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Gesundheits- und Pflegewissenschaften

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Analyse und Vorhersage von Krankenkassen Arbeitsunfähigkeitsdaten im Berufsfeld Musik: Eine zeitreihenbasierte Studie (2026)
Schilling, Verena ; Hengl, Katharina ; Schaal, Tom
„Der Einfluss psychischer Belastungen auf die Ausbildungsleistung in sozialen Berufen“ Eine vergleichende Analyse von Auszubildenden der Krankenpflegehilfe und Erzieherausbildung an einem privaten Bildungszentrum (2026)
Sawall, Lara
Einleitung: Psychische Belastungen gelten als relevante Einflussfaktoren für Motivation, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit im Ausbildungs- und Berufsalltag sozialer Berufe. Insbesondere Auszubildende stehen in einer sensiblen Entwicklungsphase, in der schulische Anforderungen, Prüfungsdruck sowie emotionale Beanspruchung zusammenwirken können. Zielstellung: Ziel dieser Bachelorarbeit war es, den Zusammenhang zwischen subjektiv wahrgenommener psychischer Belastung/Erschöpfung und der selbsteingeschätzten Ausbildungsleistung bei Auszubildenden in sozialen Berufen zu untersuchen. Darüber hinaus wurde geprüft, ob Unterschiede zwischen den Ausbildungsrichtungen Krankenpflegehilfe und Erzieherausbildung sowie zwischen dem ersten und zweiten Ausbildungsjahr bestehen. Methodik: Die Untersuchung wurde als quantitative, empirische Querschnittsstudie durchgeführt. Die Datenerhebung erfolgte mithilfe eines standardisierten Fragebogens an einem privaten Bildungszentrum. Insgesamt nahmen N = 64 Auszubildende teil. Analysiert wurden Zusammenhänge zwischen Belastungsintensität, Erschöpfungshäufigkeit, Motivation, Stressbewältigung und Ausbildungsleistung sowie Gruppenunterschiede nachAusbildungsrichtung und Ausbildungsjahr. Ergebnisse: Die Ergebnisse zeigen, dass eine höhere psychische Belastung signifikant mit geringerer Motivation (r = −0,47; p < .001) sowie mit einer niedrigeren selbsteingeschätzten Ausbildungsleistung (r = −0,30; p = .015) zusammenhängt. Stressbewältigung erwies sich als protektiver Faktor und stand signifikant negativ mit Erschöpfungshäufigkeit (r = −0,36; p = .003) sowie signifikant positiv mit der Ausbildungsleistung in Zusammenhang (r = 0,38; p = .002); Unterschiede zeigten sich insbesondere zwischen den Ausbildungsrichtungen hinsichtlich der Belastungsintensität, während zwischen den Ausbildungsjahren kein signifikanter Unterschied festgestellt wurde. Diskussion: Insgesamt deuten die Ergebnisse darauf hin, dass psychische Belastungen im Ausbildungskontext mit motivationalen Einschränkungen und teilweise auch mit einer verminderten Ausbildungsleistung verbunden sind. Gleichzeitig kann Stressbewältigung als schützender Faktor wirken. Daraus ergibt sich die praktische Relevanz, frühzeitig Unterstützungsangebote und Maßnahmen zur Förderung von Stressmanagement in der Ausbildung zu etablieren.
Belastungen und Bewältigungsstrategien bei systemischen Lupus erythematodes (2026)
Roscher, Kathleen
Systemischer Lupus erythematodes ist eine Autoimmunkrankheit aus dem Formenkreis der rheumatisch- entzündlichen Erkrankungen. Doch sie ist weit mehr als „nur“ Gelenkschmerzen und Bewegungseinschränkungen. Lupus kann jedes Organ, jedes Gewebe, jede Zelle im Körper befallen und hat sehr vielfältige Ausprägungen. Oft gehen diese daraus entstehenden Einschränkungen weit über das körperliche hinaus, sie existieren ebenso in allen anderen Bereichen wie z. B. berufliches oder soziales Umfeld. Ziel dieser Arbeit war es, das Unsichtbare sichtbar zu machen, einen Überblick über verschiedene Geschichten Betroffener und deren Belastungen zu geben und herauszufinden, was denjenigen trotz chronischer Krankheit hilft, widerstandsfähig zu bleiben und ihre Belastungen zu bewältigen. Dafür wurde eine qualitative Methode via Interviews mit Betroffenen ausgewählt, die entweder per Chat oder größtenteils face-to-face mittels halbstrukturierten Interviewleitfadens abgehalten wurden. Es wurden sechs Interviews durchgeführt. Fünf Teilnehmer hierfür kamen aus der Selbsthilfegruppe in Chemnitz, die dem deutschlandweiten Lupus erythematodes Selbsthilfevereins angehören und eine Betroffene aus