Gesundheits- und Pflegewissenschaften
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Einleitung & theoretischer Hintergrund: Um die Versorgung von Patienten lückenlos sicherstellen zu können, ist die Verfügbarkeit von Blutspenden ein zentraler gesellschaftlicher und gesundheitspolitischer Baustein. Dabei kann das Blutspendeverhalten und die Motivation zur Blutspende von großer Bedeutung auch für die Zukunft sein.
Ziel – und Fragestellung: Das Ziel ist es daher, durch eine quantitative Befragung von Teilnehmern einer Blutspendeveranstaltung des Deutschen Roten Kreuz herauszufinden, in welcher Hinsicht motivationale Faktoren das Blutspendeverhalten und die Spendenabsicht beeinflussen. Zusätzlich soll untersucht werden, ob das soziale Umfeld der Befragten oder bestimmte Ereignisse Einfluss nehmen können.
Methodik: Das Design der vorliegenden Arbeit folgte einer Querschnittsstudie, deren Daten aus der Perspektive der Teilnehmenden einmalig zu einem bestimmten Zeitpunkt erhoben wurden. Die Erhebung erfolgte mithilfe eines quantitativen Fragebogens, welcher bei 4 Blutspendeveranstaltungen des Deutschen Roten Kreuz eingesetzt wurde. Insgesamt nahmen an der Befragung 222 Personen teil, die sich aktiv dafür entschieden haben Blut zu spenden. Untersucht wurden Zusammenhänge und Gruppenunterschiede zur Spendenmotivation sowie Spendenintention.
Ergebnisse: Die Ergebnisse zeigten keinen signifikanten Unterschiede für Personen mit eigener Transfusionserfahrung sowie für Personen im sozialen Umfeld im Kontext der Motivationsformen Introjektion und Identifikation. Hingegen konnte ein signifikanter Unterschied (p = 0,026) zwischen den Altersgruppen bezüglich der Spendenintention erfasst werden. Ein Zusammenhang konnte für die intrinsische Regulation hinsichtlich der Spendenhäufigkeit (r = 0,373) festgestellt werden. Des Weiteren wiesen alle Motivationsformen bis auf die externe Regulation einen signifikanten Zusammenhang zur Spendenintention auf.
Diskussion: Die Ergebnisse zeigten grundlegend, dass insbesondere stärker selbstbestimmte Motivationsformen einen signifikanten Zusammenhang aufweisen. Zudem legten sie nahe, dass Ereignisse, die auf das Thema der Blutspende aufmerksam machen könnten, keinen bedeutsamen Einfluss nehmen und die Motivation selbstbestimmt ist.
Hintergrund: Flexible Arbeitszeitmodelle gewinnen angesichts des demografischen Wandels, des Fachkräftemangels und veränderter Erwartungen an die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben zunehmend an Bedeutung. Teilzeitarbeit stellt dabei für viele
Beschäftigte ein relevantes Arbeitszeitmodell dar und zugleich auch neue Anforderungen an Organisationen.
Ziel: Ziel der vorliegenden Bachelorarbeit ist es, die Gründe für die Entscheidung von Mitarbeitenden der IHK Chemnitz für eine Teilzeittätigkeit zu untersuchen sowie arbeitsbezogene Erfahrungen und organisationale Rahmenbedingungen zu analysieren.
Darauf aufbauend sollen Handlungsempfehlungen für die IHK Chemnitz abgeleitet werden.
Methode: Es wurde eine qualitative Untersuchung durchgeführt. Die Datenerhebung erfolgte mittels sechs leitfadengestützter Interviews mit Teilzeitbeschäftigten der IHK Chemnitz. Die Auswahl der Interviewpartner erfolgte gezielt aus dem Kreis der
Beschäftigten mit Teilzeittätigkeit. Die Auswertung der erhobenen Daten orientierte sich an der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring.
Ergebnisse: Die Ergebnisse zeigen, dass Teilzeitarbeit vor allem durch individuelle Lebenslagen beeinflusst wird. Zentrale Motive sind familiäre Verpflichtungen, gesundheitliche Aspekte, der Wunsch nach einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben sowie das Bedürfnis nach mehr Lebensqualität und zeitlicher Flexibilität. Gleichzeitig wurden Herausforderungen sichtbar, darunter bürokratische Hürden, eingeschätzte Nachteile bei Karrierechancen, Einschränkungen in der Kommunikation sowie Phasen erhöhter Arbeitsbelastung.
Schlussfolgerung: Teilzeitarbeit ist nicht nur eine Reduzierung von Arbeitszeit, sondern Ausdruck veränderter individueller Bedürfnisse und moderner Arbeitsanforderungen. Für Arbeitgeber ergibt sich daraus die Aufgabe, flexible Rahmenbedingungen zu schaffen, Teilzeitbeschäftigte fair einzubinden und Entwicklungsmöglichkeiten unabhängig vom Stundenumfang zu fördern. Teilzeitarbeit kann damit einen wichtigen Beitrag zur Mitarbeiterzufriedenheit und Arbeitgeberattraktivität leisten.
