@mastersthesis{Wilbrecht2022, type = {Master Thesis}, author = {Wilbrecht, Juliane}, title = {Darstellung der Studienlandschaft in Deutschland im Bereich Occupational Safety \& Health anhand einer Dokumentenanalyse}, institution = {Gesundheits- und Pflegewissenschaften}, school = {Wests{\"a}chsische Hochschule Zwickau}, pages = {121}, year = {2022}, abstract = {Menschengerechte Arbeitsgestaltung und Gesunderhaltung am Arbeitsplatz sind aktuelle Schwerpunkte in unserer Gesellschaft. Die zur Umsetzung etablierten Instrumente AGS und BGF haben in Deutschland einen unterschiedlichen gesetzlichen Rahmen und werden von verschiedenen Aus- und Weiterbildungsinstituten geschult. Die Analyse des Status quo hat gezeigt, dass zunehmend eine Vernetzung der Themen Arbeitsschutz und Gesundheitsf{\"o}rderung auf der Managementebene gefordert wird, um die Umsetzung im Unternehmen zu erleichtern und finanzielle oder personelle Ressourcen effizient einzusetzen. Im Kontext der zunehmenden Akademisierung zeigt sich daher ein Bedarf an einer akademischen Ausbil-dung, die AGS und BGF mit Managementkompetenzen verbindet. An der WHZ gibt es Bestrebungen, zuk{\"u}nftig einen OSH-Studiengang anzubieten, der den geschilderten Bedarf adressiert. Mangels eines konkretes Anforderungsprofil f{\"u}r das Berufsbild eines Managers f{\"u}r ein sicheres und gesundes Unternehmen ist die aktuelle Situation in der Studienlandschaft jedoch sehr divers. Es ist daher nicht zweifelsfrei zu ermitteln, inwieweit ein tats{\"a}chlicher Bedarf an dem OSH-Studiengang besteht. Zur Schließung dieser Datenl{\"u}cke werden in der vorliegende Masterarbeit daher zwei Forschungsfragen mit einer mehrstufigen quantitativen Inhaltsanalyse untersucht. Zum einen soll {\"U}berblick {\"u}ber den akademischen Bildungsmarkt im Bereich AGS und BGF gegeben werden. Zum anderen soll eruiert werden, inwiefern die Lehrinhalte des OSH-Studiengangs bereits durch existierende Lehrangebote abgedeckt werden. Mit diesen Daten kann eine Aussage dar{\"u}ber getroffen werden, ob das geplante Kompetenzprofil des OSH-Studiengangs eine sinnvolle Erg{\"a}nzung in der deutschen Hochschullandschafft darstellen w{\"u}rde. Zur Beantwortung der Forschungsfragen wurde das grunds{\"a}tzlich methodische Vorgehen in sechs Schritte unterteilt. Die Identifikation aller Hochschulen in Deutschland stellte hierbei den ersten Schritt dar. Grundlage war die Liste des Statistischen Bundesamtes f{\"u}r den Hochschulfachbereich des Wintersemester 2020 / 2021, in der 787 Hochschulen gelistet sind. Im zweiten Schritt wurden die Studieng{\"a}nge identifiziert, bei denen aufgrund ihrer Studi-engangsbezeichnung eine N{\"a}he zu den Bereichen AGS und BGF vermutet wurde. Insgesamt wurden so 585 potenziell relevante Studieng{\"a}nge f{\"u}r die n{\"a}here Betrachtung ausgew{\"a}hlt. Da im dritten Schritt nur von 462 dieser Studieng{\"a}nge ein Modulhandbuch beschafft werden konnten, k{\"o}nnen nachfolgend 21 \% der potenziell relevanten Studieng{\"a}nge nicht diskutiert werden. Dennoch stellt diese Masterarbeit das {\"o}ffentlich verf{\"u}gbare Bild {\"u}ber Studienlandschaft im Bereich AGS und BGF dar. Mit Hilfe der quantitativen Inhaltsanalyse konnten in den Schritten 4 und 5 des methodischen Vorgehens 76 Studieng{\"a}nge identifiziert werden, die AGS und BGM in ihren Lehrinhalten miteinander verbinden. Von diesen Studieng{\"a}ngen werden 60 an Fachhochschulen und 16 an Universit{\"a}ten angeboten. AGS- und BGF-Lehrinhalte kommen bei den ingenieurwissenschaftlichen Studieng{\"a}ngen insbesondere in den Fachbereichen Sicherheitstechnik und Arbeitswissenschaften vor. Ansonsten sind die Studieng{\"a}nge mit den gesuchten Kompetenzprofilen in den Fachbereichen Gesundheitsf{\"o}rderung, Gesundheitswissenschaften und BGM / GM zu suchen, wobei bei ersterem Fachbereich nahezu alle betrachteten Studieng{\"a}nge AGS und BGF im Curriculum auff{\"u}hren. Alle 76 relevanten Studieng{\"a}nge wurden im Schritt 6 auf das Vorhandensein der 16 f{\"u}r den OSH-Studiengang seitens der WHZ definierten Lehrkompetenzen abgesucht. Als Methodik wurde ebenfalls die quantitative Inhaltsanalyse eingesetzt. Dabei hat sich gezeigt, dass kein Studiengang existiert, der alle im OSH-Studiengang geplanten Kompetenzfelder abdeckt. Es gibt zwar 7 Hochschulen, die mindestens 12 der 16 Lehrkompetenzen abdecken, aber diese werden von nur einer Universit{\"a}t sowie zwei Fachhochschulen angeboten. Hinzu kommt, dass die beiden Fachhochschulen 6 der 7 Studieng{\"a}nge anbieten und ausschließlich im Bundesland Badem-W{\"u}rttemberg angesiedelt sind. Allgemein hat sich gezeigt, dass die 16 Lehrkompetenzen aktuell nur unzureichend innerhalb eines Studiengangs von den bestehenden akademischen Lehrangeboten adressiert werden. Ein Mangel ist insbesondere an den Universit{\"a}ten festzustellen. Bei den Fachhochschulen sind vor allem Master-Studieng{\"a}nge selten mit den gesuchten Lehrkompetenzen ausgestattet. Keinen Mangel gibt es bei den Lehrinhalten: • Projektmanagement, • Statistik und • Personalmanagement. Allerdings sind unabh{\"a}ngig von Hochschulart und Abschluss die Lehrinhalte: • Unternehmensberatung, • Psychologische Arbeitsgestaltung, • Gestalten von Arbeitssystemen, • Emotionsmanagement und • Technische Sicherheit besonders unterrepr{\"a}sentiert. Zus{\"a}tzlich wurde eine unzureichende r{\"a}umliche Verteilung von Studieng{\"a}ngen mit hoher {\"A}hnlichkeit zum geplanten OSH-Studiengang der WHZ identifiziert. Aus diesem Grund kann festgehalten werden, dass der geplante Studiengang an der WHZ eine sinnvolle Erg{\"a}nzung zum bisherigen Angebot an deutschen Hochschulen darstellt, sowohl aus der Analyse der Lehrinhalte heraus als auch aufgrund der r{\"a}umlichen Verteilung {\"u}ber die Bundesl{\"a}nder. Mit der Bezeichnung Occupational Safety \& Health w{\"u}rde ein weiteres Alleinstellungsmerkmal in Deutschland geschaffen werden.Die beiden Forschungsfragen der Masterarbeit konnten mit den vorliegenden Daten und Auswertungen beantwortet werden. Es liegt zudem viel Datenmaterial auf dem Datentr{\"a}geranhang D vor, das Basis weiterf{\"u}hrender Untersuchungen sein kann.}, language = {de} }