstücke grundsätzlich möglich ist. Die Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Werkstückgeometrien ist jedoch derzeit noch eingeschränkt.
Die entwickelte Lösung stellt somit eine geeignete Grundlage zur Verbesserung der Werkstückzuführung und zur Strukturierung des Materialflusses im Bereich der Schleifbearbeitung dar.
Die Arbeit untersucht die Leistungsfähigkeit und die Anwendungsmöglichkeiten des Feldemissionsrasterelektronenmikroskops CLARA von Tescan an der Westsächsischen Hochschule Zwickau. Ziel war die systematische Evaluierung der Detektoren und Abbildungsmodi sowie die Ermittlung geeigneter Parameter zur optimalen Abbildung ausgewählter Proben.
Untersucht wurden Sekundärelektronendetektoren und Rückstreuelektronendetektoren. Zudem wurden die hochauflösende Sekundärelektronenabbildung und ein Detektor für transmittierte Elektronen getestet.
Als Proben dienten ein eingebetteter Siliziumchip, Berliner Blau, ein Hochauflösungstestobjekt mit Goldteilchen auf Kohle sowie ein Trägerfilm auf einem TEM-Gitter. Die Arbeit zeigt, wie mit dem Feldemissionsrasterelektronenmikroskop CLARA die Topografie und Zusammensetzung verschiedener Proben analysiert werden kann und welche proben- und gerätespezifischen Grenzen dabei auftreten.
Hintergrund: Pflegekräfte in der stationären Altenpflege sind im Arbeitsalltag erheblichen psychischen Belastungen ausgesetzt. Der Umgang mit herausforderndem Verhalten von Bewohnern stellt dabei eine zentrale Belastungsquelle dar.
Ziel: Ziel dieser Arbeit war die systematische Erfassung psychischer Belastungen von Pflegekräften im Umgang mit herausforderndem Verhalten sowie der damit verbundenen Ursachen, Auswirkungen und Unterstützungsbedarfe.
Methodik: Die Untersuchung folgte einem Mixed-Methods-Design mit explorativen, halbstrukturierten Interviews (n = 5) und einer standardisierten Paper-Pencil-Befragung (n = 36). Die Daten wurden qualitativ inhaltsanalytisch und quantitativ deskriptiv ausgewertet.
Ergebnisse: Als besonders belastend wurden kontinuierlich auftretende Verhaltensweisen wie Unruhe, fehlende Kooperationsbereitschaft und Weglauftendenzen beschrieben. Zentrale Ursachen waren demenzielle Veränderungen sowie strukturelle Rahmenbedingungen wie Zeitdruck und Personalmangel. Die Belastungen äußerten sich insbesondere in emotionaler Erschöpfung und körperlichen Beschwerden.
Fazit: Herausforderndes Verhalten stellt eine relevante und dauerhafte Belastung im Pflegealltag dar und verdeutlicht den Bedarf an strukturellen Entlastungsmaßnahmen sowie gezielten Unterstützungsangeboten für Pflegekräfte.
Diese Diplomarbeit untersucht die Anwendbarkeit der Klassenschätzung zur Bestimmung der energieäquivalenten Geschwindigkeit (EES) in der Unfallanalyse. Ziel der Untersuchung ist es, mithilfe definierter Klassenintervalle aussagefähige EES-Werte zu ermitteln und deren Ergebnisse mit der Methode Expertenschätzung zu vergleichen. Derzeit wird das Verfahren der Klassenschätzung in der Unfallanalyse noch nicht angewendet.
Im Rahmen der Arbeit werden zunächst die bisher verwendeten Methoden zur EES-Bestimmung vorgestellt. Anschließend werden die theoretischen Grundlagen der Klassenschätzung erläutert und die entwickelte Klasseneinteilung der Geschwindigkeitsintervalle dargestellt. Zur praktischen Untersuchung wurden fünf reale Unfallfälle analysiert und die Ergebnisse der Klassenschätzung mit den Ergebnissen der Expertenschätzung statistisch verglichen.
Die Auswertung zeigt, dass die Klassenschätzung grundsätzlich vergleichbare Ergebnisse zur Expertenschätzung liefert. Eine eindeutige Verbesserung oder Verschlechterung der EES-Wert-Ermittlung konnte jedoch anhand der untersuchten fünf Fälle nicht festgestellt werden. Für eine belastbare Bewertung der Methode sind weitere Untersuchungen mit einer größeren Anzahl an Fallbeispielen erforderlich.
