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Analyse und Optimierung der Betriebssicherheit eines medizintechnischen Displaysystems - Untersuchung von Ausfallursachen und Entwicklung von Lösungsansätzen am Beispiel des Mobilizer® Medior (2025)
Mirza, Sherwan
Die vorliegende Arbeit widmet sich der Analyse und Optimierung der Betriebssicherheit eines medizintechnischen Displaysystems am Beispiel des Mobilizer® Medior. Wiederkehrende Ausfälle treten insbesondere während des Einschaltvorgangs sowie des Batteriewechsels auf und lassen auf das Vorliegen transienter Überspannungen sowie erhöhter Einschaltströme schließen. Im Rahmen der Untersuchung erfolgt eine systematische Analyse der Ursachen dieser Effekte sowie eine Betrachtung verschiedener Schutzstrategien. Im Fokus stehen dabei sowohl passive als auch aktive Maßnahmen, deren Ziel die Reduzierung von Spannungsspitzen sowie die Steigerung der Zuverlässigkeit des Systems sind. Das Ziel der vorliegenden Arbeit besteht in der Entwicklung eines Schutzkonzeptes, das sich durch eine hohe Praxisnähe auszeichnet. Das entwickelte Schutzkonzept dient der nachhaltigen Verbesserung der Betriebssicherheit des Mobilizer® Medior und schafft zugleich eine Grundlage für zukünftige Optimierungen im Bereich des Überspannungsschutzes medizintechnischer Geräte.
Konzeptentwicklung einer Aufschneidhilfe für Gipsmaßnahmen in der Orthopädietechnik (2026)
Jungandreas, Leon
Der erste Schritt bei der Erstellung einer Orthese, ist die Bereitstellung einer Vorlage des Körperteils an dem die Orthese getragen wird. Dabei erfolgt die Abformung derzeit mittels Gipsbinden, die das Körperteil des Patienten umhüllen. Diese härten aus und es entsteht ein Gipsnegativ. Das Negativ wird entlang einer zuvor platzierten Schiene aus Hartplastik aufgeschnitten und kann danach weiterverarbeitet werden. Als Schnittschutz haben sich diese Schienen etabliert, allerdings sind sie schwer zu handhaben und die Herstellung ist aufwendig. Die folgende Arbeit beschäftigt sich mit der Sammlung bestehender sowie neuer Konzepte für die Ablösung des bisherigen Schnittschutzes. Diese werden Anhand von Kriterien, wie zum Beispiel Sicherheit für den Patienten, Wiederverwendbarkeit und Handhabung, bewertet. Dabei steht besonders die Entwicklung eigener Konzepte im Zentrum der Arbeit.
Erzeugung von Superkontinuum mittels Multimode-Fasern zur endoskopischen Untersuchung von hyalinem Knorpelgewebe (2025)
Reichel, Robin
Ziel dieser Arbeit ist es einen Aufbau zu entwickeln, welcher die Untersuchung von hyalinem Knorpel mittels endoskopischer Spektroskopie auf Basis von in Multimode-Fasern erzeugtem Superkontinuum ermöglicht. Zunächst wurden dabei die Superkon-tinuum-Eigenschaften einer Stufenindex- und einer Gradientenindex-Faser untersucht und verglichen. Dabei konnten Superkontinuum-Spektren über einen Wellenlängen-bereich von ca. 600 nm bis zu 1700 nm erreicht werden. Im Anschluss wurde ein Ver-suchsaufbau realisiert, welcher auf Basis der GRIN-Faser die Differenzierung von bio-logischem Gewebe über NIR-Spektroskopie im Bereich von 1060 nm bis 1700 nm er-möglicht.
„Der Einfluss psychischer Belastungen auf die Ausbildungsleistung in sozialen Berufen“ Eine vergleichende Analyse von Auszubildenden der Krankenpflegehilfe und Erzieherausbildung an einem privaten Bildungszentrum (2026)
Sawall, Lara
Einleitung: Psychische Belastungen gelten als relevante Einflussfaktoren für Motivation, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit im Ausbildungs- und Berufsalltag sozialer Berufe. Insbesondere Auszubildende stehen in einer sensiblen Entwicklungsphase, in der schulische Anforderungen, Prüfungsdruck sowie emotionale Beanspruchung zusammenwirken können. Zielstellung: Ziel dieser Bachelorarbeit war es, den Zusammenhang zwischen subjektiv wahrgenommener psychischer Belastung/Erschöpfung und der selbsteingeschätzten Ausbildungsleistung bei Auszubildenden in sozialen Berufen zu untersuchen. Darüber hinaus wurde geprüft, ob Unterschiede zwischen den Ausbildungsrichtungen Krankenpflegehilfe und Erzieherausbildung sowie zwischen dem ersten und zweiten Ausbildungsjahr bestehen. Methodik: Die Untersuchung wurde als quantitative, empirische Querschnittsstudie durchgeführt. Die Datenerhebung erfolgte mithilfe eines standardisierten Fragebogens an einem privaten Bildungszentrum. Insgesamt nahmen N = 64 Auszubildende teil. Analysiert wurden Zusammenhänge zwischen Belastungsintensität, Erschöpfungshäufigkeit, Motivation, Stressbewältigung und Ausbildungsleistung sowie Gruppenunterschiede nachAusbildungsrichtung und Ausbildungsjahr. Ergebnisse: Die Ergebnisse zeigen, dass eine höhere psychische Belastung signifikant mit geringerer Motivation (r = −0,47; p < .001) sowie mit einer niedrigeren selbsteingeschätzten Ausbildungsleistung (r = −0,30; p = .015) zusammenhängt. Stressbewältigung erwies sich als protektiver Faktor und stand signifikant negativ mit Erschöpfungshäufigkeit (r = −0,36; p = .003) sowie signifikant positiv mit der Ausbildungsleistung in Zusammenhang (r = 0,38; p = .002); Unterschiede zeigten sich insbesondere zwischen den Ausbildungsrichtungen hinsichtlich der Belastungsintensität, während zwischen den Ausbildungsjahren kein signifikanter Unterschied festgestellt wurde. Diskussion: Insgesamt deuten die Ergebnisse darauf hin, dass psychische Belastungen im Ausbildungskontext mit motivationalen Einschränkungen und teilweise auch mit einer verminderten Ausbildungsleistung verbunden sind. Gleichzeitig kann Stressbewältigung als schützender Faktor wirken. Daraus ergibt sich die praktische Relevanz, frühzeitig Unterstützungsangebote und Maßnahmen zur Förderung von Stressmanagement in der Ausbildung zu etablieren.
