Automobil- und Maschinenbau
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Die Inhalte der Masterthesis beschreiben die Realisierung eines ersten Entwicklungsstandes eines Serienprüfstands für permanenterregte Synchronmotoren (kurz: PMSM). Der entstehende Prüfstand verfolgt das Ziel, eine Endprüfung der Motoren als letzten Schritt der Motorfertigung durchzuführen, um somit wichtige Betriebskennwerte des entsprechenden Motors mittels einfacher Messaufbauten zu erfassen. Der Motorprüfstand wird auf Basis eines SPS-basierten Mess- und Steuerungskonzeptes aufgebaut, welches durch seine Modularität Möglichkeiten zur späteren Erweiterung bietet. Im Zuge der in der Thesis umzusetzenden Motorprüfung werden zwei wesentliche Prüfverfahren umgesetzt.
Im ersten Schritt erfolgt die Ermittlung des motorspezifischen Kommutierungswinkel-Offset, welcher für den Betrieb des Motors an einem geeigneten Antriebswechselrichter benötigt wird. Dazu werden verschiedene Bestimmungsverfahren simulativ entwickelt und verglichen. Das Grundwellenmodell der PMSM bietet dabei die theoretische Grundlage zur Umsetzung.
Ein PLL-Algorithmus wird später zur Realisierung dieses ersten Prüfschrittes umgesetzt. Mit der Voraussetzung des korrekt bestimmten Kommutierungswinkel-Offset erfolgt ein zweiter Prüfschritt. Dabei werden bestimmte Kennlinien des Prüfmotors unter Belastung ermittelt sowie eine parallel dazu durchgeführte Wirkleistungsmessung umgesetzt. Bei der Realisierung des zweiten Prüfschrittes und der anschließenden Ergebnisauswertung wird insbesondere der Einfluss des zuvor bestimmten Winkeloffsets auf das Betriebsverhalten des Motors aufgezeigt.
In dieser Arbeit wird die Neukonzeptionierung vom mehrachsigen Gelenkverschleißprüfstand der IAMT Prüfsysteme GmbH mittels Berechnung, Simulation und Systemidentifikation für eine künftige Regelung untersucht. Ziel ist hierbei die Auslegung der Antriebe, das Erstellen einer Simulation für die Bewertung von Leistungsgrenzen, Regelbarkeit und Übersprecheffekten sowie die Durchführung und Bewertung einer Black-Box Systemidentifikation in Bezug auf eine künftige verbesserte Reglerentwicklung.
Hierzu werden zunächst die Antriebe anhand von definierten Auslegungspunkten durch Berechnung ausgelegt und ausgewählt. Damit wird ein Simulationsmodell (Mehrkörpersystem, Elektromechanik, Hydraulik, Regelung) erstellt und parametriert. Mithilfe des Simulationsmodells mit klassischer Regelung wird die Bewertung der Leistungsgrenzen und des Übersprechens durchgeführt. Ebenso dient sie der Datengenerierung für die Systemidentifikation mit ARX-, NLARX-, ÜTF-, Zustandsraum- und Hammerstein-Wiener Modellen.
Die regelungs- und antriebstechnischen Grenzen des Systems und die Auswirkungen des Übersprechens wurden hier deutlich. Als Ergebnis der Systemidentifikation konnte gezeigt werden, dass mit passenden Strukturvorgaben sowie Anregungssignalen ein lineares Mehrgrößen ARX-Modell für eine künftige Reglerentwicklung als guter Startpunkt geeignet ist. Die Arbeit liefert somit die Grundlage für eine Weiterentwicklung oder schrittweisen Automatisierung der Reglereinstellung an Prüfständen der IAMT-Prüfsysteme GmbH.
Die Diplomarbeit mit dem Titel „Entwicklung eines Fertigungskonzeptes für die Serienfertigung von Gehäusen für FIS-Anzeiger und Integration in eine bestehende Fertigungsstruktur eines mittelständischen Unternehmens“ umfasst die Planung und Auslegung einer Serienfertigung sowie deren Integration in eine bestehende Produktionsstruktur.
