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Gesundheits- und Pflegewissenschaften

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  • Wirtschaftswissenschaften (5)
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Language

  • German (1831)
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Author

  • Schaal, Tom (46)
  • Tischendorf, Tim (32)
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Editorial: Beyond the hype: a global perspective on the real-world utility of AI in healthcare research and service delivery (2026)
Schoenfelder, Tonio ; Schaal, Tom ; Hellbach, Sven
Körperliche und psychische Belastungs- und Beanspruchungssituation von Pflegekräften in der ambulanten Pflege – Eine Analyse zur Entwicklung gesundheitsförderlicher Maßnahmen am Beispiel von Trebesius (2026)
Voigt, Anna
Hintergrund / Ziel: Ambulante Pflegekräfte sind starken Belastungen wie beispielsweise Zwangshaltungen, körperlich schwerer Arbeit und Zeitdruck ausgesetzt. Daraus resultieren Beanspruchungen wie Rücken- und Kopfschmerzen, Muskelverspannungen oder Erschöpfung. Arbeitgeber sind gesetzlich verpflichtet, durch geeignete Arbeitsschutzmaßnahmen die Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter zu gewährleisten. Daher ist es Ziel der Arbeit, die körperlichen und psychischen Belastungen sowie die gesundheitlichen Beschwerden von ambulanten Pflegekräften systematisch zu analysieren. Basierend auf den erhobenen Daten sollen anschließend konkrete Handlungsempfehlungen im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung abgeleitet werden. Methodik: Es wurde eine quantitative Querschnittsstudie bei Pflegekräften des ambulanten Pflegedienstes Trebesius durchgeführt. Dabei wurden Module des „Kompaktservice Mitarbeiterbefragung“ - Fragebogens des wissenschaftlichen Instituts der AOK bei verwendet. Die Auswertung erfolgte deskriptiv mit absoluten und relativen Häufigkeiten, Median, Mittelwert und Standardabweichung mithilfe der Software SPSS. Zudem wurde eine Rangkorrelation nach Spearman durchgeführt.
Quantitative Analyse ausgewählter Aspekte der Arbeitszufriedenheit mittels einer Mitarbeiterbefragung (2026)
Möckel, Laura
Aufgrund des zunehmenden Fachkräftemangels in Gesundheits- und Sozialberufen sowie des überproportional häufigen Auftretens psychosomatischer und körperlicher Beschwerden in diesen Berufsfeldern gewinnt die Arbeitszufriedenheit von Mitarbeitenden zunehmend an Bedeutung. Obwohl hierzu bereits empirische Untersuchungen vorliegen, wurde die Arbeitszufriedenheit von Fachkräften in Werkstätten für behinderte Menschen bislang nur unzureichend empirisch untersucht. Ziel dieser Bachelorthesis war es daher, die aktuelle Stimmungslage der Mitarbeitenden der Werkstatt für angepasste Arbeit „Lebensbrücke“ Glauchau anhand ausgewählter Aspekte der Arbeitszufriedenheit zu erfassen und mögliche Unterschiede zwischen den Arbeitsbereichen zu analysieren. Hierfür wurde eine quantitative Querschnittsbefragung durchgeführt. Von den 60 Mitarbeitenden konnten 53 Personen für die Datenerhebung kontaktiert werden, von denen 42 einen auswertbaren Fragebogen einreichten. Die Ergebnisse weisen insgesamt auf eine hohe Arbeitszufriedenheit der Mitarbeitenden hin. Besonders positiv wurden der Handlungsspielraum, das Abwechslungsreichtum und die Sinnhaftigkeit der Tätigkeit sowie die Vereinbarkeit des Arbeits- und Privatlebens bewertet. Defizite zeigten sich hingegen bei den emotionalen Anforderungen, dem Verhältnis zu den Kolleginnen und Kollegen sowie der Kommunikation und Transparenz von Entscheidungsprozessen innerhalb der Einrichtung. Die deskriptive Auswertung der Mittelwerte sowie der Ergebnisse des Kruskal- Wallis- Test ließen auf punktuelle Unterschiede zwischen den Arbeitsbereichen schließen. In den Mann- Whitney- U- Tests konnten jedoch nur für zwei Skalen statistische Signifikanzen nachgewiesen werden. Für die Skala „Kolleginnen und Kollegen“ ergab der Vergleich von zwei Arbeitsbereichen p = .006. Für die Skala „Soziales Wohlbefinden“ ergab der Vergleich zweier Arbeitsbereiche p = .003. Insgesamt weist die Arbeitszufriedenheit der Mitarbeitenden der Werkstatt für angepasste Arbeit „Lebensbrücke“ Glauchau ein hohes Niveau auf. Die Ergebnisse deuten jedoch daraufhin, dass insbesondere soziale Faktoren bereichsabhängig variieren und Ansatzpunkte für Maßnahmen zur Verbesserung der Zusammenarbeit bieten.