Belastungen und Bewältigungsstrategien bei systemischen Lupus erythematodes (2026)
Roscher, Kathleen
Systemischer Lupus erythematodes ist eine Autoimmunkrankheit aus dem Formenkreis der rheumatisch- entzündlichen Erkrankungen. Doch sie ist weit mehr als „nur“ Gelenkschmerzen und Bewegungseinschränkungen. Lupus kann jedes Organ, jedes Gewebe, jede Zelle im Körper befallen und hat sehr vielfältige Ausprägungen. Oft gehen diese daraus entstehenden Einschränkungen weit über das körperliche hinaus, sie existieren ebenso in allen anderen Bereichen wie z. B. berufliches oder soziales Umfeld. Ziel dieser Arbeit war es, das Unsichtbare sichtbar zu machen, einen Überblick über verschiedene Geschichten Betroffener und deren Belastungen zu geben und herauszufinden, was denjenigen trotz chronischer Krankheit hilft, widerstandsfähig zu bleiben und ihre Belastungen zu bewältigen. Dafür wurde eine qualitative Methode via Interviews mit Betroffenen ausgewählt, die entweder per Chat oder größtenteils face-to-face mittels halbstrukturierten Interviewleitfadens abgehalten wurden. Es wurden sechs Interviews durchgeführt. Fünf Teilnehmer hierfür kamen aus der Selbsthilfegruppe in Chemnitz, die dem deutschlandweiten Lupus erythematodes Selbsthilfevereins angehören und eine Betroffene aus einem Lupus- Selbsthilfeforum. Ausgewertet wurde dann zunächst induktiv, später noch einmal deduktiv mit Hilfe von MAXQDA und dem Bilden eines Kategoriensystems nach Mayring. Deutlich wurde, dass trotz verschiedener Leidensgeschichten es einige Parallelen unter den Befragten gibt: Betroffene kämpfen nicht nur gegen vielfältige, mitunter schwer ausgeprägte Symptome und deren Auswirkungen, sondern auch gegen Diskriminierung und Benachteiligung in anderen Bereichen wie im Beruf oder im Freundes- und Familienkreis. Ebenso haben alle einen längeren Diagnoseweg hinter sich bringen müssen, teilweise mit schweren Folgeschäden. Oft begründen die Betroffenen es selbst mit der Unsichtbarkeit der Krankheit und dem Nichtwissen und Nichtkennen der Mitmenschen. Dies zieht eine geringe Nachvollziehbarkeit und wenig Verständnis nach sich. Ebenso kann ein berufliches oder soziales Umfeld, das auf die speziellen Bedürfnisse der Erkrankten abgestimmt und aufgeklärt ist, eine wichtige Ressource bei der Krankheitsbewältigung bilden. Am sozialen Leben teilhaben zu können, sei es beruflich oder privat oder auch nur eingeschränkt, ist ein sehr wichtiger Faktor bei der Bewältigung der vielen verschiedenen Herausforderungen, die diese Krankheit mit sich bringt. Dafür einen eigenen, individuellen Weg zu finden, stärkt das Gefühl der Selbstwirksamkeit und hilft gegen die Gefühle der Hoffnungslosigkeit und des Kontrollverlustes, die diese Erkrankung mit sich bringen kann. Durch Sensibilisierung nach außen (das Umfeld) und Schulungen nach innen (die eignen Stärken und Schwächen kennen und seine eigenen Ressourcen gezielt einsetzen können), kann trotz immer wieder auftretender Rückschläge eine bessere Lebensqualität erzielt werden.