Nach einer wissenschaftlichen Grundlagenbetrachtung wird eine fertigungsbezogene Planung durchgeführt, die unter anderem eine Ist-Analyse der bestehenden Produktion sowie die Analyse des zukünftigen Produktionsprogrammes umfasst. Außerdem wird ein geeignetes Produktionssteuerungsverfahren mit Hilfe einer Nutzwertanalyse gesucht, deren Ergebnis das Kanban-Prinzip als voraussichtlich geeignetstes Steuerungsverfahren identifiziert. Auf dieser Grundlage werden Fertigungslosgrößen bestimmt und die benötigten Arbeitsmittel hinsichtlich Anzahl und Auslastung dimensioniert. Im Anschluss erfolgt eine logistikbezogene Planung mit einer Analyse des Leistungsprogrammes hinsichtlich Lagerung und Transport sowie einer Behälterdimensionierung zur Bestimmung der benötigten Ladungsträger und Lagerorte. Aufgrund begrenzter Flächen an beiden Standorten werden bei der anschließenden Layoutplanung Kompromisslösungen entwickelt, die dennoch eine regelkonforme Umsetzung ermöglichen. Abschließend wird ein Umsetzungsplan für die Realisierung der entwickelten Konzepte erstellt.
Das Ergebnis der Arbeit stellt die Umsetzung des entwickelten Fertigungskonzeptes dar, wobei darauf hingewiesen wird, dass eine Analyse unter Serienbedingungen nach Produktionsanlauf zur Optimierung sinnvoll erscheint.
Um dem Ruf der Tuningszene - legal mit einer Simson Schwalbe mehr als 40% der ur-sprünglichen Leistung fahren zu dürfen nachzukommen – wurde bei der Firma WESOMA in Zwickau ein Projekt ins Leben gerufen, welches genau diesem Ruf nachkommen soll. Dabei soll ein Rahmen entstehen, welcher später als Ersatzteil vertrieben werden kann und dabei die gesetzlichen Vorgaben erfüllt und sogar übertrifft, um im Anschluss eine Be-triebserlaubnis zu erlangen.
Durch eine Kombination experimenteller und numerischer Verfahren werden Untersu-chungen angestellt, um eventuelle Schwachstellen im Rahmen ausfindig zu machen. Da-zu werden sowohl händische Berechnungen angestellt als auch Analysen mittels der Fini-te-Elemente-Methode durchgeführt. Zudem werden nach einer 3D-Laservermessung und einer Farbeindringprüfung auch reelle Fahrtests durchgeführt, um mittels Dehnmessstrei-fen die realen Belastungen zu erfassen, welche während der Fahrt im Rahmen auftreten.
Um diesen Rahmen später in Serie fertigen zu können, werden die Wirtschaftlichkeit ver-schiedener Werkstoffe sowie Arten der notwendigen Versteifungen gegeneinander abge-wogen. Ziel dieser Arbeit soll es sein einen Rahmen zu konstruieren, welcher die geforder-ten Ansprüche erfüllt, um diesen später gesetzeskonform im Straßenverkehr bewegen zu dürfen.
Die Prüfung der Technischen Sauberkeit stellt in der Automobilindustrie einen wesentlichen Bestandteil der Qualitätssicherung dar. Gleichzeitig sind die zugehörigen Prüfprozesse häufig durch hohe manuelle Aufwände, komplexe Abläufe und unzureichend standardisierte Planungsgrundlagen gekennzeichnet. Ziel dieser Arbeit ist die Entwicklung eines methodischen Leitfadens zur systematischen Analyse, Bewertung und Optimierung industrieller Prüfprozesse zur Technischen Sauberkeit. Hierzu werden Methoden des Qualitätsmanagements, Prozessmanagements und der Arbeitswissenschaft zu einem ganzheitlichen Vorgehensmodell kombiniert. Der Leitfaden umfasst die strukturierte Erfassung und Modellierung bestehender Prozesse mittels geeigneter Methoden der Prozessmodellierung (z. B. ereignisgesteuerte Prozessketten und Swimlane-Darstellungen), die Durchführung eines REFA-basierten Arbeitsstudiums zur Ermittlung von Zeitanteilen und Vorgabezeiten sowie die Analyse von Störgrößen, Stillstandszeiten und weiteren nicht wertschöpfenden Prozessbestandteilen. Ergänzend werden Risiken hinsichtlich der Belastbarkeit von Planungsdaten bewertet und Optimierungspotentiale systematisch identifiziert. Die Anwendbarkeit des entwickelten Vorgehens wird anhand eines industriellen Prüfprozesses im Umfeld der Technischen Sauberkeit exemplarisch demonstriert. Dabei werden betriebliche Besonderheiten einer durchgeführten Fallstudie bei der LINAMAR Antriebstechnik GmbH abstrahiert und die gewonnenen Erkenntnisse in allgemein gültige Handlungsempfehlungen überführt. Das Ergebnis ist ein praxisorientierter Best-Practice-Leitfaden, der Unternehmen bei der Standardisierung, Bewertung und kontinuierlichen Verbesserung von Prüfprozessen unterstützt. Die Arbeit leistet einen Beitrag zur methodischen Weiterentwicklung der Prozessanalyse im industriellen Qualitätswesen und schafft eine Grundlage für effizientere und besser planbare Prüfprozesse im Bereich der Technischen Sauberkeit.
