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Elektrotechnik

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Überlegungen zur Quantenmechanik für Elektrotechniker: von Kelvins Telegraphengleichung zur statischen Ladungsverteilung (2026)
Grimm, Jürgen Michael
Die Quantenmechanik wird oft als revolutionärer Bruch mit der klassischen Physik dargestellt – eine mysteriöse Theorie, die nur durch abstrakte Postulate und philosophische Interpretationen verständlich wird. Doch diese Darstellung übersieht, dass ihre mathematischen Grundlagen in der klassischen Elektrotechnik verankert sind. Ausgehend von der Telegraphengleichung, die Lord Kelvin bereits 1855 für transatlantische Kupferkabel formulierte, zeigen diese Überlegungen, wie die Quantenmechanik nicht als Bruch, sondern als logische Weiter-entwicklung bekannter Konzepte verstanden werden kann. Die Telegraphengleichung vereint in sich bereits alle Elemente der nichtrelativistischen Quantenmechanik: Im Grenzfall verlustfreier Leitungen wird sie zur Wellengleichung, bei starker Dämpfung zur Diffusionsgleichung und mit einer rein imaginären Dämpfungskonstante – einer Wick-Rotation – zur Schrödinger-Gleichung. Die zugrundeliegende mathematische Struktur dieser Gleichung, die universelle Theorie der Eigenfunktionen und Eigenwerte, wurde bereits von Sturm und Liouville im 19. Jahrhundert ausgearbeitet. Die dabei auftretenden speziellen Funktionen, wie Hermite-, Legendre- oder Laguerre-Polynome, waren lange vor der Quanten-mechanik bekannt und wurden für klassische Anwendungen entwickelt. Was die Schrödinger-Gleichung liefert, lässt sich statt als abstrakte Wahrscheinlichkeit pragmatisch als statische Ladungsverteilung interpretieren, hier also auf ihren didaktischen Kern reduziert, gleich ob für ein einzelnes Atom oder über das Bloch-Theorem, für ein periodisches Kristallgitter. Die vier scheinbar getrennten Begegnungen mit der Quantenmechanik im Elektrotechnik-Studium – Dotierung, Bipolartransistor, MOS-Transistor und Nanoelektronik – sind keine neuen Prinzipien, sondern Anwendungen derselben Ladungsverteilungs-Logik. Die Quantenmechanik, die ein Elektrotechniker benötigt, ist somit keine neue Physik, sondern die konsequente Anwendung bekannter Mathematik auf atomare Dimensionen. Sie ist kein Mysterium, sondern angewandte Leitungstheorie.
Control engineering for humans with ADRC (2025)
Herbst, Gernot
More than half a century of intense research in modern control theory has not stopped practitioners from continuing to use PID controllers for most real-world control problems. While not a mathematical one, this might be the most convincing proof of their robustness: if necessary, they can be implemented with minimal control engineering experience. Often, controllers are designed by individuals who are experts in their specific domain but are not dedicated control theory specialists. To address the needs of these engineers, this article wants to put an approach known as Active Disturbance Rejection Control (ADRC) in the spotlight—a method that has gradually evolved into an industry-ready alternative to PID control. Reflecting on two decades of improvements, this article portrays ADRC as a solution for everyday control problems that can be both easier to use and richer in out-of-the-box features.
