Architektur
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IN.EX.LO.TECTONIC
(2011)
IN.EX.LO J.O.I.N.T.s
(2011)
in.ex.lo.solid.
(2011)
Extremsportler sind auf der Suche nach dem Höhepunkt des Nervenkitzels, dem so genannten "flow". Als "flow" bezeichnen Psychologen den Zustand, in dem der Mensch in sein Tun so vertieft ist, dass er das Gefühl hat, mit seiner Tätigkeit "mitzufließen" und dabei jegliches Zeit- und Ich-Gefühl verliert. Dieses Gefühl der völligen Harmonie und Selbstvergessenheit zu erlangen, scheint für viele Extremsportler ein wesentliches Motiv ihres Handelns zu sein. Das unbeschreibliche Gefühl von Erregung und Spannung, das den ganzen Körper durchzieht, diesen "Kick", kann jeder Sportler erleben. 
 Um solche extremen Sportarten auszuüben wird eine geeignete Umgebung und das richtige Equipment benötigt. 


 Dem Urbanen Treiben auf bestimmte Zeit entfliehen und dem "Kick" hinterherjagen, das soll durch meinem Entwurf zur Inndoor-Extrem-Sporthalle nun auch auf der Lohmühleninsel in Berlin möglich sein. 
In meiner Bachelorarbeit möchte ich gerne alle drei Gebäude weiter vertiefen und hier speziell die Atmosphären und die Stimmungsoll inszenierten Räume darstellen und dem Betrachter näherbringen. Farbversuche, verschiedene Lichtsituationen und Materialstudien werden Bestandteil der Untersuchung sein und in Perspektiven und Images zu sehen sein.
Der Baukörper erstreckt sich an der Südwestkante des Platzes. Dabei ordnet er sich unter der Dreifach-Baumreihe an und hält so den Raum für die documenta auf dem Platz frei. Er formuliert in dem Bereich eine neue Kante vor den Bäumen. Das Gebäude besteht aus zwei unterschiedlich breiten Riegeln welche durch Verbindungsgänge miteinander verbunden sind. Dabei schiebt sich das Gebäude zwischen die Bäume und lässt diese allesamt unangetastet. Im vorderen Bereich bildet es mit der bestehenden Mauer einen klaren Abschluss. Die Eingänge befinden sich an der Kopfseite im Süden und in der Mitte zur Platzseite, als auch zur Stadt hin. Durch das Gefälle des Geländes ist das Innere terrassenförmig angeordnet und wird über Treppen oder Rampen in den Verbindungsgängen erschlossen. So besteht die Möglichkeit zum einen den vorderen Riegel im Ganzen zu durchlaufen, als auch den mäandrierenden Weg durch die Verbindungsrampen zu wählen und damit jede Nutzung abzuschreiten. Im hinteren, zur Stadt ausgerichteten, Riegel befinden sich in einer Spange zum einen Nebenfunktionen, wie Toiletten, Garderobe, Sozialraum und Lager, aber auch die Ausstellung zur documenta, die Kinderbetreuung, die VIP-Lounge und das Pressezentrum. Der vordere, zum Platz ausgerichteten, Riegel zeichnet sich durch einen langen fließenden Raum aus, der die Publikumsintensiven Nutzungen aufnimmt. So sind die Kassen und der Servicepunkt, der Gastronomiebereich und der Vortragsraum im nördlichen Teil organisiert. Im südlichen Teil erstreckt sich danach der Buchladen, ein Souvenirshop, das dreidimensionale Besuchertagebuch und ein Internetcafe. Durch die Anordnung der beiden Riegel zueinander und der Verbindungsrampen entstehen vier Höfe. Diese sollen von den jeweils anliegenden Funktionseinheiten genutzt werden. Die Höfe bieten einen Schutz vor Lärm und brechen die Großmaßstäblichkeit des Platzes. So ist ein Hof für Gastronomie und Veranstaltungen mit einer Bühne vorgesehen. Ein größerer Hof ist als Lesehof dem Buchladen und Souvenirshop angegliedert. Der Nachbarhof wird durch die Kinderbetreuung genutzt. Im vierten Hof bekommt das dreidimensionale Besuchertagebuch den Bezug nach außen.
Das Projekt befasst sich mit dem Studentenwettbewerb der documenta13 und der Lösung der ausgeschriebenen Problemstellung. Die Planung umfasst 9 Nutzungseinheiten, welche das gewünschte Raumprogramm enthalten. Auf Grund der Gleichbehandlung von Fußboden, Wand und Dachfläche findet eine baukonstruktive Vertiefung statt.
Intelligente Gebäudehüllen
(2011)