• Deutsch
Login

Open Access

  • Home
  • Search
  • Browse
  • Publish
  • FAQ
  • Faculty
  • Westsächsische Hochschule Zwickau

Gesundheits- und Pflegewissenschaften

Refine

Has Fulltext

  • no (1554)
  • yes (294)

Year of publication

  • 2026 (2)
  • 2025 (81)
  • 2024 (92)
  • 2023 (88)
  • 2022 (68)
  • 2021 (60)
  • 2020 (43)
  • 2019 (100)
  • 2018 (86)
  • 2017 (112)
+ more

Document Type

  • Bachelor Thesis (1008)
  • Diploma Thesis (424)
  • Master's Thesis (307)
  • Article (73)
  • Part of a Book (21)
  • Book (5)
  • Preprint (5)
  • Contribution to a Periodical (2)
  • Other (2)
  • Report (1)
+ more

Institute

  • Gesundheits- und Pflegewissenschaften (1848)
  • Automobil- und Maschinenbau (3)
  • Physikalische Technik, Informatik (3)
  • Wirtschaftswissenschaften (3)

Language

  • German (1797)
  • English (51)

Author

  • Schaal, Tom (37)
  • Tischendorf, Tim (27)
  • Buruck, Gabriele (20)
  • Goller, Eileen (11)
  • Ose, Dominik J. (11)
  • Hummel, Michel (9)
  • Hasseler, Martina (8)
  • Klewer, Jörg (8)
  • Schmelz, Ulrich (8)
  • Adediran, Emmanuel (7)
+ more

Is part of the Bibliography

  • no (1739)
  • yes (109)

