Physikalische Technik, Informatik
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The Industrial Internet of Things (IIoT) promises real-time monitoring, predictive maintenance, and data-driven decision-making for manufacturing. Still adoption remains slow and especially among small and mid-sized factories. Industrial clients do not trust sensor data they cannot independently verify, centralized storage allows silent tampering, and limited audit visibility makes accountability difficult. This study investigates how blockchain technology can address these adoption barriers, with a focus on trust, data integrity, and transparency.
The main contribution is a structured analysis of IIoT adoption barriers drawn from peer-reviewed literature and practitioner observations which are trust deficits between manufacturers and clients, security vulnerabilities across device and network layers, data integrity risks during transmission and storage, lack of transparency and traceability in operational logs, interoperability gaps between heterogeneous vendor stacks, scalability constraints in centralized architectures, and privacy concerns over shared industrial data. Each barrier is then mapped to specific properties of a permissioned blockchain network, namely Hyperledger Fabric.
To validate this mapping, a Proof of Concept (PoC) was designed and built using low-cost edge hardware. A DHT11 sensor connected to an ESP32 microcontroller captures temperature and humidity readings, which are transmitted via MQTT to a Node-RED middleware layer. Node-RED forwards the structured records to a Hyperledger Fabric network running entirely on a Raspberry Pi 5. A chaincode smart contract validates each record, applies threshold-based alerting and commits the data to a CouchDB world state database.The evaluation measured three dimensions from transaction latency, resource consumption, and tamper resistance. A tamper detection experiment showed that direct database modification went undetected at the storage level but was immediately exposed through SHA-256 hash verification against the blockchain ledger.
The results demonstrate that strong cryptographic guarantees can run on affordable hardware without cloud dependency. Blockchain integration does not change how sensors collect data. It changes what can be proven about that data. By converting procedural assurances into mathematical proof the proposed solution directly addresses the trust, data integrity, and transparency barriers that hold back industrial IIoT adoption.
Entwicklung eines Werkzeugs zur Automatisierung des Figma-Exports für die UI-Entwicklung mit Compose
(2026)
Diese Bachelorarbeit adressiert die technologische Lücke zwischen Design-Spezifikation und technischer Implementierung in der App-Entwicklung. Ein zentrales Hindernis bildet dabei die effiziente Synchronisation von Design-Ressourcen. Die manuelle Überführung von Design-Tokens und Icons aus Figma-Dateien ist im internen Arbeitsablauf der Appsfactory GmbH zeitaufwändig und fehleranfällig. Dieses Problem wird im Rahmen dieser Arbeit durch die Automatisierung des Figma-Exports für die UI-Entwicklung mit Compose gelöst. Aktuell mangelt es an Werkzeugen zur effizienten Abbildung von Multi-Brand-Strukturen in plattformübergreifenden Projekten. Zudem fehlen Lösungen, die sich nahtlos in bestehende Entwicklungsprozesse integrieren lassen. Zur Schließung dieser Lücke wurde das Werkzeug FigmaResGen entwickelt.
Das Werkzeug nutzt die Figma REST API zum automatisierten Datenabruf von Design-Ressourcen. Entwickler konfigurieren die Auswahl der benötigten Ressourcen über spezifische Parameter. Das Werkzeug gleicht die polymorphen JSON-Objekte der API mit dieser Konfiguration ab. Referenzketten von Figma-Variablen werden mittels iterativer Alias-Auflösung in typsichere Kotlin-Quelldateien transformiert. Dabei werden sowohl verschiedene Modi als auch komplexe Markenidentitäten unterstützt. Die praktische Erprobung erfolgte innerhalb eines industriellen Kundenprojekts unter Verwendung von Compose Multiplatform. Die vollständige Konfiguration und Generierung beanspruchte weniger als 30 Minuten. Alle funktionalen Anforderungen an das Werkzeug wurden erfüllt. Künftige Versionen sollen die Unterstützung von Figma Extended Collections beinhalten.
Qualitätssicherung in Fabrik- und Lagerhallen ist ein Vorgehen, das in der heutigen Zeit bei einer Vielzahl von Unternehmen durchgeführt wird. Dabei kommen die verschiedensten Instrumente und Vorgehen zum Einsatz. Neben den organisatorischen Maßnahmen um die Qualität eines Produktes oder einer Leistung sicherzustellen gibt es die technischen Maßnahmen, um eine entsprechende Qualität gewährleisten zu können.
