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Die Pflege-Transparenzberichte stationärer Pflegeeinrichtungen sollen dem Verbraucher als Instrument im Auswahlprozess einer geeigneten Pflegeeinrichtung dienen, um das vorliegende Qualitätsniveau abzubilden sowie Vergleiche zwischen den Einrichtungen zu ermöglichen. Die stationären Pflegeeinrichtungen waren bestrebt die Bestnote 1,0 zu erhalten, wobei die Pflegenoten seit Einführung stark kritisiert wurden. Dennoch konnte die Betrachtung der Pflege-Transparenzberichte als Informationsgrundlage dienen, indem neben der Qualitätsbewertungen ebenso Informationen zu strukturellen Gegebenheiten, wie medizinische Versorgung und Preise angegeben waren. Die vorliegende Arbeit sollte eine umfassende Analyse zum Qualitätsniveau und strukturellen Bedingungen in sächsischen stationären Pflegeeinrichtungen geben, sowie Einflüsse möglicher Faktoren auf das Heimentgelt pro Tag aufdecken. Ebenso wurde untersucht, ob mögliche Zusammenhänge zwischen Pflegenote und Preise für die Leistungen, Pflegenote und Auslastung oder zwischen Preise der Leistungen und Auslastung bestehen. Des Weiteren wurde untersucht ob sich die Preise, Pflegenoten und Auslastung nach der Trägerschaft bzw. Einrichtungsart unterscheiden.
Aus diesem Grund wurden Pflege-Transparenzberichte mit der Prüfungs-grundlage 2017 und die Preise von 655 sächsischen vollstationären Dauerpflegeeinrichtungen ausgewertet. Die Berechnung des mittleren Gesamtheim-entgelt erfolgte mittels der bundesweiten Anteile pro Pflegegrad. Es wurden sowohl bivariate Korrelationen nach Spearman und Eta, als auch nicht-parametrische Verfahren (Kruskal-Wallis-H-Test) und binäre logistischen Regressionsanalysen durchgeführt. Es konnten sehr gute Qualitätsbewertungen in den untersuchten Einrichtungen festgestellt werden. Im Durchschnitt erhielten die vollstationären Pflegeeinrichtungen in Sachsen eine Gesamtpflegenote von 1,2. Das mittlere Heimentgelt pro Tag betrug 85,58
Einleitung: Der demografische Wandel sorgt dafür, dass die Anzahl der Erwerbstätigen in den nächsten Jahren in Deutschland rapide abnehmen wird. Dies und die zunehmende Alterung der erwerbstätigen Bevölkerung, führt zu einem Wissensverlust und Fachkräf-temangel. Tendenziell sind vorwiegend ältere Arbeitnehmer von Langzeiterkrankungen betroffen. Nach dem 60. Lebensjahr steigt die Anzahl der Fehltage im Falle einer Krank-schreibung im Durchschnitt auf 20 Tage.
Theoretischer Hintergrund: Im Hinblick auf diese Humanressourcen verpflichtet das Neunte Sozialgesetzbuch Arbeitgeber ein Betriebliches Eingliederungsmanagement ein-zuführen. Es handelt sich hierbei um eine mehrstufige Maßnahme, die vom Arbeitgeber angeboten und bei Zustimmung des Arbeitnehmers mit ihm gemeinsam durchgeführt wird. Die Implementierung dieses Managementbereichs kann als Prozess erfolgen. Pro-zesse können in Prozessmodellen dargestellt werden und bilden dabei vereinfacht die Realität ab.
Methode: Unter Einbezug der Grundsätze der ordnungsgemäßen Prozessmodellierung wurden auf Basis einer systematischen Literaturrecherche zwei Prozessmodelle grafisch dargestellt.
Ergebnisse: Für die Durchführung des Betrieblichen Eingliederungsmanagements ist die Implementierung sowohl auf strategischer, fachlich-konzeptioneller und operativer Ebene notwendig. Die Einführung des Betrieblichen Eingliederungsmanagements muss nicht zwingend als Prozess erfolgen. Im Rahmen dieser Bachelorthesis wurden zwei Prozess-modelle erstellt, die miteinander korrelieren und einen Handlungsrahmen für die Durch-führung in Form von einzelnen Schritten bilden.