1848 search hits

  • 1 to 20
  • 10
  • 20
  • 50
  • 100

Sort by

  • Year
  • Year
  • Title
  • Title
  • Author
  • Author
Rapid review on GenAI in nursing education (2026)
Hinsche, Laura ; Hasseler, Martina ; Tischendorf, Tim ; Schaal, Tom
Background: The use of generative AI, as represented by ChatGPT, holds promising potential for nursing education. This manifests itself in various areas, including personalized learning, simulation training and teaching process support. However, its integration requires careful consideration of ethical implications, adaptation of curricula and a high level of digital competence on the part of teachers. Only in this way can potential risks, such as the distortion of knowledge, bias and educational inequalities, be avoided. Methods: Relevant publications were identified between 2019 and 2025 as part of a comprehensive literature search in the specialist databases PubMed, Embase, CINAHL and Scopus. The search was conducted using combined search terms that included the terms “generative AI”, “ChatGPT” and “nursing”. After removing duplicates and screening (PRISMA-guided), 140 full texts were analysed and divided into two publications. This rapid overview focuses on the topic of generative AI in nursing education. Results: As part of the analysis of the included studies, five thematic areas were identified, which were divided into the categories of nursing education, competence development and nursing skills, implementation possibilities, examination quality and ethical considerations, and evaluated. A key theme is the dual potential of this technology: it can enrich learning through features such as virtual tutors and improved exam preparation, but it also requires critical consideration of ethical issues such as plagiarism, data bias and the need for human oversight. Outlook: In this context, the conclusion emphasises the urgent need to adapt curricula and provide targeted further training for teachers so that GenAI can be used responsibly and effectively—rather than, as is often the case at present, by banning it altogether.
Modulhandbuch Digitalisierung in der Pflegebildung : Fortbildungsinhalte und partizipative Organisationsentwicklung für schulisches und betriebliches Bildungspersonal in der Pflege (DigiK-Part) (2025)
Hinsche, Laura ; Tischendorf, Tim ; Hasseler, Martina ; Schaal, Tom ; Marchwacka, Maria-Anna ; Ruppert, Sven-Nelson ; Heitmann-Möller, André
Die Digitalisierung verändert die Pflegebildung grundlegend und erfordert neue didaktische Konzepte zur Förderung digitaler Kompetenzen von Lehrenden. Das vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) beauftragte Projekt „Digitalisierung: Fortbildungsinhalte und partizipative Organisationsentwicklung für schulisches und betriebliches Bildungspersonal in der Pflege“ zielte darauf ab, berufliches Bildungspersonal in Pflegebildungseinrichtungen bei der Anbahnung digitaler Kompetenzen systematisch zu unterstützen. Das vorliegende Modulhandbuch bietet ein theoriebasiertes und praxiserprobtes Fortbildungskonzept für Lehrende und Praxisanleitende in der Pflege. Basierend auf dem DigComp 2.2 Framework und aktuellen pflegepädagogischen Ansätzen wurden drei Module entwickelt, die digitale Kompetenzen strukturiert und praxisnah vermitteln. Die Module fördern die Reflexion über digitale Technologien, unterstützen die didaktische Integration digitaler Tools und stärken die professionelle Rolle Lehrender in einer digitalisierten Bildungswelt. Das Handbuch richtet sich an Bildungseinrichtungen, die eine nachhaltige und partizipative Entwicklung digitaler Lehrkompetenzen anstreben.
Modulentwicklung Pflegebildung im digitalen Wandel : Studiendesign und zentrale Ergebnisse des Forschungsprojektes DigiK-Part (2025)
Hasseler, Martina ; Marchwacka, Maria-Anna ; Schaal, Tom ; Hinsche, Laura ; Tischendorf, Tim
Das vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) beauftragte Projekt „Digitalisierung: Fortbildungsinhalte und partizipative Organisationsentwicklung für schulisches und betriebliches Bildungspersonal in der Pflege (DigiK-Part)“ zielte darauf ab, berufliches Bildungspersonal in Pflegebildungseinrichtungen bei der Anbahnung digitaler Kompetenzen systematisch zu unterstützen. Dazu wurde ein modularisiertes Fort- und Weiterbildungskonzept mit praxisnahen Lernszenarien entwickelt und erprobt. Die Module orientieren sich am DigCompEdu sowie DigComp 2.2 Framework der Europäischen Union und wurden gezielt an die Anforderungen pflegepädagogischer Kontexte angepasst. In Kooperation mit Pflegeschulen wurde das Konzept partizipativ umgesetzt, evaluiert und weiterentwickelt. Die aktive Einbindung des Bildungspersonals in den Entwicklungs- und Erprobungsprozess trägt wesentlich zur Praxisnähe und Akzeptanz des Konzepts bei. Die Ergebnisse zeigen praxisrelevante Ansätze zur nachhaltigen Verankerung digitaler Kompetenzen in der Fort- und Weiterbildung von Lehrenden in Pflegeschulen, in der Fortbildung von Praxisanleitenden oder in lehrerinnen- und lehrerbildenden Studiengängen auf.
Schlafen Studierende gut? Eine quantitative Befragung zum Zustand des Schlafverhaltens von Studierenden. (2025)
Guthke, Robin