Deeskalationsmanagement - Anforderungen an ein Weiterbildungskonzept in der Klinikum Chemnitz gGmbH (2026)
Pohl, Luisa
Einleitung und Theoretischer Hintergrund: Verbale und körperliche Gewalthandlungen von Patienten und Besuchern gegenüber dem Pflegefachpersonal haben zugenommen. Die daraus resultierenden psychischen und körperlichen Belastungen führen zu einem erhöhten Krankenstand, Fluktuation und einer sinkenden Arbeitszufriedenheit. Arbeitgeber sind gemäß Arbeitsschutzgesetz verpflichtet, ihre Beschäftigten durch geeignete Präventionsmaßnahmen vor Übergriffen zu schützen. Eine Maßnahme ist die Implementierung einer Deeskalationsweiterbildung. Ziel- und Fragestellung: Ziel der Untersuchung ist es, zentrale Anforderungen an ein Weiterbildungskonzept im Bereich Deeskalation zu identifizieren, welches Pflegefachkräfte auf den professionellen Umgang mit herausfordernden Situationen vorbereitet. Es sollen Inhalte, Methoden und Rahmenbedingungen ermittelt werden, um Deeskalationskompetenzen nachhaltig zu fördern und das Konzept in die Abläufe und Strukturen des Klinikums zu integrieren. Methodik: Im Rahmen einer qualitativen Untersuchung wurden acht leitfadengestützte Interviews mit vier Pflegefachkräften und vier internen Stakeholdern der Klinikum Chemnitz gGmbH durchgeführt. Die Auswertung erfolgte mithilfe der strukturierenden Inhaltsanalyse nach Mayring. Ergebnisse: Zentrale Anforderungen an das Weiterbildungskonzept sind praxisnahe, regelmäßig stattfindende Schulungen, welche an den jeweiligen Fachbereich angepasst sind. Die Weiterbildung muss theoretische Grundlagen und praxisnahe Übungen enthalten. Wichtige Inhalte sind Kommunikations-, Deeskalations- und Abwehrtechniken, gesetzliche Rahmenbedingungen, interne Strukturen wie z.B. Meldewege und Unterstützungsangebote, sowie individuelle Bewältigungsstrategien. Ziel ist es, die Handlungssicherheit, Resilienz und Reflexionsfähigkeit der Teilnehmenden zu stärken. Eine notwenige Rahmenbedingung ist die Etablierung eines strukturierten Deeskalationsmanagements. Diskussion und Fazit: Für eine wirksame Gewaltprävention sollte die Deeskalationsweiterbildung Teil eines strukturierten Deeskalationsmanagements sein. Regelmäßige Evaluation und Anpassung der Maßnahmen und Strukturen sind notwendig, um ihre Wirksamkeit sicherzustellen. Die Ergebnisse bieten praktische Implikationen für die Gestaltung und Umsetzung eines Deeskalationsweiterbildungskonzepts in der Klinikum Chemnitz gGmbH.
Der Zusammenhang zwischen psychologischer Sicherheit im Team und der Verarbeitung von Second-Victim-Erfahrungen in verschiedenen Pflegesettings - eine quantitative Untersuchung - (2025)
Hellbach, Fiona
Zusammenfassung Einleitung & theoretischer Hintergrund: Kritische Ereignisse gehören zum Pflegealltag und können starke Second-Victim-Belastungen auslösen. Psychologische Sicherheit, das Vertrauen, offen über Belastungen sprechen zu können, gilt dabei als möglicher hilfreicher Faktor für den Umgang mit solchen Ereignissen. Da Pflegesettings unterschiedlich strukturiert sind, können die Verarbeitung von Second-Victim-Erfahrungen und die wahrgenommene psychologische Sicherheit variieren. Zielstellung, Forschungsfrage & Hypothesen: Untersucht wurde, wie psychologische Sicherheit im Team die Verarbeitung von Second-Victim-Erfahrungen bei Pflegekräften beeinflusst und ob sich dieser Zusammenhang zwischen ambulanter Pflege, stationärer Langzeitpflege und stationärer Akutpflege unterscheidet. Es wurde ein positiver Einfluss psychologischer Sicherheit sowie mögliche settingabhängige Unterschiede erwartet. Methodik & Stichprobe: Die Untersuchung wurde als quantitative Online-Querschnittbefragung durchgeführt. Psychologische Sicherheit wurde mit dem PsySafety-Check und das Second-Victim-Phänomen mit ausgewählten Items des SeViD-Fragebogens erfasst. Insgesamt nahmen 48 Pflegekräfte aus drei Settings teil. Die Auswertung erfolgte deskriptiv sowie inferenzstatistisch. Ergebnisse: Es zeigte sich ein signifikanter negativer Zusammenhang zwischen psychologischer Sicherheit und der Verarbeitung von Second-Victim-Erfahrungen. Höhere psychologische Sicherheit ging mit geringeren Reaktionen (r = -0,391; p = 0,009), kürzerer Erholungsdauer (r = -0,426; p = 0,004) und geringerer fortbestehender Belastung (r = -0,466;p = 0,002) einher. Zwischen den Pflegesettings bestanden keine signifikanten Unterschiede. Setting-spezifisch trat der Zusammenhang jedoch ausschließlich in der stationären Akutpflege signifikant auf. Diskussion: Die Ergebnisse bestätigen, dass höhere psychologische Sicherheit mit einer besseren Verarbeitung von Second-Victim-Erfahrungen verbunden ist. Besonders in der stationären Akutpflege wirkt psychologische Sicherheit deutlich entlastend, während in der ambulanten und stationären Langzeitpflege kaum Zusammenhänge erkennbar waren. Damit bestätigt die Untersuchung den grundlegenden Einfluss eines unterstützenden Teamklimas, weist aber gleichzeitig auf settingabhängige Unterschiede in dessen Wirksamkeit hin.
