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Der demografische Wandel führt zu einem wachsenden Pflegebedarf und verstärkt psychosoziale Gefühle wie Einsamkeit und soziale Isolation im Alter. Gleichzeitig verschärft sich der Fachkräftemangel im Pflegesektor. Vor diesem Hintergrund rücken technologische Innovationen zunehmend in den Fokus. Diese Arbeit untersucht den Einsatz eines sprachgestützten, KI-basierten Chatbots, der von der Firma Bona Mondo speziell für Senioren entwickelt wurde. In einer qualitativen Befragung wurde der Chatbot in einer Pflegeeinrichtung in Chemnitz getestet.
Ziel war es, die Nutzungserfahrungen sowie Erwartungen der Bewohner zu analysieren und das Potenzial solcher Systeme zur Minderung von Einsamkeit zu bewerten.
In einem explorativen Studiendesign wurden fünf Bewohner nach einem 30-minütigen Testlauf des Prototyps mithilfe eines teilstandardisierten Fragebogens befragt. Außerdem wurden die Nutzer anhand ihrer Eignung vorab ausgewählt. Die Auswertung erfolgte mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring für offene Fragen sowie durch deskriptive Statistik für die standardisierten Fragen.
Die Befragung der fünf Teilnehmer ergab meist positive Rückmeldungen zum eigenen Wohlbefinden und zur Interaktion mit den Prototypen. Besonders geschätzt wurden persönliche Gespräche und das Potenzial des Chatbots zur Unterstützung im Alltag. Es wurden konkrete Verbesserungsvorschläge wie Design oder Notruffunktionen.
Technische Probleme wie langsame Reaktionszeit, geringe Lautstärke und instabiles Internet führten zu Problemen. Es konnte ein Interesse am Austausch mit dem Chatbot nachgewiesen werden. Generell sahen die Teilnehmer einen Nutzen für ihr Wohlbefinden. Die Erhebung mit teilstandardisiertem Fragebogen und qualitativer Inhaltsanalyse ermöglichte erste Einblicke, ist jedoch aufgrund der kleinen Stichprobe nur eingeschränkt übertragbar.
Background: Pregnancy care in the USA is in crisis, particularly in rural areas. Shortages and maldistribution of care are contributing factors. Family medicine (FM) physicians could be crucial to addressing the crisis.
Objectives: This study compared pregnancy and rural practice intentions of FM residents and FM obstetrics (FMOB) fellows, and current practices of FMOB fellowship alumni.
Method: In this cross-sectional survey study, 25 FM residents, 7 FMOB fellows, and 37 FMOB fellowship alumni completed practice intentions or actual practice surveys. Variables of interest included intention or practice in rural locations and medically underserved areas, and pregnancy-care intentions or practice, including items on delivery types and advanced obstetrics. We used Fisher’s exact test to compare residents, fellows, and alumni.
Results: Trainee intention and alumni practice were similar in practice characteristics except a higher rate of residents (80%) and fellows (100%) intended to practice in a medically underserved area (MUA) than alumni (29%) who practiced in an MUA (P < .001 and P = .001, respectively). Specific to pregnancy care, fellows and alumni respectively intended and provided low-risk, high-risk, and cesarean deliveries, and advanced obstetrics at higher rates than resident intentions.
Discussion: Results suggest FMOB fellows are more likely intend to provide pregnancy-related care compared to FM residents, and alumni provide pregnancy-related care at rates similar to fellow intentions. Few FM residents complete obstetrics fellowships. FMOB fellowships alone cannot sufficiently address care shortages. Expanding and promoting FMOB fellowships would increase the pregnancy -care workforce, but more is needed for FM to realize its potential to resolve the crisis.
Vor dem Hintergrund einer wachsenden Impfzögerlichkeit und der zunehmenden Nutzung digitaler Informationsquellen untersucht die vorliegende Arbeit die Eignung und den Einfluss digitaler Kommunikationsinterventionen auf die Impfzögerlichkeit innerhalb Europas. Ziel der Untersuchung ist es, geeignete und ungeeignete digitale Kommunikationsinterventionen zur Reduktion der Impfzögerlichkeit zu identifizieren.
Zur Beantwortung der Fragestellung wurde entsprechend den Empfehlungen des Joanna Briggs Institute ein Scoping Review durchgeführt. Insgesamt wurden 16 Studien und Veröffentlichungen in die Analyse einbezogen. Die Ergebnisse zeigen, dass digitale Kommunikationsinterventionen, insbesondere Social-Media-Kampagnen, interaktive Webanwendungen, Virtual-Reality-Elemente und Chatbots, das Potenzial besitzen, impfbezogene Einstellungen und Verhaltensweisen (z. B. Risikowahrnehmung, Impfbereitschaft, -absicht und Impfakzeptanz) positiv zu beeinflussen.