einem Lupus- Selbsthilfeforum. Ausgewertet wurde dann zunächst induktiv, später noch einmal deduktiv mit Hilfe von MAXQDA und dem Bilden eines Kategoriensystems nach Mayring. Deutlich wurde, dass trotz verschiedener Leidensgeschichten es einige Parallelen unter den Befragten gibt: Betroffene kämpfen nicht nur gegen vielfältige, mitunter schwer ausgeprägte Symptome und deren Auswirkungen, sondern auch gegen Diskriminierung und Benachteiligung in anderen Bereichen wie im Beruf oder im Freundes- und Familienkreis. Ebenso haben alle einen längeren Diagnoseweg hinter sich bringen müssen, teilweise mit schweren Folgeschäden. Oft begründen die Betroffenen es selbst mit der Unsichtbarkeit der Krankheit und dem Nichtwissen und Nichtkennen der Mitmenschen. Dies zieht eine geringe Nachvollziehbarkeit und wenig Verständnis nach sich. Ebenso kann ein berufliches oder soziales Umfeld, das auf die speziellen Bedürfnisse der Erkrankten abgestimmt und aufgeklärt ist, eine wichtige Ressource bei der Krankheitsbewältigung bilden. Am sozialen Leben teilhaben zu können, sei es beruflich oder privat oder auch nur eingeschränkt, ist ein sehr wichtiger Faktor bei der Bewältigung der vielen verschiedenen Herausforderungen, die diese Krankheit mit sich bringt. Dafür einen eigenen, individuellen Weg zu finden, stärkt das Gefühl der Selbstwirksamkeit und hilft gegen die Gefühle der Hoffnungslosigkeit und des Kontrollverlustes, die diese Erkrankung mit sich bringen kann. Durch Sensibilisierung nach außen (das Umfeld) und Schulungen nach innen (die eignen Stärken und Schwächen kennen und seine eigenen Ressourcen gezielt einsetzen können), kann trotz immer wieder auftretender Rückschläge eine bessere Lebensqualität erzielt werden.
Deeskalationsmanagement - Anforderungen an ein Weiterbildungskonzept in der Klinikum Chemnitz gGmbH (2026)
Pohl, Luisa
Einleitung und Theoretischer Hintergrund: Verbale und körperliche Gewalthandlungen von Patienten und Besuchern gegenüber dem Pflegefachpersonal haben zugenommen. Die daraus resultierenden psychischen und körperlichen Belastungen führen zu einem erhöhten Krankenstand, Fluktuation und einer sinkenden Arbeitszufriedenheit. Arbeitgeber sind gemäß Arbeitsschutzgesetz verpflichtet, ihre Beschäftigten durch geeignete Präventionsmaßnahmen vor Übergriffen zu schützen. Eine Maßnahme ist die Implementierung einer Deeskalationsweiterbildung. Ziel- und Fragestellung: Ziel der Untersuchung ist es, zentrale Anforderungen an ein Weiterbildungskonzept im Bereich Deeskalation zu identifizieren, welches Pflegefachkräfte auf den professionellen Umgang mit herausfordernden Situationen vorbereitet. Es sollen Inhalte, Methoden und Rahmenbedingungen ermittelt werden, um Deeskalationskompetenzen nachhaltig zu fördern und das Konzept in die Abläufe und Strukturen des Klinikums zu integrieren. Methodik: Im Rahmen einer qualitativen Untersuchung wurden acht leitfadengestützte Interviews mit vier Pflegefachkräften und vier internen Stakeholdern der Klinikum Chemnitz gGmbH durchgeführt. Die Auswertung erfolgte mithilfe der strukturierenden Inhaltsanalyse nach Mayring. Ergebnisse: Zentrale Anforderungen an das Weiterbildungskonzept sind praxisnahe, regelmäßig stattfindende Schulungen, welche an den jeweiligen Fachbereich angepasst sind. Die Weiterbildung muss theoretische Grundlagen und praxisnahe Übungen enthalten. Wichtige Inhalte sind Kommunikations-, Deeskalations- und Abwehrtechniken, gesetzliche Rahmenbedingungen, interne Strukturen wie z.B. Meldewege und Unterstützungsangebote, sowie individuelle Bewältigungsstrategien. Ziel ist es, die Handlungssicherheit, Resilienz und Reflexionsfähigkeit der Teilnehmenden zu stärken. Eine notwenige Rahmenbedingung ist die Etablierung eines strukturierten Deeskalationsmanagements. Diskussion und Fazit: Für eine wirksame Gewaltprävention sollte die Deeskalationsweiterbildung Teil eines strukturierten Deeskalationsmanagements sein. Regelmäßige Evaluation und Anpassung der Maßnahmen und Strukturen sind notwendig, um ihre Wirksamkeit sicherzustellen. Die Ergebnisse bieten praktische Implikationen für die Gestaltung und Umsetzung eines Deeskalationsweiterbildungskonzepts in der Klinikum Chemnitz gGmbH.