Frühkindliche Entwicklungsauffälligkeiten können den Übergang in die Schule beeinträchtigen und sind für Früherkennung und Prävention im Öffentlichen Gesundheitsdienst von besonderer Bedeutung. Vor diesem Hintergrund untersucht die vorliegende Arbeit, welche individuellen und strukturellen Merkmale zum Zeitpunkt der Kindergarten-Reihenuntersuchung (KiTa-U) im Hinblick auf eine spätere Entwicklungsauffälligkeit bei der Schulaufnahmeuntersuchung (SchAU) relevant sind. Untersucht wird, ob sich frühe Befunde, Kontextmerkmale und Merkmale des Vorsorgeverhaltens als Prädiktoren späterer Auffälligkeiten erweisen.
Methodisch wurde eine retrospektive Längsschnittanalyse auf Basis verknüpfter Routinedaten des Kinder- und Jugendärztlichen Dienstes des Landkreises Zwickau durchgeführt. In die Analyse gingen Daten von 8.972 Kindern ein, deren Ergebnisse aus der KiTa-U der Jahre 2015 bis 2021 mit den Befunden der SchAU aus den Jahren 2017 bis 2023 verknüpft wurden. Geprüft wurden sechs Hypothesen mittels multivariater binär-logistischer Regressionen in fünf Entwicklungsbereichen: Sehen, Hören, Sprache, Feinmotorik und Grobmotorik.
Die Ergebnisse zeigen, dass ein auffälliger Vorbefund in derselben Entwicklungsdomäne in allen fünf Modellen die stärkste Assoziation mit einer späteren Auffälligkeit aufwies. Die adjustierten Odds Ratios lagen zwischen 2,732 (Grobmotorik) und 8,709 (Sehen). Der hohe Effekt im Bereich Sehen ist aufgrund einer eingeschränkten Modellanpassung des adjustierten Modells vorsichtig zu interpretieren. Darüber hinaus zeigten sich domänenübergreifende Zusammenhänge zwischen mehreren Entwicklungsbereichen. Ein unvollständiges oder nicht vorgelegtes Vorsorgeheft war in den Bereichen Sehen, Sprache und Feinmotorik mit erhöhten Wahrscheinlichkeiten für Auffälligkeiten assoziiert (aOR = 1,207 bis 1,415). Für den Förderstatus ergaben sich überwiegend positive Zusammenhänge mit späteren Auffälligkeiten, während pandemiebezogene Kohorteneffekte kein konsistentes Muster über alle Domänen hinweg zeigten.
Die Befunde deuten darauf hin, dass die KiTa-U ein relevanter Zeitpunkt für die frühe Identifikation erhöhter Entwicklungsrisiken sein kann. Aufgrund des Studiendesigns erlauben die Analysen jedoch keine kausalen Schlussfolgerungen. Die Arbeit ist zudem nicht als formal validiertes Prognosemodell zu verstehen, sondern primär als längsschnittliche Analyse von Zusammenhängen. Die Aussagekraft der Ergebnisse wird zudem durch die fehlende direkte Erfassung des sozioökonomischen Status und die regionale Beschränkung auf den Landkreis Zwickau begrenzt. Insbesondere strukturelle und kohortenbezogene Befunde sollten daher nur mit Zurückhaltung interpretiert werden.
Hintergrund: Pflegekräfte in der stationären Altenpflege sind im Arbeitsalltag erheblichen psychischen Belastungen ausgesetzt. Der Umgang mit herausforderndem Verhalten von Bewohnern stellt dabei eine zentrale Belastungsquelle dar.
Ziel: Ziel dieser Arbeit war die systematische Erfassung psychischer Belastungen von Pflegekräften im Umgang mit herausforderndem Verhalten sowie der damit verbundenen Ursachen, Auswirkungen und Unterstützungsbedarfe.
Methodik: Die Untersuchung folgte einem Mixed-Methods-Design mit explorativen, halbstrukturierten Interviews (n = 5) und einer standardisierten Paper-Pencil-Befragung (n = 36). Die Daten wurden qualitativ inhaltsanalytisch und quantitativ deskriptiv ausgewertet.
Ergebnisse: Als besonders belastend wurden kontinuierlich auftretende Verhaltensweisen wie Unruhe, fehlende Kooperationsbereitschaft und Weglauftendenzen beschrieben. Zentrale Ursachen waren demenzielle Veränderungen sowie strukturelle Rahmenbedingungen wie Zeitdruck und Personalmangel. Die Belastungen äußerten sich insbesondere in emotionaler Erschöpfung und körperlichen Beschwerden.
Fazit: Herausforderndes Verhalten stellt eine relevante und dauerhafte Belastung im Pflegealltag dar und verdeutlicht den Bedarf an strukturellen Entlastungsmaßnahmen sowie gezielten Unterstützungsangeboten für Pflegekräfte.
Introduction: The digital transformation in healthcare requires future professionals to have solid digital skills. Despite the global relevance of digital skills, little is known about how these skills differ in countries with different healthcare and education systems. This study compares the self-assessed digital skills of two institutional samples of healthcare and nursing students in Germany and India using the DigKomp 2.2 questionnaire and examines the correlation between perceived competence and the strategies reported for searching for information.