Darüber hinaus konnten teilweise ambivalente Effekte digitaler Kommunikationsinterventionen identifiziert werden. Aus den Ergebnissen wird deutlich, dass der Erfolg digitaler Kommunikationsinterventionen stark von der Zielgruppe, den Inhalten und der technischen Umsetzung abhängig ist. Gleichzeitig wird die Notwendigkeit einer verantwortungsvollen Anwendung und Gestaltung digitaler Gesundheitskommunikation deutlich. Die Analyse unterstreicht die Relevanz digitaler Kommunikationsinterventionen zur Prävention impfpräventabler Erkrankungen und zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Gesundheit.
Abstract Deutsch
Hintergrund: Die Gewinnung von Studieninteressierten im Pflegebereich wird durch demografische Entwicklungen und dem Fachkräftemangel zunehmend erschwert. Um dem entgegenzuwirken, wurde an der Fakultät Gesundheits- und Pflegewissenschaften der Westsächsischen Hochschule Zwickau ein zielgruppenorientierter HTML-Newsletter entwickelt.
Methoden: Für die Evaluation wurde eine Querschnittsstudie durchgeführt. Der Newsletter wurde an 428 Lehrkräfte und Auszubildende von Pflegeberufsschulen versendet. Dabei wurden technische Kennzahlen wie Zustell-, Öffnungs- und Klickraten erfasst, um die Reichweite und Nutzung zu messen. Zusätzlich wurde eine freiwillige Online-Befragung durchgeführt, die qualitative Rückmeldungen zur Gestaltung und Akzeptanz lieferte.
Ergebnis: Die Zustellrate lag bei 99,92 % und belegt eine hohe technische Zuverlässigkeit. Mit einer Öffnungsrate von 29,67 %, einer Klickrate von 3,23 % und einer niedrigen Abmelderate von 1,4 % zeigt der Newsletter eine starke Interaktion und hohe Akzeptanz in der Zielgruppe. Die begleitende Befragung bestätigte die positive Wahrnehmung hinsichtlich Verständlichkeit und Gestaltung und lieferte wertvolle Hinweise für zukünftige Optimierungen. Ein Jahresplan wurde erstellt, um die strategische Marketingplanung gezielt weiterzuführen.
Schlüsselwörter: Studienwerbung, Zielgruppenorientierung, Gesundheits- und Pflegewissenschaften, Pflegeberufsschulen, HTML-Newsletter, E-Mail-Marketing, Hochschulmarketing
Unternehmen im Pflegebereich verfolgen zunehmend das Ziel, durch Marketingstrategien wettbewerbsfähig zu sein beziehungsweise zu bleiben. Um sich in der daraus resultierenden unübersichtlichen Landschaft von Angeboten zurechtzufinden, benötigen die Kunden einen Wegweiser. Unterstützung finden die Betroffenen in Beratungsangeboten (Loffing & Horst, 2008; Schaefer & Schmidt- Kaehler, 2011). Das Unternehmen Korian Deutschland GmbH bietet den Betroffenen, als auch den Bewohnern und Angehörigen eine Beratungsstelle in seinen Langzeitpflegeinrichtungen an.
Das Ziel in der vorliegenden Arbeit ist es, zu klären, wie sich die Stelle der Bewohner- und Angehörigenberater gestalten und welche Unterschiede es je Einrichtung gibt. Dazu wird die folgende Forschungsfrage gestellt: Welche Unterschiede zeigen sich in der Umsetzung der Stelle Bewohner- und Angehörigenberater und wie sind diese zu begründen?
Um die Forschungsfrage zu beantworten, wurde eine qualitative Studie zur aktuellen Gestaltung und Umsetzung der Stelle Bewohner- und Angehörigenberater durchgeführt. Insbesondere wurde auf die Unterschiede und deren Begründung wertgelegt. Es wurde erfragt, welchen Mehrwert die Stelle bietet und welche Herausforderungen aufgetreten sind. In der qualitativen Studie wurden sechs Experteninterviews mit je einem Bewohner- und Angehörigenberater und der Einrichtungsleistung in insgesamt drei Einrichtungen geführt, welche mittels inhaltlich strukturierender qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet wurden. Die Einrichtungen wurden gegenübergestellt.
Die Aufgabenfelder und damit einhergehende Ziele der Bewohner- und Angehörigenberater unterscheiden sich von Einrichtung zu Einrichtung. In zwei von drei untersuchten Einrichtungen wurde sich bei der Gestaltung und Umsetzung stärker an der Stellenbeschreibung orientiert. Die dritte Einrichtung weist große Unterschiede im Bereich der Aufgabenfelder und Ziele auf. Gründe für die Unterschiede sind zum einen die Gegebenheiten in den Einrichtungen und zum anderen die Qualifikationen der Bewohner- und Angehörigenberater.
Abstract / Zusammenfassung
Problemstellung Die Schichtübergabe ist ein wichtiger Prozess für die Kontinuität und Sicherheit der Pflege. In der Praxis gibt es jedoch häufig Informationsverluste, unklare Strukturen und Unterbrechungen, die die Übergabequalität beeinträchtigen. Da der Ablauf und die Inhalte oft unterschiedlich wahrgenommen und wenig standardisiert sind, besteht Bedarf, die Übergaben systematisch zu untersuchen und Anpassungen vorzunehmen.
