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Softwareintegration eines DLIP-Bearbeitungskopfes zur automatischen Umschaltung der Strukturperiode
(2025)
Die vorliegende Bachelorarbeit hatte das Ziel, die bestehende Anlagensoftware derFirma ACSYS Lasertechnik GmbH so zu erweitern, dass Oberflächenfunktionalisierungen mit sehr kleinen regelmäßigen Strukturen einfach und prozesssicher hergestellt werden können.
Die dazu verwendete Hardware bestand aus einem Laser, einem DLIP-Modul der Firma Fusion Bionic und einem PC mit einer Steuerkarte der Firma Scanlab. Ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit war die Implementierung einer Multithreading-Schnittstelle zur Kommunikation mit dem DLIP-Controller. Dazu wurde ein Zustandsautomat entwickelt, welcher die Initialisierung, das Verfahren und die Statusüberwachung des DLIP-Moduls sicherstellt.
Ein weiterer Aspekt war die Untersuchung von entstehenden Fehlern, wie Fokusverschiebung und Arbeitsfeldverzerrung. Dabei wurde der mathematische Zusammenhang zwischen Strukturperiode und Fokusverschiebung ermittelt.
Das Ergebnis dieser Arbeit ist eine Softwareerweiterung, welche die Ansteuerung des DLIP-Moduls sowie die weitestgehend automatische Korrektur der entstehenden optischen Fehler realisiert. Die Erweiterung wurde erfolgreich auf unterschiedlichste Fehlereinflüsse (Fehleingaben, Kommunikationsabbrüche, etc.) getestet. Die Software kann so auf einer noch zu entwickelnden neuen Anlage kundentauglich eingesetzt werden.
Die Arbeit untersucht das plasmaelektrolytische Polieren (PEP) von NiTi-Drähten mit dem Ziel, hohe Oberflächenqualität bei möglichst geringer Maßänderung zu erreichen. Bewertet werden Rauheit (Sa), Durchmesserverlust (ΔD) sowie mikrostrukturelle und chemische Veränderungen (LM/SEM/EDX).
Ergebnisse zeigen, dass PEP die Oberfläche wirksam glättet und eine TiO₂-angereicherte, homogenere Schicht erzeugt.
Zugleich lassen sich Prozessfenster identifizieren, die ein günstiges Verhältnis aus Glättung und minimalem Abtrag bieten. Damit liefert die Arbeit praxisnahe Leitlinien für die Nachbearbeitung von NiTi in sensiblen Anwendungen, insbesondere der Medizintechnik.
Die Energiewende und der beschleunigte Ausbau von Wärmepumpen, Photovoltaikanlagen und Ladeinfrastruktur verändern die Lastverläufe in den Niederspannungsnetzen grundlegend. Klassische Planungsansätze mit statischen Gleichzeitigkeitsfaktoren und konservativen Worst-Case-Annahmen stoßen zunehmend an Grenzen und können zu überdimensionierten oder verspäteten Netzausbaumaßnahmen führen.
Auf Basis von Mess-, Netzstamm- und Wetterdaten aus dem Projekt „JenErgieReal“ wird in dieser Arbeit eine datengetriebene Methodik zur strukturellen Typisierung und Verhaltensanalyse von Niederspannungsnetzsträngen in Jena entwickelt. Hochaufgelöste Messwerte an Transformatorstationen werden mit Netzstammdaten verknüpft, um Stränge hinsichtlich Topologie, Kundenspektrum und technologischer Ausstattung zu beschreiben und in Strang-typen zu klassifizieren.
Für diese Strangtypen werden standardisierte Last- und Einspeiseprofile zu synthetischen Energieverläufen skaliert und mit gemessenen Verläufen verglichen. Aus den Abweichungen werden Toleranzbänder und Bewertungskennzahlen abgeleitet, die Aussagen zur Datenqualität, zur Plausibilität der Netzdaten und zum typischen Strangverhalten ermöglichen. Szenarioanalysen zeigen, wie unterschiedliche Ausbaupfade von Wärmepumpen, Photovoltaik und Elektromobilität die Netzbelastung beeinflussen.