Methods: An online cross-sectional survey was conducted in April and May 2025 among 49 students in Germany and 256 students in India. Digital competences were assessed using the DigKomp 2.2 questionnaire, which covers all five dimensions of the DigComp framework. An open-ended question was used to record the students’ strategies for searching for reliable information on the internet. The quantitative data were analyzed using the Kolmogorov–Smirnov test, the Levene test, and the t-test for two independent samples.
Results: Both cohorts showed acceptable to high internal consistency across all DigKomp 2.2 dimensions. Students in the German cohort reported higher competencies in data processing and evaluation and communication/collaboration, while students from the Indian cohort scored higher in digital content creation, security and problem solving. The exploratory bivariate analysis between the Indian and German samples revealed significant differences in 7 out of 15 items, specifically within the dimensions of digital content creation (3/3 items), Security (2/3 items), data processing & evaluation (1/3 items), and problem solving (1/4 items), whereas no significant differences were found in communication/cooperation (0/2 items). Qualitative responses revealed structured and academically oriented search strategies among German cohort. Indian responses showed greater heterogeneity.
Discussion: Digital competence development varies substantially between the two institutional samples, reflecting differences in educational structures, access to digital technologies and national digitalization trajectories. While German students demonstrate strong academically grounded competencies, Indian students exhibit strengths in practical and applied digital competence. These findings underscore the need for context-sensitive digital education strategies that combine structured research competencies with practical digital literacy to prepare students for increasingly digitalized healthcare environments in both countries.
Digitales Employer Branding: Die Wirkung von Kununu und Co. auf Bewerbende Eine quantitative Studie.
(2026)
Einleitung und theoretischer Hintergrund
Die Arbeit untersucht den Einfluss digitaler Arbeitgeberbewertungsplattformen wie Kununu und Glassdoor auf Bewerbungsentscheidungen von Studierenden. Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels gewinnen Employer Branding und Arbeitgeberattraktivität an Bedeutung. Studien zeigen, dass negative Bewertungen das Image und die Bewerbungsintention besonders stark beeinflussen.
Ziel- und Fragestellung
Untersucht werden Nutzung, Relevanz und Einfluss von Arbeitgeberbewertungen bei Studierenden der WHZ Zwickau sowie mögliche generationale und regionale Unterschiede. Die Forschungsfragen umfassten: Welche Bewertungsformen sind aussagekräftig? Welchen Einfluss haben sie auf Bewerbungsentscheidungen? Gibt es generationale oder regionale Unterschiede?
Methodik
Es wurde eine quantitative Online-Befragung mit n = 125 Studierenden durchgeführt. Neben deskriptiven Analysen kamen Chi-Quadrat-Tests zum Einsatz. Analysiert wurden Nutzung, Einfluss und Bewertung von Sternebewertungen und Textkommentaren sowie regionale Präferenzen.
Ergebnisse
84 % kennen Arbeitgeberbewertungsplattformen, 67 % nutzen sie. Bei der letzten Bewerbung spielten sie für 32 % eine Rolle und beeinflussten 31 % bei der Entscheidung. Textkommentare von Mitarbeitenden wurden am hilfreichsten bewertet (MW 4,32), gefolgt von Kommentaren von Bewerbenden (MW 3,45) und Sternebewertungen (MW 3,21). Ein signifikanter Zusammenhang zeigte sich zwischen Alter und der Bewertung von Textkommentaren. Regional werden insbesondere Leipzig, Chemnitz und Dresden als relevant wahrgenommen.
Diskussion und Schlussfolgerung
Bewertungen dienen primär der Absicherung und sind selten allein entscheidend. Textkommentare gelten als besonders authentisch. Regionale KMU sollten ihre digitale Sichtbarkeit stärken. Limitationen bestehen in Stichprobengröße und Querschnittdesign. Zukünftige Forschung sollte breitere Stichproben und experimentelle Designs einbeziehen.
Einleitung/Zielstellung: Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und der zunehmenden Digitalisierung gewinnen Internetauftritte von Pflegeanbietern als Informations- und Kommunikationsinstrument zunehmend an Bedeutung. Ziel der Arbeit war es, die Webseiten ambulanter und stationärer Pflegeanbieter in Leipzig zu analysieren und hinsichtlich rechtlicher, struktureller, inhaltlicher und funktionaler Kriterien zu bewerten, um bestehende Defizite und Optimierungspotenziale aufzuzeigen.
Methodik: Die Untersuchung erfolgte als quantitative Querschnittsanalyse auf Basis einer standardisierten Checkliste mit zehn Themenbereichen und 71 Items. Analysiert wurden die Internetauftritte von 178 Pflegeanbietern. Die Auswertung erfolgte mittels deskriptiver Statistik sowie nichtparametrischer Testverfahren (SPSS, α = 0,05).