Gesundheitsmanagement und Change-Prozesse im Produktionsumfeld: Einbindung operativer Mitarbeitender am Beispiel von Beiersdorf Manufacturing Leipzig GmbH (2025)
Marasus, Lisann
In modernen Produktionsumgebungen verlaufen Veränderungsprozesse immer schneller, während operative Mitarbeitende aufgrund von Schichtarbeit, eng getakteten Abläufen und eingeschränkten Kommunikationswegen oft nur begrenzt eingebunden werden können. Gleichzeitig steigt die Bedeutung von Gesundheit als Voraussetzung für Leistungsfähigkeit und Veränderungsbereitschaft. Die Arbeit untersucht daher, wie operative Mitarbeitende im Werk Beiersdorf Manufacturing Leipzig GmbH (BML) in Gesundheits- und Veränderungsprozesse einbezogen werden können und welche Rahmenbedingungen ihre Beteiligung fördern oder erschweren. Zur Beantwortung dieser Fragestellung wurde ein qualitatives Forschungsdesign umgesetzt. Dafür wurden sieben leitfadengestützte Interviews mit operativen Mitarbeitenden erhoben und nach Kuckartz (2024) inhaltlich ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass Gesundheitsangebote grundsätzlich auf Interesse stoßen, ihre Nutzung jedoch häufig durch den Arbeitsaufwand im Schichtbetrieb begrenzt wird. Informationen erreichen die Beschäftigten unterschiedlich gut. Meist sind digitale Kanäle im laufenden Betrieb nur eingeschränkt nutzbar, während die persönliche Weitergabe stark von Bereich und Teamleitung abhängig ist. Deutlich wird, dass Beteiligung vor allem dort gelingt, wo Informationen frühzeitig, klar und alltagsnah vermittelt werden und wo Rückmeldungen der Mitarbeitenden sichtbar berücksichtigt werden. Die Untersuchung zeigt deutlich, dass Gesundheit, Kommunikation und Beteiligung im Produktionsumfeld eng miteinander verbunden sind. Die Ergebnisse unterstreichen den Bedarf, Kommunikationswege verlässlicher zu gestalten, niedrigschwellige Gesundheitsangebote stärker an den Arbeitsalltag anzubinden und operative Mitarbeitende konsequenter in die Weiterentwicklung einzubeziehen, um künftige Veränderungsprozesse wirkungsvoll zu unterstützen.
Analyse der biomechanischen Eigenschaften von IntraOS-Schrauben bei versorgten geriatrischen Sprunggelenksfrakturen (2025)
Alabed, Maher
Die demografische Entwicklung in Deutschland führt zu einer wachsenden Patientenpopulation im fortgeschrittenen Alter, wodurch auch orthopädische Verletzungen an Relevanz zunehmen. Insbesondere Sprunggelenksfrakturen stellen eine häufige und klinisch bedeutsame Verletzungsform in dieser Altersgruppe dar, für deren optimale Versorgung eine belastbare biomechanische Grundlage erforderlich ist. Diese Bachelorarbeit untersucht die biomechanischen Eigenschaften von IntraOS-Schrauben, um deren Eignung und Stabilität bei geriatrischen Sprunggelenksfrakturen wissenschaftlich zu evaluieren. Im Rahmen der vorliegenden Arbeit wurde eine kombinierte biomechanische Analyse durchgeführt, die radiologische Messungen an Patientendaten mit experimentellen Laboruntersuchungen verbindet. Die Studie umfasst 102 geriatrische Patienten mit verschiedenen Sprunggelenksfrakturen, deren radiologische Aufnahmen sowie klinische Daten systematisch ausgewertet wurden. Die Ergebnisse belegen eine konsistente Größenabhängigkeit der biomechanischen Parameter und zeigen eine Übereinstimmung zwischen beiden Analysemethoden. Diese Auswertung demonstriert, dass IntraOS-Schrauben vorhersagbare Eigenschaften aufweisen und somit eine Grundlage für die geplante Stabilisierung vor der Operation in der geriatrischen Traumatologie bilden.
Vergleichende Analyse und Implementierung von Methoden der Audiosignalerfassung und -verarbeitung in einem Mikroprozessor zur automatischen Erkennung von Anomalien in der Geräuschkulisse von Rechenzentren (2025)
Kassem, Khaldon
Diese Arbeit untersucht verschiedene Methoden zur Erfassung und Verarbeitung von Audiosignalen mithilfe eines kostengünstigen STM32F411VE-Mikrocontrollers in Kombination mit einem digitalen MEMS-Mikrofon MP45DT02, um eine automatische Anomalieerkennung des Lüfters in Rechenzentren zu ermöglichen. Das System wurde vollständig auf Registerebene implementiert, um eine präzise Steuerung, geringe Latenz und minimale Rechenlast ohne Hardware-Abstraktionsschichten zu gewährleisten. Verschiedene Ansätze zur Audioerfassung und -verarbeitung wurden bewertet, um die effizienteste Lösung innerhalb der begrenzten Hardware-Ressourcen zu identifizieren. Die aufgezeichneten Signale wurden gefiltert, dezimiert und mithilfe der Fast Fourier Transform (FFT) im Frequenzbereich analysiert, um Unregelmäßigkeiten im Lüftergeräusch zu erkennen. Die Ergebnisse zeigen, dass eine genaue Echtzeiterkennung auch auf einer ressourcenbeschränkten Embedded-Plattform möglich ist, wenn Hardware und Signalverarbeitung optimal aufeinander abgestimmt werden. Die Arbeit liefert ein Best-Practice-Konzept für effiziente Audioerfassung und -analyse auf Mikrocontrollern und bildet die Grundlage für zukünftige adaptive Überwachungssysteme in der akustischen Zustandsdiagnose.
