Diploma Thesis
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mkdi für Kunst und Design Ingolstadt Diplomthema Entwurf WS 2008/09 Freddy Köhler Das Thema dieser Projektarbeit ist der Entwurf eines Museums für Kunst und Design in Ingolstadt. Das Museum beherbergt neben wechselnden Ausstellungen bedeutende Sammlungen für Konkret-Konstruktive Kunst, die im bisherigen Museumsstandort nicht vollständig ausgestellt werden konnte. Deshalb sucht das Museum für Konkrete Kunst einen neuen Standort, der auf dem ehemaligen Gießereigelände gefunden wurde. Das Grundstück des Entwurfs liegt am östlichen Rand der mittelalterlichen Altstadt von Ingolstadt und wird begrenzt durch die Donau und der Schloßlände im Süden, dem Neuem Schloss und der Roßmühlstraße im Westen, der Fachhochschule im Norden und des innerstädtischen Grüngürtels sowie der Eisenbahnlinie im Osten. Desweiteren befindet es sich im ehemaligen Festungsring (Glacis), der heutzutage aus mehreren Parks besteht und sich um die Altstadt zieht. Von den alten Festungsbauten sind auch einige erhalten geblieben, die zum einen Teil des Parks sind oder zum anderen auch heute noch als Stadtmuseum, Jugendherberge usw. genutzt werden. Auf dem Grundstück befindet sich das Kavalier Dallwigk, welches einst den Abschluss des Festungsringes zur Donau bildete. Nach der Glanzzeit der Festung um 1885 entstand auf dem Grundstück die bayrisch-königliche Geschütz- und Kanonengießerei. Von dieser sind heutzutage nur noch eine große Halle und die ehemalige Verwaltung übrig. Zusätzlich befinden sich auf dem Grundstück ausgegrabene Reste des Kavalliers Dallwigk und der Festungsmauer. Konzept Die Altstadt von Ingolstadt wird von zwei markanten Straßen durchzogen, welche noch bis auf die Gründungszeit der Stadt zurückgehen. Eine der beiden, die in Ost-West-Richtung verläuft, ist eine der belebtesten Straßen der Innenstadt und zum Teil auch Fußgängerzone. Entlang dieser Straße fädeln sich einige der prägnantesten und kulturellen Gebäude der Stadt auf. Zum einem wäre dies der Liebfrauenmünster und das Rathaus und zum anderem einige Museen, wie das Armeemuseum im Neuem Schloss oder das Heimatmuseum. Der Entwurf nimmt diesen städtebaulichen Ansatz auf, führt diese Auffädelung in Richtung Osten fort und bildet einen neuen städtischen Raum aus. Es entsteht mit dem in der Nähe befindlichen Armeemuseum und dem Lechnermuseum ein kleines Museumsviertel im Osten der Stadt. Desweiteren liegt der Entwurf an der Grenze zwischen der Stadt und dem Grüngürtel. Auf Grund dessen hat der Entwurf innerhalb der Stadtgrenze eine kompakte Form, die sich dann in das Grün verzahnt. Hierdurch erhält die Gebäudeform insgesamt auch einen verbindenden Charakter um den Übergang in den Park zu verdeutlichen. Durch die Formgebung werden bestimmte Blickrichtungen unterstützt, die wiederum das Thema Stadt und das Thema Grün haben. Ausserdem wird die Form durch die Aufteilung der unterschiedlichen Bereiche in einzelne Baukörper entwickelt. Diese werden durch die Verzahnung mit dem Grün und durch unterschiedliche Gebäudehöhen, die anhand der Nutzung entstehen, erkenntlich. Den ersten Bereich bildet der Eingangsbereich mit den öffentlichen Nutzungen einer Bibliothek, Shop und Café. Darüber folgend befindet sich die Verwaltung, die auch öffentliche Nutzungen anbietet. Der nächste Baukörper steht im Zeichen der Veränderung und nimmt somit die Wechselausstellung und den Veranstaltungsraum auf. Anschließend kommt jeweils ein Baukörper für Kunst und Design, indem die entsprechenden Exponate untergebracht sind. Die Außenform wird auch im Gebäude fortgesetzt, das heißt die einzelnen Dachschrägen sind in dem jeweiligen Räumen wahrnehmbar. Dieses Gefühl soll auch gespiegelt im Erdgeschoss erlebbar sein. Dies geschieht mittels Rampen, welche gleichzeitig die einzelnen Bereiche des jeweiligen Baukörper optisch trennen sollen. Zum Beispiel im Eingangsbereich die Bibliothek und das Café vom Foyer. Die entstehende Zwischenebene ist bewusst horizontal gehalten um dem Besucher eine bessere Orientierung und ein Raumgefühl zu ermöglichen.