Ergebnisse: Rechtliche Mindestanforderungen wie Impressum und Datenschutzerklärung werden überwiegend erfüllt. Deutliche Defizite bestehen jedoch bei der inhaltlichen Transparenz und Nutzerorientierung der Webseiten. Angaben zu Kosten, Personalqualifizierung und Weiterbildungsangeboten sind selten vorhanden. Barrierefreie Gestaltungselemente wie Inhalte in leichter Sprache, anpassbare Schriftgrößen oder Vorlesefunktionen werden nur vereinzelt angeboten. Insgesamt nutzen die Anbieter die Möglichkeiten interaktiver und nutzerorientierter Onlinekommunikation nur eingeschränkt. Im Gruppenvergleich erzielten stationärer und nichtgewinnorientierte Pflegeanbieter sowie Pflegeanbieter mit einer Webpräsenz auf Trägerseiten insgesamt höhere Bewertungs-werte als ambulante, private Anbieter mit eigenständigen Webseiten. Keine der unter-suchten Webseiten erreichte eine gute oder sehr gute Gesamtbewertung, der Durch-schnitt lag bei der Note 3,7.
Diskussion/Schlussfolgerungen: Zusammenfassend zeigt sich, dass Pflegeanbieter in Leipzig zwar nahezu flächendeckend digital präsent sind, ihre Internetauftritte jedoch häufig nicht den Anforderungen an Transparenz, Barrierefreiheit und Nutzerfreundlichkeit entsprechen. Insbesondere vor dem Hintergrund steigender Informationsbedarfe von Pflegebedürftigen und Angehörigen besteht ein erheblicher Entwicklungsbedarf. Zukünftige Studien sollten empirische Nutzeranalysen einbeziehen, die reale Informationsbedürfnisse, Nutzungsmuster und Prioritäten erfassen.
Heart failure with preserved ejection fraction (HFpEF) remains challenging to diagnose due to the complexity of diastolic function assessment during stress echocardiography, where multiple hemodynamic parameters must be evaluated under time pressure. Explainable artificial intelligence, specifically rule-based Clinical Decision Support Systems (CDSS), offers promising improvements in reproducibility and interpretability.
Methods: A rule-based CDSS was developed and clinically validated to automate left ventricular diastolic function assessment during semi-supine bicycle stress echocardiography. A prospective cohort of 134 patients (mean age 61.3 ± 8.7 years) with exertional dyspnea and preserved left ventricular ejection fraction (LVEF >50%) was enrolled, excluding individuals with significant valvular pathologies, arrhythmias, or unstable ischemia. Echocardiographic and Doppler data were collected using Toshiba Aplio500 and Esaote MyLabSIGMA systems. The algorithm incorporated manual input of measurements, computed derived indices (e.g., diastolic reserve index, myocardial stiffness, vascular resistance), and applied rule-based logic in accordance with ASE/EACVI (2016/2022) guidelines and the ESC HFpEF consensus.
Results: The CDSS generated diagnostic conclusions within 3 min per case, matching expert assessments in 93% of cases and correctly identifying stress-induced diastolic dysfunction in 85%. It demonstrated high diagnostic agreement (ICC &gt; 0.94) and discrimination (AUC = 0.92). Rule-based outputs, such as “Impaired diastolic reserve” or “Right ventricular dysfunction under load,” were based on combinations of parameters (e.g., E/e′ > 15, Δe′ ≤ 0, TAPSE < 17 mm, PCWR > 12 mmHg).
Conclusion: The explainable, guideline-compliant CDSS enables real-time, transparent analysis of diastolic function, supporting improved diagnostic consistency and augmented physician decision-making in cardiovascular care.
The number of people in Germany requiring care has risen steadily, increasing the importance of informal care. This form of care is often associated with considerable psychological and physical strain. The aim of this study is to systematically categorize and qualitatively analyze the free-text responses from a survey on home care using an artificial intelligence-based approach in order to identify key challenges and support needs in home care from the perspective of informal caregivers and non-caregiving relatives. The study used data from a 2019 survey on home care in Saxony. Free-text responses were categorized and analyzed using GPT-4 Turbo within a hybrid human-AI workflow. All AI outputs were subsequently validated and corrected by researchers. Respondents reported substantial financial burdens for both care recipients and informal caregivers. They also highlighted structural barriers to accessing services and insufficient support from the care system. Improving home care requires structural measures, including the expansion of low-threshold counseling services, more flexible leave regulations, stronger financial security for informal caregivers, and the sustainable strengthening of care infrastructures. Given an AI error rate of 36.45%, the study emphasizes the need for human post-processing to ensure analytical accuracy.
Background: Following the current gold standard, autologous cancellous bone is used as part of alveolar cleft osteoplasty. To fill the bone defects, autologous bone material is harvested from the iliac crest using manual tools such as shepard chisels or trephine drills. The bone augmentations obtained in this way have a simple geometry, usually cylinders, and must then be manually adapted to the defect to be filled by the surgeon using surgical forceps and scissors. There are no established routines for the manufacturing of patient-specific, cost-effective surgical cutting guides. However, the accuracy of fit of the augmentations plays an important role in the healing process.
Methods: This paper focuses on a concept for the creation of necessary sequenced incision geometries based on 3D X-ray data of alveolar cleft defects.
Results: As a result, a procedure is to be developed for the preoperative design of individualised surgical cutting guides based on image data. We described a workflow to segment the cleft defect using reverse engineering from Cone-beam computed tomography (CBCT) data. The data was further processed and a keyhole contour was created. A stamping guide and a cutting guide were then derived. The stamping guides were scaled 5, 10 and 15% larger than the defect. In addition, two half-shells were produced, which will be used to investigate the clamping forces and the biological consequences in a follow-up study.