Schlafen Studierende gut? Eine quantitative Befragung zum Zustand des Schlafverhaltens von Studierenden. (2025)
Guthke, Robin
Einleitung: Der Schlaf nimmt ein Drittel der Lebenszeit ein. Dieser ist ein dynamisches Verhalten, welches durch komplizierte und präzise Mechanismen im Gehirn kontrolliert wird. Die Wichtigkeit erschließt sich nicht, wenn gut und ausreichend geschlafen wurde, sondern wenn der Schlaf zur kurz oder gestört war. Negative Konsequenzen nach einer schlechten Nacht können eine verminderte Leistungsfähigkeit oder ein erhöhtes Erkrankungsrisiko sein. Ziel- und Fragestellung: Das Ziel dieser Arbeit war es, einen ersten Einblick in das Schlafverhalten von Studierenden der Westsächsischen Hochschule Zwickau zu erlangen. Dadurch sollten Schwachstellen im Schlafverhalten und der Schlafqualität der Studierenden ermittelt werden und es sollten Hilfestelllungen bereitgestellt werden und das Schlafverhalten und die Schlafqualität zu verbessern. Methodik: Das Design dieser Arbeit war eine Querschnittsstudie. Die Datenerhebung erfolgte über einen quantitativen online-Fragebogen. Dieser wurde im Zeitraum vom 13.08.2025 bis 8.09.2025 veröffentlicht. Die Veröffentlichung erfolgte über den E-Mail-Verteiler der Hochschule und ging an alle immatrikulierten Studierenden im Sommersemester 2025. Die Daten wurden deskriptiv mittels SPSS-Version 29 ausgewertet. Ergebnisse: Die meisten Studierenden der Westsächsischen Hochschule Zwickau weisen eine gute Schlafqualität auf. Diese hängt mit der hohen Anzahl an geschlafenen Stunden, der nicht häufig unterschiedlichen Bettgehzeiten, eines guten Einschlafverhaltens und einer nur selten bis manchmal eingeschränkte Leistungsfähigkeit zusammen. Soziodemographische Faktoren wie Alter, Geschlecht oder der angestrebte Abschluss beeinflussen das Schlafverhalten und die Schlafqualität kaum. Eine Nebentätigkeit beeinflusst das Schlafverhalten dahingehend, dass die Studierenden weniger Schlafen und zeitiger aufstehen. Diskussion: Um das Schlafverhalten und die Qualität weiter zu verbessern, ist von entscheidender Bedeutung vor dem Schlafengehen auf Blaulicht zu verzichten. Anstatt das Handy oder den Fernseher zu benutzen ist es ratsamer, ein Buch zu lesen oder einen Spaziergang zu machen. Ein mögliches auftretendes Problem der Studierenden ist die Müdigkeit am nächsten Tag in verschiedenen Situationen. Dieses Problem lässt sich durch ein verbessertes Einschlafverhalten beheben.
Charakterisierung einer Swept-Source VCSEL für OCT-Anwendungen in der Medizintechnik (2025)
Halusa, Philipp
Diese Arbeit untersucht die Charakterisierung einer Swept-Source VCSEL für Anwendungen der optischen Kohärenztomografie. Ziel war es, das spektrale Emissionsverhalten im Dauerstrich und gepulsten Betrieb zu erfassen, die linearen Abhängigkeiten der Emissionswellenlänge von Betriebsstrom und Betriebstemperatur (Wellenlängenkennlinie) zu bestimmen und die Eignung der Lichtquelle für OCT-Messaufgaben zu bewerten. Im Rahmen dieser Bachelorarbeit wurde ein kompaktes Gitterspektrometer entwickelt und aufgebaut, das ein zeitliches Auflösungsvermögen 20 ns bei einem spektralen Auflösungsvermögen von ≈ 1,112 · 10^4 erreicht. Auf dieser Grundlage wurden die Wellenlängenkennlinie einer Swept-Source VCSEL sowohl im cw- als auch im gepulsten Betrieb aufgenommen, die resultierenden Tuning-Koeffizienten bestimmt und die Eignung der Quelle für kostengünstige OCT-Anwendungen bewertet.