Der Zusammenhang zwischen psychologischer Sicherheit im Team und der Verarbeitung von Second-Victim-Erfahrungen in verschiedenen Pflegesettings - eine quantitative Untersuchung - (2025)
Hellbach, Fiona
Zusammenfassung Einleitung & theoretischer Hintergrund: Kritische Ereignisse gehören zum Pflegealltag und können starke Second-Victim-Belastungen auslösen. Psychologische Sicherheit, das Vertrauen, offen über Belastungen sprechen zu können, gilt dabei als möglicher hilfreicher Faktor für den Umgang mit solchen Ereignissen. Da Pflegesettings unterschiedlich strukturiert sind, können die Verarbeitung von Second-Victim-Erfahrungen und die wahrgenommene psychologische Sicherheit variieren. Zielstellung, Forschungsfrage & Hypothesen: Untersucht wurde, wie psychologische Sicherheit im Team die Verarbeitung von Second-Victim-Erfahrungen bei Pflegekräften beeinflusst und ob sich dieser Zusammenhang zwischen ambulanter Pflege, stationärer Langzeitpflege und stationärer Akutpflege unterscheidet. Es wurde ein positiver Einfluss psychologischer Sicherheit sowie mögliche settingabhängige Unterschiede erwartet. Methodik & Stichprobe: Die Untersuchung wurde als quantitative Online-Querschnittbefragung durchgeführt. Psychologische Sicherheit wurde mit dem PsySafety-Check und das Second-Victim-Phänomen mit ausgewählten Items des SeViD-Fragebogens erfasst. Insgesamt nahmen 48 Pflegekräfte aus drei Settings teil. Die Auswertung erfolgte deskriptiv sowie inferenzstatistisch. Ergebnisse: Es zeigte sich ein signifikanter negativer Zusammenhang zwischen psychologischer Sicherheit und der Verarbeitung von Second-Victim-Erfahrungen. Höhere psychologische Sicherheit ging mit geringeren Reaktionen (r = -0,391; p = 0,009), kürzerer Erholungsdauer (r = -0,426; p = 0,004) und geringerer fortbestehender Belastung (r = -0,466;p = 0,002) einher. Zwischen den Pflegesettings bestanden keine signifikanten Unterschiede. Setting-spezifisch trat der Zusammenhang jedoch ausschließlich in der stationären Akutpflege signifikant auf. Diskussion: Die Ergebnisse bestätigen, dass höhere psychologische Sicherheit mit einer besseren Verarbeitung von Second-Victim-Erfahrungen verbunden ist. Besonders in der stationären Akutpflege wirkt psychologische Sicherheit deutlich entlastend, während in der ambulanten und stationären Langzeitpflege kaum Zusammenhänge erkennbar waren. Damit bestätigt die Untersuchung den grundlegenden Einfluss eines unterstützenden Teamklimas, weist aber gleichzeitig auf settingabhängige Unterschiede in dessen Wirksamkeit hin.
Gesundheitsmanagement und Change-Prozesse im Produktionsumfeld: Einbindung operativer Mitarbeitender am Beispiel von Beiersdorf Manufacturing Leipzig GmbH (2025)
Marasus, Lisann
In modernen Produktionsumgebungen verlaufen Veränderungsprozesse immer schneller, während operative Mitarbeitende aufgrund von Schichtarbeit, eng getakteten Abläufen und eingeschränkten Kommunikationswegen oft nur begrenzt eingebunden werden können. Gleichzeitig steigt die Bedeutung von Gesundheit als Voraussetzung für Leistungsfähigkeit und Veränderungsbereitschaft. Die Arbeit untersucht daher, wie operative Mitarbeitende im Werk Beiersdorf Manufacturing Leipzig GmbH (BML) in Gesundheits- und Veränderungsprozesse einbezogen werden können und welche Rahmenbedingungen ihre Beteiligung fördern oder erschweren. Zur Beantwortung dieser Fragestellung wurde ein qualitatives Forschungsdesign umgesetzt. Dafür wurden sieben leitfadengestützte Interviews mit operativen Mitarbeitenden erhoben und nach Kuckartz (2024) inhaltlich ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass Gesundheitsangebote grundsätzlich auf Interesse stoßen, ihre Nutzung jedoch häufig durch den Arbeitsaufwand im Schichtbetrieb begrenzt wird. Informationen erreichen die Beschäftigten unterschiedlich gut. Meist sind digitale Kanäle im laufenden Betrieb nur eingeschränkt nutzbar, während die persönliche Weitergabe stark von Bereich und Teamleitung abhängig ist. Deutlich wird, dass Beteiligung vor allem dort gelingt, wo Informationen frühzeitig, klar und alltagsnah vermittelt werden und wo Rückmeldungen der Mitarbeitenden sichtbar berücksichtigt werden. Die Untersuchung zeigt deutlich, dass Gesundheit, Kommunikation und Beteiligung im Produktionsumfeld eng miteinander verbunden sind. Die Ergebnisse unterstreichen den Bedarf, Kommunikationswege verlässlicher zu gestalten, niedrigschwellige Gesundheitsangebote stärker an den Arbeitsalltag anzubinden und operative Mitarbeitende konsequenter in die Weiterentwicklung einzubeziehen, um künftige Veränderungsprozesse wirkungsvoll zu unterstützen.