Conclusions: This article presents a developed routine for creating patient-specific templates and demonstrates its feasibility.
Einleitung:
Psychische Belastungen gelten als relevante Einflussfaktoren für Motivation, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit im Ausbildungs- und Berufsalltag sozialer Berufe. Insbesondere Auszubildende stehen in einer sensiblen Entwicklungsphase, in der schulische
Anforderungen, Prüfungsdruck sowie emotionale Beanspruchung zusammenwirken können.
Zielstellung:
Ziel dieser Bachelorarbeit war es, den Zusammenhang zwischen subjektiv wahrgenommener psychischer Belastung/Erschöpfung und der selbsteingeschätzten Ausbildungsleistung bei Auszubildenden in sozialen Berufen zu untersuchen. Darüber hinaus wurde geprüft, ob Unterschiede zwischen den Ausbildungsrichtungen Krankenpflegehilfe und Erzieherausbildung sowie zwischen dem ersten und zweiten Ausbildungsjahr bestehen.
Methodik:
Die Untersuchung wurde als quantitative, empirische Querschnittsstudie durchgeführt. Die Datenerhebung erfolgte mithilfe eines standardisierten Fragebogens an einem privaten Bildungszentrum. Insgesamt nahmen N = 64 Auszubildende teil. Analysiert wurden Zusammenhänge zwischen Belastungsintensität, Erschöpfungshäufigkeit, Motivation, Stressbewältigung und Ausbildungsleistung sowie Gruppenunterschiede nachAusbildungsrichtung und Ausbildungsjahr.
Ergebnisse:
Die Ergebnisse zeigen, dass eine höhere psychische Belastung signifikant mit geringerer Motivation (r = −0,47; p < .001) sowie mit einer niedrigeren selbsteingeschätzten Ausbildungsleistung (r = −0,30; p = .015) zusammenhängt. Stressbewältigung erwies sich als protektiver Faktor und stand signifikant negativ mit Erschöpfungshäufigkeit (r = −0,36; p = .003) sowie signifikant positiv mit der Ausbildungsleistung in Zusammenhang (r = 0,38; p = .002); Unterschiede zeigten sich insbesondere zwischen den Ausbildungsrichtungen hinsichtlich der Belastungsintensität, während zwischen den Ausbildungsjahren kein signifikanter Unterschied
festgestellt wurde.
Diskussion:
Insgesamt deuten die Ergebnisse darauf hin, dass psychische Belastungen im Ausbildungskontext mit motivationalen Einschränkungen und teilweise auch mit einer verminderten Ausbildungsleistung verbunden sind. Gleichzeitig kann Stressbewältigung als schützender Faktor wirken. Daraus ergibt sich die praktische Relevanz, frühzeitig Unterstützungsangebote und Maßnahmen zur Förderung von Stressmanagement in der Ausbildung zu etablieren.
Systemischer Lupus erythematodes ist eine Autoimmunkrankheit aus dem Formenkreis der rheumatisch- entzündlichen Erkrankungen. Doch sie ist weit mehr als „nur“ Gelenkschmerzen und Bewegungseinschränkungen. Lupus kann jedes Organ, jedes Gewebe, jede Zelle im Körper befallen und hat sehr vielfältige Ausprägungen. Oft gehen diese daraus entstehenden Einschränkungen weit über das körperliche hinaus, sie existieren ebenso in allen anderen Bereichen wie z. B. berufliches oder soziales Umfeld. Ziel dieser Arbeit war es, das Unsichtbare sichtbar zu machen, einen Überblick über verschiedene Geschichten Betroffener und deren Belastungen zu geben und herauszufinden, was denjenigen trotz chronischer Krankheit hilft, widerstandsfähig zu bleiben und ihre Belastungen zu bewältigen.
Dafür wurde eine qualitative Methode via Interviews mit Betroffenen ausgewählt, die entweder per Chat oder größtenteils face-to-face mittels halbstrukturierten Interviewleitfadens abgehalten wurden. Es wurden sechs Interviews durchgeführt. Fünf Teilnehmer hierfür kamen aus der Selbsthilfegruppe in Chemnitz, die dem deutschlandweiten Lupus erythematodes Selbsthilfevereins angehören und eine Betroffene aus einem Lupus- Selbsthilfeforum. Ausgewertet wurde dann zunächst induktiv, später noch einmal deduktiv mit Hilfe von MAXQDA und dem Bilden eines Kategoriensystems nach Mayring.
Deutlich wurde, dass trotz verschiedener Leidensgeschichten es einige Parallelen unter den Befragten gibt: Betroffene kämpfen nicht nur gegen vielfältige, mitunter schwer ausgeprägte Symptome und deren Auswirkungen, sondern auch gegen Diskriminierung und Benachteiligung in anderen Bereichen wie im Beruf oder im Freundes- und Familienkreis. Ebenso haben alle einen längeren Diagnoseweg hinter sich bringen müssen, teilweise mit schweren Folgeschäden. Oft begründen die Betroffenen es selbst mit der Unsichtbarkeit der Krankheit und dem Nichtwissen und Nichtkennen der Mitmenschen. Dies zieht eine geringe Nachvollziehbarkeit und wenig Verständnis nach sich. Ebenso kann ein berufliches oder soziales Umfeld, das auf die speziellen Bedürfnisse der Erkrankten abgestimmt und aufgeklärt ist, eine wichtige Ressource bei der Krankheitsbewältigung bilden. Am sozialen Leben teilhaben zu können, sei es beruflich oder privat oder auch nur eingeschränkt, ist ein sehr wichtiger Faktor bei der Bewältigung der vielen verschiedenen Herausforderungen, die diese Krankheit mit sich bringt.