Diskussion: Ein Prozess kann es Arbeitgebern erleichtern, das Betriebliche Eingliede-rungsmanagement praktisch umzusetzen. Hierbei sind ggf. unternehmensspezifische An-passungen notwendig. Weiterer Forschungsbedarf besteht hinsichtlich der Applikabilität, der Komplikationen bei der Implementierung und des Kosten-Nutzen-Aufwandes des Prozesses für kleine und mittlere Unternehmen.
Fazit: Die Prozessmodelle bilden die theoretische Grundlage für die Umsetzung des Be-trieblichen Eingliederungsmanagements und die damit verbundene Optimierung der Nut-zung der personellen Ressourcen eines Unternehmens.
Einleitung/ Zielstellung: Um die Thematik des Kartsports aus einer gesundheitswissenschaftlichen Perspektive zu untersuchen, wurde eine Befragung zur Häufigkeit körperlicher Aktivität im Kartsport sowie dem Wohlbefinden durchgeführt. Dabei galt es zu überprüfen, ob regelmäßig aktive Freizeit- Kartsportler ein höheres Wohlbefinden aufweisen. Ebenso wurden Gründe ermittelt, welche für und gegen eine regelmäßige Ausübung von Kartsport sprechen.
Methodik: Die Erhebung der Daten erfolgte durch die Auslegung von Fragebögen am Empfang einer Outdoor- Kartbahn über einen zweiwöchigen Zeitraum. Ausgefüllt wurden die Bögen durch Besucher der Outdoor- Kartbahn, welche als Stichprobe bestimmt wurden. Die Auswertung der Daten erfolgte durch die Statistiksoftware IBM SPSS Statistics 25. Zur Messbarkeit der körperlichen Freizeitaktivität wurden die Bewegungsempfehlungen der WHO herangezogen. Eine Auswertung des Wohlbefindens erfolgte nach den Vorgaben des WHO- Five Well- being Index, wobei ein Mittelwertvergleich eine Aussage in Bezug auf die Aktivität ermöglichte. Gründe für und gegen eine regelmäßige Ausübung von Kartsport wurden durch die Analyse der Angaben von Zustimmung und Ablehnung in eine Reihenfolge gebracht.
Ergebnisse: 13 Personen üben an mindestens einem Tag pro Woche Kartsport in der Freizeit aus und zählen dadurch als regelmäßig aktiv. Insgesamt acht Befragte erfüllen die WHO- Bewegungsempfehlung in Bezug auf die Ausübung des Kartsports. Der Mittelwert des Wohlbefindens regelmäßig aktiver Kartsportler beträgt 65,53. Unregelmäßig aktive Kartsportler erreichen im Mittel einen Wert von 57,22.
Diskussion/ Schlussfolgerungen: Mit acht Personen erfüllt eine Minderheit die Empfehlungen zur Bewegung nach WHO in Bezug auf Kartsport als eine Form körperlicher Aktivität. Das Wohlbefinden von regelmäßig aktiven Kartsportlern weist im Mittel einen höheren Wert auf als das von unregelmäßig aktiven Kartsportlern. Die Gründe regelmäßiger körperlicher Betätigung im Kartsport sprechen mit Argumenten wie Spaß und dem Zusammensein mit Freunden am häufigsten für eine Verbesserung der Stimmung. Als Hauptkriterium gegen eine häufigere Betätigung im Bereich dieser Sportart ist für unregelmäßig aktive Kartsportler die fehlende Zeit zu nennen.
Unsere Gesellschaft lebt in einer technisierten und von Strom anhängigen Gesellschaft. Bei einem flächendeckenden, langanhaltenden Stromausfall spricht das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), in Bezug auf die Technikfolgeabschätzung des Deutschen Bundestags von einer nationalen Katastrophe. Der betrachtete flächendeckenden, langanhaltenden Stromausfall umfasst das Gebiet der Bundesrepublik und darüber hinaus (Europa) für mindestens einen Zeitraum von drei Tagen.