Synergiepotentiale in kommunalen Krankenhausverbünden (2026)
Greess, Hanna
Einleitung: Krankenhäuser stehen seit Jahren unter wirtschaftlichem Druck, geprägt von Defiziten, Insolvenzen und sich ständig verändernden Rahmenbedingungen. Besonders betroffen sind kleine kommunale Krankenhäuser. Die Bildung von Verbünden aus mehreren Einzelkrankenhäusern gilt als Weg, Synergien zu heben und Schließungen zu verhindern. Die Studienlage zu den Erfolgen und Risiken kommunaler Klinikverbünde ist jedoch dünn. Zielstellung: Ziel der Arbeit ist es, Synergien und Risiken bestehender kommunaler Klinikverbünde darzustellen und daraus „Best Practice“- Ansätze, sowie eine Handlungsempfehlung für Krankenhäuser abzuleiten, die noch vor einer Verbundbildung stehen. Methodik: Durchgeführt wurde eine qualitative Studie mit explorativem Studiendesign. Sechs leitfadengestützte Interviews mit kommunalen Klinikverbünden wurden vor Ort oder über „Teams“ geführt, aufgezeichnet, transkribiert und anonymisiert. Die Auswertung erfolgte mit MAXQDA (Version 26.3) mittels inhaltlich strukturierter qualitativer Inhaltsanalyse nach Kuckartz und Rädiker. Die Ergebnisse wurden in einer Themenmatrix veranschaulicht. Ergebnisse: Die sechs Verbünde weisen unterschiedliche rechtliche Strukturen mit entsprechend weiten oder eingeschränkten Synergiemöglichkeiten auf. Als Grund der Verbundbildung nennen alle die Verbesserung der Wirtschaftlichkeit. Die größten Effekte entstehen durch strategische und medizinische Synergien, etwa die Reduktion von Doppelvorhaltungen und Fachzentrenbildung. Als Risiken zeigten sich erhöhter Logistikaufwand, die unterschätzte Komplexität, sowie Ängste bei Mitarbeitern und Patienten. Zentral ist, dass die Einbeziehung der Mitarbeiter und eine transparente Kommunikation wesentlich zum Erfolg beitragen. Patienten werden vor allem dann zum Risiko, wenn am eigenen Standort Abteilungen geschlossen werden. Diskussion: Die Stichprobe ist klein und heterogen, und die Codierung erfolgte nur durch eine Person. Übereinstimmend mit anderen Studien werden positive Effekte erzielt, der genaue Einfluss der Verbundbildung auf die Wirtschaftlichkeit bleibt jedoch uneindeutig. Die kulturelle Integration der Mitarbeiter stellt eine große Hürde dar, und Patienten reagieren sensibel auf Veränderungen. Die eigenen Ergebnisse hinsichtlich Maßnahmen für langfristigen Erfolg, decken sich nur teilweise mit vorgeschlagenen Maßnahmen anderer Studien, was auf situationsabhängiges Vorgehen hindeutet. Fazit: Verbundbildungen sind heutzutage äußerst sinnvoll. Gerade in Zeiten großer Reformen und knapper finanzieller Ressourcen können Verbünde darauf besser reagieren.