Softwareintegration eines DLIP-Bearbeitungskopfes zur automatischen Umschaltung der Strukturperiode (2025)
Heinritz, Jakob
Die vorliegende Bachelorarbeit hatte das Ziel, die bestehende Anlagensoftware derFirma ACSYS Lasertechnik GmbH so zu erweitern, dass Oberflächenfunktionalisierungen mit sehr kleinen regelmäßigen Strukturen einfach und prozesssicher hergestellt werden können. Die dazu verwendete Hardware bestand aus einem Laser, einem DLIP-Modul der Firma Fusion Bionic und einem PC mit einer Steuerkarte der Firma Scanlab. Ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit war die Implementierung einer Multithreading-Schnittstelle zur Kommunikation mit dem DLIP-Controller. Dazu wurde ein Zustandsautomat entwickelt, welcher die Initialisierung, das Verfahren und die Statusüberwachung des DLIP-Moduls sicherstellt. Ein weiterer Aspekt war die Untersuchung von entstehenden Fehlern, wie Fokusverschiebung und Arbeitsfeldverzerrung. Dabei wurde der mathematische Zusammenhang zwischen Strukturperiode und Fokusverschiebung ermittelt. Das Ergebnis dieser Arbeit ist eine Softwareerweiterung, welche die Ansteuerung des DLIP-Moduls sowie die weitestgehend automatische Korrektur der entstehenden optischen Fehler realisiert. Die Erweiterung wurde erfolgreich auf unterschiedlichste Fehlereinflüsse (Fehleingaben, Kommunikationsabbrüche, etc.) getestet. Die Software kann so auf einer noch zu entwickelnden neuen Anlage kundentauglich eingesetzt werden.
Plasmaelektrolytisches Polieren (PEP) von NiTi-Drähten (2025)
Jumaa, Lamiaa
Die Arbeit untersucht das plasmaelektrolytische Polieren (PEP) von NiTi-Drähten mit dem Ziel, hohe Oberflächenqualität bei möglichst geringer Maßänderung zu erreichen. Bewertet werden Rauheit (Sa), Durchmesserverlust (ΔD) sowie mikrostrukturelle und chemische Veränderungen (LM/SEM/EDX). Ergebnisse zeigen, dass PEP die Oberfläche wirksam glättet und eine TiO₂-angereicherte, homogenere Schicht erzeugt. Zugleich lassen sich Prozessfenster identifizieren, die ein günstiges Verhältnis aus Glättung und minimalem Abtrag bieten. Damit liefert die Arbeit praxisnahe Leitlinien für die Nachbearbeitung von NiTi in sensiblen Anwendungen, insbesondere der Medizintechnik.
Systemübergreifender Austausch strukturierter Daten am Beispiel von Speiseplandaten: Konzeption und prototypische Umsetzung eines Exportmoduls (2025)
Niiazakhunova, Sara
Diese Bachelorarbeit behandelt die Konzeption und prototypische Umsetzung eines Ex-portmoduls zur automatisierten Datenübertragung zwischen zwei Versionen der Konka Management Suite (KMS1 und KMS2) im System der Kamasys GmbH. Ziel war es, manuelle Exportschritte abzulösen und eine erweiterbare, konfigurierbare Lösung zu schaffen. Grundlage bildet das Prinzip Extract, Transform, Load (ETL) in modularer Architektur. Die Steuerung erfolgt über Yet Another Markup Language (YAML), wodurch Anpassungen ohne Codeänderung möglich sind. Als Exportformat dient primär JavaScript Object Notation (JSON); Erweiterungen für Extensible Markup Language (XML) und Comma Separated Values (CSV) sind durch ein Strategy-Muster vorgesehen. Die technische Umsetzung basiert auf Java, Spring Boot und dem Entwurfsmuster Chain of Responsibility. Tests bestätigten Funktionalität, Stabilität und Kompatibilität mit dem zukünftigen Importmodul von KMS1. Die Arbeit zeigt eine praxisnahe Lösung mit Potenzial zur Weiterentwicklung.
Kompetenzlücke nach der generalistischen Pflegeausbildung - eine qualitative Studie am Beispiel des Erzgebirgsklinikums am Standort Stollberg (2025)
Wappler, Sara
Hintergrund: Der demografische Wandel sowie die steigende Lebenserwartung verschärfen den Fachkräftemangel in der Pflege zunehmend. Als eine Gegenmaßnahme wurde 2017 das Pflegeberufegesetz verabschiedet, welches die Einführung der generalistischen Pflegeausbildung vorsieht. Ziel der Reform ist, durch die Zusammenführung der Ausbildungen in eine generalistische Pflegeausbildung die Flexibilität und Einsatzfähigkeit der Pflegekräfte zu erhöhen. Erste Studien zeigen jedoch, dass die Umsetzung der generalistischen Pflegeausbildung aus unterschiedlichsten Sichtweisen kritisch bewertet wird, insbesondere in Hinblick auf die durch die Ausbildung vermittelten Kompetenzen. Ziel- und Fragestellung: Ziel der Bachelorthesis ist es, zu untersuchen, ob nach Abschluss der generalistischen Pflegeausbildung Kompetenzlücken bestehen, welche eine sichere und selbstständige Berufsausübung erschweren. Dabei soll ermittelt werden, in welchen Bereichen mögliche Kompetenzlücken auftreten und ob diese in der Praxis kompensiert werden. Im Mittelpunkt stehen dabei die Einschätzungen von Stationsleitungen, Praxisanleitungen sowie Absolventen der generalistischen Pflegeausbildung. Methode: Die Datenerhebung erfolgte mittels leitfadengestützter Interviews mit Stationsleitungen, Praxisanleitungen und den Absolventen der generalistischen Pflegeausbildung zweier Fachkliniken. Die Auswertung der Daten wurde induktiv im Rahmen einer zusammenfassen den Inhaltsanalyse nach Mayring durchgeführt. Ergebnisse: Die Ergebnisse zeigen, dass nach Abschluss der generalistischen Pflegeausbildung Kompetenzlücken wahrgenommen werden. Diese beziehen sich insbesondere auf fachliche Kompetenzen in spezifischen Versorgungsbereichen sowie in den Bereichen Anatomie, Krankheitslehre und Medikamentenlehre. Darüber hinaus werden von den befragten Experten sowie Absolventen auch Defizite in personalen Kompetenzen und Handlungskompetenzen beschrieben. Diskussion/Schlussfolgerung: Es wird deutlich, dass die generalistische Pflegeausbildung Grundlagen für die Ausführung des Berufs der Pflegefachfrau oder des Pflegefachmannes legt, jedoch gibt es in vielen Bereichen nach der Ausbildung deutliche Kompetenzlücken. Um dem Ziel der generalistischen Pflegeausbildung gerecht werden zu können, sollte die Struktur der Ausbildung sowohl in den theoretischen als auch in den praktischen Ausbildungsanteilen überarbeitet und besser miteinander verzahnt werden.