Chronische Wunden sind weltweit eine erhebliche medizinische Herausforderung. Die klinische Beurteilung erfolgt anhand der Wunddokumentation, die jedoch häufig noch manuell erstellt wird. Das Ziel dieser Arbeit ist die vollständig automatisierte Klassifikation und Vermessung der drei in der ambulanten Versorgung häufig vorkommenden Wundarten: das Ulcus cruris venosum, der Dekubitus und das diabetische Fußsyndrom. Zu diesem Zweck wurden zwei neuronale Netze auf Basis der YOLO-Architektur trainiert. Als Datengrundlage dienten zwei öffentlich zugängliche Datensätze mit jeweils etwa 400 Bildern. Das erste Modell übernimmt die Segmentierung der Wundränder sowie die Klassifikation der Wundart.
Das zweite Modell erkennt Ziffern auf den Wundlinealen in den Aufnahmen, um über deren physischen Abstand einen Maßstab für eine präzise Flächenberechnung unter Realbedingungen zu generieren. Der Fokus lag dabei auf der Optimierung des Segmentierungsmodells und der Entwicklung eines Algorithmus zur automatisierten Maßstabsbestimmung. Die Ergebnisse zeigen, dass trotz der Komplexität der Wunden und einer begrenzten Datenmenge eine robuste Segmentierung und Erkennung erreicht wurde. Durch die Kombination beider Modelle ist eine vollautomatisierte Analyse unter definierten Rahmenbedingungen möglich. Die entwickelte Methode leistet somit einen Beitrag zur digitalisierten Wundanalyse und hat das Potenzial, medizinisches Personal bei der Dokumentation zu entlasten.
Optimierung Schwingungsdämpfer-Inerter-Fahrwerk – Modellbildung und Simulation der Vertikaldynamik
(2026)
Im Rahmen dieser Arbeit wurde eine Vertikaldynamiksimulation eines Fahrzeugs auf Basis eines Viertelfahrzeugmodells entwickelt, um das Schwingungsverhalten von Aufbau und Radeinheit unter verschiedenen Anregungsbedingungen zu untersuchen. Neben den klassischen Fahrwerkskomponenten Aufbaufeder und Schwingungsdämpfer wurde ein Inerter in das Modell integriert, um dessen Einfluss auf das Systemverhalten zu analysieren.
Die Modellierung und Simulation erfolgten in Simulink, während die Auswertung der Ergebnisse in MATLAB durchgeführt wurde. Zur Bewertung wurden insbesondere die Radaufstandskraft sowie die Aufbaubeschleunigung herangezogen. Zusätzlich wurde eine parameterbasierte Untersuchung durchgeführt, bei der mithilfe einer Pareto-Analyse ein Kompromiss zwischen Fahrkomfort und Fahrsicherheit bestimmt wurde.
Die Ergebnisse zeigen, dass der Inerter das Schwingungsverhalten beeinflusst, jedoch bei alleiniger Nutzung ein ungünstiges dynamisches Verhalten aufweist. In Kombination mit einem Schwingungsdämpfer ergeben sich lediglich geringe Verbesserungen im Verhältnis zum zusätzlichen konstruktiven Aufwand. Die Analyse des Fail-Safe-Verhaltens zeigt, dass das System auch bei Ausfall des Dämpfers grundsätzlich funktionsfähig bleibt, jedoch mit einer Verschlechterung der Radaufstandskraft verbunden ist.
Insgesamt lässt sich festhalten, dass der Einsatz eines Inerters im betrachteten Anwendungsfall nur begrenzte Vorteile bietet. Für zukünftige Arbeiten wird eine Erweiterung des Modells sowie die Untersuchung alternativer Inerterkonzepte empfohlen.
In dieser Arbeit wird die Neuplanung einer Einmündung beschrieben, die aufgrund einer Verkehrsinsel einen Unfallschwerpunkt darstellt. Darüber hinaus wird ein theoretischer Ansatz zur Ermittlung der maximalen Kapazität einer Kreuzung mithilfe eines Algorithmus entwickelt. Die Arbeit gliedert sich in drei Teile.