Effiziente Netzplanung im Zeitalter erneuerbarer Energien: Simulation und Optimierung für Niederspannungsnetze (2025)
Gottschalk, Benny ; Jungandreas, Carsten ; Nachtwey, Tobias ; Kreissl, Ronny ; Bodach, Mirko
Quantenmessung als kontinuierlicher Prozess : Eine evolutionäre Interpretation der Quantenmechanik basierend auf offenen Systemen und messbaren Irreversibilitätsmechanismen, gedacht als ein didaktischer Beitrag für die Elektrotechnik-Ausbildung (2026)
Grimm, Jürgen Michael
Borns Wahrscheinlichkeitsinterpretation von 1926 wurde ohne Kenntnis der Detektorphysik formuliert. Moderne Silizium-Photodetektoren zeigen, was Born nicht wissen konnte: Der Messprozess ist ein kontinuierlicher, irreversibler, physikalischer Vorgang mit messbaren Zeitskalen und Mechanismen – kein instantaner Kollaps, keine Rolle für das Bewusstsein des Beobachters. Wir beschreiben diesen Prozess als TIME (Temporal Interference with Multiple Eigenstates) – x – EMIT (Electronic Materialization via Irreversible Transition): drei Phasen eines einzigen kontinuierlichen Vorgangs. Der Moment x – der entropische Punkt – liegt im Detektor. Dort öffnet sich die Entropie irreversibel. Der Heisenberg-Schnitt ist physikalisch lokalisierbar, thermodynamisch beschreibbar, messtechnisch zugänglich. Das Überlappintegral des Bandübergangs verhält sich wie ein logisches UND-Gatter: Energie, Bloch-Symmetrie und – in indirekten Halbleitern – Phonon-Taktflanke müssen gleichzeitig erfüllt sein. Experimentelle Spektroskopie bestätigt die universelle Fourier-Relation zwischen Linienbreite und Lebensdauer – eine mathematische Identität, kein Quantenmysterium. Dies ist reine Didaktik: kein neues Postulat, kein neues Experiment, keine neue Theorie. Nur die Physik, die seit Jahrzehnten in den Lehrbüchern steht – konsequent zu Ende gedacht.
Heisenbergs Unschärfe in 80 MHz·ns ist Fourier : Ein didaktischer Beitrag, in dem erläutert wird, wie aus 1,054×10⁻³⁴ Joule-Sekunden 80 Megahertz-Nanosekunden werden (2026)
Grimm, Jürgen Michael
Die Heisenbergsche Unschärferelation ΔE·Δt ≥ ℏ/2 gilt gemeinhin als Inbegriff der Quantenphysik – eine abstrakte Formel mit der kaum zu erinnernden Konstante ℏ = 1,054×10⁻³⁴ J·s. Dieser didaktische Beitrag zeigt, dass die Konstante durch eine einfache Einheitentransformation in die Ingenieursprache übersetzt werden kann: Δf·Δt ≥ 80 MHz·ns – merkbar, greifbar, intuitiv. Das Ergebnis offenbart eine tiefere Wahrheit: Die Unschärfe ist keine exklusive Eigenheit der Quantenwelt, sondern eine direkte Konsequenz der Fourier-Transformation. Küpfmüller identifizierte diese Grenze bereits 1924 – drei Jahre vor Heisenberg – in der Nachrichtentechnik. Kennard und Weyl lieferten 1927/28 die rigorose mathematische Fundierung; Shannon vervollständigte 1948 das Bild durch die Informationstheorie. Die vorliegende Arbeit entwickelt eine didaktisch motivierte Hierarchie von Unschärfeprodukten – 80, 160 und 320 MHz·ns – als Varianten desselben Fourier-Prinzips, je nach Definition von Bandbreite und Pulsdauer. Diese Werte werden anhand realer Systeme verifiziert: von atomaren Spektrallinien über digitale Logikfamilien bis zu IBM-Quantenprozessoren (Heron, 2024). Die zentrale Botschaft: Die Elektrotechnik war stets Quantenmechanik – sie hat es nur nicht gewusst.