Einflussfaktoren auf das Vertrauen in digitale Gesundheitsinformationen – eine experimentelle Untersuchung unter Studierenden (2025)
Berthel, Marie
Hintergrund: Mit der zunehmenden Digitalisierung des Gesundheitswesens ist das Internet zu einer der wichtigsten Quellen für gesundheitsbezogene Informationen geworden. Gleichzeitig variiert die Qualität dieser Informationen stark, und nicht alle Nutzer können deren Vertrauenswürdigkeit zuverlässig einschätzen. Vertrauen gilt daher als zentrale Voraussetzung für die Nutzung digitaler Gesundheitsinformationen. Methode: Es wurde eine experimentelle quantitative Online-Befragung unter Studierenden der Fakultät Gesundheits- und Pflegewissenschaften der Westsächsischen Hochschule Zwickau durchgeführt. Die zwei randomisierten Gruppen bewerteten unterschiedliche Varianten einer Gesundheitsinformation, die sich hinsichtlich der vier Gestaltungsmerkmale Quellenangabe, Sprache, Logo und Layout unterscheiden. Die digitale Gesundheitskompetenz wurde mithilfe der validierten eHEALS-Skala erhoben. Die Daten wurden deskriptiv und inferenzstatistisch ausgewertet. Ergebnisse: Die Ergebnisse zeigen, dass nur die Quellenangabe einen signifikanten Einfluss auf das Vertrauen hatte. Texte mit einer erkennbaren seriösen Quelle wurden als deutlich vertrauenswürdiger bewertet. Entgegen der aufgestellten Hypothese führte eine fachsprachliche Formulierung zu höherem Vertrauen als die Verwendung einfacher Sprache. Für Logo und Layout ließen sich keine signifikanten Effekte nachweisen. Die Studierenden wiesen insgesamt eine mittlere bis hohe digitale Gesundheitskompetenz auf. Es konnten keine signifikanten Zusammenhänge zwischen der digitalen Gesundheitskompetenz und der Vertrauensbewertung festgestellt werden. Diskussion: Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Vertrauen in digitale Gesundheitsinformationen zielgruppenspezifisch entsteht. Studierende der Gesundheits- und Pflegewissenschaften assoziieren Fachsprache mit Kompetenz und wissenschaftlicher Genauigkeit, während visuelle Gestaltungselemente eine geringere Rolle spielen. Für Bevölkerungsgruppen mit niedrigerer Gesundheitskompetenz ist hingegen anzunehmen, dass Verständlichkeit und Struktur stärker zum Vertrauen beitragen. Vertrauen in digitale Gesundheitsinformationen entsteht aus dem Zusammenspiel von inhaltlichen und formellen Merkmalen, sowie der individuellen Gesundheitskompetenz. Eine transparente Quellenkommunikation und eine zielgruppengerechte sprachliche Aufbereitung sind zentrale Voraussetzungen für glaubwürdige digitale Gesundheitskommunikation. Die Ergebnisse liefern praxisrelevante Hinweise für die Entwicklung von Gesundheitsportalen, Informationskampagnen und digitalen Bildungsangeboten.