Die Arbeit verfolgt die Fragestellung ob es in der Stadt Leipzig, als urbanes Zentrum mit 600.000 Einwohnern, notwendig ist den bodengebundenen Rettungsdienst bei einem flächendeckenden, langanhaltenden Stromausfall aufrecht zu erhalten und im welchem Umfang dies passieren müsste. Was können mögliche Maßnahmen der Stadt Leipzig sein um dies zu erreichen und sollte die derzeitige Vorsorgestrategie in Deutschland und damit verbundene Gesetzgebung angepasst werden. Die Ergebnisse reflektieren die aktuelle Struktur des Rettungsdiensts der Stadt Leipzig, auf Basis der Rettungsdienstbereichsplanung und die damit verbundene Leistungsfähigkeit. Der Rettungsdienst der Stadt Leipzig gliedert sich derzeit in sechs Bereiche mit 19 Standorten für 7 Notarteinsatzfahrzeuge (NEF), 22 Rettungstransportwagen (RTW) und 43 Krankentransportwagen (KTW). Bis auf die Standorte der Berufsfeuerwehr Leipzig sind die Rettungsmittelstandort mit keiner Netzersatzanlage ausgestattet, die bei einem Stromausfall Notstrom liefern könnte. Personell verfügt die Stadt Leipzig täglich, über 192 Mitarbeiter die in zwei Schichten den Rettungsdienst und Krankentransport sicherstellen und somit im Fall des Stromausfalls verfügbar sind. Der Rettungsdienst in der Stadt Leipzig kann bei einem flächendeckenden, langanhaltenden Stromausfall im gesetzlich vorgeschriebenen Rahmen nicht aufrechterhalten werden. Eine Alternative in Form einer in den 63 Ortsteilen etablierten, autark funktionierende Vorsorgestrategie ist technisch und personell umsetzbar, muss aber planerisch durch die Gefahrenabwehrbehörden vorbereitet werden. Um dies zu begünstigen sind weitere Regelungen durch den Gesetzgeber, insbesondere um Kritische Infrastrukturen zu Vorsorge verpflichten, aus Sicht der Gefahrenabwehr unverzichtbar.
Der Weg in die Leiharbeit
(2019)
Einleitung/Zielstellung: Die Zahl der in Arbeitnehmerüberlassungen tätigen Pflegekräfte ist steigend. Aus verschiedenen Gründen entscheiden sie sich für diese Tätigkeit und werden für eine bestimmte Zeit von medizinischen oder pflegerischen Einrichtungen angefordert, um den bestehenden Personalmangel oder -ausfall zu kompensieren. Das Ziel dieser Arbeit war es die Beweggründe zu identifizieren, die Zufriedenheit zu messen und Zukunftsperspektiven von Pflegekräften in Arbeitnehmerüberlassungen einzuschätzen.
Methodik: Die Datenerhebung erfolgte mittels eines Fragebogens, der von Pflegekräften aus Arbeitnehmerüberlassungen ausgefüllt wurde. Dieser wurde im Vorfeld erstellt und ist nicht standardisiert. Der Befragungszeitraum betrug vier Wochen. Insgesamt konnten 21 ausgefüllte Fragebögen mittels der Statistiksoftware IBM SPSS (Superior Performing Software System) Statistics 24 ausgewertet werden.
Ergebnisse: Die Untersuchung der Beweggründe ergab, dass Leiharbeitnehmer sich aus ganz verschiedenen Gründen für diese Tätigkeit entscheiden. Das häufigste Motiv war die Unzufriedenheit beim vorherigen Arbeitgeber. Außerdem wurde festgestellt, dass diese Tätigkeit auch aus Interesse an einer neuen Herausforderung begonnen wird. Die Zufriedenheitsanalyse ergab, dass die meisten befragten Pflegekräfte mir ihren Arbeitsbedingungen zufrieden sind. Lediglich die Weiterbildungsmöglichkeiten wurden kritisch betrachtet. Das Angebot an Weiterbildungsmöglichkeiten und damit verbundenen Aufstiegschancen im Berufsleben in den befragten Unternehmen scheinen ausbaufähig zu sein. Der Mann-Whitney-U-Test ergab keinen signifikanten Zusammenhang zwischen Alter/Geschlecht und dem Erhalt von Wertschätzung/Zufriedenheit.