Der erste Teil beinhaltet die Bewertung der drei verschiedenen Knotenpunkttypen. Der Kreisverkehr bietet die kürzeste Wartezeit für alle Verkehrsteilnehmer. Nichtsdestotrotz wird die signalisierte Kreuzung geplant, da sie Vorteile wie geringeren Flächenbedarf und damit eine geringere Beeinträchtigung der umgebenden Natur bietet. Anschließend wurden vier verschiedene Ampelprogramme entworfen und die für die Kreuzung optimale Variante ausgewählt.
Der zweite Teil der Arbeit umfasst die Entwurfsplanung der signalisierten Einmündung. Dabei wurden die relevanten deutschen Planungsrichtlinien berücksichtigt. Die Planung beinhaltet den Lageplan, Höhenpläne, Querschnittspläne und den Entwässerungslageplan.
Im dritten Teil der Arbeit werden zwei Algorithmen entwickelt. Der erste Algorithmus ermöglicht es dem Benutzer, die maximale Kapazität einer Einmündung zu ermitteln, wobei das Verkehrsaufkommen der Verkehrsströme definiert ist. Das Verkehrsaufkommen wird proportional erhöht. Der zweite Algorithmus verteilt die Gesamtverkehrszahl auf die verschiedenen Verkehrsströme. Die Ergebnisse für unterschiedliche Randbedingungen wurden analysiert. Dabei fällt auf, dass die Differenzen des Verkehrsaufkommens zwischen den Qualitätsstufen abnehmen. Vorfahrtsschilder wirken sich positiver auf den Verkehrsfluss aus als Stoppschilder. Der pauschale Umrechnungsfaktor der Verkehrszusammensetzung ist zu hoch.
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht die Informationssicherheit beim Aufbau einer digitalen Arbeitsplattform zur Prüfungserstellung im Freistaat Sachsen. Ziel ist es, frühzeitig ein angemessenes Sicherheitsniveau für die geplante Plattform sicherzustellen und die dafür notwendigen Sicherheitsanforderungen systematisch zu ermitteln. Hierzu wird die IT-Grundschutz-Methodik des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik angewendet. Auf Grundlage einer Strukturanalyse, Schutzbedarfsfeststellung und Modellierung des Informationsverbunds werden relevante Sicherheitsanforderungen abgeleitet und in einem Sicherheitskonzept dokumentiert.
Ergänzend erfolgt eine Risikoanalyse zur Identifikation zusätzlicher Maßnahmen. Die Arbeit schafft damit eine nachvollziehbare und belastbare Grundlage für die weitere Planung und Umsetzung der Prüfungsplattform unter Berücksichtigung hoher Anforderungen an Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit.
Die vorliegende Masterarbeit befasst sich mit der Potenzialanalyse innovativer Technologien zur nachhaltigen Optimierung des technischen Außendienstes in der Labordiagnostik. Die Effizienz der Serviceprozesse wird wesentlich durch eine fragmentierte Systemlandschaft behindert, deren isolierte Verwaltungs- und Wissenssysteme keine direkten Schnittstellen besitzen. Diese technologische Trennung erzwingt manuelle, fehleranfällige Zwischenschritte für den notwendigen Informationsaustausch, was als Hauptursache für unnötigen Zeitverlust identifiziert wurde.
Mittels eines qualitativen, explorativen Forschungsdesigns, das Experteninterviews mit analytischen Verfahren wie Nutzwert- und Kosten-Nutzen-Analysen kombiniert, wurde dieses Optimierungspotenzial beleuchtet. Die Systembewertung enthüllte eine Diskrepanz: Während das zentrale Administrationssystem aufgrund geringer Benutzerfreundlichkeit einen niedrigen Nutzwert zeigte, wurde ein proaktives Analysetool zur Geräteüberwachung intern als essenzielles Werkzeug höchst positiv bewertet. Trotz dieser Überlegenheit nutzen die Mitarbeiter das Analysetool jedoch nur unzureichend.
Experten fordern daher die Einführung eines KI-basierten Assistenzsystems, welches die heterogenen Datensilos intelligent verknüpft, um klare, statistische Handlungsanweisungen in Echtzeit abzuleiten. Die ökonomische Analyse bestätigte zudem, dass eine gezielte Weiterbildung im Umgang mit dem hoch bewerteten Analysetool unumgänglich ist, da der erwartete jährliche Nutzen die einmaligen Kosten signifikant übersteigt. Eine nachhaltige Steigerung der Servicequalität erfordert folglich die technologische Aufhebung der Systemfragmentierung und die Gewährleistung der Akzeptanz analytischer Werkzeuge.