Detection of Germanium Nanocrystals as Tracer Materials in Polypropylene via Raman Spectroscopy
(2026)
Increasing regulatory demands for high-quality plastic recycling create a strong need for novel tracer systems that enable reliable polymer identification and sorting. This feasibility study evaluates germanium nanocrystals (GeNCs) as Raman-detectable tracer materials in polypropylene (PP). The synthesis of GeNC/PP composite materials possessing various GeNC contents via a solvent-based intercalation process followed by compounding and injection molding is reported. Hydride-terminated GeNCs were synthesized and subsequently functionalized with dodecyl ligands to ensure chemical stability, compatibility with the polymer matrix, and processability under conventional melt-processing conditions. The dodecyl-functionalized GeNCs were successfully stabilized and homogeneously integrated into the PP matrix. Raman spectroscopy demonstrates the clear detection of GeNCs within the composites through a characteristic Ge–Ge optical phonon mode at 296 cm−1, which is well separated from the intrinsic Raman bands of polypropylene. The Raman signal intensity increases systematically with increasing GeNC concentration. Raman mapping reveals an overall homogeneous distribution of the nanocrystals within the polymer, while a slight tendency toward agglomeration is observed at higher loadings. These results demonstrate that GeNCs are well suited as optically detectable tracers for polypropylene and can be reliably identified using Raman spectroscopy, highlighting their potential for tracer-based sorting concepts in advanced recycling and digital material passport applications.
Die Entwicklung einer positiven Sicherheitskultur gilt als ein Erfolgsfaktor für eine Verbesserung der Arbeitssicherheit. Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Entwicklung der Sicherheitskultur innerhalb eines Teilbereiches der enviaM-Gruppe im Zeitraum von 2020 bis 2025. Grundlage bildet eine Vorher-Nachher-Analyse durch zwei Mitarbeiterbefragungen sowie ausgewählter Betriebssicherheitskennzahlen.
Ziel ist die Bewertung der Wirksamkeit umgesetzter Maßnahmen im Arbeitsschutz und die Ableitung eines wissenschaftlichen Konzeptes zur Weiterentwicklung der Sicherheitskultur. Die theoretische Grundlage umfasst zentrale Ansätze der Arbeitssicherheit, Sicherheitskultur, deren Einflussfaktoren sowie Methoden der Wirksamkeitsüberprüfung. Zur Einordnung der Sicherheitskultur wurden insbesondere die Sicherheitskulturelemente Führung, Struktur und Prozesse sowie das Modell der Bradley Curve™ herangezogen. Im empirischen Teil erfolgt die Analyse betriebsinterner Unfall- und Ereignisdaten sowie die Bewertung der Sicherheitskultur anhand der Mitarbeiterbefragungen aus den Jahren 2020 und 2025. Ergänzend wurden die eingeführten Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheitskultur hinsichtlich ihrer Wirksamkeit untersucht.
Auf Grundlage der Ergebnisse wurde ein phasenorientiertes Konzept entwickelt, das bestehende wirksame Maßnahmen fortführt und neue begründete Ansätze ergänzt. Die Arbeit zeigt, dass die Weiterentwicklung der Sicherheitskultur als langfristiger Prozess zu verstehen ist, der eine systematische Evaluation und die aktive Beteiligung aller Akteure erfordert.