Digitaler Stress im Arbeitsalltag - Eine qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring zu Belastungsfaktoren und Ressourcen am Beispiel der MEG Neuensalz GmbH (2026)
Kreutel, Vanessa
Die fortschreitende Digitalisierung verändert die moderne Arbeitswelt nachhaltig. Während der Einsatz mobiler Informations- und Kommunikationstechnologien raumzeitliche Autonomie und Effizienzgewinne ermöglicht, birgt er gleichzeitig das Risiko einer zeitlichen und räumlichen Entgrenzung sowie psychischer Fehlbeanspruchungen. Ziel dieser Bachelorarbeit ist es, das Zusammenspiel aus digitalen Belastungsfaktoren und bestehenden Ressourcen im Arbeitsalltag empirisch zu untersuchen und zu analysieren, wie Beschäftigte die Digitalisierung wahrnehmen und welche Faktoren dieses Stressempfinden steuern.
Psychologische und körperliche Faktoren als Prädiktoren des Krankheitsstatus bei Patientinnen mit Anorexia nervosa: eine Längsschnittuntersuchung (2026)
Rabe, Anna-Lena
Anorexia nervosa ist eine schwere psychische Erkrankung mit häufig langwierigem Verlauf. Ziel dieser Studie war die Identifikation psychologischer und körperlicher Faktoren, die den Krankheitsstatus nach etwa einem Jahr vorhersagen. Hierzu wurden Daten von 212 Patientinnen mittels standardisierter diagnostischer Verfahren erhoben und mithilfe einer multiplen binären logistischen Regressionsanalyse ausgewertet. Im Follow-up erfüllten 55,2 % der Patientinnen die Diagnosekriterien einer Anorexia nervosa nicht mehr, während 44,8 % weiterhin die Diagnose aufwiesen. Als signifikanter Prädiktor des Krankheitsstatus erwies sich ausschließlich die essstörungsspezifische Psychopathologie. Die übrigen untersuchten Variablen zeigten keinen signifikanten Vorhersagewert. Die Ergebnisse verdeutlichen die Bedeutung der essstörungsspezifischen Psychopathologie für den weiteren Krankheitsverlauf und unterstreichen die Relevanz einer frühzeitigen Identifikation von Risikofaktoren zur gezielten Individualisierung therapeutischer Maßnahmen.
Zusammenhang zwischen dem subjektiven Stressempfinden und der körperlichen Aktivität, unter Einbezug des Geschlechts und der Fakultät der Studierenden der WHZ. (2026)
Unger, Tim
Einleitung/ Zielstellung: Über ein häufiges subjektives Stressempfinden berichteten vermehrt viele der Studierenden. Andererseits wurde über die Nutzung der körperlichen Aktivität als Ressource diskutiert. Ziel der Arbeit ist es den Zusammenhang zwischen subjektiven Stressempfinden und Körperlicher Aktivität, unter Einbezug des Geschlechts und der Fakultätszugehörigkeit zu untersuchen. Methodik/ Stichprobe: Die Datenerhebung für die vorliegende Untersuchung erfolgte mittels einer quantitativen Onlinebefragung. Die Datenerhebung erfolgte mittels zwei standardisierter Fragebögen zum subjektiven Stressempfinden und körperlicher Aktivität, sowie soziodemografischer Angaben zum Geschlecht und der Fakultätszugehörigkeit. Für die Auswertung wurden N=256 Fragebögen einbezogen. Ergebnisse: Die Ergebnisse zeigten, dass ein Großteil der an der Onlinebefragung teilnehmenden Studierenden der WHZ ein hohes subjektives Stressempfinden wahrnehmen. Die Teilnehmenden wiesen eine moderate bis hohe körperliche Aktivität auf. Ein kleiner bis mittlerer Zusammenhang konnte zwischen subjektiven Stressempfinden und Geschlecht, sowie ein kleinerer zwischen körperlicher Aktivität und Geschlecht festgestellt werden. Ein schwach negativer Zusammenhang zeigte sich zwischen subjektiven Stressempfinden und körperlicher Aktivität. Unterschiede des Stressempfindens und körperlicher Aktivität konnte bei einzelnen Fakultäten deskriptiv ermittelt werden. Diskussion: Die vorliegenden Ergebnisse verdeutlichen, dass sowohl bei weiblichen als auch bei männlichen Studierenden gezielte Maßnahmen zur Reduktion des Stressempfindens diskutiert und entwickelt werden sollten. Zukünftige Untersuchungen sollten individuelle Bewältigungsstrategien und Maßnahmen zur Stressreduktion der Studierenden näher betrachten. Körperliche Aktivität sollte dabei als mögliche Strategie und unterstützender Faktor betrachtet werden.