Der vorliegende Text beschäftigt sich mit der Frage, wie ein zusätzliches, neues Bauteil in die Fertigungsabläufe einer bestehenden Anlage integriert werden kann. Dies geschieht am Beispiel eines Kunststoff-Spritzgussteils, auf welches eine Polyurethan-Schaumdichtung aufgetragen wird. Der Fokus liegt dabei insbesondere auf dem Erhalt und der Steigerung der Anlagenflexibilität, der Verfeinerung und Optimierung des Prozessablaufs und der Einhaltung von Qualitätsanforderungen. Auf Basis einer umfangreichen Datensammlung und unter Anwendung von wissenschaftlichen Methoden und Werkzeugen werden die verschiedenen Problemstellungen detailliert herausgearbeitet und analysiert. Für die verschiedenen Aspekte der erkannten Probleme werden Lösungsvarianten entwickelt und hinsichtlich ihrer gegenseitigen Beeinflussung untersucht. Aus den erarbeiteten Einzellösungen wird ein Gesamtkonzept zusammengestellt, welches alle Faktoren und Bedingungen der unterschiedlichen Lösungsvarianten berücksichtigt.
Anhand des Einflusses des Gesamtkonzepts auf verschiedene Kennzahlen wird die Zielerreichung und Wirksamkeit nachgewiesen. Auf Grundlage von realen Angeboten für die Umsetzung, fortgeschrittener Planungen und Prototypen wird die praktische Umsetzung des Konzepts anschaulich illustriert. Abschließend wird anhand der Gegenüberstellung der notwendigen Investitionskosten und der erzielbaren Einsparungen die Wirtschaftlichkeit des Konzepts nachgewiesen und bewertet.
In der hier vorliegenden Diplomarbeit wurde die Möglichkeit der Abwärmenutzung für die Beheizung einer neu zu errichtenden Halle untersucht. Die Abwärme, welche dabei als Energiequelle und somit auch als erneuerbare Energie zählt, wird von einer bestehenden Produktionshalle bereitgestellt. Dabei handelt es sich um die Produktion von Backwaren, welche in einer Backstraße bei Temperaturen von bis zu über 200°C gebacken werden. Das Abwärmepotential, welches derzeit über die Fortluft der Lüftungsanlage an die Umwelt abgegeben wird, besitzt eine Quellenenergie von über 30°C. Untersucht wird die Konzeptentwicklung eines Abwärmenutzungssystems zur Beheizung des Neubaus. Dabei soll sowohl die thermische Heizlast als auch die Trinkwassererwärmung abgedeckt werden. Verglichen wird das System mit zwei anderen alternativen Systemen ohne Abwärmenutzung. Dabei wird vor allem die Wirtschaftlichkeit analysiert und bewertet. Durch die Auslegung der Komponenten, die Simulation, sowie die resultierende Wirtschaftlichkeitsrechnung nach dem Anuitätenverfahren wird dargelegt, dass eine Investition in die Nutzung der Abwärme am effizientesten ist. Nicht zuletzt spielt dabei die Deckung der erneuerbaren Energiesysteme, im Neubau, von derzeit 65% eine große Rolle.
Die Diplomarbeit untersucht die Optimierung von Zuführtechniken im automobilen Karosseriebau des Fahrzeugwerks Zwickau der Volkswagen Sachsen GmbH.
Ziel der Arbeit ist die Entwicklung einer universell einsetzbaren Planungsmethodik, die eine systematische Bewertung verschiedener Zuführtechniken ermöglicht. Der Fokus liegt dabei nicht auf der Optimierung einer einzelnen Zuführung, sondern auf der Entwicklung eines allgemein anwendbaren Instruments, das den technischen Nutzwert von Zuführtechniken analysiert und gegenüberstellt. Das Vorgehen umfasst zunächst die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit zuführtechnischen und methodischen Grundlagen. Anschließend erfolgt eine strukturierte Analyse der im Karosseriebau bereits eingesetzten und dem Stand der Technik entsprechenden Zuführtechniken. Auf Basis dessen wird eine Planungsmethodik zur Optimierung des Einsatzes von diesen Techniken entwickelt. Die Methodik basiert auf einer Nutzwertanalyse und einer Nutzwert-Kosten-Analyse. Die betrachteten Zuführungen umfassen den Prozess von der Bereitstellung der Bauteile im Ladungsträger am Bedarfsort bis zu deren Übergabe in einer eindeutig definierten Entnahmeposition an den nachfolgenden Prozessschritt. Die Arbeit beschränkt sich auf die Betrachtung von flurgebundenen Zuführtechniken.