Zielsetzung Die Studie zielt darauf ab, die gegenwärtige Praxis der pflegerischen Schichtübergabe am Klinikum Altenburger Land systematisch zu analysieren. Im Fokus steht die Untersuchung der Organisation, des Ablaufs und der inhaltlichen Gestaltung der Übergaben. Zusätzlich sollen Erwartungen, Erfahrungen sowie die Wahrnehmung der Informationsweitergabe der Pflegekräfte erfragt und mit der tatsächlichen Durchführung der Übergaben verglichen werden. Auf jener Basis sollen dann praxisnahe, bedarfsgerechte Handlungsempfehlungen entwickelt werden.
Methode Mittels einer nicht-experimentellen Querschnittsstudie werden pflegerische Schichtübergaben der Nachtschicht und Frühschicht in einem Akutkrankenhaus systematisch durch strukturierte, teilnehmende Beobachtungen erfasst. Ein standardisiertes Beobachtungsprotokoll kodiert dabei relevante Inhaltsaspekte. Parallel wird eine anonymisierte schriftliche Befragung von Pflegekräften zur subjektiven Bewertung der Übergabequalität durchgeführt. Die Datenerhebung findet in mehreren Kompetenzzentren des Klinikums Altenburger Land im Zeitraum Oktober bis November 2024 unter Einhaltung ethischer und datenschutzrechtlicher Vorgaben statt.
Diese Bachelorarbeit befasst sich mit dem Thema der Arbeitsorganisation und deren Auswirkungen auf die Mitarbeiterzufriedenheit. Es werden mit Hilfe von zwei unterschiedlichen Forschungsmethoden Analysen auf zwei Wohnbereichen des „Haus Jahreszeiten“ im Bethlehemstift in Hohenstein-Ernstthal durchgeführt.
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Strukturen der Wohnbereiche zu analysieren, Unterschiede und Anpassungsbedarfe zu ergründen und die Verbindung zur Zufriedenheit der Mitarbeiter zu ziehen. Es wurden nichtteilnehmende Fremdbeobachtungen und anschließend semistrukturierte Interviews auf beiden Wohnbereichen durchgeführt. Durch die Beobachtungen werden Arbeitsabläufe sowie Störfaktoren der Strukturen sichtbar, die Einfluss auf die Zufriedenheit nehmen. Mit Hilfe der Interviews werden die persönlichen Ansichten der Pflegekräfte sowie Details zur Arbeitsorganisation hervorgehoben. Es wird über bestehende Probleme und Herausforderungen in der Organisation gesprochen und Rückschlüsse zur Arbeitszufriedenheit möglich.
Die Ergebnisse beider Erhebungen ergänzen sich und zeigen auf, dass Handlungsbedarf bei der Strukturierung der Arbeit in beiden Wohnbereichen besteht. Es wird deutlich, dass die Mitarbeiterzufriedenheit abhängig ist von Faktoren wie dem Teamgefüge, der Arbeitsintensität und der gegenseitigen Unterstützung sowie Klarheit der Aufgaben und Arbeitsorganisation. Zwischen den Wohnbereichen bestehen einige Unterschiede, die anhand der Erhebungen bestimmt werden konnten und einen Anreiz zur Angleichung bzw. Verbesserung der bestehenden Wohnbereichsstrukturen geben.
Die Digitalisierung im Gesundheitswesen verspricht eine bessere Vernetzung, schnellere Kommunikation und effizientere Prozesse, insbesondere durch die Telematikinfrastruktur (TI). Dennoch steht der Pflegesektor vor erheblichen Hürden bei deren praktischer Umsetzung. Diese Arbeit untersucht, wie ambulante Pflegeeinrichtungen in Sachsen die Einführung der TI erleben. Im Fokus stehen technologische, organisatorische, rechtliche und finanzielle Herausforderungen sowie deren Auswirkungen auf den Pflegealltag.
Methodik:
Zur Beantwortung der Forschungsfrage wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt. In drei ambulanten Pflegediensten, die bereits an die TI angeschlossen sind, wurden leitfadengestützte, halbstrukturierte Interviews mit Schlüsselpersonen durchgeführt. Die Datenauswertung erfolgte mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring.
Ergebnisse:
Die Ergebnisse zeigen ein breites Spektrum an Schwierigkeiten: technische Inkompatibilitäten, instabile Systeme, unvollständige Vernetzung mit externen Akteuren sowie erheblicher Mehraufwand im organisatorischen Bereich. Zudem werden Datenschutzbedenken und unklare Zuständigkeiten als belastend empfunden. Der praktische Nutzen der TI bleibt bislang begrenzt, insbesondere aufgrund parallellaufender analoger Prozesse.
Diskussion:
Die Untersuchung macht deutlich, dass zwischen dem politischen Anspruch und der praktischen Realität in der Pflege ein tiefer Graben besteht. Obwohl das Potenzial der TI grundsätzlich anerkannt wird, führen fehlende Standardisierung, mangelhafte Schulungsangebote und ausstehende technische Voraussetzungen zu Zurückhaltung und Frustration in der Praxis. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass die Digitalisierung der Pflege nicht nur eine technologische, sondern auch eine strukturelle Herausforderung darstellt.