Einleitung: Der Schlaf nimmt ein Drittel der Lebenszeit ein. Dieser ist ein dynamisches Verhalten, welches durch komplizierte und präzise Mechanismen im Gehirn kontrolliert wird. Die Wichtigkeit erschließt sich nicht, wenn gut und ausreichend geschlafen wurde, sondern wenn der Schlaf zur kurz oder gestört war. Negative Konsequenzen nach einer schlechten Nacht können eine verminderte Leistungsfähigkeit oder ein erhöhtes Erkrankungsrisiko sein. Ziel- und Fragestellung: Das Ziel dieser Arbeit war es, einen ersten Einblick in das Schlafverhalten von Studierenden der Westsächsischen Hochschule Zwickau zu erlangen. Dadurch sollten Schwachstellen im Schlafverhalten und der Schlafqualität der Studierenden ermittelt werden und es sollten Hilfestelllungen bereitgestellt werden und das Schlafverhalten und die Schlafqualität zu verbessern. Methodik: Das Design dieser Arbeit war eine Querschnittsstudie. Die Datenerhebung erfolgte über einen quantitativen online-Fragebogen. Dieser wurde im Zeitraum vom 13.08.2025 bis 8.09.2025 veröffentlicht. Die Veröffentlichung erfolgte über den E-Mail-Verteiler der Hochschule und ging an alle immatrikulierten Studierenden im Sommersemester 2025. Die Daten wurden deskriptiv mittels SPSS-Version 29 ausgewertet. Ergebnisse: Die meisten Studierenden der Westsächsischen Hochschule Zwickau weisen eine gute Schlafqualität auf. Diese hängt mit der hohen Anzahl an geschlafenen Stunden, der nicht häufig unterschiedlichen Bettgehzeiten, eines guten Einschlafverhaltens und einer nur selten bis manchmal eingeschränkte Leistungsfähigkeit zusammen. Soziodemographische Faktoren wie Alter, Geschlecht oder der angestrebte Abschluss beeinflussen das Schlafverhalten und die Schlafqualität kaum. Eine Nebentätigkeit beeinflusst das Schlafverhalten dahingehend, dass die Studierenden weniger Schlafen und zeitiger aufstehen. Diskussion: Um das Schlafverhalten und die Qualität weiter zu verbessern, ist von entscheidender Bedeutung vor dem Schlafengehen auf Blaulicht zu verzichten. Anstatt das Handy oder den Fernseher zu benutzen ist es ratsamer, ein Buch zu lesen oder einen Spaziergang zu machen. Ein mögliches auftretendes Problem der Studierenden ist die Müdigkeit am nächsten Tag in verschiedenen Situationen. Dieses Problem lässt sich durch ein verbessertes Einschlafverhalten beheben.
Betriebliche Prävention von Rückenschmerzen: Querschnittsstudie zu Angebot, Nutzung und Akzeptanz in der modernen Arbeitswelt (2025)
Heckel, Lisa-Marie
Theoretischer Hintergrund: Rückenschmerzen zählen zu den häufigsten gesundheitlichen Beschwerden in der modernen Arbeitswelt und stellen sowohl für Beschäftigte als auch für Unternehmen eine erhebliche Belastung dar. Sie entstehen durch das Zusammenspiel körperlicher, psychischer und organisatorischer Faktoren. Betriebliche Prävention gilt daher als zentrale Maßnahme, um arbeitsbedingte Beschwerden zu reduzieren und die langfristige Gesundheit der Beschäftigten zu fördern. Dennoch zeigen Studien, dass bestehende Angebote häufig nicht ausreichend genutzt oder als wenig wirksam wahrgenommen werden. Ziel- und Fragestellung: Ziel der vorliegenden Arbeit war es, das Angebot, die Nutzung und die wahrgenommene Wirksamkeit betrieblicher Präventionsmaßnahmen zur Rückengesundheit zu untersuchen. Dabei stand die Frage im Mittelpunkt, welche individuellen und organisatorischen Faktoren die Inanspruchnahme beeinflussen und welche Barrieren einer aktiven Teilnahme entgegenstehen. Darüber hinaus sollten Ansatzpunkte für die Weiterentwicklung betrieblicher Gesundheitsförderung identifiziert werden. Methodik: Die Untersuchung erfolgte als quantitative Querschnittsstudie an einer Hochschule sowie in mehreren Unternehmen. Daraus resultierten 384 auswertbare Datensätze. Hierbei wurden Daten zu demografischen Merkmalen, Rückenschmerzprävalenzen, Nutzung und Bewertung präventiver Maßnahmen sowie wahrgenommene Barrieren erhoben. Die Daten wurden deskriptiv und inferenzstatistisch mit SPSS ausgewertet. Ergebnisse: Die Ergebnisse zeigten eine hohe Prävalenz von Rückenschmerzen (86,9 % innerhalb der Stichprobe) bei gleichzeitig nur moderater Nutzung vorhandener Präventionsangebote. Frauen und ältere Beschäftigte beteiligten sich häufiger an Präventionsmaßnahmen, während Studierende und Teilzeitkräfte geringere Teilnahmequoten aufwiesen. Zeitmangel und Informationsdefizite stellten die häufigsten Barrieren dar. Diskussion und Schlussfolgerungen: Die Befunde verdeutlichten die Notwendigkeit, betriebliche Präventionsmaßnahmen stärker in den Arbeitsalltag zu integrieren, strukturell zu verankern und durch gezielte Kommunikationsstrategien sichtbarer zu machen. Eine stärkere Verbindung von ergonomischen, organisatorischen und motivationalen Ansätzen kann die Wirksamkeit und Akzeptanz betrieblicher Prävention langfristig erhöhen. Die Ergebnisse unterstreichen, dass betriebliche Prävention vor allem dann wirksam ist, wenn ergonomische, organisatorische und verhaltensbezogene Maßnahmen sinnvoll miteinander kombiniert werden und Beschäftigte aktiv in die Gestaltung einbezogen sind.
Auswirkungen von Umgebungsgeräuschen auf das subjektive Stresserleben von Mitarbeitenden in Großraumbüros - Eine Mixed-Methods-Studie im BMW-Werk Leipzig (2025)
Höll, Josephine