Psychische Gewalt gegenüber Beschäftigten im Gesundheitswesen - Analyse von Sekundärdaten zur Ermittlung der Auftretenshäufigkeit, gesundheitlichen Folgen und Präventionsmaßnahmen - (2025)
Stopperka, Gina Marie
Hintergrund/Zielstellung: Psychische Gewalt am Arbeitsplatz stellt eine zunehmende Herausforderung dar. Besonders im patientenzentrierten Gesundheitswesen sind Beschäftigte häufig psychischer Gewalt durch betriebsfremde Personen, wie Patient:innen oder deren Angehörige, ausgesetzt. Ziel dieser Analyse ist es, die Auftretenshäufigkeit solcher Gewalterfahrungen und deren Zusammenhänge mit der Gesundheit der Betroffenen zu untersuchen sowie betriebliche Präventionsmaßnahmen zu erfassen. Methodik: Die Analyse basiert auf Daten der deutschlandweit, repräsentativen Studie zu Mobbing in der Arbeitswelt, die mittels quantitativer Telefoninterviews (August 2023 - Januar 2024) erhoben wurden. Die Auftretenshäufigkeit und Präventionsmaßnahmen wurden deskriptiv bestimmt, während Subgruppenunterschiede und gesundheitliche Beeinträchtigungen mittels binär logistischer Regressionsanalysen untersucht wurden. Ergebnisse: Von 547 Beschäftigten im Gesundheitswesen berichteten 16,5 % psychische Gewalt in den letzten sechs Monaten erfahren zu haben. Zudem gibt es Hinweise darauf, dass jüngere Beschäftigte, Personen mit geringer Berufserfahrung sowie bestimmte Berufsgruppen (z. B. Pflegekräfte) ein höheres Risiko für psychische Gewalterfahrungen aufweisen. Bezüglich der Gesundheit der Betroffenen waren wiederholte Gewaltereignisse signifikant mit Depressionen, Angst, Stress und einem schlechteren Gesundheitszustand assoziiert, jedoch nicht mit den Arbeitsunfähigkeitstagen. Seltenere Gewaltereignissen zeigten keine signifikanten Zusammenhänge. Hinsichtlich der betrieblichen Präventionsmaßnahmen ist die Kommunikation über Gewaltereignisse weitgehend etabliert, während Schulungen und Weiterbildungen deutlich seltener angeboten werden. Diskussion/Schlussfolgerung: Die Ergebnisse unterstreichen die hohe Relevanz psychischer Gewalt im Gesundheitswesen, die sowohl die Gesundheit der Beschäftigten als auch die Qualität der Patientenversorgung beeinträchtigen kann. Dies macht umfassende Präventionskonzepte in Einrichtungen des Gesundheitswesens dringend erforderlich. Weitere Forschung zu besonders vulnerablen Gruppen sowie zur Wirksamkeit von Interventionen ist notwendig, um diese Konzepte gezielt anpassen zu können.
Rapid review on GenAI in nursing education (2026)
Hinsche, Laura ; Hasseler, Martina ; Tischendorf, Tim ; Schaal, Tom
Background: The use of generative AI, as represented by ChatGPT, holds promising potential for nursing education. This manifests itself in various areas, including personalized learning, simulation training and teaching process support. However, its integration requires careful consideration of ethical implications, adaptation of curricula and a high level of digital competence on the part of teachers. Only in this way can potential risks, such as the distortion of knowledge, bias and educational inequalities, be avoided. Methods: Relevant publications were identified between 2019 and 2025 as part of a comprehensive literature search in the specialist databases PubMed, Embase, CINAHL and Scopus. The search was conducted using combined search terms that included the terms “generative AI”, “ChatGPT” and “nursing”. After removing duplicates and screening (PRISMA-guided), 140 full texts were analysed and divided into two publications. This rapid overview focuses on the topic of generative AI in nursing education. Results: As part of the analysis of the included studies, five thematic areas were identified, which were divided into the categories of nursing education, competence development and nursing skills, implementation possibilities, examination quality and ethical considerations, and evaluated. A key theme is the dual potential of this technology: it can enrich learning through features such as virtual tutors and improved exam preparation, but it also requires critical consideration of ethical issues such as plagiarism, data bias and the need for human oversight. Outlook: In this context, the conclusion emphasises the urgent need to adapt curricula and provide targeted further training for teachers so that GenAI can be used responsibly and effectively—rather than, as is often the case at present, by banning it altogether.
Modulhandbuch Digitalisierung in der Pflegebildung : Fortbildungsinhalte und partizipative Organisationsentwicklung für schulisches und betriebliches Bildungspersonal in der Pflege (DigiK-Part) (2025)
Hinsche, Laura ; Tischendorf, Tim ; Hasseler, Martina ; Schaal, Tom ; Marchwacka, Maria-Anna ; Ruppert, Sven-Nelson ; Heitmann-Möller, André
Die Digitalisierung verändert die Pflegebildung grundlegend und erfordert neue didaktische Konzepte zur Förderung digitaler Kompetenzen von Lehrenden. Das vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) beauftragte Projekt „Digitalisierung: Fortbildungsinhalte und partizipative Organisationsentwicklung für schulisches und betriebliches Bildungspersonal in der Pflege“ zielte darauf ab, berufliches Bildungspersonal in Pflegebildungseinrichtungen bei der Anbahnung digitaler Kompetenzen systematisch zu unterstützen. Das vorliegende Modulhandbuch bietet ein theoriebasiertes und praxiserprobtes Fortbildungskonzept für Lehrende und Praxisanleitende in der Pflege. Basierend auf dem DigComp 2.2 Framework und aktuellen pflegepädagogischen Ansätzen wurden drei Module entwickelt, die digitale Kompetenzen strukturiert und praxisnah vermitteln. Die Module fördern die Reflexion über digitale Technologien, unterstützen die didaktische Integration digitaler Tools und stärken die professionelle Rolle Lehrender in einer digitalisierten Bildungswelt. Das Handbuch richtet sich an Bildungseinrichtungen, die eine nachhaltige und partizipative Entwicklung digitaler Lehrkompetenzen anstreben.