Gewalt gegen ehrenamtliche Rettungskräfte (2026)
Rütten, Philipp Jonas
Gewalt gegen Rettungskräfte ist seit Jahren ein Problem im Bereich der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr. In der bisherigen Forschung wurde sich vor allem auf hauptamtliche Rettungskräfte des Rettungsdienstes und der Feuerwehr konzentriert. Für die vor allem ehrenamtlich geprägten Bereiche Bevölkerungsschutz, Schnell-Einsatz-Gruppen und Sicherheitswachdiensten bei Veranstaltungen liegen bislang nur begrenzte Erkenntnisse vor. Ziel der vorliegenden Arbeit war daher, den Ist-Zustand von Gewalt gegen ehrenamtliche Rettungskräfte zu untersuchen und festzustellen, ob und wenn ja welche Gewalterfahrungen gemacht werden. Hierzu wurde vom 28.04.2025 bis zum 01.06.2025 eine nicht repräsentative, organisationsübergreifende Onlinebefragung durchgeführt. Diese bezog sich retrospektiv auf das Jahr 2024. Insgesamt konnten 1043 Datensätze von ehrenamtlichen Rettungskräften ausgewertet werden. 49,4% der Befragten berichteten mindestens eine Gewalterfahrung im Jahr 2024. Die häufigste Gewaltform war die verbale Gewalt, gefolgt von Einsatzbehinderungen. Nonverbale und körperliche Gewalt wurden ebenfalls häufig angegeben, während digitale und psychische Gewalt selten berichtet wurden. Die Täter*innen waren überwiegend Einzeltäter*innen, männlich, zwischen 18 und 50 Jahre alt und standen häufig unter Alkoholeinfluss. Gewalterfahrungen werden bei alltäglichen Einsätzen und Veranstaltungsabsicherungen, vorwiegend zwischen Freitag und Samstag sowie im Zeitraum von 17 bis 22 Uhr gemacht. Folgen aufgrund der Gewalterfahrungen wurden in einem geringen Umfang berichtet und waren häufiger psychische Belastungen als körperliche Schädigungen. Nach einer Gewalterfahrung wenden sich die meisten Betroffenen an Kolleg*innen, rund die Hälfte meldet es einer Führungskraft, 18,0% erstatten Anzeige bei der Polizei. Darüber hinaus wurden Defizite bei der Vermittlung von Deeskalations- und Selbstverteidigungsmaßnahmen sichtbar. Insgesamt wurde deutlich, dass Gewalt auch gegen ehrenamtliche Rettungskräfte ein relevantes Problem darstellt und weiterer Forschungs- und Handlungsbedarf besteht.
Der prüfungsbezogene Nachteilsausgleich an der Westsächsischen Hochschule Zwickau: Eine Mixed-Methods-Untersuchung zu Bekanntheit, Inanspruchnahme und Entscheidungspraxis (2026)
Gotthardt, Una
Hintergrund & Ziel: Die UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet Hochschulen, Menschen mit Behinderungen einen diskriminierungsfreien und gleichberechtigten Bildungszugang zu ermöglichen und angemessene Vorkehrungen bereitzustellen. Im Prüfungsbereich konkretisiert sich dieser Anspruch im Nachteilsausgleich, der beeinträchtigungsbedingte Nachteile kompensiert, ohne fachliche Anforderungen abzusenken. Daraus ergab sich folgende Forschungsfrage: Wie stellt sich der prüfungsbezogene Nachteilsausgleich an der WHZ aus studentischer und institutioneller Perspektive hinsichtlich Bekanntheit, Informiertheit, Inanspruchnahme, Antrags- und Entscheidungspraxis sowie bestehender Weiterentwicklungsbedarfe dar? Methodik: Die Untersuchung folgte einem parallelen Mixed-Methods-Design mit quantitativem Schwerpunkt. Durchgeführt wurden eine standardisierte Onlinebefragung mit 254 vollständig ausgefüllten Fragebögen, eine standardisierte Datenabfrage bei allen acht Prüfungsausschüssen und fünf leitfadengestützte Experteninterviews mit vier Prüfungsausschussvorsitzenden sowie einer weiteren an der Antragsbearbeitung beteiligten Person. Für den Zeitraum 2020 bis 2025 lagen aus vier Fakultäten auswertbare Rückmeldungen vor. Die quantitativen Daten wurden mit SPSS deskriptiv ausgewertet. Die Interviewdaten wurden mit MAXQDA mittels einer deduktiv-induktiven qualitativen Inhaltsanalyse nach Kuckartz und Rädiker analysiert. Ergebnisse: Von 254 Befragten berichteten 47 eine selbst angegebene studienrelevante Beeinträchtigung; weitere 16 waren unsicher. Der Nachteilsausgleich war 166 Personen bekannt, während 164 sich eher schlecht oder gar nicht informiert fühlten. Unter den 47 bestätigten Fällen hatten 14 bereits einen Antrag gestellt. 