Eine Auswahl an technischen Maßnahmen, die bei der Überprüfung von Bauteilen zum Einsatz kommt, liegt im Feld der visuellen Kontrolle. Bei der Kategorie der visuellen Kontrolle steht hauptsächlich der Einsatz von einer oder mehreren Lichtquellen und einem oder mehreren Kamerasystemen im Vordergrund. Je nachdem, wie das Licht auf die Oberfläche des Bauteils eingesetzt wird und auftrifft, sind entsprechende Merkmale und Eigenschaften der Oberfläche hervorgehoben. Somit sorgen Kratzer, Erhebungen, Vertiefungen, Prägungen, Beulen, Oberflächenstrukturen und andere Produktionsfehler für eine Beeinflussung des Bildes. Das auftreffende Licht sorgt dann für die Sichtbarkeit dieser Fehler auf dem Kamerabild durch das Hervorheben betroffener Stellen.
Innerhalb dieser Bachelorarbeit ist unter Verwendung von MQTT und MicroPython ein Kommunikationssystem entstanden, mit dem es möglich ist, eine oder mehrere solcher Lichtquellen in Intervallen anzusteuern, die im Bereich von Sekunden bis Mikrosekunden liegen. Nachfolgend wird dieses Kommunikationssystem in industriellen Umgebungen zur Unterstützung von Qualitätssicherungsprozessen eingesetzt.
Diese Bachelorarbeit untersucht die Konzeption und Umsetzung eines Major-Upgrades einer beste-henden Webapplikation unter Einsatz eines LLM. Ziel war es, zu analysieren, inwiefern ein LLM den Migrationsprozess einer historisch gewachsenen Frontend-Architektur, konkret von DevExtreme 18.2.18 mit SPA-Framework (Knockout.js) hin zu DevExtreme 25.2.5 und React unterstützen und beschleunigen kann.
Zunächst wurden die grundlegenden Konzepte klassischer Webanwendungen mit TypeScript und imperativer DOM-Steuerung sowie moderner, deklarativer Ansätze mit React erläutert. Darauf auf-bauend wurden die spezifischen Herausforderungen der Migration sowie Anforderungen an ein un-terstützendes LLM definiert. Anschließend erfolgte eine detaillierte Analyse der technologischen Veränderungen zwischen den DevExtreme-Versionen sowie die Entwicklung eines strukturierten Vorgehensmodells für die Migration unter Einsatz des LLM Claude.
Im weiteren Verlauf wurde eine prototypische Zielanwendung schrittweise aufgebaut, wobei das LLM zur Generierung und Transformation von Code eingesetzt wurde. Dabei kamen zusätzliche Konzepte wie die Kontextualisierung über eine projektspezifische Wissensbasis, der Einsatz spezia-lisierter Agenten sowie ein planungsorientiertes Plugin zur strukturierten Problemlösung zum Einsatz.
Die Evaluation erfolgte anhand der Migration und Überprüfung mehrerer Gridseiten, bei denen Funktionalität, Vollständigkeit und Korrektheit mit dem Altsystem verglichen wurden. Dabei wurde untersucht, ob bestehende Features korrekt übernommen, verändert oder neu interpretiert wurden.
Die Ergebnisse zeigen, dass ein LLM grundsätzlich in der Lage ist, komplexe Migrationsaufgaben zu unterstützen und funktionierende Zielstrukturen zu erzeugen. Grundlegende Funktionalitäten wie Datenverarbeitung, Routing und Zustandsmanagement konnten erfolgreich umgesetzt werden. Gleichzeitig traten jedoch auch Einschränkungen auf, wie unvollständige UI-Übernahmen, fehlerhafte oder erfundene Funktionalitäten sowie Probleme bei komplexeren Zusammenhängen.
Als zentrale Grenze der automatisierten Migration wurden die inhaltliche Komplexität der Anwendung, die Notwendigkeit manueller Nachbearbeitung sowie die zeitliche Begrenzung des Projekts identifiziert.
This thesis investigates the environmental sustainability of textile production through a structured analysis of fiber extraction, textile finishing, and carbon footprint assessment. The textile industry is one of the most resource-intensive sectors globally, consuming substantial quantities of energy, water, and chemicals at every stage of its production chain. Growing environmental awareness and tightening regulatory frameworks have created an urgent need
to evaluate existing processes and identify credible pathways toward more sustainable alternatives.