Diskussion: Die Beweggründe erwiesen sich als vielfältig und nachvollziehbar. Es ist positiv zu bewerten, dass zwischen Alter und dem Berufsabschluss kein signifikanter Zusammenhang zum Erhalt der Wertschätzung und der Zufriedenheit von Pflegekräften besteht. Im Vergleich zu anderen Zufriedenheitsbefragungen in der Pflegebranche schnitt die der Leiharbeitnehmer deutlich besser ab. Lediglich Weiterbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten erwiesen sich als ausbaufähig, um die Zufriedenheit der Angestellten weiterhin zu erhalten und zu steigern. In Bezug auf die gesamte Pflegebranche wurde festgestellt, dass der Einsatz von Leiharbeitern, unter anderem aus Kostengründen, nur eine zeitlich begrenzte Lösung darstellt. Es ist wichtig auch die Arbeitsbedingungen für Festangestellte zu optimieren, um Unzufriedenheiten entgegenzuwirken.
Fazit/Ausblick: Die Beweggründe für die Tätigkeit in Arbeitnehmerüberlassungen sollten noch tiefgründiger erforscht werden, um auch die Zufriedenheit Festangestellter in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen zu erhöhen und Fluktuation zu vermindern. Inwiefern dieses Ergebnis ein Abbild der Gesamtheit darstellt ist jedoch nicht beurteilbar. Es ergibt sich ein weiterer Forschungsbedarf aus dieser Arbeit. Es wäre von Bedeutung herauszufinden, inwieweit sich der Einsatz von Leiharbeitern auf die Qualität der Pflege und die Zufriedenheit von Pflegebedürftigen auswirkt. Ebenso wäre es wichtig zu erforschen, welche Herausforderungen Unternehmer darin sehen. Hierbei wären auch Interviews geeignet, um Emotionen besser wahrnehmen zu können.
Einleitung/ Zielsetzung: Um die Kosten der Wäscheversorgung zu reduzieren und die Benutzer*innenzufriedenheit zu erhöhen, wurde am UKD eine Prozessanalyse durchgeführt. Die Grundlage dieser Analyse war die neu eingeführte RFID Technologie in der Wäscheversorgung, anhand derer es möglich ist, genaue Analysen durchzuführen.
Methodik: Anhand einer Methodentriangulation aus Befragung, Beobachtung und Gruppendiskussion mit verschiedenen Akteur*innen der Wäscheversorgung wurden Prozessketten erstellt, die die Wäscheversorgung in einem Bereich des UKDs abbilden sollten. Die Befragung wurde am gesamten UKD durchgeführt und diente dazu, ein Meinungsbild der Wäscheversorgung zu erhalten sowie Kennzahlen zu bilden. Außerdem wurde aus dieser Vorabbefragung der Bereich ausgewählt, in dem die eigentliche Analyse mit Beobachtung und Gruppendiskussion stattfinden sollte.
Mittels des PDCA Zyklus wurde nun eine Prozessanalyse durchgeführt. Nach dem Abbilden des Prozesses wurden Probleme identifiziert, Maßnahmen eingeleitet welche anhand von vorher erhobenen Kennzahlen evaluiert wurden.
Ergebnisse: An der Vorabbefragung nahmen 51% aller Bereiche des UKDs teil, dass daraus entstandene Meinungsbild zur Wäscheversorgung ist ein recht positives. 80% der Bereiche gaben an zufrieden/ eher zufrieden mit der Wäscheversorgung zu sein. Allerdings gaben auch 43 % der Bereiche an, dass Engpässe an Wäsche auftreten und 53% würden sich Wäsche bei anderen Bereichen leihen. Der Bereich mit der größten Unzufriedenheit war die MK3 S2, auf dieser Station wurde die Prozessanalyse durchgeführt. Nach der Hospitation wurden aus den erhobenen Daten Prozessketten gebildet, aus denen sich Maßnahmen zur Prozessoptimierung ableiteten.
