@mastersthesis{Berndt2025, type = {Bachelor Thesis}, author = {Berndt, Karl}, title = {Frauen im Geigenbau - Entwicklungen und Perspektiven in Deutschland}, institution = {Angewandte Kunst}, pages = {79}, year = {2025}, abstract = {Die geringe Sichtbarkeit von Frauen im Geigenbau verweist auf ein strukturelles Ungleichgewicht, das trotz eines wachsenden Frauenanteils in diesem Beruf fortbesteht. Noch immer ist dieses Kunsthandwerk von m{\"a}nnlichen Rollenbildern gepr{\"a}gt. Dabei ist der Geigenbau schon l{\"a}ngst keine M{\"a}nnerdom{\"a}ne mehr. Diese Arbeit geht der Frage nach, wie es tats{\"a}chlich um die Geschlechterverteilung und die Chancengleichheit im Geigenbau steht. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass der Frauenanteil in diesem Beruf insgesamt immer gr{\"o}ßer wird und Frauen in der Berufsausbildung aktuell sehr stark vertreten sind. Allerdings nimmt ihr Anteil nach der Ausbildung und vor allem in der Selbstst{\"a}ndigkeit deutlich ab. Die Methodik dieser Arbeit basiert auf einer Kombination aus quantitativer und qualitativer Forschung. Zum einen wurde anhand von statistischen Daten die Annahme {\"u}ber den insgesamt steigenden aber innerhalb der Karrierestufen fallenden Frauenanteil untersucht. Zum anderen wurden durch f{\"u}nf Interviews mit Geigenbauerinnen die Gr{\"u}nde daf{\"u}r gesucht. Die Interviews zeigen ein Spannungsfeld zwischen geschlechtsunabh{\"a}ngiger fachlicher Aus{\"u}bung des Handwerks und gesellschaftlicher Ungleichbehandlung. Die Geigenbauerinnen berichten von Problematiken wie Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Kompetenzaberkennung, die sie im Alltag erfahren und ein h{\"a}ufig geringeres Selbstbewusstsein, was Frauen durch ihren Sozialisierungsprozess haben. Durch Sichtbarkeit, Netzwerken und Solidarit{\"a}t und untereinander versuchen sie, den Rollenbildern entgegenzuwirken. Die Arbeit versteht sich als Beitrag zur Sichtbarmachung weiblicher Perspektiven im Geigenbau und m{\"o}chte Impulse f{\"u}r eine gerechtere Gestaltung des Berufsbildes geben. Sie zeigt auf, dass der Geigenbau fachlich l{\"a}ngst offen f{\"u}r alle Geschlechter ist. Jetzt braucht es aber die n{\"a}chsten Schritte: strukturelle Ver{\"a}nderungen, mehr Sichtbarkeit, gesteigertes Selbstbewusstsein der Geigenbauerinnen und nicht nur Frauen, die daf{\"u}r einstehen!}, language = {de} }