The study reviews both conventional industrial processes and recent scientific advancements, assessing their ecological performance and potential for sustainable transition. Environmental impacts are evaluated using life cycle thinking, with particular attention to emission hotspots, resource consumption, and the readiness of emerging alternatives for industrial adoption.
The findings demonstrate that sustainability in textile production cannot be achieved through isolated interventions. Each stage of the production chain from raw material extraction to fiber processing and functional finishing contributes to the overall environmental burden in distinct ways. While promising low-impact alternatives exist across all stages examined, many remain
limited by scalability, cost, or insufficient environmental validation.
The thesis concludes that a transition toward more sustainable textile manufacturing requires integrated strategies combining renewable energy adoption, cleaner chemistry, and circular material flows, guided by transparent and standardized environmental assessment methods.
Diese Bachelorarbeit befasst sich mit der Modernisierung einer proprietären Legacy-Bibliothek zur PIN/TAN-Verwaltung innerhalb einer Bankeninfrastruktur. Das Hauptziel der Arbeit ist die Überführung dieser kritischen Geschäftslogik in eine moderne, skalierbare Microservice-Architektur. Hierzu wurde ein eigenständiger Dienst, der pin-tan-service, auf Basis von Java 17 und dem Quarkus-Framework konzipiert und implementiert. Ein wesentlicher Bestandteil der Lösung ist die Integration in das Identity-Management-System Keycloak über eine benutzerdefinierte SPI-Erweiterung. Die Kommunikation erfolgt nach dem API-First-Ansatz unter Verwendung einer standardisierten OpenAPI-Spezifikation. Zur Sicherstellung der Softwarequalität wurde die Entwicklung durchgängig von einer automatisierten Teststrategie nach dem Behavior-Driven Development (BDD) begleitet.
Die Ergebnisse zeigen, dass durch die Entkopplung der Logik die Wartbarkeit signifikant erhöht und der Release-Aufwand für die Gesamtsysteme reduziert werden konnte. Zudem ermöglicht die geschaffene REST-Schnittstelle eine technologieunabhängige Anbindung heterogener Clients. Aktuell durchläuft das System die Integrationsphase (SIT) und bereitet den produktiven Rollout vor. Insgesamt bietet die Arbeit ein praxisnahes Referenzmodell für die sichere Transformation veralteter Softwarekomponenten in verteilte Systeme.
The fast-fashion industry's linear "take-make-dispose" model generates approximately 10% of global carbon emissions, consumes billions of cubic metres of water annually, and contributes to the landfilling or incineration of 85% of textiles produced each year, collectively undermining progress toward Sustainable Development Goal 12 on responsible consumption and production. Despite growing policy momentum, a balanced cross-national qualitative diagnostic of circular economy (CE) implementation in fast-fashion supply chains remains absent from the literature; this thesis addresses that gap by analysing the extent and depth of CE adoption in Germany and Japan through the Ellen MacArthur Foundation (EMAF) framework. A qualitative comparative case study design was employed, positioning H&M Group within the German-EU regulatory context and Uniqlo/Fast Retailing within Japan's voluntary governance framework as the primary illustrative cases. Secondary document analysis covering the period 2020–2025 drew on corporate sustainability and ESG reports, CDP climate and water security disclosures, Science Based Targets initiative (SBTi) benchmark data, life cycle assessment literature, and national policy frameworks. Three analytical instruments were applied: a 10R coding matrix operationalising the EMAF hierarchy across five supply chain phases, a four-level CE implementation maturity scale, and a decoupling gap diagnostic distinguishing absolute from relative environmental improvement. Findings indicate that Germany's regulatory-push model anchored in the Circular Economy Act (KrWG), Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD), and Supply Chain Due Diligence Act (LkSG) produced absolute decoupling in H&M's emissions profile, with Scope 3 emissions declining by 34.6% against the FY2019 baseline while revenues remained broadly stable, yet repair and reuse infrastructure remained comparatively underdeveloped. Japan's cultural-pull model, sustained by the mottainai ethos, Keidanren voluntary action plans, and keiretsu coordination networks, demonstrated stronger use-phase circularity through Uniqlo's institutionalised Repair Studios and RE.UNIQLO collection programme, but exhibited only relative decoupling, with revenue growth of 35.4% outpacing emissions reductions. Both national contexts share structural barriers in blended-fibre recycling, supply chain opacity, and low consumer participation in take- back schemes. These findings indicate that neither governance model is sufficient in isolation; a hybrid architecture combining Germany's regulatory enforceability with Japan's cultural embeddedness and innovation capacity represents the most credible pathway toward SDG 12 aligned circularity, while the decoupling gap diagnostic offers a transferable analytical contribution for distinguishing genuine circular progress from efficiency-framed greenwashing in fast-fashion policy evaluation.