Dafür einen eigenen, individuellen Weg zu finden, stärkt das Gefühl der Selbstwirksamkeit und hilft gegen die Gefühle der Hoffnungslosigkeit und des Kontrollverlustes, die diese Erkrankung mit sich bringen kann. Durch Sensibilisierung nach außen (das Umfeld) und Schulungen nach innen (die eignen Stärken und Schwächen kennen und seine eigenen Ressourcen gezielt einsetzen können), kann trotz immer wieder auftretender Rückschläge eine bessere Lebensqualität erzielt werden.
Deeskalationsmanagement - Anforderungen an ein Weiterbildungskonzept in der Klinikum Chemnitz gGmbH
(2026)
Einleitung und Theoretischer Hintergrund:
Verbale und körperliche Gewalthandlungen von Patienten und Besuchern gegenüber dem Pflegefachpersonal haben zugenommen. Die daraus resultierenden psychischen und körperlichen Belastungen führen zu einem erhöhten Krankenstand, Fluktuation und einer sinkenden Arbeitszufriedenheit. Arbeitgeber sind gemäß Arbeitsschutzgesetz verpflichtet, ihre Beschäftigten durch geeignete Präventionsmaßnahmen vor Übergriffen zu schützen. Eine Maßnahme ist die Implementierung einer
Deeskalationsweiterbildung.
Ziel- und Fragestellung:
Ziel der Untersuchung ist es, zentrale Anforderungen an ein Weiterbildungskonzept im Bereich Deeskalation zu identifizieren, welches Pflegefachkräfte auf den professionellen Umgang mit herausfordernden Situationen vorbereitet. Es sollen Inhalte,
Methoden und Rahmenbedingungen ermittelt werden, um Deeskalationskompetenzen nachhaltig zu fördern und das Konzept in die Abläufe und Strukturen des Klinikums zu integrieren.
Methodik:
Im Rahmen einer qualitativen Untersuchung wurden acht leitfadengestützte Interviews mit vier Pflegefachkräften und vier internen Stakeholdern der Klinikum Chemnitz gGmbH durchgeführt. Die Auswertung erfolgte mithilfe der strukturierenden Inhaltsanalyse
nach Mayring.
Ergebnisse:
Zentrale Anforderungen an das Weiterbildungskonzept sind praxisnahe, regelmäßig stattfindende Schulungen, welche an den jeweiligen Fachbereich angepasst sind. Die Weiterbildung muss theoretische Grundlagen und praxisnahe Übungen enthalten.
Wichtige Inhalte sind Kommunikations-, Deeskalations- und Abwehrtechniken, gesetzliche Rahmenbedingungen, interne Strukturen wie z.B. Meldewege und Unterstützungsangebote, sowie individuelle Bewältigungsstrategien. Ziel ist es, die Handlungssicherheit, Resilienz und Reflexionsfähigkeit der Teilnehmenden zu stärken. Eine notwenige Rahmenbedingung ist die Etablierung eines strukturierten Deeskalationsmanagements.
Diskussion und Fazit:
Für eine wirksame Gewaltprävention sollte die Deeskalationsweiterbildung Teil eines strukturierten Deeskalationsmanagements sein.
Regelmäßige Evaluation und Anpassung der Maßnahmen und Strukturen sind notwendig, um ihre Wirksamkeit sicherzustellen. Die Ergebnisse bieten praktische Implikationen für die Gestaltung und Umsetzung eines Deeskalationsweiterbildungskonzepts in der Klinikum Chemnitz gGmbH.
Zusammenfassung
Einleitung & theoretischer Hintergrund: Kritische Ereignisse gehören zum Pflegealltag und können starke Second-Victim-Belastungen auslösen. Psychologische Sicherheit, das Vertrauen, offen über Belastungen sprechen zu können, gilt dabei als möglicher hilfreicher Faktor für den Umgang mit solchen Ereignissen. Da Pflegesettings unterschiedlich strukturiert sind, können die Verarbeitung von Second-Victim-Erfahrungen und die wahrgenommene psychologische Sicherheit variieren.
Zielstellung, Forschungsfrage & Hypothesen: Untersucht wurde, wie psychologische Sicherheit im Team die Verarbeitung von Second-Victim-Erfahrungen bei Pflegekräften beeinflusst und ob sich dieser Zusammenhang zwischen ambulanter Pflege, stationärer Langzeitpflege und stationärer Akutpflege unterscheidet. Es wurde ein positiver Einfluss psychologischer Sicherheit sowie mögliche settingabhängige Unterschiede erwartet.