Untersuchung der optischen Eigenschaften von Palladiumdünnschichten (2026)
Frenzel, Phil ; Täschner, Robert
Der Welle-Teilchen-Dualismus als didaktisches Artefakt : Licht, Materie und die Kunst, ein gelöstes Problem als ungelöstes weiterzugeben, gedacht als ein didaktischer Beitrag für die Elektrotechnik-Ausbildung (2026)
Grimm, Jürgen Michael
Der Welle-Teilchen-Dualismus ist kein Naturgesetz – er ist ein didaktisches Artefakt. Das semiklassische Modell (klassisches elektromagnetisches Feld, quantisierte Materie) ist für die gesamte Elektrotechnik-Ausbildung nicht nur ausreichend, sondern physikalisch präziser als die übliche Dualismus-Darstellung. Das Paper beschäftigt sich ausschließlich mit masselosen Quantenobjekten – elektromagnetischer Strahlung und deren Wechselwirkung mit Materie. Drei experimentelle Belege bilden das Fundament: Fowler (1931) zeigte, dass die Grenzfrequenz des Photoeffekts bei T > 0 K ausschmiert – die Diskretheit sitzt in der Fermi-Dirac-Statistik der Materie, nicht im Lichtfeld. H. Hübel (1987) demonstrierte diesen Zusammenhang im Schulversuch. Klaus H. Herrmann (1994) lieferte den vollständigen festkörperphysikalischen Rahmen: Der äußere Photoeffekt ist ein Drei-Stufen-Prozess aus Eindringtiefe der Strahlung, Austrittstiefe der Elektronen und Austrittsarbeit – an keiner Stelle braucht man ein Lichtteilchen. Ein einfaches Kamera-Doppelspalt-Experiment (150 Euro, Küchentisch) illustriert die drei Phasen sauber getrennt: Emission als quantisierter Materievorgang, Propagation als klassische Maxwell-Welle, Detektion durch die Bandstruktur des Silizium-Sensors. Die Grenze des Modells liegt bei Intensitätskorrelationen zweiter Ordnung – weit jenseits aller elektrotechnischen Anwendungen. Licht ist die Sprache der Elektronen. Die Diskretheit bei der Wechselwirkung kommt nicht aus dem Feld – sie kommt aus der Materie.
Konzeption und Realisierung eines Referenzaufbaus zur analogen Videosignalübertragung über eine Funkstrecke zwischen einer Kamera- und Rechnereinheit (2026)
Lau, Elias
Ziel dieser Diplomarbeit ist die Konzeption, Realisierung und Analyse eines Referenzaufbaus zur analogen Videoübertragung über eine Funkstrecke zwischen einer Kamera und einem Rechner. Zur Schaffung eines fundierten Verständnisses der technischen und normativen Zusammenhänge werden zunächst die wesentlichen theoretischen Grundlagen zur Erfüllung der Zielstellungen in kompakter Form dargestellt. Zur systematischen Entwicklung des Referenzaufbaus wird ein methodisches Vorgehen in Anlehnung an das V-Modell angewendet, das eine strukturierte Verknüpfung von Anforderungsdefinition, Entwurf, Implementierung und Verifikation gewährleistet. Aufbauend auf den theoretischen Hintergrund erfolgt eine strukturierte Anforderungsanalyse, in der die funktionalen und nicht-funktionalen Anforderungen an das zu entwickelnde System systematisch erfasst und definiert werden. Anschließend erfolgt der Systementwurf, bei dem eine geeignete Systemarchitektur abgeleitet sowie zentrale Parameter und Komponenten für Sender- und Empfängerseite festgelegt werden. Im anschließenden Detailentwurf werden die einzelnen Subsysteme konkret ausgearbeitet und hinsichtlich ihrer technischen Eigenschaften bewertet. Die Implementierung umfasst die praktische Realisierung des Gesamtsystems, einschließlich der Integration der Hardwarekomponenten, der Konfiguration der Software sowie der mechanischen Ausführung. Dabei werden auftretende Herausforderungen analysiert und entsprechende Lösungsansätze erarbeitet. Im Rahmen der Verifikation wird die Funktionsfähigkeit des Systems durch umfangreiche Tests der einzelnen Komponenten und des Gesamtsystems überprüft. Ergänzend erfolgt eine experimentelle Untersuchung der Funkübertragungsstrecke unter realitätsnahen Bedingungen, um Aussagen über Reichweite und Übertragungsqualität treffen zu können. Die Ergebnisse werden analysiert und mit den zuvor definierten Anforderungen abgeglichen. Die Diplomarbeit zeigt, dass mit aktuellen verfügbaren Komponenten ein funktionsfähiger Referenzaufbau zur analogen Videoübertragung realisiert werden kann. Damit wird eine Grundlage für die spätere Integration eines solchen Systems in eine Datenbrille zur drahtlosen Kommunikation mit einer externen Recheneinheit geschaffen.