Offene Büro- und Arbeitswelten gelten heute als Sinnbild zeitgemäßer Unternehmensstrukturen. Sie fördern den Austausch, die interdisziplinäre Zusammenarbeit sowie eine effiziente Raumnutzung, stellen jedoch zugleich erhöhte Anforderungen an die Konzentrationsfähigkeit, das Wohlbefinden und die Stressregulation der Mitarbeitenden. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Zusammenhänge zwischen objektiv erfassbaren Umgebungsgeräuschen und dem subjektiv erlebten Stresserleben der indirekten Mitarbeitenden des BMW-Werkes in Leipzig zu untersuchen. Darüber hinaus sollen weitere umweltbezogene Einflussfaktoren identifiziert werden, die das Stresserleben prägen, sowie individuelle und organisatorische Bewältigungsstrategien systematisch erfasst werden. Die gewonnenen Erkenntnisse münden in einem praxisorientierten Handlungsleitfaden, der dem Unternehmen als Grundlage für eine gesundheitsförderliche Gestaltung von Arbeitsplätzen dienen soll.
Diversität in der Unternehmensdarstellung : Eine Mixed-Methods-Analyse der Internetpräsenzen sächsischer Krankenhäuser (2024)
Hummel, Michel ; Pihl, Christian ; Hommel, Angela
Understanding acceptance of digital smoking cessation interventions: user behavior, key influencing factors, and the role of reimbursement (2025)
Theile, Franziska ; Schaal, Tom ; Mäder, Melanie ; Schönfelder, Tonio
Smoking remains a prominent preventable health risk in Germany, creating a need for effective cessation interventions. Digital smoking cessation interventions (DSCIs) present promising support for individuals aiming to quit, yet their utilization and acceptance are not thoroughly understood. This study analyzes usage patterns and acceptance levels of DSCIs among smokers, occasional smokers, and former smokers in Germany, focusing on user behavior, acceptance determinants, and the influence of prescription and reimbursement status. An online questionnaire based on the Unified Theory of Acceptance and Use of Technology 2 (UTAUT2) model was administered to participants. Data were collected through recruitment via social media, email lists, counseling groups, and public postings. The responses were analyzed using SPSS. The study included 173 participants (61.85% female, 37.57% male, 0.58% diverse) with an average age of 35.28 years. They reported smoking for an average of 18.21 years and attempting cessation 3.42 times. Among respondents, 41.62% had used DSCIs, predominantly former smokers (54.17%) and women (79.17%), with the “Smoke Free” app being the most utilized intervention. Although 73.05% expressed willingness to (re)use DSCIs, actual usage showed moderate acceptance levels. Significant predictors of acceptance included willingness to pay (p  = 0.013), self-efficacy (p = 0.018), and physician prescription with clinical evidence (p = 0.019). The results highlight a rising demand for digital solutions focused on long-term smoking cessation, particularly among middle-aged women, emphasizing the need for a deeper understanding of acceptance drivers and model expansions to address healthcare dynamics.
The further development of cold plasma technology: The effectiveness of a contactless, indirect atmospheric cold plasma method for germ reduction on surfaces in vitro and in vivo (2024)
Schmelz, Ulrich ; Schaal, Tom ; Hämmerle, Gilbert ; Tischendorf, Tim
This study investigates the antimicrobial potential of an indirect cold plasma method for the treatment of wounds. Indirect plasma methods differ from direct methods in that the cold plasma does not come into direct contact with the surface to be treated. The indirect plasma method described here has been implemented in the PLASMOHEAL device. The device generates an aerosol of liquid particles, which is conditioned with plasma reaction products and passed over the areas to be treated without contact. In vitro tests show a significant germ reduction of 3.4 to 4.5 log levels against various microorganisms. In vivo tests on volunteers demonstrate a reduction in E. coli contamination of 4.06 to 5.15 log levels. These results show that indirect plasma methods can achieve equivalent effects to direct methods. The highly effective, pain-free treatment at moderate costs make the indirect plasma method a promising option in modern wound care.
Transforming educator expectations in public health, nursing, and medicine: a two-phase survey on digital tools in education (2026)
Schaal, Tom K. ; Marchwacka, Maria A. ; Tolks, Daniel ; Kugler, Joachim
The digital transformation of healthcare education has accelerated significantly due to the COVID-19 pandemic, shifting traditional, practice-oriented teaching towards digital methodologies. Before the pandemic, digital teaching was minimally adopted and lacked systematic strategies, especially in Germany’s higher education institutions. This study comprised two cross-sectional online surveys among university faculty in public health, nursing, and medicine—conducted in 2020 and 2021—with a total of 238 participants. The surveys explored the use of digital tools, satisfaction with digital teaching, perceived challenges, and expectations for future teaching practices. Digital platforms such as Zoom, Moodle and MS Teams emerged as the most widely used tools, primarily for content delivery rather than interactive or collaborative activities. Faculty reported generally positive experiences and increasing adaptation to digital teaching, though concerns persisted regarding its time demands and limited support for personalized learning and student engagement. Satisfaction with digital teaching grew between the two survey phases, yet remained moderate regarding didactic support and student outcomes. Educational