13 berichteten Beratungsbedarf, ohne ein Ange-bot genutzt zu haben; sieben waren hinsichtlich ihres Beratungsbedarfs unsicher. Für vier Fakultäten wurden 63 Anträge erfasst: 61 wurden wie beantragt, einer verändert bewilligt und einer abgelehnt. Die Interviews zeigten Unterschiede bei Informationswegen, Beratung, Entscheidungsroutinen und organisatorischer Umsetzung. Schlussfolgerung: Die Ergebnisse weisen auf eine begrenzte formale Inanspruchnahme sowie auf Informations-, Orientierungs- und Umsetzungsprobleme hin. Eine inflationäre oder unkritische Vergabepraxis kann wegen der unvollständigen Fakultätsabdeckung, fehlender Bezugsgrößen und fehlender fallbezogener Prüfung weder bestätigt noch ausgeschlossen werden. Weiterentwicklungsbedarf besteht bei wiederholter und sichtbarer Information, niedrigschwelliger Beratung, verbindlichen Kommunikationswegen und einer einheitlicheren Dokumentation.
Sportliche Aktivität als Instrument der betrieblichen Gesundheitsförderung - Analyse von Bedürfnissen, Nutzung und branchenspezifischen Unterschieden (2026)
Huhn, Antonia Sophie
Hintergrund und Zielsetzung: In der modernen Arbeitswelt werden Bewegungsmangel und lange Sitzzeiten zu einer zunehmenden gesundheitlichen Herausforderung. Durch sportliche Aktivität können daraus resultierende nichtübertragbare Erkrankungen vorgebeugt werden. Im Rahmen von betrieblicher Gesundheitsförderung sollen gesundheitsunterstützende sportbezogene Angebote für Beschäftigte niedrigschwellig zugänglich gemacht werden, um die Mitarbeitergesundheit zu stärken. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, den Zusammenhang zwischen individuellem Sportverhalten, der regelmäßigen Nutzung und Attraktivität von BGF, sowie branchenspezifischen Unterschieden zu untersuchen. Methodik: Das Studiendesign ist eine quantitative Online-Querschnittsbefragung. Die Daten wurden über einen selbstentwickelten Fragebogen mit 25 Items über LimeSurvey erhoben. Die Rekrutierung der Teilnehmer (Studierende und Mitarbeiter) wurde über den Email-Verteiler an der Westsächsischen Hochschule Zwickau durchgeführt. Insgesamt ergab sich die Stichprobe von n=341. Die Auswertung der Daten erfolgte mittels der Statistiksoftware SPSS 29, wobei im Nachgang zur Hypothesenprüfung Chi-Quadrat, Kruskal-Wallis, Spearman-Korrelation und eine logistische Regression berechnet wurden. Ergebnisse: Die Stichprobe zeigt ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis (je 49,6%), ein Durchschnittsalter von 31,8 Jahren sowie eine insgesamt hohe sportliche Aktivität (60% mit täglicher Aktivität oder mehrmals pro Woche). Es ließen sich keine signifikanten Branchenunterschiede hinsichtlich Sporthäufigkeit oder wahrgenommener Attraktivität von BGF feststellen, ebenso kein statistischer Zusammenhang zwischen Attraktivität und der Häufigkeit von sportlicher Aktivität befunden. Dafür ergab sich p=0,003 für eine Assoziation von Sporthäufigkeit und regelmäßiger BGF-Nutzung. In der logistischen Regression stellte ausschließlich die wahrgenommene Attraktivität einen Prädiktor für regelmäßige Nutzung von BGF-Angeboten dar. Schlussfolgerung: Die wahrgenommene Attraktivität von BGF-Angeboten wiegt schwerer als das objektive Sportverhalten als Faktor für eine regelmäßige Nutzung. Für die Praxis ergibt sich hieraus die Konsequenz, dass sportbezogene BGF-Maßnahmen attraktiv und bedarfsgerecht gestaltet werden müssen, um eine regelmäßige Teilnahme mit gesundheitlichem Nutzen herbeizuführen. Limitationen: Bei der Interpretation der Ergebnisse ist ein möglicher Selektionsbias sowie eine eingeschränkte Generalisierbarkeit zu berücksichtigen, da die Datenerhebung ausschließlich an der WHZ durchgeführt wurde. Die Selbstauskunft könnte Verzerrungen durch soziale Erwünschtheit oder Erinnerungslücken zur Folge haben.