Modulentwicklung Pflegebildung im digitalen Wandel : Studiendesign und zentrale Ergebnisse des Forschungsprojektes DigiK-Part (2025)
Hasseler, Martina ; Marchwacka, Maria-Anna ; Schaal, Tom ; Hinsche, Laura ; Tischendorf, Tim
Das vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) beauftragte Projekt „Digitalisierung: Fortbildungsinhalte und partizipative Organisationsentwicklung für schulisches und betriebliches Bildungspersonal in der Pflege (DigiK-Part)“ zielte darauf ab, berufliches Bildungspersonal in Pflegebildungseinrichtungen bei der Anbahnung digitaler Kompetenzen systematisch zu unterstützen. Dazu wurde ein modularisiertes Fort- und Weiterbildungskonzept mit praxisnahen Lernszenarien entwickelt und erprobt. Die Module orientieren sich am DigCompEdu sowie DigComp 2.2 Framework der Europäischen Union und wurden gezielt an die Anforderungen pflegepädagogischer Kontexte angepasst. In Kooperation mit Pflegeschulen wurde das Konzept partizipativ umgesetzt, evaluiert und weiterentwickelt. Die aktive Einbindung des Bildungspersonals in den Entwicklungs- und Erprobungsprozess trägt wesentlich zur Praxisnähe und Akzeptanz des Konzepts bei. Die Ergebnisse zeigen praxisrelevante Ansätze zur nachhaltigen Verankerung digitaler Kompetenzen in der Fort- und Weiterbildung von Lehrenden in Pflegeschulen, in der Fortbildung von Praxisanleitenden oder in lehrerinnen- und lehrerbildenden Studiengängen auf.
Schlafen Studierende gut? Eine quantitative Befragung zum Zustand des Schlafverhaltens von Studierenden. (2025)
Guthke, Robin
Einleitung: Der Schlaf nimmt ein Drittel der Lebenszeit ein. Dieser ist ein dynamisches Verhalten, welches durch komplizierte und präzise Mechanismen im Gehirn kontrolliert wird. Die Wichtigkeit erschließt sich nicht, wenn gut und ausreichend geschlafen wurde, sondern wenn der Schlaf zur kurz oder gestört war. Negative Konsequenzen nach einer schlechten Nacht können eine verminderte Leistungsfähigkeit oder ein erhöhtes Erkrankungsrisiko sein. Ziel- und Fragestellung: Das Ziel dieser Arbeit war es, einen ersten Einblick in das Schlafverhalten von Studierenden der Westsächsischen Hochschule Zwickau zu erlangen. Dadurch sollten Schwachstellen im Schlafverhalten und der Schlafqualität der Studierenden ermittelt werden und es sollten Hilfestelllungen bereitgestellt werden und das Schlafverhalten und die Schlafqualität zu verbessern. Methodik: Das Design dieser Arbeit war eine Querschnittsstudie. Die Datenerhebung erfolgte über einen quantitativen online-Fragebogen. Dieser wurde im Zeitraum vom 13.08.2025 bis 8.09.2025 veröffentlicht. Die Veröffentlichung erfolgte über den E-Mail-Verteiler der Hochschule und ging an alle immatrikulierten Studierenden im Sommersemester 2025. Die Daten wurden deskriptiv mittels SPSS-Version 29 ausgewertet. Ergebnisse: Die meisten Studierenden der Westsächsischen Hochschule Zwickau weisen eine gute Schlafqualität auf. Diese hängt mit der hohen Anzahl an geschlafenen Stunden, der nicht häufig unterschiedlichen Bettgehzeiten, eines guten Einschlafverhaltens und einer nur selten bis manchmal eingeschränkte Leistungsfähigkeit zusammen. Soziodemographische Faktoren wie Alter, Geschlecht oder der angestrebte Abschluss beeinflussen das Schlafverhalten und die Schlafqualität kaum. Eine Nebentätigkeit beeinflusst das Schlafverhalten dahingehend, dass die Studierenden weniger Schlafen und zeitiger aufstehen. Diskussion: Um das Schlafverhalten und die Qualität weiter zu verbessern, ist von entscheidender Bedeutung vor dem Schlafengehen auf Blaulicht zu verzichten. Anstatt das Handy oder den Fernseher zu benutzen ist es ratsamer, ein Buch zu lesen oder einen Spaziergang zu machen. Ein mögliches auftretendes Problem der Studierenden ist die Müdigkeit am nächsten Tag in verschiedenen Situationen. Dieses Problem lässt sich durch ein verbessertes Einschlafverhalten beheben.