videos and learning management systems were highlighted as favored methodologies. Nonetheless, reservations about reducing attrition rates and supporting disadvantaged learners indicate unresolved challenges. While digital methodologies in healthcare education have gained acceptance, their integration remains shaped by technical considerations rather than didactic innovation. To optimize digital teaching, institutions must provide targeted professional development, define clear frameworks for digital competencies, and implement systematic evaluation processes. The adoption of emerging technologies, including artificial intelligence, necessitates further investment in faculty training and attention to ethical and legal considerations. Comprehensive pedagogical reforms are essential for the sustainable advancement of digital education in healthcare.
Einsatz digitaler Tools in der Pflegeausbildung in Deutschland: Ein Scoping Review zu technologischen Anwendungen zur Unterstützung und Optimierung des Lernprozesses von Auszubildende und Studierenden in der Pflege (2025)
Hinsche, Laura ; Tischendorf, Tim ; Hasseler, Martina ; Schaal, Tom
Erfahren Menschen mit Übergewicht und Adipositas häufiger Mobbing am Arbeitsplatz? Prävalenzen und Risikofaktoren auf Basis einer repräsentativen Befragung abhängig Erwerbstätiger in Deutschland (2025)
Seibel, Alina
Hintergrund/Zielstellung: Übergewicht und Adipositas wurden im Zusammenhang mit Mobbing am Arbeitsplatz bisher nur unzureichend untersucht. Mit dem Ziel, diese Forschungslücke weiter zu schließen, beschäftigte sich die vorliegende Arbeit mit der zentralen Frage, ob Menschen mit Übergewicht und Adipositas häufiger von Mobbing am Arbeitsplatz betroffen sind als Erwerbstätige mit Normalgewicht. Methoden: Im Rahmen einer Sekundäranalyse wurden Daten von N = 4.894 abhängig Erwerbstätigen einer großen repräsentativen Studie zum Thema Mobbing am Arbeitsplatz in Deutschland untersucht. Deskriptive Analysen wurden verwendet, um die Prävalenz von Mobbing am Arbeitsplatz sowie spezifische erlebte negative Handlungen in Abhängigkeit vom Body Mass Index (BMI) zu untersuchen. Binär logistische Regressionen wurden gerechnet, um Risikofaktoren für Mobbing durch 1) Kolleg:innen und/oder Vorgesetzte, 2) Kolleg:innen und 3) Vorgesetzte zu untersuchen. Ergebnisse: Im Vergleich zu Personen mit Normalgewicht zeigten sich keine statistisch signifikanten Unterschiede (p > 0,05). Unter Berücksichtigung soziodemografischer Merkmale, berufsbezogener Faktoren und psychosozialen Belastungsfaktoren zeigte sich, dass Erwerbstätige mit Adipositas 1,8-fach höhere Odds (95%-KI: 1,13–2,80) für Mobbing durch Kolleg:innen und/oder Vorgesetzte hatten sowie fast doppelt so hohe Odds (Odds Ratio [OR] = 1,96; 95%-KI: 1,13–3,38) für Mobbing durch Kolleg:innen hatten im Vergleich zu Erwerbstätigen mit Normalgewicht. Zusätzlich wurden ein jüngeres Alter, ein niedriger Bildungsabschluss, die Beschäftigung in kleinen oder Kleinstunternehmen, hoher Zeitdruck und geringe soziale Unterstützung durch Kolleg:innen als Risikofaktoren für Mobbing durch Kolleg:innen identifiziert. Schlussfolgerung: Das Verständnis des Zusammenspiels individueller und arbeitsbezogener Risikofaktoren ist entscheidend, um wirksame Präventionsstrategien gegen Mobbing am Arbeitsplatz zu entwickeln und die psychische Gesundheit sowie die Arbeitsfähigkeit von Menschen mit Adipositas nachhaltig zu fördern.
Kompetenzlücke nach der generalistischen Pflegeausbildung - eine qualitative Studie am Beispiel des Erzgebirgsklinikums am Standort Stollberg (2025)
Wappler, Sara
Hintergrund: Der demografische Wandel sowie die steigende Lebenserwartung verschärfen den Fachkräftemangel in der Pflege zunehmend. Als eine Gegenmaßnahme wurde 2017 das Pflegeberufegesetz verabschiedet, welches die Einführung der generalistischen Pflegeausbildung vorsieht. Ziel der Reform ist, durch die Zusammenführung der Ausbildungen in eine generalistische Pflegeausbildung die Flexibilität und Einsatzfähigkeit der Pflegekräfte zu erhöhen. Erste Studien zeigen jedoch, dass die Umsetzung der generalistischen Pflegeausbildung aus unterschiedlichsten Sichtweisen kritisch bewertet wird, insbesondere in Hinblick auf die durch die Ausbildung vermittelten Kompetenzen. Ziel- und Fragestellung: Ziel der Bachelorthesis ist es, zu untersuchen, ob nach Abschluss der generalistischen Pflegeausbildung Kompetenzlücken bestehen, welche eine sichere und selbstständige Berufsausübung erschweren. Dabei soll ermittelt werden, in welchen Bereichen mögliche Kompetenzlücken auftreten und ob diese in der Praxis kompensiert werden. Im Mittelpunkt stehen dabei die Einschätzungen von Stationsleitungen, Praxisanleitungen sowie Absolventen der generalistischen Pflegeausbildung. Methode: Die Datenerhebung erfolgte mittels leitfadengestützter Interviews mit Stationsleitungen, Praxisanleitungen und den Absolventen der generalistischen Pflegeausbildung zweier Fachkliniken. Die Auswertung der Daten wurde induktiv im Rahmen einer zusammenfassen den Inhaltsanalyse nach Mayring durchgeführt. Ergebnisse: Die Ergebnisse zeigen, dass nach Abschluss der generalistischen Pflegeausbildung Kompetenzlücken wahrgenommen werden. Diese beziehen sich insbesondere auf fachliche Kompetenzen in spezifischen Versorgungsbereichen sowie in den Bereichen Anatomie, Krankheitslehre und Medikamentenlehre. Darüber hinaus werden von den befragten Experten sowie Absolventen auch Defizite in personalen Kompetenzen und Handlungskompetenzen beschrieben. Diskussion/Schlussfolgerung: Es wird deutlich, dass die generalistische Pflegeausbildung Grundlagen für die Ausführung des Berufs der Pflegefachfrau oder des Pflegefachmannes legt, jedoch gibt es in vielen Bereichen nach der Ausbildung deutliche Kompetenzlücken. Um dem Ziel der generalistischen Pflegeausbildung gerecht werden zu können, sollte die Struktur der Ausbildung sowohl in den theoretischen als auch in den praktischen Ausbildungsanteilen überarbeitet und besser miteinander verzahnt werden.