Digitalisierung: Plurale Wissensräume entwickeln (2026)
Tischendorf, Tim ; Hinsche, Laura ; Hasseler, Martina ; Hirsch, Kathleen ; Schaal, Tom
Psychodrama in der DDR : Ein Interview mit drei Protagonistinnen (2026)
Alberg, Traudl ; Mitzscherlich, Beate ; Schierwagen, Christina ; von Ameln, Falko
In diesem Gespräch in der Zeitschrift für Psychodrama und Soziometrie (ZPS) berichten Traudl Alberg, Beate Mitzscherlich und Christina Schierwagen über die Entwicklung des Psychodramas in der DDR vom Sozialpsychologischen Training an der Universität Jena über Selbsterfahrungsgruppen unter Anleitung westdeutscher Psychodramatiker*innen bis hin zu den Umbrüchen der Wendezeit.
Evaluation der curricularen Therapieschulung einer psychosozialen, multimodalen Demenzintervention: Eine Querschnittsbefragung Teilnehmender zu Schulungsoutcome und Arbeitszufriedenheit (2026)
Hummel, Michel ; Freier, Aaron ; Gräßel, Elmar ; Fischer, Jürgen ; Goller, Eileen
Pflegeberatung nach § 37 Abs. 3 SGB XI (2025)
Hallensleben, Jörg ; Büker, Christa ; Goller, Eileen ; Lebeda, Dorothee ; Herbst, Nadine
Cold Atmospheric Plasma-Aerosol Treatment of Equine Antibiotic-Resistant Wound Infection: A Preliminary Case Series (2026)
Kurras, Sandra ; Conze, Theresa Maria ; Obermann, Sinje ; Fuchs, Robert ; Tischendorf, Tim ; Knottenbelt, Derek C. ; Koene, Marc
Background: Wound infections are common sequelae of wound treatment in horses. Secondary bacterial colonization with antimicrobial resistant microorganisms is of particular concern and is of crucial importance regarding the “One Health Concept”. Due to frequent antimicrobial resistance (AMR), conventional treatments often involve determining resistance and sensitivity using time-consuming antibiograms. Infections with multi-resistant pathogens are especially challenging. This case series presents studies of four horses evaluating the efficacy of Cold Atmospheric Plasma-Aerosol (CAP-A) as a standalone treatment for equine wound infections. Methods: A sampling unit of horses aged 5 weeks to 11 years presented with various infected wounds which were treated with CAP-A. Treatment was administered once daily for up to two months; each session consisted of 2 × 3 min nebulization cycles. Following 10 days of treatment, methicillin-resistant Staphylococcus aureus (MRSA) was no longer culturally detectable, and advanced wound healing was observed. Microbiological samples were collected before and after the treatment period, and the antibiotic resistance of pathogens was determined. Photographs were used to document wound progression and healing process. Results: Antibiograms and microbiological examinations identified several multi-resistant bacteria in all horses. CAP-A treatment decreased microbial load of pathogenic flora and removed MRSA without the use of antibiotics. Conclusions: CAP-A therapy demonstrated promising results as a non-pharmacological treatment option for equine wound infections with multi-resistant bacteria such as MRSA and multi-resistant Gram-negative bacteria, achieving both clinical and microbiological improvement. Horses tolerated sessions without any signs of discomfort. Further research should be based on a clinical follow-up as part of a prospective study with a larger sample size and negative control to draw definite conclusions about the efficacy of the treatment.