Entwicklung eines modularen Spritzgießwerkzeugs für die Kleinserienfertigung von Betriebsmitteln
(2026)
Die interne Betriebsmittelfertigung der Volkswagen Sachsen GmbH ist ein recht junger Geschäftsprozess, welcher im Zuge eines Insourcings in die Firma integriert wurde. Durch eine Übernahme des Maschinenparks, der Software und des Know-hows der ehemaligen externen Firma, welche diesen Prozess bis dahin übernahm, ist der Geschäftsprozess im hohen Maße determiniert und bietet Raum für die Suche nach Optimierungspotential, angepasst auf die aktuellen und sich stetig ändern Rahmenbedingungen. Nach einer Analyse des Prozesses ist ersichtlich, dass die aktuelle Fertigung auf ein Höchstmaß an Flexibilität, allerdings auf Kosten der Möglichkeit, umfangreichere Losgrößen bis hin zu Kleinserien effizient zu fertigen, ausgelegt ist. Dies legt die Schlussfolgerung nahe, zu analysieren wie und in welchem Umfang ein zusätzliches Fertigungsverfahren die Betriebsmittelwerkstatt im wirtschaftlichen
und technischen Sinne ergänzen kann.
Da die Herstellung von Kleinserien aus thermoplastischem Kunststoff die Aufgabe dieses Fertigungsverfahrens ist, fällt dabei die Wahl auf den Spritzguss. Dieses weit verbreitete Verfahren bietet die Möglichkeit höchste Anforderungen an Bauteilqualität, Wiederholbarkeit und Automatisierung zu erfüllen, ist allerdings in seiner konventionellen Form auf die Fertigung von Großserien ausgelegt. Der Ansatz, dieses Verfahren mit der additiven Fertigung in Form von wechselbaren Werkzeugen zu kombinieren, ist in der Lage die Vorteile des Spritzgusses mit der Flexibilität der additiven Fertigung zu vereinen und schöpft das festgestellte
Optimierungspotential vollumfänglich aus. Die Arbeit zeigt hierzu eine umfassende technische Lösung in Form eines flexiblen Werkzeugträgers auf und weist die Wirtschaftlichkeit des Projektes bezogen auf die aktuelle Fertigung nach.
Despite their excellent torsional and bending strength, the economical production of hypotrochoidal profiles (H-profiles) remains an obstacle to their use. Due to the tool clearance angle, the commercially available twin-spindle turning process has limited ability to manufacture many of the profiles standardized according to DIN 3689 (Deutsches Institut für Normung). On the other hand, the manufacturing of cycloidal as a non-involute special geometry using generating processes (hobbing or continuous generating grinding) depends critically on the accuracy of the tool geometry—whether a hobbing cutter or a grinding worm. Conventional tool design methods—based on approximations, involute-derived profiles, or iterative trial-and-error corrections—face fundamental limitations: unpredictable cutting force variations, elevated surface roughness, and limited process capability. However, if the exact tool geometry has been determined analytically, the same machine achieves significantly better performance. In this work, the exact tool geometry conjugated to the H-profile for profile manufacturing is determined based on the gearing law. This provides modular H-profile manufacturing without deviations. Consequently, a design concept that enables the implementation of all existing rolling processes—including gear hobbing, gear shaping, gear planning, and other variants such as gear grinding—is presented. For profile shaping of hollow contours, the transfer ratio is considered and a curve conjugated to the profile contour is determined for the tool. A CAD-based simulation shows very good consistency with the analytically determined tool geometry.
Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Entwicklung eines Fördersystems für ringförmige Werkstücke zu einer Schleifmaschine. Den Ausgangspunkt bildet eine teilautomatisierte, veraltete Zuführung, die aufgrund von hohem Bedienaufwand und Störungen nicht mehr zeitgemäß ist.
Im Rahmen der Arbeit werden verschiedene Lösungskonzepte erarbeitet und hinsichtlich ihrer Wirtschaftlichkeit und technischer Eignung bewertet. Eine Vorzugsvariante wird auf Grundlage dessen konstruktiv ausgearbeitet. Diese umfasst eine Zuführung über eine Rinne, eine pneumatische Vereinzelung und einen Transport mit Werkstückträgern.
Die Steuerung erfolgt über eine speicherprogrammierbare Steuerung, welche die Sensorik auswertet und den Prozessablauf koordiniert. Darauf basierend wird eine Testeinrichtung als Prototyp entwickelt, um die Funktionsfähigkeit der gewählten Lösung unter realen Bedingungen zu überprüfen.
Die Ergebnisse zeigen, dass ein prozesssicherer Transport der Werkstücke grundsätzlich möglich ist. Die Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Werkstückgeometrien ist jedoch derzeit noch eingeschränkt.
Die entwickelte Lösung stellt somit eine geeignete Grundlage zur Verbesserung der Werkstückzuführung und zur Strukturierung des Materialflusses im Bereich der Schleifbearbeitung dar.