Einflussfaktoren auf das Vertrauen in digitale Gesundheitsinformationen – eine experimentelle Untersuchung unter Studierenden (2025)
Berthel, Marie
Hintergrund: Mit der zunehmenden Digitalisierung des Gesundheitswesens ist das Internet zu einer der wichtigsten Quellen für gesundheitsbezogene Informationen geworden. Gleichzeitig variiert die Qualität dieser Informationen stark, und nicht alle Nutzer können deren Vertrauenswürdigkeit zuverlässig einschätzen. Vertrauen gilt daher als zentrale Voraussetzung für die Nutzung digitaler Gesundheitsinformationen. Methode: Es wurde eine experimentelle quantitative Online-Befragung unter Studierenden der Fakultät Gesundheits- und Pflegewissenschaften der Westsächsischen Hochschule Zwickau durchgeführt. Die zwei randomisierten Gruppen bewerteten unterschiedliche Varianten einer Gesundheitsinformation, die sich hinsichtlich der vier Gestaltungsmerkmale Quellenangabe, Sprache, Logo und Layout unterscheiden. Die digitale Gesundheitskompetenz wurde mithilfe der validierten eHEALS-Skala erhoben. Die Daten wurden deskriptiv und inferenzstatistisch ausgewertet. Ergebnisse: Die Ergebnisse zeigen, dass nur die Quellenangabe einen signifikanten Einfluss auf das Vertrauen hatte. Texte mit einer erkennbaren seriösen Quelle wurden als deutlich vertrauenswürdiger bewertet. Entgegen der aufgestellten Hypothese führte eine fachsprachliche Formulierung zu höherem Vertrauen als die Verwendung einfacher Sprache. Für Logo und Layout ließen sich keine signifikanten Effekte nachweisen. Die Studierenden wiesen insgesamt eine mittlere bis hohe digitale Gesundheitskompetenz auf. Es konnten keine signifikanten Zusammenhänge zwischen der digitalen Gesundheitskompetenz und der Vertrauensbewertung festgestellt werden. Diskussion: Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Vertrauen in digitale Gesundheitsinformationen zielgruppenspezifisch entsteht. Studierende der Gesundheits- und Pflegewissenschaften assoziieren Fachsprache mit Kompetenz und wissenschaftlicher Genauigkeit, während visuelle Gestaltungselemente eine geringere Rolle spielen. Für Bevölkerungsgruppen mit niedrigerer Gesundheitskompetenz ist hingegen anzunehmen, dass Verständlichkeit und Struktur stärker zum Vertrauen beitragen. Vertrauen in digitale Gesundheitsinformationen entsteht aus dem Zusammenspiel von inhaltlichen und formellen Merkmalen, sowie der individuellen Gesundheitskompetenz. Eine transparente Quellenkommunikation und eine zielgruppengerechte sprachliche Aufbereitung sind zentrale Voraussetzungen für glaubwürdige digitale Gesundheitskommunikation. Die Ergebnisse liefern praxisrelevante Hinweise für die Entwicklung von Gesundheitsportalen, Informationskampagnen und digitalen Bildungsangeboten.
Self-assessed vs. reported digital competence among health students in Germany, Ukraine and Kazakhstan: a DigComp 2.2–based cross-sectional study (2025)
Schaal, Tom ; Tischendorf, Tim ; Sydorenko, Oksana ; Karagulova, Makhabat ; Chettykbayev, Ruslan ; Brauweiler, Hans-Christian
Digital competence is essential for students and professionals in health and nursing education. Based on the DigComp 2.2 framework, this study examines the self-assessed digital competencies of students from Germany, Ukraine, and Kazakhstan across five core dimensions, aiming to identify national differences and potential misalignments between perceived and reported digital competences. Methods: A cross-sectional online survey (n = 269) was conducted among students in health-related fields. Participants rated their digital competence on 15 items aligned with DigKomp 2.2 questionnaire. Quantitative data were analyzed descriptively and with ANOVA (two-tailed, p < 0.05), using Games–Howell post-hoc tests in case of heterogeneity of variances and Kruskal–Wallis/Mann–Whitney tests as sensitivity analyses. In addition, an open-ended knowledge question asked respondents to describe their strategies for finding reliable online information. Responses were analyzed descriptively and qualitatively using inductive coding. Results: While all groups reported generally high digital competence, German students rated themselves significantly lower in the Digital content creation dimension compared to their peers and the KaWuM reference sample. However, their responses to the open-ended question revealed methodologically advanced search strategies, including systematic literature reviews (n = 8), Boolean operators (n = 6), and use of AI tools (n = 1). Ukrainian students emphasized heuristic and comparative approaches, while Kazakhstani responses reflected pragmatic strategies under infrastructural constraints. Discussion: The findings suggest a mismatch between self-assessed and actual digital competence, particularly among German students, who may underestimate their skills. This highlights the importance of triangulating quantitative self-reports with qualitative diagnostics. The study underscores the need for embedded digital skills training, especially in Digital content creation, across national contexts in health education.