In der Arbeit wurde erfolgreich ein Konzept einer Hochstrom DC-DC-Wandlertopologie erarbeitet. Um die gewünschten Anforderungen zu erfüllen, wurde für die praktische Umsetzung eine geeignete Induktivität und mehrere Leistungsschalter ermittelt. Aufgrund der eingeschränkten Anzahl von geeigneten Bauelementen ließen sich die Verlustleistungen nicht signifikant verringern. Die Wandlertopologie wurde auf einer Leiterplatte aufgebaut, welche eigenständig entworfen wurde.
Die Ansteuerung der Wandlertopologie erfolgte mit einem eigens programmierten und parametrierten Mikrocontroller. Das entwickelte digitale Regelkonzept ermöglicht eine gezielte Regelung der Ausgangsspannung und des Ausgangsstromes.
Aufgrund der auftretenden Stromrippel musste für die Synchron-Wandler ein analoger Rückstrom-Schutz entworfen werden.
Anhand der resultierenden Verluste und der Temperaturanstiege bedarf es individueller Kühlkonzepte für die Induktivität und der Leistungsschalter. Der Entwurf dieser war nicht Bestandteil der Arbeit und muss in einem Folgeprojekt betrachtet werden.
Das Ziel der Konzeption einer regelbaren Hochstrom-DC/DC-Wandlertopologie wurde erfüllt. Der Aufbau der Wandlertopologie konnte aufgrund des nicht ausgearbeiteten Kühlkonzepts jedoch noch nicht getestet werden.
Im Zuge der angestrebten Netzmodernisierung spielt der Aspekt der Effizienz und Betriebssicherheit bestehender Infrastrukturen im ElektroEnergienetz eine bedeutende Rolle. In diesem Zusammenhang wurde unter anderem im Mittelspannungsnetz der Stadt Gera festgestellt, dass eine bestehende 10kVMittelspannungskabeltrasse , die bereits seit mehreren Jahrzehnten in Betrieb ist, zunehmend störanfällig wird. Die Mittelspannungskabel weisen altersbedingte Materialermüdungen, Störungen mit entsprechenden Ausfallzeiten und erhöhte Instandhaltungsaufwände auf, was sowohl aus wirtschaftlicher als auch aus technischer Sicht ein Handeln erforderlich macht.
Das dabei angestrebte Ziel ist, diese störanfälligen Leitungen mittelfristig außer Betrieb zu nehmen und durch eine kostengünstige und zukunftssichere Alternative zu ersetzen. Die Optimierung der dabei bestehenden Netzstruktur soll eine zentrale Rolle spielen.
Die bisherige Aufteilung in sechs Mittelspannungsringe soll auf drei leistungsfähigere Ringe reduziert werden, um eine effizientere Netzführung zu ermöglichen und dabei hinsichtlich der Betriebssicherheit auch redundante Versorgungswege aufzubauen, die im Falle von Wartungsarbeiten oder Störungen die Versorgungssicherheit erhöhen.
Dabei ergibt sich die Möglichkeit, ein technisch veraltetes und wartungsintensives Schalthaus schrittweise außer Betrieb zu nehmen, welches bislang zur Steuerung und Sicherung der sechs Mittelspannungsringe genutzt wurde. Dessen technische Ausstattung entspricht nicht mehr dem heutigen Stand der Technik und verursacht zunehmende Wartungs und Betriebskosten.
Durch die geplante Netzoptimierung kann zukunftsperspektivisch das Schalthaus außer Betrieb genommen werden, die Netzsicherheit gesteigert und die Betriebskosten gesenkt werden.
Diese Arbeit leistet somit einen wesentlichen Beitrag zur wirtschaftlichen Optimierung, zur Störprävention und zu einer nachhaltigen Optimierung des regionalen Stromverteilnetzes.