Konzipierung und Entwicklung einer elektrischen Welle mittels Einsatz industrieller Funkübertragungssysteme (2026)
Harlaß, Richard
Über den Ansatz einer sogenannten elektrischen Welle werden seit geraumer Zeit Synchronlauf-Applikationen, wie beispielsweise Winkelsynchronläufe zwischen mehreren Antrieben über EtherCAT, realisiert. Doch ließe sich dies auch mittels industrieller Funksysteme umsetzen und wie sicher sind diese Funksysteme eigentlich? Dies soll die vorliegende Arbeit untersuchen. Dafür wird zunächst ein Einstieg in die Welt der funktionalen Sicherheit erarbeitet. Insbesondere wird ermittelt, inwiefern durch die funktionale Sicherheit Anforderungen an Funksysteme im industriellen Umfeld definiert werden. Anschließend wird in der Arbeit untersucht, ob ein interpolierter Betrieb des Antriebs über Funk möglich ist, um die Grundlage für eine Elektrische-Welle-Applikation zu schaffen. Dies setzt voraus, dass Sollwerte in korrekter Reihenfolge und vor allem in einem festen Zeitraster beim Umrichter ankommen. Es wird sich herausstellen, dass genau an dieser Stelle eine Funkstrecke im Zusammenspiel mit EtherCAT Schwierigkeiten bekommt. In diesem Zusammenhang wird in der Arbeit ein Umrichter-Scope zur Überprüfung erstellt. Dieses zeigt, dass die empfangenen Sollpositionen bei konstanter Drehzahl in unterschiedlichen Zeitabständen vom Umrichter empfangen werden. Auf Grundlage dessen erfolgt die Ursachenanalyse auf EtherCAT-Telegrammebene. Es zeigt sich, dass die Taktstabilität der zyklischen Prozessdatenframes hinter der Funkstrecke für EtherCAT unzureichend ist. Diese Erkenntnis wird durch eine Diagnose der Distributed Clocks gestützt, sodass ein besonders belastbarer Nachweis dafür erbracht wird, weshalb eine elektrische Welle mit der untersuchten Methode nicht realisierbar ist. Des Weiteren wird ein Ansatz vorgestellt, wie eine elektrische Welle dennoch über Funk realisiert werden könnte.