Diese Bachelorarbeit untersucht die Möglichkeiten und Grenzen der automatischen Migration von Android-Benutzeroberflächen von einer XML- und Java-basierten Umsetzung hin zu Jetpack Compose. Ziel war es, herauszufinden, inwiefern bestehende UI-Layouts automatisiert in den deklarativen UI-Ansatz von Jetpack Compose überführt werden können.
Zunächst wurde auf die grundlegenden Konzepte der Entwicklung von Benutzeroberflächen mit XML und Java sowie mit Jetpack Compose eingegangen. Darauf aufbauend wurden konkrete Anforderungen an ein automatisches Migrationstool definiert. Anschließend erfolgte die Konzeptionierung eines solchen Migrationstools. Danach wurde ein prototypisches Migrationstool als IntelliJ-Plugin für Android-Studio implementiert, das mithilfe des Program Structure Interface (PSI) Java- und XML-Dateien analysiert und daraus syntaktisch korrekten Compose-Code generiert.
Die Evaluation erfolgte anhand einer Migration dediziert erzeugter Testfälle für Benutzeroberflächen, die mit XML und Java umgesetzt sind. Dabei wurde die Migration ausgewählter Views, ViewGroups und Attribute, sowie ausgewählter Java-Methoden (z.B. setOnClickListener) untersucht.
Die Ergebnisse zeigen, dass eine automatische Migration für klar abgegrenzte Layoutstrukturen realisierbar ist und passende Jetpack Compose-Strukturen erzeugt werden können. Die einzige im Rahmen dieser Arbeit identifizierte Grenze der automatischen Migration war die zeitliche Begrenzung des Bachelorprojekts auf zehn Wochen.
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Konzeption und Implementierung eines automatisierten Logfiltersystems für Nextcloud und OpenSearch. Ziel der Arbeit ist es, ein System zu entwickeln, das infrastrukturspezifische und sicherheitskritische
Informationen in Logs zuverlässig erkennt und entfernt, ohne die technische Aussagekraft für die Fehleranalyse zu beeinträchtigen.
Zu Beginn wurden die für das Verständnis der Bachelorarbeit relevanten theoretischen und technischen Grundlagen erläutert sowie konkrete funktionale und nicht-funktionale Anforderungen an das System definiert. Anschließend erfolgte die Konzeption der
Systemarchitektur. Das System wurde als wiederverwendbares Composer-Package implementiert, das Logeinträge zeitraumbasiert über die OpenSearch Scroll- API abruft und durch eine modulare Filterpipeline verarbeitet. Die Filterung sensibler Informationen erfolgt durch zwei komplementäre Mechanismen. Zum einen eine feldnamenbasierte Direkterkennung für strukturierte Felder sowie eine musterbasierte Erkennung mittels vorkompilierter regulärer Ausdrücke für eingebettete Muster in Freitextfeldern.
Die Evaluation erfolgte anhand der durchgeführten Unit-Tests sowie eines Testlaufs gegen eine angebundene OpenSearch-Instanz. Die Ergebnisse zeigen, dass alle definierten Anforderungen erfüllt werden. Als Grenzen des Systems wurden die Abhängigkeit von vordefinierten Feldnamen sowie die eingeschränkte Erkennbarkeit sensibler Informationen in unstrukturierten Freitextfeldern ohne erkennbares Schlüssel-Wert-Muster identifiziert. Beide Einschränkungen sind der Natur musterbasierter Erkennung inhärent.
In der vorliegenden Arbeit wird eine GPU-basierte Implementierung einer N-Körper-Simulation entwickelt und hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit untersucht.
Die Umsetzung erfolgt unter Verwendung von HIP für die parallele Berechnung sowie Vulkan zur Visualisierung.
Zur Bewertung der Effizienz werden die Laufzeit und Skalierbarkeit der GPU-Implementierung mit einer direkten CPU-Implementierung sowie einer CPU-basierten Barnes-Hut-Approximation verglichen.
Die Ergebnisse zeigen eine deutliche Beschleunigung durch die GPU-basierte Parallelisierung gegenüber der direkten Berechnung auf der CPU.
Gleichzeitig weist die Barnes-Hut-Methode aufgrund ihrer geringeren Zeitkomplexität ein überlegenes Skalierungsverhalten für große Körperzahlen auf.
