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This paper takes a practical approach to developing 2D, flat, sheet brass bell patterns for brasswind instruments, as taught at the Imperial and Royal Musical Instrument-Making School in Graslitz. This study includes a geometric analysis of 23 functional flat sheet brass bell patterns and their corresponding mandrels from the collection at the Bundesfachschule für Musikinstrumentenbau Ludwigsburg. These results were compared with two 1920s drawings by Max Rölz, which provided essential insights into the method used. Our analysis demonstrates that the Graslitz Method offers a reliable framework for creating bell patterns. However, it still requires empirical work and trial-and-error adjustments. Despite its limitations, the Graslitz Method remains a valuable tool in contemporary brasswind instrument-making.
Der öffentliche Raum gilt als zentraler Ort gesellschaftlicher Begegnung und Teilhabe, welcher frei zugänglich, inklusiv ist und Möglichkeiten des Mitgestaltens bietet. In der Praxis wird er jedoch zunehmend durch bauliche Maßnahmen der "defensiven Architektur" eingeschränkt. Elemente wie Sitzbank-Trennungen, Zäune oder Gitter sollen bestimmte Nutzungsformen verhindern und verdrängen insbesondere wohnungslose Menschen sowie Personen, die sich länger im öffentlichen Raum aufhalten möchten. Dadurch wird der öffentliche Raum immer stärker kontrolliert und reguliert, was Fragen nach seiner tatsächlichen Offenheit und Gemeinschaftsfunktion aufwirft.
Die Arbeit befasst sich mit der historischen Entwicklung öffentlicher Räume. Dabei werden typische Gestaltungselemente analysiert und auf die psychologischen Auswirkungen auf den Menschen eingegangen. Gleichzeitig gibt es Ausblick auf alternative Ansätze, wie partizipative Stadtgestaltung und Bürgerbeteiligung und warum Konzepte wie das „Recht auf Stadt“ weiterhin von Bedeutung sind.
Beton und Asphalt verdrängen in Städten zunehmend Boden und Pflanzen und damit auch die Lebensgrundlage für ein gesundes urbanes Klima. Diese Arbeit untersucht, wie Natur trotz steigender CO₂-Emissionen und zunehmender urbaner Wärmeinseln wieder Teil der gebauten Stadt werden kann und zeigt anhand von Beispielen wie dem Bosco Verticale in Mailand, welches Potenzial Stadtbegrünung für Klima und Lebensqualität bereits heute hat.
Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf Kryptogamen wie Moosen und Flechten, die sich auf urbanen Oberflächen ansiedeln. Obwohl sie ökologisch und klimatisch wertvoll sind, werden sie kulturell häufig als Schmutz wahrgenommen und gezielt entfernt. Die Arbeit zeigt anhand biorezeptiver Materialien und Systeme, wie Architektur stattdessen so gestaltet werden kann, dass diese Organismen bewusst gefördert statt verdrängt werden.
Ein weiterer Schwerpunkt ist der Nahrungsmittelanbau an Gebäuden. Anhand von Beispielen für vertikales und rooftop Farming wird gebäudeintegrierter Anbau als Antwort auf die Notwendigkeit urbaner Lebensmittelproduktion vorgestellt. Textile Substrate erweisen sich dabei als vielversprechende Wachstumsträger.
Zusammen zeigen die Themen, dass Natur in der Stadt kein Widerspruch zum gebauten Raum ist, sondern ein gestalterisches Material mit eigenem Zukunftspotenzial, das bisher zu wenig genutzt wird.
Eine Auseinandersetzung mit der Frage, wie textile Prinzipien wie Modularität, Rapport und Kreislauffähigkeit auf das Bauen übertragen werden können und welches Potenzial sich daraus für eine zukunftsfähige Baukultur ergibt. Ausgehend von Gottfried Sempers Bekleidungstheorie, die das Textile als Ursprung der Architektur beschreibt, wird der historische und theoretische Zusammenhang zwischen textilem Denken und Raumbildung untersucht. Die Arbeit zeigt, dass traditionelle Bauweisen mit natürlichen Materialien wie Lehm, Stroh und Holz einer Logik der Erneuerbarkeit, Reparierbarkeit und Kreislauffähigkeit folgen, die enge Resonanzen zu textilen Praktiken aufweist. Darüber hinaus werden aktuelle Forschungsansätze zu natürlichen Faserstoffen und Verbundmaterialien im Bauwesen beleuchtet und ihr Potenzial für eine ökologische Materialwende diskutiert. Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Rückkehr zu textilen Prinzipien im Bauen kein Rückschritt ist, sondern ein zukunftsfähiges Denkmodell, das konkrete Antworten auf die ökologischen und materiellen Herausforderungen des zeitgenössischen Bauens bieten kann.
Die Arbeit „GANZ SCHÖN HÄSSLICH – Der ambivalente Blick auf weibliche Schönheit“ setzt sich kritisch mit gesellschaftlichen Schönheitsidealen und Geschlechterrollen auseinander. Anhand von Kunstgeschichte und Textildesign wird untersucht, wie Körperbilder damals wie heute geformt und kontrolliert werden.
Im Mittelpunkt steht der Widerspruch moderner Schönheits- und Optimierungszwänge. Die Arbeit zeigt, wie das langsame, echte Handwerk als greifbarer Widerstand gegen diese Zwänge dient, während gleichzeitig soziale Medien genutzt werden, um gemeinsamen Protest zu organisieren.