Der vorliegende Text beschäftigt sich mit der Frage, wie ein zusätzliches, neues Bauteil in die Fertigungsabläufe einer bestehenden Anlage integriert werden kann. Dies geschieht am Beispiel eines Kunststoff-Spritzgussteils, auf welches eine Polyurethan-Schaumdichtung aufgetragen wird. Der Fokus liegt dabei insbesondere auf dem Erhalt und der Steigerung der Anlagenflexibilität, der Verfeinerung und Optimierung des Prozessablaufs und der Einhaltung von Qualitätsanforderungen. Auf Basis einer umfangreichen Datensammlung und unter Anwendung von wissenschaftlichen Methoden und Werkzeugen werden die verschiedenen Problemstellungen detailliert herausgearbeitet und analysiert. Für die verschiedenen Aspekte der erkannten Probleme werden Lösungsvarianten entwickelt und hinsichtlich ihrer gegenseitigen Beeinflussung untersucht. Aus den erarbeiteten Einzellösungen wird ein Gesamtkonzept zusammengestellt, welches alle Faktoren und Bedingungen der unterschiedlichen Lösungsvarianten berücksichtigt.
Anhand des Einflusses des Gesamtkonzepts auf verschiedene Kennzahlen wird die Zielerreichung und Wirksamkeit nachgewiesen. Auf Grundlage von realen Angeboten für die Umsetzung, fortgeschrittener Planungen und Prototypen wird die praktische Umsetzung des Konzepts anschaulich illustriert. Abschließend wird anhand der Gegenüberstellung der notwendigen Investitionskosten und der erzielbaren Einsparungen die Wirtschaftlichkeit des Konzepts nachgewiesen und bewertet.
Die Diplomarbeit untersucht die Optimierung von Zuführtechniken im automobilen Karosseriebau des Fahrzeugwerks Zwickau der Volkswagen Sachsen GmbH.
Ziel der Arbeit ist die Entwicklung einer universell einsetzbaren Planungsmethodik, die eine systematische Bewertung verschiedener Zuführtechniken ermöglicht. Der Fokus liegt dabei nicht auf der Optimierung einer einzelnen Zuführung, sondern auf der Entwicklung eines allgemein anwendbaren Instruments, das den technischen Nutzwert von Zuführtechniken analysiert und gegenüberstellt. Das Vorgehen umfasst zunächst die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit zuführtechnischen und methodischen Grundlagen. Anschließend erfolgt eine strukturierte Analyse der im Karosseriebau bereits eingesetzten und dem Stand der Technik entsprechenden Zuführtechniken. Auf Basis dessen wird eine Planungsmethodik zur Optimierung des Einsatzes von diesen Techniken entwickelt. Die Methodik basiert auf einer Nutzwertanalyse und einer Nutzwert-Kosten-Analyse. Die betrachteten Zuführungen umfassen den Prozess von der Bereitstellung der Bauteile im Ladungsträger am Bedarfsort bis zu deren Übergabe in einer eindeutig definierten Entnahmeposition an den nachfolgenden Prozessschritt. Die Arbeit beschränkt sich auf die Betrachtung von flurgebundenen Zuführtechniken.
Als wesentliches Ergebnis entsteht ein praxisorientiertes Tool, das die Anwendung der entwickelten Planungsmethodik unterstützt und eine nachvollziehbare sowie gegenüberstellende Bewertung der Zuführtechniken ermöglicht. Die Arbeit soll einen Beitrag zur optimalen Auswahl geeigneter Zuführtechniken im Karosseriebau des Fahrzeugwerks Zwickau leisten.
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht wiederkehrende Schäden an Kühlwasserausgleichsbehältern eines Schienenfahrzeugs unter dem Gesichtspunkt der Schadensursache, des damit verbundenen Risikos und der konstruktiven Verbesserung. Ausgangspunkt ist die hohe Bedeutung von Inspektion, Wartung und Instandhaltung für die Verfügbarkeit und Betriebssicherheit von Schienenfahrzeugen. Wiederholt auftretende Schäden an einzelnen Komponenten führen nicht nur zu erhöhtem Instandhaltungsaufwand, sondern können sich auch auf die Einsatzbereitschaft ganzer Fahrzeuge und damit auf die Betriebsqualität auswirken. Im Zentrum der Arbeit stehen die systematische Schadensanalyse des originalen Behälters, die Ermittlung der maßgeblichen Schadensursachen sowie die risikobezogene Bewertung des schadhaften Behälters, der rekonstruierten Ausführung und der Fertigung eines Prototyps mithilfe der Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse.