Betriebliche Prävention von Rückenschmerzen: Querschnittsstudie zu Angebot, Nutzung und Akzeptanz in der modernen Arbeitswelt (2025)
Heckel, Lisa-Marie
Theoretischer Hintergrund: Rückenschmerzen zählen zu den häufigsten gesundheitlichen Beschwerden in der modernen Arbeitswelt und stellen sowohl für Beschäftigte als auch für Unternehmen eine erhebliche Belastung dar. Sie entstehen durch das Zusammenspiel körperlicher, psychischer und organisatorischer Faktoren. Betriebliche Prävention gilt daher als zentrale Maßnahme, um arbeitsbedingte Beschwerden zu reduzieren und die langfristige Gesundheit der Beschäftigten zu fördern. Dennoch zeigen Studien, dass bestehende Angebote häufig nicht ausreichend genutzt oder als wenig wirksam wahrgenommen werden. Ziel- und Fragestellung: Ziel der vorliegenden Arbeit war es, das Angebot, die Nutzung und die wahrgenommene Wirksamkeit betrieblicher Präventionsmaßnahmen zur Rückengesundheit zu untersuchen. Dabei stand die Frage im Mittelpunkt, welche individuellen und organisatorischen Faktoren die Inanspruchnahme beeinflussen und welche Barrieren einer aktiven Teilnahme entgegenstehen. Darüber hinaus sollten Ansatzpunkte für die Weiterentwicklung betrieblicher Gesundheitsförderung identifiziert werden. Methodik: Die Untersuchung erfolgte als quantitative Querschnittsstudie an einer Hochschule sowie in mehreren Unternehmen. Daraus resultierten 384 auswertbare Datensätze. Hierbei wurden Daten zu demografischen Merkmalen, Rückenschmerzprävalenzen, Nutzung und Bewertung präventiver Maßnahmen sowie wahrgenommene Barrieren erhoben. Die Daten wurden deskriptiv und inferenzstatistisch mit SPSS ausgewertet. Ergebnisse: Die Ergebnisse zeigten eine hohe Prävalenz von Rückenschmerzen (86,9 % innerhalb der Stichprobe) bei gleichzeitig nur moderater Nutzung vorhandener Präventionsangebote. Frauen und ältere Beschäftigte beteiligten sich häufiger an Präventionsmaßnahmen, während Studierende und Teilzeitkräfte geringere Teilnahmequoten aufwiesen. Zeitmangel und Informationsdefizite stellten die häufigsten Barrieren dar. Diskussion und Schlussfolgerungen: Die Befunde verdeutlichten die Notwendigkeit, betriebliche Präventionsmaßnahmen stärker in den Arbeitsalltag zu integrieren, strukturell zu verankern und durch gezielte Kommunikationsstrategien sichtbarer zu machen. Eine stärkere Verbindung von ergonomischen, organisatorischen und motivationalen Ansätzen kann die Wirksamkeit und Akzeptanz betrieblicher Prävention langfristig erhöhen. Die Ergebnisse unterstreichen, dass betriebliche Prävention vor allem dann wirksam ist, wenn ergonomische, organisatorische und verhaltensbezogene Maßnahmen sinnvoll miteinander kombiniert werden und Beschäftigte aktiv in die Gestaltung einbezogen sind.
Auswirkungen von Umgebungsgeräuschen auf das subjektive Stresserleben von Mitarbeitenden in Großraumbüros - Eine Mixed-Methods-Studie im BMW-Werk Leipzig (2025)
Höll, Josephine
Offene Büro- und Arbeitswelten gelten heute als Sinnbild zeitgemäßer Unternehmensstrukturen. Sie fördern den Austausch, die interdisziplinäre Zusammenarbeit sowie eine effiziente Raumnutzung, stellen jedoch zugleich erhöhte Anforderungen an die Konzentrationsfähigkeit, das Wohlbefinden und die Stressregulation der Mitarbeitenden. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Zusammenhänge zwischen objektiv erfassbaren Umgebungsgeräuschen und dem subjektiv erlebten Stresserleben der indirekten Mitarbeitenden des BMW-Werkes in Leipzig zu untersuchen. Darüber hinaus sollen weitere umweltbezogene Einflussfaktoren identifiziert werden, die das Stresserleben prägen, sowie individuelle und organisatorische Bewältigungsstrategien systematisch erfasst werden. Die gewonnenen Erkenntnisse münden in einem praxisorientierten Handlungsleitfaden, der dem Unternehmen als Grundlage für eine gesundheitsförderliche Gestaltung von Arbeitsplätzen dienen soll.