Analyse und Vorhersage von AOK-Arbeitsunfähigkeitsdaten im Berufsfeld Musik: Eine zeitreihenbasierte Studie (2025)
Schilling, Verena
Einleitung. Berufsmusiker sind durch ihre Tätigkeit besonders von musikerspezifischen Erkrankungen wie Muskel-Skelett-Beschwerden (MSE) betroffen. Ergänzend hinzu kommen allgemeine Atemwegserkrankungen, psychische Probleme mit teilweise langen Falldauern. Aus wirtschaftlichen Gründen ist es für Orchester wichtig die Arbeitsunfähigkeiten von Berufsmusikern zu verfolgen, um entsprechende Gesundheitsmaßnahmen abzuleiten. Fragestellung. Diese Studie untersucht die Arbeitsunfähigkeit (AU) von AOK versicherten Berufsmusikern im Bundesgebiet, Sachsen und Thüringen von 2015 2024 und leitet Prognosen der Fallentwicklung bis 2030 ab. Methode. Die Studie kombiniert eine deskriptive Auswertung (2015-2024) mit Zeitreihenanalysen nach der Box-Jenkins-Methode, um mithilfe der ARIMA-Modelle zukünftige Entwicklungen bis 2030 abzuschätzen. Ergebnisse. In Sachsen und Thüringen liegen die Krankenstände über dem Bundesdurchschnitt. Dabei sind Musikerinnen bundesweit und in Sachsen häufiger und länger arbeitsunfähig. Zudem sind saisonale Muster erkennbar. Hauptdiagnosegruppen bilden neben MSE, Erkrankungen der Atemwege (besonders in den Wintermonaten), sowie psychische und Verdauungsprobleme. Insgesamt sind 51 ARIMA-Modelle formuliert, welche einen steigenden Trend bzgl. der Fallzahlen prognostizieren. Dabei werden Atemwegserkrankungen und MSE die führenden Gründe für Arbeitsunfähigkeit sein. Die Prognosegüte der Modelle entspricht mit einem Mittelwert von 36,39 % insgesamt einer angemessenen Güte. Diskussion. In den Prognosen ist ein differenzierter Blick mit Betrachtung der Modell- und Prognosegüte wichtig sowie die Berücksichtigung von Zufallsereignissen. Berufsmusiker sind seltener krank als andere Beschäftigte, dies sollte weiter erforscht werden. Die verwendete Methode ist geeignet, beantwortet die Forschungsfrage und bestätigt teilweise die Entwicklung des aktuellen Fallgeschehens. Gezielte Gesundheitsförderung in Orchestern ist notwendig und wird durch die Prognosen zunehmend relevanter.
Präsentismus bei Pflegekräften im Krankenhaus: Eine qualitative Untersuchung zu Ursachen, Motiven und Auswirkungen (2025)
Uhlig, Anna Katharina
Hintergrund: Als Präsentismus wird das Verhalten beschrieben, bei dem ein Arbeitnehmer trotz Krankheit zur Arbeit erscheint. Es handelt sich um ein weit verbreitetes Phänomen besonders im Gesundheitswesen, das negative Folgen für die Gesundheit der Betroffenen, die Arbeitsqualität sowie das soziale Umfeld mit sich bringt. Beeinflusst wird die Entscheidungsfindung durch personenbezogene, arbeitsbezogene und organisationale Faktoren. Zielsetzung und Forschungsfragen: Das Ziel der Arbeit ist es, die Ursachen, Einflussfaktoren und Motive für Präsentismus bei Pflegekräften im Krankenhaus herauszustellen und die daraus resultierenden Auswirkungen zu analysieren. Die zugehörigen Forschungsfragen lauten: „Welche Ursachen und Motive nehmen Einfluss auf die Entscheidungsfindung von Pflegekräften krank zu arbeiten?“ und „Welche Folgen und Auswirkungen hat Präsentismus aus Sicht der Betroffenen auf ihre eigene Gesundheit, auf ihr Umfeld und auf ihre Arbeitsqualität?“ Methodik: Die Untersuchung basiert auf einem qualitativen Forschungsansatz. Es wurden insgesamt sechs Leitfadeninterviews mit jeweils drei Pflegefachkräften aus dem Erzgebirgsklinikum Zschopau und dem Universitätsklinikum Leipzig geführt. Anschließend wurden die Interviews nach Kuckartz transkribiert und mittels der Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet. Dabei wurden sowohl induktiv als auch deduktiv die Kategorien gebildet. Ergebnisse: Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Präsentismus besonders durch das Verantwortungsbewusstsein gegenüber den Kollegen, die Angst vor Konsequenzen, vom Team ausgehender Druck und die Personalsituation beeinflusst wird. Zusätzlich verstärken individuelle Bewertungsprozesse, wie das Relativieren von Krankheitssymptomen und das Hoffen auf Besserung dieses Verhalten. Als Auswirkung des kranken Arbeitens lassen sich eine längere Erholungs- und Genesungsphase feststellen. Außerdem verschlechtert sich die Arbeitsqualität durch eine verschlechterte Konzentrations- und erhöhte Fehleranfälligkeit. Auch das Umfeld wird negativ beeinträchtigt durch ein Ansteckungsrisiko bei infektiösen Krankheiten. Um trotz Krankheit Arbeiten zu können, wird auf Strategien wie das Tragen von Mund- und Nasenschutz, Medikamenteneinnahme oder eine Aufgabenmodifikation zurückgegriffen. Diskussion und Fazit: Die Ergebnisse zeigen, dass Präsentismus unter Pflegekräften weit verbreitet ist und durch die Kombination verschiedener Einflussfaktoren bedingt ist. Zudem birgt dieses Verhalten verschiedene negative Folgen, sowohl für die Pflegekräfte selbst als auch für ihr Umfeld. Eine verbesserte Organisations- und Kommunikationskultur, Maßnahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements und teamfördernde Maßnahmen können einen Beitrag zur Präsentismus-Prävention leisten.