Entwicklung spezifischer Referenzlastprofile für öffentliche E-Fahrzeug-Ladeinfrastruktur im urbanen Raum zur Unterstützung von Netzplanung und -betrieb (2026)
Jehring, Matthias
In den letzten Jahren waren auf dem Gebiet der Elektromobilität große Fortschritte zu verzeichnen. Die zunehmende Verbreitung von Elektrofahrzeugen (E-Fahrzeugen) stellt jedoch neue Herausforderungen und Chancen für die Energieinfrastruktur dar. Mit dem Anstieg der E-Fahrzeugnutzung wächst auch die Nachfrage nach Ladeinfrastruktur, die in der Lage ist, die wachsenden Bedürfnisse von Verbrauchern und Unternehmen zu erfüllen. Daraus resultieren neue Herausforderungen und sogar Probleme für die Netze, respektive Planung, Dimensionierung und den Betrieb. Ein zentrales Element für den effizienten und stabilen Betrieb von Energieversorgungsnetzen ist die Entwicklung von Referenzlastprofilen, die das Ladeverhalten von E-Fahrzeugen und im speziellen den sich daraus ergebenden Energie- und Leistungsbedarf öffentlicher Ladeinfrastruktur systematisch beschreiben und künftig für die Netzplanung sowie Prognosemodelle genutzt werden können. Daraus ergibt sich die Möglichkeit, eine belastbare Grundlage für netztechnische Bewertungen, Netzplanung und -simulation sowie Lastmanagementkonzepte zu schaffen. Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Entwicklung solcher Referenzlastprofile auf Basis umfangreicher empirischer Ladedaten öffentlicher Ladeinfrastruktur. Ziel ist es, durch detaillierte Analyse des Ladeverhaltens an öffentlichen Ladestellen synthetische Lastprofile abzuleiten und systematisch zu evaluieren. Dabei werden sowohl standortspezifische Unterschiede als auch statistische Effekte in Abhängigkeit von der Ereignisdichte untersucht. Die Eignung der entwickelten Profile wird anhand realer Messdaten bewertet und zusätzlich im Rahmen einer modellbasierten Anwendung auf neue, bislang nicht erschlossene Standorte überprüft. Die Ergebnisse zeigen, dass die entwickelten Referenzlastprofile eine geeignete Grundlage für die Planung und Bewertung urbaner Ladeinfrastruktur darstellen und insbesondere unter datenarmen Planungsbedingungen einen praxisnahen Beitrag zur netztechnischen Auslegung leisten können. Damit unterstützt die Arbeit die Weiterentwicklung integrierter Planungsansätze im Kontext der Energie- respektive der Mobilitätswende.
Lichtimmission - Ab welchem Ausmaß ist Licht schädlich? (2026)
Meyer, Tim
Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich mit dem Phänomen der Lichtimmission, welche oft durch den falschen Einsatz künstlicher Außenbeleuchtung hervorgerufen wird. Ziel der Arbeit ist es, einen praxisnahen Leitfaden für einen verantwortungsvollen und nachhaltigen Umgang mit Außenbeleuchtung zu entwickeln, sowie Möglichkeiten zur Abschwächung von Lichtimmission aufzuzeigen. Zu Beginn werden grundlegende Begriffe definiert und lichttechnische Parameter erläutert, die für das Verständnis der Arbeit relevant sind. Anschließend erfolgt eine Übersicht zu bestehenden Normen, Richtlinien und Empfehlungen, die sich dem Thema widmen. Darauf aufbauend werden die Folgen von Lichtimmission im Alltag, für Tiere und Pflanzen sowie für die Astronomie untersucht. Dabei zeigt sich, dass künstliches Licht nicht nur das Leben des Menschen bestimmt, sondern auch erhebliche ökologische, gesundheitliche sowie naturwissenschaftliche Auswirkungen haben kann. Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der Vorstellung und Bewertung von Maßnahmen zur Reduzierung von Lichtimmission. Hierzu zählen unter anderem eine bedarfsgerechte Lichtverteilung, die Wahl der geeigneten Farbtemperatur sowie der Einsatz steuerbarer Beleuchtungssysteme. Weiterhin werden anhand eines Radweges in einem ökologisch sensiblen Gebiet unterschiedliche Varianten einer Außenbeleuchtungsanlage mit der Planungs-Software DIALux evo simuliert und hinsichtlich der hervorgerufenen Lichtimmission verglichen. Dabei wird insbesondere der Einfluss der Lichtpunkthöhe auf die Lichtverteilung und auf die daraus resultierende Entstehung von Lichtimmission betrachtet. Die Ergebnisse zeigen, dass durch gezielte Anpassung der Parameter eine deutliche Reduzierung unerwünschter Lichtabstrahlung erreicht werden kann, ohne die funktionalen Anforderungen an die Beleuchtung zu vernachlässigen. Ergänzend zur Simulation werden Messungen der Himmelshelligkeit mit einem Unihedron Sky Quality Meter durchgeführt. Die Messreihen, welche an mehreren Standorten aufgenommen wurden, verdeutlichen die lokalen Unterschiede der Himmelsaufhellung und zeigen zudem, dass atmosphärische Bedingungen einen erheblichen Einfluss auf die Messergebnisse haben. Der Vergleich mit Lichtverschmutzungskarten ermöglicht eine Einordnung der Messwerte und bestätigt die grundsätzliche Eignung des Messverfahrens bei sorgfältiger Durchführung und Interpretation. Abschließend wird mit Hilfe einer Umfrage untersucht, inwieweit Lichtimmission in der Bevölkerung wahrgenommen wird und wie problematisch ihr Einfluss eingeschätzt wird. Die Ergebnisse zeigen ein grundsätzliches Bewusstsein für die Problematik sowie ein Interesse an der Eindämmung des Umwelteinflusses. Insgesamt verdeutlicht die Arbeit, dass Lichtimmission ein relevantes Umweltproblem darstellt, dessen Minderung durch eine bewusste und fachgerechte Beleuchtungsplanung wesentlich unterstützt werden kann. Es ist vorstellbar, dass künstliche Außenbeleuchtung in naher Zukunft bewusster und gezielter eingesetzt wird, da die Folgen von Lichtimmission direkt spürbar sind, die Maßnahmen dagegen teilweise einfach umsetzbar sind und oft auch ökonomische Vorteile bieten.
Substitution fossiler Energieerzeugung durch elektrische Energieerzeugungssysteme zur Dekarbonisierung in einem Werk der Automobilproduktion (2025)
Maier, Nicolas
Die Diplomarbeit untersucht die Elektrifizierung der industriellen Wärmeerzeugung als Beitrag zur Dekarbonisierung eines Produktionsstandorts der Automobilindustrie. Ziel ist es zu bewerten, inwieweit gasbasierte Wärmeerzeugung durch elektrische Technologien ersetzt werden kann und welche Auswirkungen sich daraus für die bestehende elektrische Infrastruktur ergeben. Grundlage bildet ein aktualisiertes und validiertes digitales Modell des elektrischen Werksnetzes. Ergänzend werden die standortbezogenen CO₂-Emissionen analysiert, um Emissionsquellen und Reduktionsziele abzuleiten. Darauf aufbauend werden Dekarbonisierungsszenarien bis 2030 und 2040 entwickelt und mittels Netzsimulationen untersucht. Im Fokus stehen insbesondere die Bewertung zusätzlicher elektrischer Lasten, verfügbare Leistungsreserven, die Versorgungssicherheit nach dem n-1-Prinzip sowie das Kurzschlussverhalten. Ergänzend erfolgt eine überschlägige Kostenschätzung netzseitiger Maßnahmen zur vergleichenden Einordnung der Szenarien.
Konzeptentwicklung zur frühzeitigen Bewertung eines OBD-Gesamtsystemverhaltens durch Analyse der vorhandenen Infrastruktur (2026)
Bauer, Michael
Diese Arbeit entwickelt ein Konzept zur frühzeitigen Absicherung des OBD‑Gesamtsystemverhaltens, um die bisher späte, ressourcenintensive Validierung am Fahrzeug künftig deutlich zu entlasten. Als Basis dient eine umfassende Analyse bestehender Testumgebungen, deren bestehende Herausforderungen hinsichtlich Aussagekraft, Automatisierbarkeit und Testabdeckung, im Kontext OBD, aufgezeigt werden. Es werden zwei Ansätze untersucht: die Kombination von Einzeltestergebnissen verschiedener Testumgebungen sowie die Optimierung gesamtsystemfähiger Prüfstände wie FVS und Gesamtsystem‑HiL. Die Analyse zeigt, dass nur gesamtsystemfähige Testumgebungen eine valide ganzheitliche OBD‑Absicherung ermöglichen können. Das entwickelte Konzept sieht daher die Erweiterung, Automatisierung und gezielte Nutzung solcher Umgebungen vor, um alle OBD‑Validierungsdomänen frühzeitig abdecken zu können. Dadurch kann der OBD‑Absicherungsprozess effizienter, reproduzierbarer und deutlich ressourcenschonender gestaltet werden.
