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Year of publication

  • 2025 (1)

Document Type

  • Bachelor Thesis (1)

Institute

  • Gesundheits- und Pflegewissenschaften (1)

Language

  • German (1)

Author

  • Uhlig, Anna Katharina (1)

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Präsentismus bei Pflegekräften im Krankenhaus: Eine qualitative Untersuchung zu Ursachen, Motiven und Auswirkungen (2025)
Uhlig, Anna Katharina
Hintergrund: Als Präsentismus wird das Verhalten beschrieben, bei dem ein Arbeitnehmer trotz Krankheit zur Arbeit erscheint. Es handelt sich um ein weit verbreitetes Phänomen besonders im Gesundheitswesen, das negative Folgen für die Gesundheit der Betroffenen, die Arbeitsqualität sowie das soziale Umfeld mit sich bringt. Beeinflusst wird die Entscheidungsfindung durch personenbezogene, arbeitsbezogene und organisationale Faktoren. Zielsetzung und Forschungsfragen: Das Ziel der Arbeit ist es, die Ursachen, Einflussfaktoren und Motive für Präsentismus bei Pflegekräften im Krankenhaus herauszustellen und die daraus resultierenden Auswirkungen zu analysieren. Die zugehörigen Forschungsfragen lauten: „Welche Ursachen und Motive nehmen Einfluss auf die Entscheidungsfindung von Pflegekräften krank zu arbeiten?“ und „Welche Folgen und Auswirkungen hat Präsentismus aus Sicht der Betroffenen auf ihre eigene Gesundheit, auf ihr Umfeld und auf ihre Arbeitsqualität?“ Methodik: Die Untersuchung basiert auf einem qualitativen Forschungsansatz. Es wurden insgesamt sechs Leitfadeninterviews mit jeweils drei Pflegefachkräften aus dem Erzgebirgsklinikum Zschopau und dem Universitätsklinikum Leipzig geführt. Anschließend wurden die Interviews nach Kuckartz transkribiert und mittels der Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet. Dabei wurden sowohl induktiv als auch deduktiv die Kategorien gebildet. Ergebnisse: Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Präsentismus besonders durch das Verantwortungsbewusstsein gegenüber den Kollegen, die Angst vor Konsequenzen, vom Team ausgehender Druck und die Personalsituation beeinflusst wird. Zusätzlich verstärken individuelle Bewertungsprozesse, wie das Relativieren von Krankheitssymptomen und das Hoffen auf Besserung dieses Verhalten. Als Auswirkung des kranken Arbeitens lassen sich eine längere Erholungs- und Genesungsphase feststellen. Außerdem verschlechtert sich die Arbeitsqualität durch eine verschlechterte Konzentrations- und erhöhte Fehleranfälligkeit. Auch das Umfeld wird negativ beeinträchtigt durch ein Ansteckungsrisiko bei infektiösen Krankheiten. Um trotz Krankheit Arbeiten zu können, wird auf Strategien wie das Tragen von Mund- und Nasenschutz, Medikamenteneinnahme oder eine Aufgabenmodifikation zurückgegriffen. Diskussion und Fazit: Die Ergebnisse zeigen, dass Präsentismus unter Pflegekräften weit verbreitet ist und durch die Kombination verschiedener Einflussfaktoren bedingt ist. Zudem birgt dieses Verhalten verschiedene negative Folgen, sowohl für die Pflegekräfte selbst als auch für ihr Umfeld. Eine verbesserte Organisations- und Kommunikationskultur, Maßnahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements und teamfördernde Maßnahmen können einen Beitrag zur Präsentismus-Prävention leisten.
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