Präsentismus bei Pflegekräften im Krankenhaus: Eine qualitative Untersuchung zu Ursachen, Motiven und Auswirkungen (2025)
Uhlig, Anna Katharina
Hintergrund: Als Präsentismus wird das Verhalten beschrieben, bei dem ein Arbeitnehmer trotz Krankheit zur Arbeit erscheint. Es handelt sich um ein weit verbreitetes Phänomen besonders im Gesundheitswesen, das negative Folgen für die Gesundheit der Betroffenen, die Arbeitsqualität sowie das soziale Umfeld mit sich bringt. Beeinflusst wird die Entscheidungsfindung durch personenbezogene, arbeitsbezogene und organisationale Faktoren. Zielsetzung und Forschungsfragen: Das Ziel der Arbeit ist es, die Ursachen, Einflussfaktoren und Motive für Präsentismus bei Pflegekräften im Krankenhaus herauszustellen und die daraus resultierenden Auswirkungen zu analysieren. Die zugehörigen Forschungsfragen lauten: „Welche Ursachen und Motive nehmen Einfluss auf die Entscheidungsfindung von Pflegekräften krank zu arbeiten?“ und „Welche Folgen und Auswirkungen hat Präsentismus aus Sicht der Betroffenen auf ihre eigene Gesundheit, auf ihr Umfeld und auf ihre Arbeitsqualität?“ Methodik: Die Untersuchung basiert auf einem qualitativen Forschungsansatz. Es wurden insgesamt sechs Leitfadeninterviews mit jeweils drei Pflegefachkräften aus dem Erzgebirgsklinikum Zschopau und dem Universitätsklinikum Leipzig geführt. Anschließend wurden die Interviews nach Kuckartz transkribiert und mittels der Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet. Dabei wurden sowohl induktiv als auch deduktiv die Kategorien gebildet. Ergebnisse: Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Präsentismus besonders durch das Verantwortungsbewusstsein gegenüber den Kollegen, die Angst vor Konsequenzen, vom Team ausgehender Druck und die Personalsituation beeinflusst wird. Zusätzlich verstärken individuelle Bewertungsprozesse, wie das Relativieren von Krankheitssymptomen und das Hoffen auf Besserung dieses Verhalten. Als Auswirkung des kranken Arbeitens lassen sich eine längere Erholungs- und Genesungsphase feststellen. Außerdem verschlechtert sich die Arbeitsqualität durch eine verschlechterte Konzentrations- und erhöhte Fehleranfälligkeit. Auch das Umfeld wird negativ beeinträchtigt durch ein Ansteckungsrisiko bei infektiösen Krankheiten. Um trotz Krankheit Arbeiten zu können, wird auf Strategien wie das Tragen von Mund- und Nasenschutz, Medikamenteneinnahme oder eine Aufgabenmodifikation zurückgegriffen. Diskussion und Fazit: Die Ergebnisse zeigen, dass Präsentismus unter Pflegekräften weit verbreitet ist und durch die Kombination verschiedener Einflussfaktoren bedingt ist. Zudem birgt dieses Verhalten verschiedene negative Folgen, sowohl für die Pflegekräfte selbst als auch für ihr Umfeld. Eine verbesserte Organisations- und Kommunikationskultur, Maßnahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements und teamfördernde Maßnahmen können einen Beitrag zur Präsentismus-Prävention leisten.
No-Shows in der Radiologie – Eine retrospektive Sekundärdatenanalyse zu Einflussfaktoren und prädiktiven Mustern bei Patiententerminen anhand von Patientendaten einer radiologischen Einrichtung (2025)
Smolik, Angelina
Diese Bachelorarbeit wurde im Rahmen des Studienganges "Gesundheitsmanagement" an der Fakultät Gesundheits- und Pflegewissenschaften verfasst und beschäftigt sich mit dem Thema "No-Shows in ambulanten radiologischen Einrichtungen". Ziel der vorliegenden Arbeit war es, Einflussfaktoren auf das Nichterscheinen der Patientinnen und Patienten zu ihrem verbindlich vereinbarten Termin zu identifizieren. Auf Grundlage retrospektiver Routinedaten wurden mithilfe von IBM SPSS Statistics Häufigkeitsanalysen, bivariate Tests sowie eine binäre logistische Regression durchgeführt. Die vorliegende Arbeit liefert wichtige Erkenntnisse für das Terminmanagement in ambulanten radiologischen Einrichtungen und zeigt potenzielle Ansatzpunkte zur Reduktion von No-Shows und bietet eine Grundlage für weiterführende Forschungen.
Externe Datenquellen für LLMs: Konzepte und prototypische Datenbankintegration mit ChatGPT (2025)
Böhm, Arian
Im Rahmen dieser Arbeit wurde untersucht, inwieweit sich das Function Calling von ChatGPT nutzen lässt, um automatisch SQL-Queries aus natürlichsprachlichen Anfragen zu generieren. Ziel war es, zu prüfen, ob durch die Anreicherung von Modellinformationen zu Tabellen und Spalten eine korrekte Übersetzung von Klartext in strukturierte SQL-Abfragen möglich ist. Dazu wurde eine Anwendung entwickelt, die ChatGPT über eine API mit zusätzlichen Datenbankinformationen versorgt. Neben der Nutzung klassischer Prompts kamen auch Embeddings zum Einsatz, um Rechtschreibfehler und umschriebene Formulierungen besser erkennen zu können. In mehreren Testdurchläufen wurden unterschiedliche Versionen der Anwendung evaluiert und die Erfolgsquoten systematisch verglichen. Die Ergebnisse zeigen, dass Anfragen mit exakten Angaben zu Tabellen- und Spaltennamen überwiegend korrekt verarbeitet werden. Allerdings traten Schwierigkeiten bei fehlerhaften Eingaben, Beschreibungen von Tabellen oder bei der Verwendung von Fremdschlüsseln auf. Mit Embeddings konnte die Korrektheit insbesondere bei Fehleranfragen deutlich gesteigert werden. Insgesamt konnte eine maximale Erfolgsquote von 42 % erreicht werden. Die Arbeit verdeutlicht, dass ChatGPT in Kombination mit Function Calling und Embeddings ein vielversprechender Ansatz für die automatische Generierung von SQL-Queries ist. Gleichzeitig wird deutlich, dass für eine produktive Nutzung weitere Verbesserungen, insbesondere hinsichtlich Robustheit, Fremdschlüssel-Logik und Modellwahl, notwendig sind.
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