Methodik & Stichprobe: Die Untersuchung wurde als quantitative Online-Querschnittbefragung durchgeführt. Psychologische Sicherheit wurde mit dem PsySafety-Check und das Second-Victim-Phänomen mit ausgewählten Items des SeViD-Fragebogens erfasst. Insgesamt nahmen 48 Pflegekräfte aus drei Settings teil. Die Auswertung erfolgte deskriptiv sowie inferenzstatistisch.
Ergebnisse: Es zeigte sich ein signifikanter negativer Zusammenhang zwischen psychologischer Sicherheit und der Verarbeitung von Second-Victim-Erfahrungen. Höhere psychologische Sicherheit ging mit geringeren Reaktionen (r = -0,391; p = 0,009), kürzerer Erholungsdauer (r = -0,426; p = 0,004) und geringerer fortbestehender Belastung (r = -0,466;p = 0,002) einher. Zwischen den Pflegesettings bestanden keine signifikanten Unterschiede.
Setting-spezifisch trat der Zusammenhang jedoch ausschließlich in der stationären Akutpflege signifikant auf.
Diskussion: Die Ergebnisse bestätigen, dass höhere psychologische Sicherheit mit einer besseren Verarbeitung von Second-Victim-Erfahrungen verbunden ist. Besonders in der stationären Akutpflege wirkt psychologische Sicherheit deutlich entlastend, während in der ambulanten und stationären Langzeitpflege kaum Zusammenhänge erkennbar waren. Damit bestätigt die Untersuchung den grundlegenden Einfluss eines unterstützenden Teamklimas, weist aber gleichzeitig auf settingabhängige Unterschiede in dessen Wirksamkeit hin.
In modernen Produktionsumgebungen verlaufen Veränderungsprozesse immer schneller, während operative Mitarbeitende aufgrund von Schichtarbeit, eng getakteten Abläufen und eingeschränkten Kommunikationswegen oft nur begrenzt eingebunden werden können. Gleichzeitig steigt die Bedeutung von Gesundheit als Voraussetzung für Leistungsfähigkeit und Veränderungsbereitschaft. Die Arbeit untersucht daher, wie operative Mitarbeitende im Werk Beiersdorf Manufacturing Leipzig GmbH (BML) in Gesundheits- und Veränderungsprozesse einbezogen werden können und welche Rahmenbedingungen ihre Beteiligung fördern oder erschweren. Zur Beantwortung dieser Fragestellung wurde ein qualitatives Forschungsdesign umgesetzt. Dafür wurden sieben leitfadengestützte Interviews mit operativen Mitarbeitenden erhoben und nach Kuckartz (2024) inhaltlich ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass Gesundheitsangebote grundsätzlich auf Interesse stoßen, ihre Nutzung jedoch häufig durch den Arbeitsaufwand im Schichtbetrieb begrenzt wird. Informationen erreichen die Beschäftigten unterschiedlich gut. Meist sind digitale Kanäle im laufenden Betrieb nur eingeschränkt nutzbar, während die persönliche Weitergabe stark von Bereich und Teamleitung abhängig ist. Deutlich wird, dass Beteiligung vor allem dort gelingt, wo Informationen frühzeitig, klar und alltagsnah vermittelt werden und wo Rückmeldungen der Mitarbeitenden sichtbar berücksichtigt werden.
Die Untersuchung zeigt deutlich, dass Gesundheit, Kommunikation und Beteiligung im Produktionsumfeld eng miteinander verbunden sind. Die Ergebnisse unterstreichen den Bedarf, Kommunikationswege verlässlicher zu gestalten, niedrigschwellige Gesundheitsangebote stärker an den Arbeitsalltag anzubinden und operative Mitarbeitende konsequenter in die Weiterentwicklung einzubeziehen, um künftige Veränderungsprozesse wirkungsvoll zu unterstützen.
Hintergrund/Zielstellung: Psychische Gewalt am Arbeitsplatz stellt eine zunehmende Herausforderung dar. Besonders im patientenzentrierten Gesundheitswesen sind Beschäftigte häufig psychischer Gewalt durch betriebsfremde Personen, wie Patient:innen oder deren Angehörige, ausgesetzt. Ziel dieser Analyse ist es, die Auftretenshäufigkeit solcher Gewalterfahrungen und deren Zusammenhänge mit der Gesundheit der Betroffenen zu untersuchen sowie betriebliche Präventionsmaßnahmen zu erfassen.
Methodik: Die Analyse basiert auf Daten der deutschlandweit, repräsentativen Studie zu Mobbing in der Arbeitswelt, die mittels quantitativer Telefoninterviews (August 2023 - Januar 2024) erhoben wurden. Die Auftretenshäufigkeit und Präventionsmaßnahmen wurden deskriptiv bestimmt, während Subgruppenunterschiede und gesundheitliche Beeinträchtigungen mittels binär logistischer Regressionsanalysen untersucht wurden.