Die Bachelorarbeit untersucht Tätowierungen als kulturhistorisches und gesellschaftliches Phänomen. Anhand verschiedener Beispiele – von den Marquesas-Inseln über Japan, die Französische Revolution und die DDR bis in die Gegenwart – wird gezeigt, dass Tätowierungen weit mehr als ein Modetrend sind. Sie dienen als Ausdruck von Identität, Zugehörigkeit und kultureller Tradition.
Auf Grundlage dieser historischen Betrachtung entwickelt die Arbeit zudem ein Zukunftsszenario, das sich an den Prognosen des 'Club of Rome' orientiert. Dabei wird der Frage nachgegangen, welche Rolle Tätowierungen unter zukünftigen klimatischen und gesellschaftlichen Veränderungen einnehmen könnten.
Hand.Werk. - Entwicklung eines handwerklich gestalterischen Vorkurses für zukünftige Studierende
(2026)
Die vorliegende Arbeit untersucht, welche Anforderungen ein handwerklich orientiertes Vorstudium unter den Bedingungen zeitgenössischer Designausbildung erfüllen muss und entwickelt auf dieser Grundlage ein eigenes Vorkursmodell. Ausgangspunkt ist die Erkenntnis, dass handwerkliche Praxis eine unverzichtbare Grundlage gestalterischen Denkens bildet, ihre Vermittlung jedoch aus dem Studium herausgelöst werden kann, um Raum für komplexere Kompetenzen wie kritisches Denken, Reflexion und systemisches Arbeiten zu schaffen. Der entwickelte Ansatz versteht Handwerk dabei nicht als Selbstzweck, sondern als Methode, um Gestaltung als experimentellen, vernetzenden und gesellschaftlich wirksamen Prozess zu begreifen.
Die Arbeit untersucht, warum Besteck zugleich funktionales Urwerkzeug und bewusstes Designobjekt sein kann. Anhand der mitteleuropäischen Besteckkultur und der Theorien von Flusser, Norman und Heidegger zeigt sie, dass diese Dualität nicht im Gegenstand selbst liegt, sondern im Verhältnis zwischen Mensch und Gegenstand: Ob Besteck als Werkzeug verschwindet oder als Designobjekt hervortritt, entscheidet der Kontext und die Haltung des Benutzers.
Die Arbeit analysiert klassische Gestaltungsprinzipien des Bauhauses sowie die Potenziale des Makro-3D-Drucks im Möbeldesign. Der im Rahmen der Arbeit entstandene Möbelentwurf formuliert eine mögliche Antwort auf die Frage, wie Bauhäusler diese innovative Fertigungsmethode für ihre gestalterischen und konstruktiven Ansätze genutzt hätten.
Denken in Bilder
(2026)
Der Zaun
(2026)
Zäune prägen den Straßenraum – und werden selten bewusst gestaltet. Diese Arbeit fragt, ob ein Zaun trennen muss oder zur Schwelle werden kann. Simmel und Gehl liefern die Theorie, eine Fotodokumentation im Erzgebirge die Empirie. Drei Prototypen aus Lärchenholz geben die gebaute Antwort: Trennung ist eine Entscheidung – und eine gestaltbare.
Diese Bachelorthesis untersucht die Konzertkleidung klassischer Musiker*innen mit Fokus auf der historischen Herleitung, Funktionalität und Ästhetik. Eine Umfrage und Gespräche mit Musiker*innen zeigen individuelle Perspektiven zum Thema. Die Kleidung der Zupforchester und deren funktionelle Probleme werden gesondert betrachtet und nach Lösungsvorschlägen gesucht.
Der Körper jenseits der Norm
(2026)
Diese Arbeit befasst sich mit der Organisation von Unterweisungen im Rahmen des Arbeitsschutzes und der Rolle von Führungskräften im Unterweisungsprozess. Ziel der Arbeit ist die Entwicklung eines Konzeptes zur systematischen und nachhaltigen Organisation von Unterweisungen.
Hierzu wurden zunächst die relevanten rechtlichen Grundlagen betrachtet, sowie die grundlegenden Anforderungen an Unterweisungen. Anschließend wird auf Basis der Analyse der Unterweisungsorganisation ein Konzept entwickelt, das die Unterweisungen systematisch organisieren soll und die Führungskräfte bei der Ausübung ihrer Verantwortung im Rahmen des Unterweisungsprozesses unterstützen soll.
Die Elektrifizierung gewinnt insbesondere in den Bereichen Mobilität und Wärmeversorgung zunehmend an Bedeutung. Der damit verbundene steigende Leistungsbedarf muss durch leistungsfähige Energieversorgungsnetze abgesichert werden, wodurch sich für die zuständigen Netzbetreiber erhebliche Herausforderungen ergeben.
Ziel dieser Arbeit ist die Entwicklung einer Netzausbaustrategie für das Mittelspannungsnetz der Zwickauer Energieversorgung. Hierzu wurde zunächst das bestehende Netz in Zwickau hinsichtlich seiner Übertragungskapazitäten und vorhandenen Leistungsreserven analysiert. Auf Grundlage eines wahrscheinlichen sowie eines Worst-Case-Lastszenarios bis zum Jahr 2045 wurden verschiedene Ausbauvarianten für das Mittelspannungsnetz erarbeitet. Im Anschluss daran erfolgte die Auswahl einer Vorzugsvariante.
Ergebnis der Diplomarbeit ist eine darauf basierende Ausbaustrategie bis zum Jahr 2045 einschließlich einer Zusammenstellung der Investitionskosten für die erforderlichen Netzmaßnahmen.