Konzeption einer standardisierten Ausrüstung von Ortsnetzstationen mit modularer Fernmelde- und Fernsteuertechnik unter Berücksichtigung aktueller Netzanforderungen (2026)
Schettler, Josua
Im Rahmen dieser Arbeit wurde ein ganzheitliches Konzept zur Digitalisierung von Ortsnetzstationen mit Fokus auf abgangsscharfe Niederspannungsmessungen, sichere Informationsaufnahme, strukturierte Datenweitergabe sowie eine geeignete Fernwirktechnik erarbeitet. Ziel war es, eine technisch robuste, erweiterbare und wirtschaftlich sinnvolle Lösung zu entwickeln, die den Betrieblichen Anforderungen der Stadtwerke Jena Netze GmbH entspricht.
Entwicklung eines Sicherheitskonzeptes für ein versenkbares elektrisches Energiespeichersystem. (2025)
Hoffmann, Toni
Die Bedeutung elektrischer Energiespeichersysteme für die Zwischenspeicherung elektrischer Energie, die Verbrauchsoptimierung, das Lastmanagement und netzdienli-che Aufgaben ist mit dem zunehmenden Einsatz dezentraler, regenerativer Erzeugungs-anlagen kontinuierlich gestiegen. Um die zukünftigen Aufgaben und Herausforderun-gen der Energiewende zu bewältigen, können elektrische Energiespeichersysteme in allen Ebenen des Verteilnetzes eingesetzt werden. Die Anwendungen reichen von Kleinspeichern in Verbraucheranlagen zur Optimierung des Eigenverbrauchs selbst er-zeugter Energie bis hin zu Großspeichern, die elektrische Energie in Zeiten von Über-schussproduktion zwischenspeichern und in Phasen hoher Last wieder bereitstellen. Darüber hinaus können elektrische Energiespeicher netzdienliche Systemdienstleistun-gen übernehmen und insbesondere in schwach ausgebauten Netzausläufern zur Ver-besserung von Netzqualität und Netzstabilität beitragen. Mit der wachsenden Verbreitung elektrischer Energiespeicher rücken jedoch die sicher-heitstechnischen Aspekte zunehmend in den Fokus. Moderne Energiespeichersysteme auf Basis elektrochemischer Speichertechnologien bündeln erhebliche Energiemengen auf engem Raum und stellen damit im Fehlerfall ein potenzielles Risiko für Personen, Sachwerte und die Umwelt dar. Um diese Risiken zu beherrschen, ist es notwendig, Energiespeichersysteme entsprechend den anerkannten Regeln der Technik zu planen, zu konstruieren, zu errichten und zu warten. Von zentraler Bedeutung ist dabei die Ent-wicklung eines anwendungsfallspezifischen Sicherheitskonzeptes, das die relevanten Gefährdungen systematisch berücksichtigt und in ein schlüssiges Maßnahmenpaket überführt. Die Anlagenkonzeption eines versenkbaren elektrischen Energiespeichersystems, das in einem unterirdischen Betontrog installiert und bei Bedarf über eine heb- und senkbare Plattform ausgefahren wird, eröffnet neue Möglichkeiten für die Integration leistungsfä-higer Speichersysteme in räumlich oder städtebaulich sensible Umgebungen. Gleichzei-tig ergeben sich aus der besonderen Bauform zusätzliche Anforderungen an die sicher-heitstechnische Auslegung, etwa hinsichtlich Brand- und Explosionsschutz, thermischer Beherrschbarkeit sowie Rettungs- und Evakuierungskonzepten. Ziel ist es, für das betrachtete versenkbare Energiespeichersystem ein ganzheitliches Sicherheitskonzept zu erarbeiten. Hierzu werden zunächst die technologischen Grund-lagen sowie der einschlägige gesetzliche und normative Rahmen analysiert. Darauf auf-bauend erfolgt eine systematische Gefährdungs- und Risikobeurteilung über alle Le-bensphasen der Anlage, aus der Maßnahmen zur Risikominderung abgeleitet werden. Ein weiterer besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Auswahl einer geeigneten Zell-technologie.