Auf dieser Grundlage werden konstruktive Verbesserungsmaßnahmen entwickelt und hinsichtlich ihrer technischen Umsetzbarkeit sowie ihrer Wirtschaftlichkeit beurteilt.
Im Rahmen dieser Arbeit wurde ein bestehender Prüfstand mit mehreren Prüfplätzen zur Untersuchung von Stents unter dynamischer Biegebelastung mit gleichzeitiger Medienbeaufschlagung grundlegend überarbeitet und zu einem einzelnen autarken Prüfplatz weiterentwickelt. Ziel war es, die bisherige Abhängigkeit mehrerer Prüfplätze von einem gemeinsamen Mediensystem zu beseitigen, die Variantenvielfalt zu erhöhen sowie Ergonomie und Wartungsaufwand zu verbessern. Der neue Prüfplatz ist modular aufgebaut und in einem Gestell vervielfältigbar einsetzbar.
Kern der Entwicklung war die vollständige Neukonstruktion des Mediensystems. Sämtliche Komponenten wurden hinsichtlich Funktionalität, Eignung und Lebensdauer neu ausgelegt. Besonderes Augenmerk galt der Auswahl einer geeigneten Pumpe sowie der Entwicklung eines kompakteren Medientanks. Ergänzt wurde das System durch einen Spülkreislauf zur Vorkonditionierung des Prüfmediums.
Die Validierung erfolgte modellbasiert mit Simulink. Die Simulation bestätigte die Funktionsfähigkeit und unterstützte die optimale Dimensionierung. Der neue Prüfplatz stellt eine flexible, erweiterbare und praxisnahe Lösung für Forschung und Produktion dar.
Die Kombination von Fused-Filament-Fabrication (FFF) und Inkjet-Druck ermöglicht die direkte Integration elektrisch leitfähiger Strukturen in thermoplastische Bauteile, wird jedoch durch die hohe Oberflächenrauigkeit FFF-gefertigter Substrate erschwert. Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der Haftung und Strukturqualität einer silberhaltigen Inkjet-Tinte auf PEI-Proben sowie die Identifikation geeigneter Prozessparameter für FFF, Inkjet-Druck und ggf. Oberflächenaktivierung.
Hierzu wurden geglättete und ungeglättete PEI-Probekörper mittels FFF hergestellt und anschließend hinsichtlich Oberflächenenergie und Rauheit charakterisiert. Die aufgedruckten Silberstrukturen wurden hinsichtlich ihrer Schichtbildung und elektrischen Leitfähigkeit bewertet.
Die Ergebnisse zeigen, dass eine Glättung der PEI-Oberfläche unerlässlich ist, da die Topografie ungeglätteter Proben eine durchgängige Struktur verhindert. Auf geglätteten Oberflächen führte jedoch eine erhöhte Kapillarwirkung zu einem starken Verlaufen der Tinte, sodass eine zusätzliche Plasmabehandlung keinen Vorteil bietet. Erst durch sofortiges thermisches Sintern konnte das Verlaufen reduziert werden, jedoch auf Kosten der Homogenität der Silberschicht.
Insgesamt ist der Inkjet-Druck auf FFF-gefertigtem PEI grundsätzlich möglich, erfordert jedoch eine weitergehende Optimierung von Substratbeschaffenheit, Druckparametern und Sinterstrategie, um qualitativ hochwertige leitfähige Strukturen zuverlässig herstellen zu können.
Im Rahmen der Diplomarbeit werden die Material- und Informationsflüsse in der GAZ Notstromsysteme GmbH analysiert, die Ursachen für Terminverzögerungen ermittelt und Maßnahmen zur Verbesserung der Termintreue entwickelt.
Diese Analyse erfolgt unter der Zielsetzung die Termintreue des Unternehmens zu steigern.
Hierzu wurde zunächst eine Ist-Analyse der Auftragsabwicklung sowie der Material- und Informationsflüsse durchgeführt. Aufbauend darauf wurden die zentralen Ursachen für Verzögerungen identifiziert und Optimierungspotenziale aufgezeigt.
Auf dieser Basis wurden konkrete Maßnahmen erarbeitet, um Produktions- und Liefertermine besser einzuhalten. Abschließend enthält die Arbeit Umsetzungsvorschläge, die eine schrittweise Einführung der Maßnahmen im Unternehmen ermöglichen.