No-Shows in der Radiologie – Eine retrospektive Sekundärdatenanalyse zu Einflussfaktoren und prädiktiven Mustern bei Patiententerminen anhand von Patientendaten einer radiologischen Einrichtung (2025)
Smolik, Angelina
Diese Bachelorarbeit wurde im Rahmen des Studienganges "Gesundheitsmanagement" an der Fakultät Gesundheits- und Pflegewissenschaften verfasst und beschäftigt sich mit dem Thema "No-Shows in ambulanten radiologischen Einrichtungen". Ziel der vorliegenden Arbeit war es, Einflussfaktoren auf das Nichterscheinen der Patientinnen und Patienten zu ihrem verbindlich vereinbarten Termin zu identifizieren. Auf Grundlage retrospektiver Routinedaten wurden mithilfe von IBM SPSS Statistics Häufigkeitsanalysen, bivariate Tests sowie eine binäre logistische Regression durchgeführt. Die vorliegende Arbeit liefert wichtige Erkenntnisse für das Terminmanagement in ambulanten radiologischen Einrichtungen und zeigt potenzielle Ansatzpunkte zur Reduktion von No-Shows und bietet eine Grundlage für weiterführende Forschungen.
New Work und Period Positivity: Strategien zur Nutzung zyklusbedingter Leistungsvariabilität und zur Gestaltung menstruationsfreundlicher Lern- und Arbeitsumgebungen. Eine Querschnittstudie. (2025)
Sennewald, Helene-Luisa
Hintergrund und Ziel: Zyklusbedingte Schwankungen in Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden stellen für viele Menstruierende eine alltägliche Herausforderung dar, werden jedoch im Bildungs- und Arbeitskontext kaum berücksichtigt. Diese Arbeit untersuchte, wie Elemente aus den Konzepten New Work und Period Positivity dazu beitragen können, zyklusbedingte Leistungsvariabilität sichtbar zu machen und in moderne Arbeits- und Lernkontexte zu integrieren. Ziel war es, individuelle Erfahrungen und strukturelle Bedarfe zu erfassen, um praxisnahe Empfehlungen für eine gesundheitsförderliche und inklusive Umgebung zu entwickeln. Methodik: Grundlage bildete eine explorative Querschnittstudie mittels onlinebasierten Fragebogens mit quantitativen und ergänzenden qualitativen Elementen. Die Erhebung erfolgte über den Verteiler der Westsächsischen Hochschule Zwickau sowie über ein Netzwerk. Ergebnisse: Ein Großteil der Teilnehmer berichtete von Einschränkungen bezüglich des Wohlbefindens und der Leistungsfähigkeit durch menstruationsbedingte Beschwerden. Offenheit im Umgang mit dem Zyklus wurde überwiegend befürwortet, jedoch erschweren Tabuisierung und fehlende Strukturen die Umsetzung. Flexible Arbeitsformen und Entscheidungsspielräume erwiesen sich als zentrale Faktoren für Arbeitszufriedenheit, während in stärker reglementierten Branchen Umsetzungshürden deutlich wurden. Gruppenvergleiche zeigten, dass Personen in Ausbildung, Netzwerkmitglieder und aktivere Personen geringere Autonomie und weniger Zugang zu menstruationsfreundlichen Strukturen aufweisen. Höhere wahrgenommene Autonomie sowie das Vorhandensein einer gynäkologischen Diagnose erwiesen sich als signifikante Prädiktoren der Zufriedenheit. Geringere Autonomie, höheres Alter und das Symptom Erschöpfung waren signifikant mit der Einschätzung verbunden, menstruationsfreundliche Angebote als produktivitätsförderlich wahrzunehmen. In den Freitexten wurden insbesondere Menstruationsurlaub, kostenlose Menstruationsprodukte, flexible Arbeitszeiten und mehr Offenheit gefordert. Diskussion: Die Befunde bestätigten den Forschungsstand, wonach Zyklusbeschwerden die subjektive Leistungsfähigkeit deutlich beeinträchtigen und durch Tabuisierung sowie fehlende organisatorische Unterstützung verstärkt werden. Zugleich zeigten sich Ansatzpunkte, wie bereits in der Literatur beschrieben: Offene Kommunikation, Wissenstransfer und flexible Arbeitsmodelle mindern Belastungen und fördern Motivation sowie Produktivität bei Menstruierenden. Die nicht-probabilistische Stichprobe und der thematisch erweiterte Fragebogen erlaubten erste Einblicke, schränken jedoch die Generalisierbarkeit der Ergebnisse ein. Fazit: Zyklusbedingte Beschwerden beeinflussen das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit erheblich. Jedoch wird dies je nach Kontext unterschiedlich erlebt. Die Verbindung von New Work und Period Positivity verdeutlicht, dass organisatorische Flexibilität, kulturelle Offenheit und gezielte Unterstützungsangebote entscheidend für menstruationsfreundliche sowie inklusive Lern- und Arbeitsumgebungen sind.
Analyse des Zusammenhangs zwischen gesundheitlichem Risikoverhalten und Krankheitszustand bei Ausbildungsplatzbewerber*innen der Volkswagen Sachsen GmbH anhand von Jugendarbeitsschutz-Untersuchungen (2025)
Klatt, Anna Maria
Vor dem Hintergrund der defizitären gesundheitlichen Situation von Jugendlichen wird in der vorliegenden Arbeit der Zusammenhang zwischen gesundheitlichem Risikoverhalten und ausgewählten Erkrankungen bei Ausbildungsplatzbewerber*innen der Volkswagen Sachsen GmbH untersucht. Die Analyse basiert auf einer quantitativen Sekundärauswertung vorhandener Daten aus Erstuntersuchungen nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz von drei Ausbildungsjahrgängen. Auf Grundlage der Ergebnisse werden Ansatzpunkte für geeignete Präventions- und Gesundheitsförderungsmaßnahmen abgeleitet, die sowohl für die Auszubildenden als auch für das Unternehmen von Bedeutung sind.
  • 1 to 20

OPUS4 Logo

  • Contact
  • Imprint
  • Sitelinks