@mastersthesis{LENK2014, type = {Master Thesis}, author = {LENK, OLIVER}, title = {LANDSCHAFTSLABOR - TH{\"U}RINGER OBERLANDBAHN}, institution = {Architektur}, school = {Wests{\"a}chsische Hochschule Zwickau}, pages = {116 Seiten, 154 Abb., - Tab., 1 Lit.}, year = {2014}, abstract = {renaturierung des menschen wo liegt die grenze zwischen architektur und landschaft? diese vermeintlich klare aufteilung ist bei n{\"a}herer betrachtung gar nicht mehr offensichtlich. architektur ist etwas k{\"u}nstlich geschaffenes, mag jetzt mancher sagen und das ist sicherlich richtig. nun einmal abgesehen davon, dass auch landschaft in vielen f{\"a}llen artifiziell erzeugt wurde, stellt sich die frage danach, ob nun architektur einen parasit{\"a}ren oder symbiotischen charakter oder vielleicht sogar beides in sich vereint hat. in dem moment, wenn architekturraum mit dem landschaftsraum zusammentrifft, kommt es zu einer alternation. ist durch den eingriff nun der gesamte landschaftsraum selbst zu etwas k{\"u}nstlichem geworden oder die architektur teil desselbigen? architektur nutzt den landschaftlichen raum aus, kann ohne ihn nicht bestehen. gleichzeitig schafft sie aber auch selbst raum und geht eine verbindung zu dem ein, aus dem sie geboren ist. die baukunst ist ein von menschen geschaffenes mittel um dessen bed{\"u}rfnis nach sicherheit nachzukommen. gleichzeitig ist sie aber auch ein bindeglied zur natur. es ist daher absolut unm{\"o}glich, dass sich etwas gebautes nicht in irgendeiner weise zu seiner umgebung in beziehung setzt und wenn es das v{\"o}llige abwenden davon ist, auch das ist eine reaktion. darum beinhaltet das bauen immer auch mehr als nur die pure zweckerf{\"u}llung. es gibt noch eine transzendente ebene die zwar unterbewusster liegt, aber nicht minder an bedeutung ist. diese l{\"a}sst sich wohl am besten mit 'f{\"u}hlen und erleben' titulieren. kann also architektur den menschen nicht nur vor den einfl{\"u}ssen der natur sch{\"u}tzen, sondern ihn ihr auch wieder n{\"a}herbringen? genau diese frage ist kern der auseinandersetzung, welche sich diese masterthesis widmet. unter dem titel 'landschaftslabor th{\"u}ringer oberlandbahn' verbirgt sich weniger das tats{\"a}chliche erforschen wissenschaftlicher ph{\"a}nomene, als mehr eine offene haltung des entdeckens von natur und dem was einfach da ist oder eben gerade nicht da ist. das projektgebiet liegt im th{\"u}ringer schiefergebirge. es handelt sich jedoch nicht um ein einzelnes grundst{\"u}ck, sondern um eine stillgelegte bahnstrecke mit einer l{\"a}nge von zirka 50 kilometern, im osten des th{\"u}ringer schiefergebirges. die oberlandbahn ist selbst schon eine sehensw{\"u}rdigkeit mit einem streckenverlauf der nahezu unber{\"u}hrte und abwechslungsreiche naturr{\"a}ume quert. entlang weiter felder, dichter w{\"a}lder, idyllischer gew{\"a}sser, enger t{\"a}ler und vertr{\"a}umter d{\"o}rfer zieht sich die alte bahntrasse mit hohen viadukten, dunklen tunneln und sanften kurven. das entwurfskonzept beruht auf der idee die qualit{\"a}ten der oberlandbahn heranzuziehen, um einen attraktiven wanderweg zu etablieren. verschiedene architektonische interventionen sollen sich mit markanten sowie unbemerkten orten an der strecke auseinandersetzen oder diese erg{\"a}nzen. die sinne des besuchers sch{\"a}rfen, das aufmerksam machen und atmosph{\"a}re vermitteln steht weithin im vordergrund. zudem liefern diese architekturen informationen zu umgebung, der historie und erz{\"a}hlen hierf{\"u}r oft kleine anekdoten oder sagen. sie verstehen sich als begehbare skulpturen entlang des bahnwanderpfades und suchen stets die verbindung zwischen mensch und ort. ziel dahinter sind allerdings nicht nur vereinzelt punktuelle eingriffe ohne zusammenhang. der weg soll in seiner gesamtheit eine bewusste erfahrung f{\"u}r den besucher erzeugen. durch vermittlung einer essenz aus der regionalen qualit{\"a}t soll das konzept zeigen, dass die erholsamkeit der natur nicht nur in den alpen oder an der see zu finden ist.}, language = {de} }