@mastersthesis{Neubert2026, type = {Bachelor Thesis}, author = {Neubert, Clara Elisabeth}, title = {„Erfolgsdefinition und Umsetzungsherausforderungen in der Entwicklungszusammenarbeit mit besonderem Fokus auf dem Gesundheitssektor - Eine qualitative Interviewstudie mit staatlichen, zivilgesellschaftlichen und kirchlichen Organisationen."}, institution = {Gesundheits- und Pflegewissenschaften}, pages = {59}, year = {2026}, abstract = {Zielsetzung: Ziel dieser Arbeit ist es, zu untersuchen, wie staatliche, zivilgesellschaftliche und kirchliche Akteure der deutschen Entwicklungszusammenarbeit den Erfolg von Gesundheitsprojekten definieren, messen und bewerten. Dar{\"u}ber hinaus werden Gemeinsamkeiten, Unterschiede sowie Herausforderungen bei der praktischen Umsetzung und Evaluation von Erfolg analysiert. Methodik: Zur Beantwortung der Forschungsfrage wurde ein qualitatives Forschungsdesign gew{\"a}hlt. Die Datenerhebung erfolgte anhand von f{\"u}nf leitfadengest{\"u}tzten Experteninterviews mit Vertretern staatlicher, zivilgesellschaftlicher und kirchlicher Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit. Die Auswertung erfolgte mithilfe der qualitativen Inhaltsanalyse nach Kuckartz unter Verwendung der Software MAXQDA 2026. Ergebnisse: Trotz unterschiedlicher institutioneller Rahmenbedingungen der Akteure bestand weitgehend Einigkeit dar{\"u}ber, dass Erfolg mehr umfasst als die Erreichung quantitativer Zielindikatoren und dass langfristige Ver{\"a}nderungen, partnerschaftliche Zusammenarbeit und lokale Eigenverantwortung („Ownership") zentrale Bestandteile erfolgreicher Entwicklungszusammenarbeit sind. Unterschiede zeigten sich vor allem in den Schwerpunkten der Erfolgsmessung und den jeweiligen institutionellen Anforderungen. Alle Befragten nannten {\"a}hnliche Herausforderungen. Die Messung langfristiger Wirkungen gestaltet sich durch zahlreiche externe Einfl{\"u}sse als schwierig. Zudem stehen die Organisationen in einem Spannungsfeld zwischen Berichtspflichten und der Notwendigkeit einer lokal gesteuerten, flexiblen Projektumsetzung. Standardisierte Indikatoren erfassen qualitative Ver{\"a}nderungen wie gest{\"a}rkte Partnerschaften, gesteigerte Eigenst{\"a}ndigkeit oder die St{\"a}rkung der Gemeinschaft vor Ort oft nicht. Schlussfolgerung: Die Ergebnisse machen deutlich, dass Erfolg in der Entwicklungszusammenarbeit nicht allein durch quantitative Indikatoren und einheitliche Bewertungsmodelle erfasst werden kann. Vielmehr sollte die Erfolgskontrolle auch den konkreten Projektkontext ber{\"u}cksichtigen. Die Arbeit zeigt, dass institutionelle Rahmenbedingungen das Erfolgsverst{\"a}ndnis zwar beeinflussen, es jedoch nicht vollst{\"a}ndig bestimmen. Entscheidend f{\"u}r die praktische Umsetzung sind vielmehr die handelnden Personen. Ihre Bereitschaft, partnerschaftlich zusammenzuarbeiten, lokale Perspektiven einzubeziehen und zwischen Rechenschaftspflicht und Flexibilit{\"a}t abzuw{\"a}gen, pr{\"a}gt maßgeblich, wie Erfolg im Projektalltag verstanden, umgesetzt und berichtet wird.}, language = {de} }