Diversität in der Unternehmensdarstellung : Eine Mixed-Methods-Analyse der Internetpräsenzen sächsischer Krankenhäuser (2024)
Hummel, Michel ; Pihl, Christian ; Hommel, Angela
Understanding acceptance of digital smoking cessation interventions: user behavior, key influencing factors, and the role of reimbursement (2026)
Theile, Franziska ; Schaal, Tom ; Mäder, Melanie ; Schönfelder, Tonio
Smoking remains a prominent preventable health risk in Germany, creating a need for effective cessation interventions. Digital smoking cessation interventions (DSCIs) present promising support for individuals aiming to quit, yet their utilization and acceptance are not thoroughly understood. This study analyzes usage patterns and acceptance levels of DSCIs among smokers, occasional smokers, and former smokers in Germany, focusing on user behavior, acceptance determinants, and the influence of prescription and reimbursement status. An online questionnaire based on the Unified Theory of Acceptance and Use of Technology 2 (UTAUT2) model was administered to participants. Data were collected through recruitment via social media, email lists, counseling groups, and public postings. The responses were analyzed using SPSS. The study included 173 participants (61.85% female, 37.57% male, 0.58% diverse) with an average age of 35.28 years. They reported smoking for an average of 18.21 years and attempting cessation 3.42 times. Among respondents, 41.62% had used DSCIs, predominantly former smokers (54.17%) and women (79.17%), with the “Smoke Free” app being the most utilized intervention. Although 73.05% expressed willingness to (re)use DSCIs, actual usage showed moderate acceptance levels. Significant predictors of acceptance included willingness to pay (p  = 0.013), self-efficacy (p = 0.018), and physician prescription with clinical evidence (p = 0.019). The results highlight a rising demand for digital solutions focused on long-term smoking cessation, particularly among middle-aged women, emphasizing the need for a deeper understanding of acceptance drivers and model expansions to address healthcare dynamics.
The further development of cold plasma technology: The effectiveness of a contactless, indirect atmospheric cold plasma method for germ reduction on surfaces in vitro and in vivo (2024)
Schmelz, Ulrich ; Schaal, Tom ; Hämmerle, Gilbert ; Tischendorf, Tim
This study investigates the antimicrobial potential of an indirect cold plasma method for the treatment of wounds. Indirect plasma methods differ from direct methods in that the cold plasma does not come into direct contact with the surface to be treated. The indirect plasma method described here has been implemented in the PLASMOHEAL device. The device generates an aerosol of liquid particles, which is conditioned with plasma reaction products and passed over the areas to be treated without contact. In vitro tests show a significant germ reduction of 3.4 to 4.5 log levels against various microorganisms. In vivo tests on volunteers demonstrate a reduction in E. coli contamination of 4.06 to 5.15 log levels. These results show that indirect plasma methods can achieve equivalent effects to direct methods. The highly effective, pain-free treatment at moderate costs make the indirect plasma method a promising option in modern wound care.
Transforming educator expectations in public health, nursing, and medicine: a two-phase survey on digital tools in education (2026)
Schaal, Tom K. ; Marchwacka, Maria A. ; Tolks, Daniel ; Kugler, Joachim
The digital transformation of healthcare education has accelerated significantly due to the COVID-19 pandemic, shifting traditional, practice-oriented teaching towards digital methodologies. Before the pandemic, digital teaching was minimally adopted and lacked systematic strategies, especially in Germany’s higher education institutions. This study comprised two cross-sectional online surveys among university faculty in public health, nursing, and medicine—conducted in 2020 and 2021—with a total of 238 participants. The surveys explored the use of digital tools, satisfaction with digital teaching, perceived challenges, and expectations for future teaching practices. Digital platforms such as Zoom, Moodle and MS Teams emerged as the most widely used tools, primarily for content delivery rather than interactive or collaborative activities. Faculty reported generally positive experiences and increasing adaptation to digital teaching, though concerns persisted regarding its time demands and limited support for personalized learning and student engagement. Satisfaction with digital teaching grew between the two survey phases, yet remained moderate regarding didactic support and student outcomes. Educational videos and learning management systems were highlighted as favored methodologies. Nonetheless, reservations about reducing attrition rates and supporting disadvantaged learners indicate unresolved challenges. While digital methodologies in healthcare education have gained acceptance, their integration remains shaped by technical considerations rather than didactic innovation. To optimize digital teaching, institutions must provide targeted professional development, define clear frameworks for digital competencies, and implement systematic evaluation processes. The adoption of emerging technologies, including artificial intelligence, necessitates further investment in faculty training and attention to ethical and legal considerations. Comprehensive pedagogical reforms are essential for the sustainable advancement of digital education in healthcare.