Als wesentliches Ergebnis entsteht ein praxisorientiertes Tool, das die Anwendung der entwickelten Planungsmethodik unterstützt und eine nachvollziehbare sowie gegenüberstellende Bewertung der Zuführtechniken ermöglicht. Die Arbeit soll einen Beitrag zur optimalen Auswahl geeigneter Zuführtechniken im Karosseriebau des Fahrzeugwerks Zwickau leisten.
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht wiederkehrende Schäden an Kühlwasserausgleichsbehältern eines Schienenfahrzeugs unter dem Gesichtspunkt der Schadensursache, des damit verbundenen Risikos und der konstruktiven Verbesserung. Ausgangspunkt ist die hohe Bedeutung von Inspektion, Wartung und Instandhaltung für die Verfügbarkeit und Betriebssicherheit von Schienenfahrzeugen. Wiederholt auftretende Schäden an einzelnen Komponenten führen nicht nur zu erhöhtem Instandhaltungsaufwand, sondern können sich auch auf die Einsatzbereitschaft ganzer Fahrzeuge und damit auf die Betriebsqualität auswirken. Im Zentrum der Arbeit stehen die systematische Schadensanalyse des originalen Behälters, die Ermittlung der maßgeblichen Schadensursachen sowie die risikobezogene Bewertung des schadhaften Behälters, der rekonstruierten Ausführung und der Fertigung eines Prototyps mithilfe der Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse.
Auf dieser Grundlage werden konstruktive Verbesserungsmaßnahmen entwickelt und hinsichtlich ihrer technischen Umsetzbarkeit sowie ihrer Wirtschaftlichkeit beurteilt.
Die Sicherheit von Software ist insbesondere im Bereich der Medizinprodukte eine Herausforderung. Sensible Patientendaten bieten eine Angriffsfläche für Cyberangriffe, wodurch die Privatsphäre der Patienten gefährdet und ihre Sicherheit direkt beeinträchtigt werden kann. Es ist daher unerlässlich, mithilfe der regulatorischen Anforderungen robuste Cybersicherheitsmaßnahmen zu identifizieren und umzusetzen, um diese sensiblen Informationen effektiv zu schützen. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es demnach, die Cybersicherheit bestehender Software zu erhöhen. Hierzu wird die zentrale Forschungsfrage „Welche aktuellen Anforderungen gibt es im Bereich Cybersicherheit speziell an Standalone-Medizinproduktsoftware und wie können diese bei der Weiterentwicklung von Produkten berücksichtigt werden?“ untersucht.
Zur Beantwortung dieser Frage wurde eine detaillierte Analyse der regulatorischen Anforderungen aus Gesetzen, Verordnungen, Richtlinien und Normen durchgeführt. Ergänzt wurde die Analyse durch die prototypische Implementierung von Sicherheitsmaßnahmen wie Verschlüsselung, Kapselung externer Bibliotheken und Sandbox-Techniken. Darüber hinaus wurde die theoretische Umsetzung erweiterter Authentifizierung untersucht und die umgesetzten Maßnahmen evaluiert. Die Evaluierung zeigt, dass der Einsatz des Advanced Encryption Standards mit Blockverkettung sowie Sandboxing-Techniken Medizinproduktsoftware sinnvoll vor Cyberangriffen schützen kann. Die vorliegende Arbeit hebt somit die Notwendigkeit von Cybersicherheitsstrategien hervor und bietet wertvolle Einblicke in mögliche Lösungen zum Schutz von Standalone-Medizinproduktsoftware sowie sensiblen Patientendaten in einem sich ständig wandelnden Bedrohungsumfeld.
In a Letter to the Editor, Hans-Gert Gräbe and Ralf Laue commented on the paper “The Five Diamond Method for Explorative Business Process Management” by Grisold et al. (2022) which has been published in the BISE Issue 2/2022. Gräbe and Laue raise concerns of how Grisold et al. introduce the TRIZ method and relate it to their explorative BPM approach. In their response, Grisold et al. address the methodological differences between TRIZ and explorative BPM.