Homeoffice und psychische Gesundheit: Welchen Einfluss hat das Arbeiten von zu Hause auf das Wohlbefinden von Beschäftigten? (2026)
Schwitzky, Silja
Hintergrund: Mit der zunehmenden Digitalisierung und dem Ausbruch der Covid-19 Pandemie haben sich auch in Deutschland die Anforderungen an die Arbeitswelt geändert. Dabei hat das Arbeiten von zu Hause immer mehr an Bedeutung gewonnen. Mittlerweile hat sich das Homeoffice in vielen Unternehmen als fester Bestandteil der Arbeitskultur etabliert. Mithilfe der vorliegenden Arbeit soll herausgefunden werden, welche Entlastungen und Belastungen das Homeoffice für die Beschäftigten mit sich bringt und inwiefern sich die Vermischung des Berufs- und Privatlebens im Homeoffice auf das Wohlbefinden der Beschäftigten auswirkt. Methodik: Es wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, bei welchem insgesamt sechs persönliche, qualitative, halbstrukturierte Interviews geführt wurden. Es handelt sich um eine nicht-zufällige Gelegenheitsstichprobe, die sich aus Personen zusammensetzt, welche an mindestens einem Tag pro Woche im Homeoffice arbeiten. Nach der Transkription wurden die die Interviews mithilfe der qualitativen Inhaltsanalyse nach Kuckartz & Rädiker (2024) ausgewertet. Es erfolgte die Bildung eines deduktiv-induktiven Kategoriensystems sowie eine Codierung mithilfe des Programms MAXQDA. Ergebnisse: Die Auswertung der Interviews hat gezeigt, dass die Beschäftigten im Homeoffice unter anderem den Wegfall des Arbeitsweges, die erhöhte zeitliche Flexibilität, die vertraute Umgebung und den alltäglichen Komfort als entlastend empfinden. Gleichzeitig wurden der geringe soziale Kontakt zu den Arbeitskollegen, die technische Herausforderungen und die erhöhte Frequenz an digitalen Kommunikationsprozessen als belastend bewertet. Zudem zeigen die Interviews, dass die Vermischung von Berufs- und Privatleben individuell unterschiedlich erlebt wird. Ein Teil Befragten gibt an, in diesem Zusammenhang familiäre und häusliche Ablenkungen als störend wahrzunehmen. Einige Teilnehmer erklärten, dass ihnen im Homeoffice am Ende des Arbeitstages das Abschalten schwerer fallen würde. Diskussion/ Fazit: Die Ergebnisse zeigen, dass sich das Homeoffice überwiegend positiv auf das Wohlbefinden der Befragten auswirkt, jedoch auch einige belastende Faktoren mit sich bringt. Es wird deutlich, dass die Vermischung von Beruf und Privatleben unterschiedlich wahrgenommen wird. Während einige Beschäftigte Probleme beim Abschalten oder durch häusliche Ablenkungen erleben, gelingt anderen die Abgrenzung problemlos. Außerdem zeigt sich, dass auch die Arbeitsausstattung einen Einfluss auf das Wohlbefinden von den Befragten nimmt. Insgesamt hängt das Wohlbefinden im Homeoffice von individuellen Voraussetzungen sowie der Fähigkeit zur Abgrenzung beider Lebensbereiche ab.