Die Untersuchung verdeutlicht, dass GPU-basierte Umsetzungen insbesondere für Echtzeit-Anwendungen mit moderaten Körperzahlen geeignet sind, während hierarchische Approximationsverfahren ihre Stärken vor allem bei sehr großen Systemen ausspielen.
Diese Arbeit untersucht, inwieweit studentische IT-Projekte den in der Literatur beschriebenen Projektmanagementstandards entsprechen. Im Fokus stehen dabei die Dimensionen Rollenverteilung, Projektdokumentation sowie Kommunikation innerhalb von Teams.
Methodisch basiert die Untersuchung auf einem Mixed-Methods-Ansatz, der eine Online-Umfrage unter Studierenden, eine Analyse von Projektdokumentationen sowie leitfadengestützte Interviews kombiniert. Ziel ist es, sowohl die tatsächliche Projektpraxis als auch die subjektive Wahrnehmung der Studierenden zu erfassen und mit etablierten theoretischen Modellen zu vergleichen.
Die Ergebnisse zeigen, dass zentrale Elemente des Projektmanagements grundsätzlich übernommen werden, jedoch häufig nicht systematisch und nur teilweise formalisiert angewendet werden. Rollen werden meist initial definiert, im Projektverlauf jedoch flexibel interpretiert. Die Dokumentation ist oft vorhanden, wird jedoch nicht kontinuierlich gepflegt und spielt eine geringere Rolle als erwartet. Stattdessen übernimmt die Kommunikation eine zentrale Funktion im Projektverlauf und kompensiert teilweise fehlende Dokumentation.
Ein zentrales Ergebnis der Arbeit ist, dass studentische IT-Projekte nicht weniger effektiv sind, sondern einer eigenen Logik folgen. Während professionelle Projekte stark auf strukturierte Prozesse und Dokumentation angewiesen sind, basieren studentische Projekte stärker auf direkter Zusammenarbeit, informeller Kommunikation und situativer Anpassung.
Die Arbeit zeigt, dass eine kontextgerechte Anwendung ausgewählter Projektmanagementprinzipien – insbesondere klare Rollen, grundlegende Dokumentation und strukturierte Kommunikation – die Organisation studentischer Projekte verbessern kann, ohne deren notwendige Flexibilität einzuschränken.
Das Ziel der Arbeit ist die Entwicklung und Evaluierung eines neuen Verfahrens zur Detektion von Wasserstoff.
Dazu wurde zunächst eine Swept-Source-VCSEL-Diode mit einem zeitlich und spektral hochauflösenden Spektrometer charakterisiert und bezüglich ihrer Zentralwellenlängenverschiebung vermessen.
Hierbei ergab sich bei definierten Temperatur- und Stromeinstellungen eine Verschiebung von 1,2 nm über den Absorptionspeak von Wasserstoff bei 852,49 nm.
Aufbauend darauf wurde eine Multipass-Gasmesszelle entwickelt, in welcher die VCSEL mit der Zentralwellenlänge 852,3 nm als Lichtquelle diente. Dieser Aufbau wurde hinsichtlich seiner Langzeitstabilität in Bezug auf Leistung und Zentralwellenlänge untersucht. Es zeigte sich, dass Schwankungen der Leistung und der Wellenlänge für die Messung relevant sind. Aufgrund dessen mussten diese sowohl rechnerisch als auch experimentell eliminiert werden.
Mit der entwickelten Multipass-Gasmesszelle konnte Wasserstoff mit weniger als 5 Vol.% detektiert und somit die Praktikabilität des optischen Aufbaus nachgewiesen werden.
Daraus lässt sich schlussfolgern, dass ein kostengünstiges Verfahren zum Nachweis von Wasserstoff entwickelt wurde.