Einsatz digitaler Tools in der Pflegeausbildung in Deutschland: Ein Scoping Review zu technologischen Anwendungen zur Unterstützung und Optimierung des Lernprozesses von Auszubildende und Studierenden in der Pflege (2025)
Hinsche, Laura ; Tischendorf, Tim ; Hasseler, Martina ; Schaal, Tom
Erfahren Menschen mit Übergewicht und Adipositas häufiger Mobbing am Arbeitsplatz? Prävalenzen und Risikofaktoren auf Basis einer repräsentativen Befragung abhängig Erwerbstätiger in Deutschland (2025)
Seibel, Alina
Hintergrund/Zielstellung: Übergewicht und Adipositas wurden im Zusammenhang mit Mobbing am Arbeitsplatz bisher nur unzureichend untersucht. Mit dem Ziel, diese Forschungslücke weiter zu schließen, beschäftigte sich die vorliegende Arbeit mit der zentralen Frage, ob Menschen mit Übergewicht und Adipositas häufiger von Mobbing am Arbeitsplatz betroffen sind als Erwerbstätige mit Normalgewicht. Methoden: Im Rahmen einer Sekundäranalyse wurden Daten von N = 4.894 abhängig Erwerbstätigen einer großen repräsentativen Studie zum Thema Mobbing am Arbeitsplatz in Deutschland untersucht. Deskriptive Analysen wurden verwendet, um die Prävalenz von Mobbing am Arbeitsplatz sowie spezifische erlebte negative Handlungen in Abhängigkeit vom Body Mass Index (BMI) zu untersuchen. Binär logistische Regressionen wurden gerechnet, um Risikofaktoren für Mobbing durch 1) Kolleg:innen und/oder Vorgesetzte, 2) Kolleg:innen und 3) Vorgesetzte zu untersuchen. Ergebnisse: Im Vergleich zu Personen mit Normalgewicht zeigten sich keine statistisch signifikanten Unterschiede (p > 0,05). Unter Berücksichtigung soziodemografischer Merkmale, berufsbezogener Faktoren und psychosozialen Belastungsfaktoren zeigte sich, dass Erwerbstätige mit Adipositas 1,8-fach höhere Odds (95%-KI: 1,13–2,80) für Mobbing durch Kolleg:innen und/oder Vorgesetzte hatten sowie fast doppelt so hohe Odds (Odds Ratio [OR] = 1,96; 95%-KI: 1,13–3,38) für Mobbing durch Kolleg:innen hatten im Vergleich zu Erwerbstätigen mit Normalgewicht. Zusätzlich wurden ein jüngeres Alter, ein niedriger Bildungsabschluss, die Beschäftigung in kleinen oder Kleinstunternehmen, hoher Zeitdruck und geringe soziale Unterstützung durch Kolleg:innen als Risikofaktoren für Mobbing durch Kolleg:innen identifiziert. Schlussfolgerung: Das Verständnis des Zusammenspiels individueller und arbeitsbezogener Risikofaktoren ist entscheidend, um wirksame Präventionsstrategien gegen Mobbing am Arbeitsplatz zu entwickeln und die psychische Gesundheit sowie die Arbeitsfähigkeit von Menschen mit Adipositas nachhaltig zu fördern.
Kompetenzlücke nach der generalistischen Pflegeausbildung - eine qualitative Studie am Beispiel des Erzgebirgsklinikums am Standort Stollberg (2025)
Wappler, Sara
Hintergrund: Der demografische Wandel sowie die steigende Lebenserwartung verschärfen den Fachkräftemangel in der Pflege zunehmend. Als eine Gegenmaßnahme wurde 2017 das Pflegeberufegesetz verabschiedet, welches die Einführung der generalistischen Pflegeausbildung vorsieht. Ziel der Reform ist, durch die Zusammenführung der Ausbildungen in eine generalistische Pflegeausbildung die Flexibilität und Einsatzfähigkeit der Pflegekräfte zu erhöhen. Erste Studien zeigen jedoch, dass die Umsetzung der generalistischen Pflegeausbildung aus unterschiedlichsten Sichtweisen kritisch bewertet wird, insbesondere in Hinblick auf die durch die Ausbildung vermittelten Kompetenzen. Ziel- und Fragestellung: Ziel der Bachelorthesis ist es, zu untersuchen, ob nach Abschluss der generalistischen Pflegeausbildung Kompetenzlücken bestehen, welche eine sichere und selbstständige Berufsausübung erschweren. Dabei soll ermittelt werden, in welchen Bereichen mögliche Kompetenzlücken auftreten und ob diese in der Praxis kompensiert werden. Im Mittelpunkt stehen dabei die Einschätzungen von Stationsleitungen, Praxisanleitungen sowie Absolventen der generalistischen Pflegeausbildung. Methode: Die Datenerhebung erfolgte mittels leitfadengestützter Interviews mit Stationsleitungen, Praxisanleitungen und den Absolventen der generalistischen Pflegeausbildung zweier Fachkliniken. Die Auswertung der Daten wurde induktiv im Rahmen einer zusammenfassen den Inhaltsanalyse nach Mayring durchgeführt. Ergebnisse: Die Ergebnisse zeigen, dass nach Abschluss der generalistischen Pflegeausbildung Kompetenzlücken wahrgenommen werden. Diese beziehen sich insbesondere auf fachliche Kompetenzen in spezifischen Versorgungsbereichen sowie in den Bereichen Anatomie, Krankheitslehre und Medikamentenlehre. Darüber hinaus werden von den befragten Experten sowie Absolventen auch Defizite in personalen Kompetenzen und Handlungskompetenzen beschrieben. Diskussion/Schlussfolgerung: Es wird deutlich, dass die generalistische Pflegeausbildung Grundlagen für die Ausführung des Berufs der Pflegefachfrau oder des Pflegefachmannes legt, jedoch gibt es in vielen Bereichen nach der Ausbildung deutliche Kompetenzlücken. Um dem Ziel der generalistischen Pflegeausbildung gerecht werden zu können, sollte die Struktur der Ausbildung sowohl in den theoretischen als auch in den praktischen Ausbildungsanteilen überarbeitet und besser miteinander verzahnt werden.
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