Barrierefrei und transparent im Web (2026)
König, Lara Sophie ; Klewer, Jörg
Demenzwegweiser für den Landkreis Zwickau (2026)
Stuckert, Sebastian ; Schulz, Caroline ; Voigt, Anna ; Kunzmann, Jacqueline ; Fastenrath, Daniel ; Miesner, Erik ; Goller, Eileen
In Sachsen leben derzeit rund 104.000 Menschen mit einer festgestellten Demenz. Die Tendenz ist steigend. Der Umgang mit dem Krankheitsbild Demenz ist nicht immer einfach. Oft ist es schwierig, sich auf die mit der Krankheit verbundenen Veränderungen einzustellen. Gerade deshalb ist es wichtig, dass wir uns als Gesellschaft gegenseitig unterstützen und gemeinsam Wege finden, um diese Herausforderungen zu meistern. So können wir einen respektvollen Umgang mit Demenz ermöglichen. Viele Menschen, die an Demenz erkrankt sind, leben in ihrem vertrauten Umfeld, oft allein, mit dem Partner oder mit Angehörigen, und möchten dies auch so lange wie möglich beibehalten. Unterstützung erhalten sie oft aus dem näheren Umfeld. Bei fortschreitender Demenz wird es besonders wichtig, dass die Versorgung der Betroffenen sichergestellt ist und sie entsprechende Angebote nutzen. Der vorliegende „Demenzwegweiser für den Landkreis Zwickau“ bietet Ihnen einen Überblick über zentrale Themen für Menschen mit Demenz sowie Beratungs- und Unterstützungsangebote in Ihrer Nähe.
Analyse der Stakeholder des Studentischen Gesundheitsmanagements der Westsächsischen Hochschule Zwickau (2026)
Heimann, Lion
Einleitung und theoretischer Hintergrund: Studierende sind im Studienalltag vielfältigen Belastungen ausgesetzt, die ihre Gesundheit und Studierfähigkeit beeinflussen können. Vor diesem Hintergrund gewinnen gesundheitsfördernde Strukturen an Bedeutung. An der Westsächsischen Hochschule Zwickau wird ein Studentisches Gesundheitsmanagement im Projekt „live“ umgesetzt, für dessen nachhaltige Entwicklung die Zusammenarbeit verschiedener Stakeholder notwendig ist. Ziel- und Fragestellung: Ziel dieser Arbeit ist die Analyse dieser Stakeholder hinsichtlich ihrer Interessen, Perspektiven, Ressourcen und Einflussmöglichkeiten. Darauf aufbauend werden entsprechend des Stakeholdermanagements Handlungsempfehlungen für den Umgang mit diesen Stakeholdern abgeleitet, um die erfolgreiche Entwicklung des SGM zu unterstützen. Methodik: Die Analyse folgt einem qualitativen Forschungsdesign mit der Durchführung leitfadengestützter Interviews und Fokusgruppendiskussionen. Einbezogen wurden Stakeholder aus verschiedenen Bereichen. Die Auswertung der transkribierten Daten wurde mithilfe der qualitativen Inhaltsanalyse nach Kuckartz durchgeführt. Ergebnisse: Es konnte erhoben werden, dass das SGM von zahlreichen Stakeholdern mit unterschiedlichen Rollen und Ressourcen beeinflusst wird. Dabei wurden Kooperationspotenziale und gemeinsame Interessen im Bereich Gesundheitsförderung sichtbar. Jedoch zeigen sich auch Herausforderungen hinsichtlich begrenzter Ressourcen, struktureller Rahmenbedingungen sowie der Ansprache und Beteiligung der Studierenden. Kommunikation, Vernetzung und Partizipation erweisen sich zudem als zentrale Faktoren für die nachhaltige Etablierung des SGM. Diskussion und Fazit: Die Arbeit verdeutlicht, dass Studierendengesundheit als hochschulweite Querschnittsaufgabe verstanden werden sollte, die eine enge Zusammenarbeit erfordert. Für die langfristige Entwicklung des SGM sind vor allem eine strukturelle Verankerung, ausreichende Ressourcen sowie zielgruppengerechte und effiziente Kommunikations- und Beteiligungsstrategien relevant. Das qualitative Forschungsdesign ermöglichte es, die unterschiedlichen Perspektiven der Stakeholder sichtbar zu machen.
Smarte Systeme in der Gefährdungsbeurteilung: Ein ganzheitlicher Ansatz für den betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutz (2026)
Merkel, Torsten ; Buruck, Gabriele ; Puhl, Alina ; Nausch, Patrick ; Fischer, Sandro ; Gräßler, Max ; Heimann, Lion ; Dietrich, Fabian
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