Wearable Health Devices (WHD) entwickeln sich zunehmend zu intelligenten, lernfähigen und klinisch integrierten Sensorplattformen, die das Potenzial besitzen, medizinische Versorgung und Rehabilitation grundlegend zu verändern. Durch die kontinuierliche Erfassung hochaufgelöster Langzeitdaten zu physiologischen Parametern wie Herzaktivität, Bewegung, Schlaf, Stress oder Glukose ermöglichen sie neue Ansätze für personalisierte und prädiktive Medizin. Die in dieser Arbeit dargestellten Anwendungen zeigen, dass Wearables sowohl in der Diagnostik als auch im Monitoring und in therapeutischen Konzepten eingesetzt werden können. Besonders deutlich wird das Potenzial dieser Technologien in der Kombination mit digitalen Gesundheitsplattformen und künstlicher Intelligenz. Durch die Verknüpfung von Wearable-Daten mit klinischen Informationen, genetischen Daten oder Umweltfaktoren
können KI-gestützte Modelle entwickelt werden, die Krankheitsverläufe frühzeitig erkennen und individuelle Therapieentscheidungen unterstützen. Beispiele hierfür sind die frühzeitige Detektion von Verschlechterungen bei Herzinsuffizienz, COPD oder neurologischen Erkrankungen. Perspektivisch könnten sogenannte digitale Zwillinge genutzt werden, um individuelle Krankheitsverläufe zu simulieren und adaptive Therapie- oder Rehabilitationsstrategien zu entwickeln. Auch in der Rehabilitation zeichnen sich neue Entwicklungen ab. Die Kombination aus Wearables, künstlicher Intelligenz und Telemedizin ermöglicht zunehmend adaptive Trainingsprogramme mit personalisiertem Feedback.
Sensoren, die in Textilien, Schuhen oder anderen tragbaren Systemen integriert sind, können Bewegungsqualität und Aktivitätsmuster in Echtzeit erfassen und therapeutische Algorithmen steuern. Dadurch wird eine sogenannte Closed-Loop-Rehabilitation möglich, bei der Messung, Analyse und Intervention unmittelbar miteinander verbunden sind. Langfristig könnten sogar autonome digitale Trainingsassistenten entstehen, die Patienten während der Rehabilitation kontinuierlich unterstützen. Ein weiterer wichtiger Entwicklungstrend liegt in der Multisensorfusion. Die Kombination unterschiedlicher Messverfahren – beispielsweise optischer, elektrischer, biomechanischer und biochemischer Sensoren – ermöglicht die Generierung multimodaler digitaler Biomarker. Gleichzeitig werden KI-Modelle zunehmend direkt auf den Geräten ausgeführt (Edge AI), wodurch sowohl der Energieverbrauch reduziert als auch der Datenschutz verbessert werden kann. Parallel dazu gewinnen biointegrierte, flexible oder implantierbare Sensorsysteme an Bedeutung. Neue Ansätze zur Energiegewinnung aus Körperwärme oder Bewegung könnten langfristig einen nahezu
autonomen Betrieb dieser Systeme ermöglichen.
Ziel der vorliegenden Arbeit war die Validierung der automatisiert berechneten HRV‐Parameter des VNS‐Analyse‐Systems der Firma COMMIT sowie die Untersuchung der Wirkung der CO₂‐Trockenbadtherapie auf das vegetative Nervensystem. Grundlage bildeten HRV-Messungen eines klinischen Patientenkollektivs im unfallchirurgischen Stationsalltag des Heinrich‐Braun‐Klinikums Zwickau. Zur methodischen Überprüfung wurden die vom COMMIT‐System berechneten Parameter Herzfrequenz (HF), SDNN, RMSSD, α1 und Stressindex (SI) mit unabhängig neu berechneten Referenzwerten verglichen. Hierfür kamen deskriptive Kennwerte,
Korrelations‐ und Regressionsanalysen, Bland‐Altman‐Analysen sowie gepaarte t‐Tests zum Einsatz. Die Ergebnisse zeigen für die Parameter HF, SDNN, RMSSD und α1 eine sehr hohe Übereinstimmung zwischen beiden Auswertungswegen, während der Stressindex deutliche systematische Abweichungen aufweist, die auf methodische Unterschiede in der Berechnung zurückzuführen sind. In der anschließenden Analyse der Therapieeffekte zeigte sich nach der CO₂‐Trockenbadtherapie eine signifikante Abnahme der Herzfrequenz sowie eine Zunahme der Variabilitätsparameter SDNN und RMSSD bei gleichzeitig reduzierten SI‐Werten. Diese Veränderungen deuten auf eine Verschiebung der vegetativen Regulation in Richtung erhöhter parasympathischer Aktivität hin. Insgesamt liefert das COMMIT‐System für zentrale HRV-Parameter valide Ergebnisse, während der Stressindex nur eingeschränkt vergleichbar ist. Die CO₂‐Trockenbadtherapie zeigt unter klinischen Bedingungen eine kurzfristig positive Wirkung auf die vegetative Regulation, wobei methodische Einschränkungen zu berücksichtigen sind.