Ergebnisse: Von 547 Beschäftigten im Gesundheitswesen berichteten 16,5 % psychische Gewalt in den letzten sechs Monaten erfahren zu haben. Zudem gibt es
Hinweise darauf, dass jüngere Beschäftigte, Personen mit geringer Berufserfahrung sowie bestimmte Berufsgruppen (z. B. Pflegekräfte) ein höheres Risiko für psychische Gewalterfahrungen aufweisen. Bezüglich der Gesundheit der Betroffenen waren wiederholte Gewaltereignisse signifikant mit Depressionen, Angst, Stress und einem schlechteren Gesundheitszustand assoziiert, jedoch
nicht mit den Arbeitsunfähigkeitstagen. Seltenere Gewaltereignissen zeigten keine signifikanten Zusammenhänge. Hinsichtlich der betrieblichen Präventionsmaßnahmen ist die Kommunikation über Gewaltereignisse weitgehend etabliert, während Schulungen und Weiterbildungen deutlich seltener angeboten werden.
Diskussion/Schlussfolgerung: Die Ergebnisse unterstreichen die hohe Relevanz
psychischer Gewalt im Gesundheitswesen, die sowohl die Gesundheit der Beschäftigten als auch die Qualität der Patientenversorgung beeinträchtigen kann. Dies macht umfassende Präventionskonzepte in Einrichtungen des Gesundheitswesens dringend erforderlich. Weitere Forschung zu besonders vulnerablen Gruppen sowie zur Wirksamkeit von Interventionen ist notwendig, um diese Konzepte gezielt anpassen zu können.
Background: The use of generative AI, as represented by ChatGPT, holds promising potential for nursing education. This manifests itself in various areas, including personalized learning, simulation training and teaching process support. However, its integration requires careful consideration of ethical implications, adaptation of curricula and a high level of digital competence on the part of teachers. Only in this way can potential risks, such as the distortion of knowledge, bias and educational inequalities, be avoided.
Methods: Relevant publications were identified between 2019 and 2025 as part of a comprehensive literature search in the specialist databases PubMed, Embase, CINAHL and Scopus. The search was conducted using combined search terms that included the terms “generative AI”, “ChatGPT” and “nursing”. After removing duplicates and screening (PRISMA-guided), 140 full texts were analysed and divided into two publications. This rapid overview focuses on the topic of generative AI in nursing education.
Results: As part of the analysis of the included studies, five thematic areas were identified, which were divided into the categories of nursing education, competence development and nursing skills, implementation possibilities, examination quality and ethical considerations, and evaluated. A key theme is the dual potential of this technology: it can enrich learning through features such as virtual tutors and improved exam preparation, but it also requires critical consideration of ethical issues such as plagiarism, data bias and the need for human oversight.
Outlook: In this context, the conclusion emphasises the urgent need to adapt curricula and provide targeted further training for teachers so that GenAI can be used responsibly and effectively—rather than, as is often the case at present, by banning it altogether.
Die Digitalisierung verändert die Pflegebildung grundlegend und erfordert neue didaktische Konzepte zur Förderung digitaler Kompetenzen von Lehrenden. Das vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) beauftragte Projekt „Digitalisierung: Fortbildungsinhalte und partizipative Organisationsentwicklung für schulisches und betriebliches Bildungspersonal in der Pflege“ zielte darauf ab, berufliches Bildungspersonal in Pflegebildungseinrichtungen bei der Anbahnung digitaler Kompetenzen systematisch zu unterstützen. Das vorliegende Modulhandbuch bietet ein theoriebasiertes und praxiserprobtes Fortbildungskonzept für Lehrende
und Praxisanleitende in der Pflege. Basierend auf dem DigComp 2.2 Framework und aktuellen pflegepädagogischen Ansätzen wurden drei Module entwickelt, die digitale Kompetenzen strukturiert und praxisnah vermitteln. Die Module fördern die Reflexion über digitale Technologien, unterstützen die didaktische Integration digitaler Tools und stärken die professionelle Rolle Lehrender in einer digitalisierten Bildungswelt. Das Handbuch richtet sich an Bildungseinrichtungen, die eine nachhaltige und partizipative Entwicklung digitaler Lehrkompetenzen anstreben.
Das vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) beauftragte Projekt „Digitalisierung: Fortbildungsinhalte und partizipative Organisationsentwicklung für schulisches und betriebliches Bildungspersonal in der Pflege (DigiK-Part)“ zielte darauf ab, berufliches Bildungspersonal in Pflegebildungseinrichtungen bei der Anbahnung digitaler Kompetenzen systematisch zu unterstützen. Dazu wurde ein modularisiertes Fort- und Weiterbildungskonzept mit praxisnahen Lernszenarien entwickelt und erprobt. Die Module orientieren sich am DigCompEdu sowie DigComp 2.2 Framework der Europäischen Union und wurden gezielt an die Anforderungen pflegepädagogischer Kontexte angepasst. In Kooperation mit Pflegeschulen wurde das Konzept partizipativ umgesetzt, evaluiert und weiterentwickelt. Die aktive Einbindung des Bildungspersonals in den Entwicklungs- und Erprobungsprozess trägt wesentlich zur Praxisnähe und Akzeptanz des Konzepts bei. Die Ergebnisse zeigen praxisrelevante Ansätze zur nachhaltigen Verankerung digitaler Kompetenzen in der Fort- und Weiterbildung von Lehrenden in Pflegeschulen, in der Fortbildung von Praxisanleitenden oder in lehrerinnen- und lehrerbildenden Studiengängen auf.