Lichtimmission - Ab welchem Ausmaß ist Licht schädlich?

  • Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich mit dem Phänomen der Lichtimmission, welche oft durch den falschen Einsatz künstlicher Außenbeleuchtung hervorgerufen wird. Ziel der Arbeit ist es, einen praxisnahen Leitfaden für einen verantwortungsvollen und nachhaltigen Umgang mit Außenbeleuchtung zu entwickeln, sowie Möglichkeiten zur Abschwächung von Lichtimmission aufzuzeigen. Zu Beginn werden grundlegende Begriffe definiert und lichttechnische Parameter erläutert, die für das Verständnis der Arbeit relevant sind. Anschließend erfolgt eine Übersicht zu bestehenden Normen, Richtlinien und Empfehlungen, die sich dem Thema widmen. Darauf aufbauend werden die Folgen von Lichtimmission im Alltag, für Tiere und Pflanzen sowie für die Astronomie untersucht. Dabei zeigt sich, dass künstliches Licht nicht nur das Leben des Menschen bestimmt, sondern auch erhebliche ökologische, gesundheitliche sowie naturwissenschaftliche Auswirkungen haben kann. Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der Vorstellung und Bewertung von Maßnahmen zur Reduzierung von Lichtimmission. Hierzu zählen unter anderem eine bedarfsgerechte Lichtverteilung, die Wahl der geeigneten Farbtemperatur sowie der Einsatz steuerbarer Beleuchtungssysteme. Weiterhin werden anhand eines Radweges in einem ökologisch sensiblen Gebiet unterschiedliche Varianten einer Außenbeleuchtungsanlage mit der Planungs-Software DIALux evo simuliert und hinsichtlich der hervorgerufenen Lichtimmission verglichen. Dabei wird insbesondere der Einfluss der Lichtpunkthöhe auf die Lichtverteilung und auf die daraus resultierende Entstehung von Lichtimmission betrachtet. Die Ergebnisse zeigen, dass durch gezielte Anpassung der Parameter eine deutliche Reduzierung unerwünschter Lichtabstrahlung erreicht werden kann, ohne die funktionalen Anforderungen an die Beleuchtung zu vernachlässigen. Ergänzend zur Simulation werden Messungen der Himmelshelligkeit mit einem Unihedron Sky Quality Meter durchgeführt. Die Messreihen, welche an mehreren Standorten aufgenommen wurden, verdeutlichen die lokalen Unterschiede der Himmelsaufhellung und zeigen zudem, dass atmosphärische Bedingungen einen erheblichen Einfluss auf die Messergebnisse haben. Der Vergleich mit Lichtverschmutzungskarten ermöglicht eine Einordnung der Messwerte und bestätigt die grundsätzliche Eignung des Messverfahrens bei sorgfältiger Durchführung und Interpretation. Abschließend wird mit Hilfe einer Umfrage untersucht, inwieweit Lichtimmission in der Bevölkerung wahrgenommen wird und wie problematisch ihr Einfluss eingeschätzt wird. Die Ergebnisse zeigen ein grundsätzliches Bewusstsein für die Problematik sowie ein Interesse an der Eindämmung des Umwelteinflusses. Insgesamt verdeutlicht die Arbeit, dass Lichtimmission ein relevantes Umweltproblem darstellt, dessen Minderung durch eine bewusste und fachgerechte Beleuchtungsplanung wesentlich unterstützt werden kann. Es ist vorstellbar, dass künstliche Außenbeleuchtung in naher Zukunft bewusster und gezielter eingesetzt wird, da die Folgen von Lichtimmission direkt spürbar sind, die Maßnahmen dagegen teilweise einfach umsetzbar sind und oft auch ökonomische Vorteile bieten.

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Metadaten
Author:Tim Meyer
Advisor:Matthias WürfelGND
Document Type:Diploma Thesis
Language:German
Name:Dresdner Elektro-Ingenieurbüro GmbH
Leipziger Str. 118, 01127 Dresden
Date of Publication (online):2026/01/26
Year of first Publication:2026
Publishing Institution:Westsächsische Hochschule Zwickau
Release Date:2026/04/23
Tag:Lichtimmission; Lichtverschmutzung
Page Number:80
Faculty:Westsächsische Hochschule Zwickau / Elektrotechnik
Release Date:2026/04/23