Entwicklung eines Echtzeit-Videoverarbeitungssystems basierend auf DirectShow und OpenCV (2026)
Liu, Canming
Diese Diplomarbeit entwickelt ein modulares Echtzeit-Videoverarbeitungssystem auf Basis von DirectShow, OpenCV, Flask und Streamlit, das sich durch niedrige Latenz, geringe Ressourcenauslastung und intuitive Webbasierung auszeichnet. Das System unterstützt sowohl integrierte Laptop-Kameras als auch drahtlose FPV-Kameras, bietet vordefinierte sowie benutzerdefinierte Auflösungen (320–4096×240–2160 Pixel) und eine umschaltbare Kantenerkennung via Canny-Algorithmus. Die Implementierung gliedert sich in einen Flask-basierten Streaming-Server zur Kamerasteuerung und Frame-Verarbeitung sowie eine Streamlit-basierte Benutzeroberfläche zur einfachen Konfiguration und Stream-Anzeige. Tests auf einem Consumer-Laptop (Intel Core i5-4200H, 4 GB RAM) zeigen, dass das System bei Auflösung 1280×720 eine durchschnittliche Latenz von 92 ms (ohne Kantenerkennung) und 26.8 FPS erreicht, mit maximal 16.2 % CPU-Auslastung und 335 MB RAM-Verbrauch. Die FPV-Kamera erreicht bei 640×480 eine Latenz von 182–203 ms, was für Remote-Monitoring-Anwendungen ausreichend ist. Das System eignet sich für Kleinskalige Überwachung, Wartungshilfe und Bildungs-Projekte, zeichnet sich durch Modularität und Kompatibilität mit älterer Consumer-Hardware aus und bietet Potenzial für Erweiterungen wie GPU-Beschleunigung oder Cloud-Deployment.
Tracking und Ausgabeverfahren (2026)
Grimm, Paul ; Broll, Wolfgang ; Herold, Rigo ; Hummel, Johannes ; Fels, Janina ; Kuhlen, Torsten W.
LuF-Versuchsstand "3-Achs-Emulator" (2025)
Uhlmann, Lukas
Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Realisieren einer dreidimensionalen Achsteuerung und Positionsregelung von Schrittmotoren mithilfe einer vorhandenen SPS der Firma "B&R Industrie Elektronik GmbH" und dem Erzeugen einer angemessenen Benutzerschnittstelle für den Versuchsstand.
VR/AR-Geräte für die Ein- und Ausgabe (2026)
Grimm, Paul ; Broll, Wolfgang ; Herold, Rigo ; Reiners, Dirk ; Cruz-Neira, Carolina
Discrete-Time Current Control of PMSM Using Active Disturbance Rejection Control (2025)
Schillinger, Tobias ; Herbst, Gernot ; Schuhmann, Thomas ; Zaiczek, Tobias
In this paper the application of Active Disturbance Rejection Control (ADRC) for discrete-time field-oriented PMSM current control is discussed. ADRC offers an interesting alternative to established current control algorithms due to the considerably simplified control engineering process. After introducing the ADRC approach and the plant model, the possibilities for tuning the controller and the comprised state space observer are examined in detail. In particular, the adequate consideration of the modulator delay in the ADRC’s extended state observer is investigated, leading to a new ADRC current control algorithm. This allows a parameterization for very fast dynamics, so that almost deadbeat behavior is achievable. All investigations are validated by means of practical measurements.
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