@misc{Lehmann2019, author = {Lehmann, Christian}, title = {Status quo der Bioabfallbehandlung im Land Brandenburg}, institution = {Physikalische Technik, Informatik}, pages = {198 Seiten, 78 Abb., 51 Tab., 160 Lit.}, year = {2019}, abstract = {Die Diplomarbeit besch{\"a}ftigt sich mit dem Umsetzungsstand der Bioabfallverwertung im Land Brandenburg. Aufgrund neuer und ver{\"a}nderter Rechtsvorschriften sind auch {\"A}nderungen bei der Behandlung von Bioabf{\"a}llen zu erwarten, die in der Diplomarbeit n{\"a}her beleuchtet werden sollen. Nach einer kurzen Einf{\"u}hrung {\"u}ber den Behandlungsprozess von Bio- und Gr{\"u}ngut (Kompostierung und Verg{\"a}rung) wird im Kapitel 3 der aktuelle Verfahrensbestand an Kompostierungs- und Verg{\"a}rungsanlagen betrachtet. Der Gesetzgeber fordert eine hochwertige Verwertung von Bioabf{\"a}llen, die bereits {\"u}ber die reine stoffliche Verwertung hinausgeht. Wann immer es technisch und wirtschaftlich m{\"o}glich ist, sollen Bioabf{\"a}lle in Form einer Kaskade genutzt. Das heißt, dass vor der eigentlichen stofflichen Verwertung (Kompostierung) das energetische Potential im Bioabfall nutzbar zu machen ist. Hiervon wird sich eine {\"o}kobilanzielle Vorteilhaftigkeit im Vergleich zu alternativen Behandlungsverfahren, wie der Verbleib des Bioabfalls im Restabfall und die anschließende Behandlung in einer Verbrennungs- oder mechanisch-biologischen Behandlungsanlage, versprochen. Kapitel 4 befasst sich mit den anfallenden Bioabfallmengen, die in Deutschland und im Land Brandenburg getrennt erfasst werden. Die verpflichtende Sammlung von Bioabf{\"a}llen f{\"u}hrt zu einer Mengensteigerung f{\"u}r die entsprechende Verwertungskapazit{\"a}ten zur Verf{\"u}gung stehen m{\"u}ssen. Nichtdestotrotz wird in einigen Bundesl{\"a}ndern immer noch unzureichend Bioabfall erfasst. Dies betrifft insbesondere das Land Brandenburg, wo bisher sehr zur{\"u}ckhaltend die Forderungen von Bund und Land umgesetzt werden. So landen weiterhin große Mengen an organisches Material im Restabfall, dass nicht der Vorstellung einer optimierten Bioabfallverwertung entspricht. W{\"a}hrend die Erfassung von Gr{\"u}ngut in fast allen Landkreisen g{\"a}ngige Praxis ist, ist das Angebot der Biotonne im Land {\"u}berschaubar. Nach den o.g. Vorstellungen des Landes Brandenburgs ist bis 2020 eine Bioabfallmenge von 30 Kilogramm je Einwohner allein {\"u}ber die Biotonne (Biogut) zu sammeln. Inwieweit dieses Ziel auch durch die Entfrachtung des Restabfalls realisiert werden kann, soll ebenfalls im Kapitel kurz thematisiert werden. Im Kapitel 5 sollen die gesetzlichen Rahmenbedingungen und Ver{\"a}nderungen, die unmittelbar eine Beeinflussung der Stoffstr{\"o}me herbeif{\"u}hren, konferiert werden. Dies betrifft neben der Art und Menge der Abfallstr{\"o}me auch die Art der Anlagen zu deren Verwertung. Betrachtet wurden wesentliche {\"A}nderungen, die zu neuen Herausforderungen f{\"u}r die Bioabfallwirtschaft f{\"u}hren. Die neuen Herausforderungen aus dem D{\"u}ngerecht, durch das manifestierte Ausschreibungsverfahren nach EEG 2017 sowie die erh{\"o}hten Anforderungen an Fremd- und Schad-stoffgehalten f{\"u}hren zu neuen Konzepten f{\"u}r die Behandlung und Verwertung der Kompost- und G{\"a}rprodukten. Mit dem Kapitel 6 sollen daher m{\"o}gliche Chancen und alternative M{\"a}rkte f{\"u}r die Produkte herausgestellt werden. Abschließend werden die beleuchteten Themen f{\"u}r das Land Brandenburg zusammengefasst und deren Wirkung f{\"u}r den weiteren Auf- und Ausbau der Bioabfallwirtschaft dargelegt.}, language = {de} }