Diskussion/Fazit: Diese Maßnahmen umfassten die Regulierung der Normative, ein Maßnahmengespräch mit dem Pflegepersonal und die Bereitstellung von mehr Informationen. Anhand von vorher und nachher erhobenen Kennzahlen zu Kosten und Zufriedenheit wurden diese Maßnahmen bewertet. Verbesserungen ergaben sich bei der Zufriedenheit mit der Wäscheversorgung, dem Auftreten von Engpässen sowie des Ausleihens bei anderen Bereichen. Auch die Kosten
konnten gesenkt werden. Keine Verbesserungen gab es bei der Zufriedenheit mit
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der Kommunikation sowie dem Zustand der Wäsche. Die Daten aus der Befragung sind aufgrund einer Unschärfe in der Formulierung der Fragen sowie der Antwortskala des Fragebogens nur eingeschränkt valide, weshalb sich der hier eingesetzte Fragebogen nicht bewährt hat. Als Ausblick für das gesamte UKD lässt sich der Schluss ziehen, dass verkürzte Varianten dieser Prozessanalyse durchaus Sinn machen können. Es können noch mehrere Bereiche im Bezug auf die Verbesserung der Zufriedenheit als auch die Senkung der Kosten von diesem Vorgehen profitieren.
In dieser Arbeit wird ein Konzept für die Ausgestaltung eines Arbeitssystems für die neuartige Befüllung von Hydro-Dehnspannfutter mit Öl durch eine Vakuum-Befüllanlage beschrieben. Dieses Konzept beinhaltet die Analyse des Ist-Zustandes des Arbeitsplatzes, die Ausarbeitung und der Vergleich verschiedener Arbeitsplatzvarianten mithilfe von REFA-Zeitaufnahmen und der MTM-Planungsanalyse sowie die endgültige Konzeption eines umsetzungsfähigen Soll-Zustandes.
Der Oberflächenveredelungsprozess der Kaschierung erfordert das Vorhandensein von Adhäsion zwischen den zu fügenden Komponenten. Eine Grundlage für das Zustande-kommen von Adhäsion ist die Benetzung der Fügeteile durch den Klebstoff. Diese wird durch die Oberflächenspannung und die freie Oberflächenenergie der zu fügenden Kom-ponenten beeinflusst. Ein Verfahren zur Ermittlung der freien Oberflächenenergie von Festkörpern ist die Kontaktwinkelmessung.
Ziel der Arbeit ist es eine Handlungsanweisung für die Kontaktwinkelmessung zur Freigabe von Spritzgussbauteilen für den Kaschierprozess zu erarbeiten. Mittelpunkt der Untersuchungen ist die Haftung an der Grenzfläche zwischen Klebstoff und Spritzgussbauteil. Dabei werden der theoretische Zusammenhang zwischen der freien Oberflächenenergie und der Adhäsion ermittelt und Einflussfaktoren auf die Ausbildung des Kontaktwinkels durch experimentelle Analysen identifiziert. Zur Erarbeitung von Spezifikationen für die Kontaktwinkelmessung ist es notwendig die freie Oberflächenenergie der Spritzgussbauteile sowie die Oberflächenspannung des Klebstoffes experimentell zu ermitteln.
Anhand der durchgeführten Analysen konnte ermittelt werden, dass der Prozess der Adhäsion auf einer Vielzahl von Zusammenhängen basiert. Auswirkungen auf den Kontakt-winkel besitzen dabei sowohl bauteilseitige als auch prozessseitige Faktoren. Anhand von Untersuchungen an den am Kaschierprozess beteiligten Materialien konnten geeignete Spezifikationen sowie eine Handlungsanweisung zum Einsatz der Kontaktwinkelmessung aufgestellt werden.
Die vorliegende Diplomarbeit analysiert die Belastungssituation im Fahrwerk eines SUV bei kippkritischen Fahrmanövern. Dazu wurde ein Versuchsfahrzeug mit Kraftmesstech-nik ausgerüstet und Fahrversuche in verschiedenen Fahrwerkszuständen durchgeführt. Viele der komplexen Zusammenhänge in kippgefährdeten Fahrsituationen sind bisher nicht erforscht. Die Auswertung erfolgte mittels statistischer Betrachtung der Maximalwer-te sowie einer grafischen Analyse der Zeitverläufe. Die Ergebnisse bestätigen die Vermu-tungen zum Einfluss der Radlastschwankungen auf die ESC-Bremseingriffe und wie-derlegen Hypothesen zur Bedeutung der maximalen Seitenkräfte am Reifen. Weiterhin werden Probleme in der Reproduzierbarkeit der Versuche beleuchtet und eine Asymmet-rie des Versuchsfahrzeugs aufgedeckt.