Introduction: The digital transformation in healthcare requires future professionals to have solid digital skills. Despite the global relevance of digital skills, little is known about how these skills differ in countries with different healthcare and education systems. This study compares the self-assessed digital skills of two institutional samples of healthcare and nursing students in Germany and India using the DigKomp 2.2 questionnaire and examines the correlation between perceived competence and the strategies reported for searching for information.
Methods: An online cross-sectional survey was conducted in April and May 2025 among 49 students in Germany and 256 students in India. Digital competences were assessed using the DigKomp 2.2 questionnaire, which covers all five dimensions of the DigComp framework. An open-ended question was used to record the students’ strategies for searching for reliable information on the internet. The quantitative data were analyzed using the Kolmogorov–Smirnov test, the Levene test, and the t-test for two independent samples.
Results: Both cohorts showed acceptable to high internal consistency across all DigKomp 2.2 dimensions. Students in the German cohort reported higher competencies in data processing and evaluation and communication/collaboration, while students from the Indian cohort scored higher in digital content creation, security and problem solving. The exploratory bivariate analysis between the Indian and German samples revealed significant differences in 7 out of 15 items, specifically within the dimensions of digital content creation (3/3 items), Security (2/3 items), data processing & evaluation (1/3 items), and problem solving (1/4 items), whereas no significant differences were found in communication/cooperation (0/2 items). Qualitative responses revealed structured and academically oriented search strategies among German cohort. Indian responses showed greater heterogeneity.
Discussion: Digital competence development varies substantially between the two institutional samples, reflecting differences in educational structures, access to digital technologies and national digitalization trajectories. While German students demonstrate strong academically grounded competencies, Indian students exhibit strengths in practical and applied digital competence. These findings underscore the need for context-sensitive digital education strategies that combine structured research competencies with practical digital literacy to prepare students for increasingly digitalized healthcare environments in both countries.
Magnetic Particle Imaging (MPI) is an emerging tomographic modality recognized for its capability of directly detecting magnetic nanoparticles (MNPs), enabling real-time 3D imaging with high sensitivity. Since its introduction in 2005, various preclinical MPI scanners have been developed, but cross-platform comparisons lack due to missing standardized phantoms and operation protocols. Recently, efforts towards development of human-sized MPI have intensified. To facilitate the transition beyond the preclinical research phase, harmonization of MPI technology is essential. Within the "harmoMPI" project, we seek to develop platform-independent, modular phantoms that enable reliable assessment of key performance parameters for a consistent performance evaluation across different MPI systems. With the support from the MPI research community, the "harmoMPI" initiative aims to harmonize MPI technology, advance collaboration research, and pave the path toward clinically relevant applications.
Diese Bachelorarbeit befasst sich mit der Entwicklung und Integration eines Ticketmoduls in eine bestehende Java-Spring-Webanwendung. Ziel ist es, die Systemfunktionalität zu erweitern und Mitarbeitenden außerhalb des Unternehmensnetzwerks die ortsunabhängige Erstellung und Bearbeitung von Projekttickets über mobile Endgeräte und einen VPN-Zugang zu ermöglichen.
Die Anwendung basiert auf Java, Spring Boot/Spring MVC, JavaServer Pages, JavaScript sowie einer Microsoft SQL Server-Datenbank. Im Rahmen der Arbeit wurde ein integriertes Ticketmodul umgesetzt, das die strukturierte Erfassung und Aktualisierung relevanter Ticketinformationen einschließlich projektbezogener, zeitlicher und abrechnungsrelevanter Daten unterstützt. Ein zentrales Element ist ein rollenbasiertes Berechtigungsmodell, das unterschiedliche Rechte für Ticketersteller, Teamleiter, Projektleiter und Sachbearbeiter abbildet.
Zusätzlich wurde auf eine benutzerfreundliche und mobil nutzbare Oberfläche geachtet. Die Arbeit umfasst die Analyse der bestehenden Architektur, die Konzeption der benötigten Datenstrukturen, die Implementierung der Server- und Clientlogik sowie eine abschließende Bewertung der Lösung hinsichtlich Funktionalität und Erweiterbarkeit.